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[Review] MS-Tech Value Edition 950W im Chromatest!

_chiller_

BIOS-Overclocker(in)
[font='Verdana, Helvetica, sans-serif']MS-Tech Value Edition 950W im Chromatest!

Autor: _chiller_

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Dieses Review ist etwas besonderes: Ich teste nicht nur das günstigste 950W-Netzteil auf dem Markt, sondern darf auch meinen ersten Chromatest präsentieren. Nebenbei verbindet mich eine besondere Geschichte zu diesem Netzteil, weswegen es heute spannend wird!



Bei einem 950 Watt starken Netzteil das aktuell für ca. 40 Euro angeboten wird, denkt man wohl nur an eines: Chinaböller. Trotzdem gibt es genug Kunden die sich nicht mit dem Stromverbrauch ihres PCs auskennen und ein möglichst günstiges Netzteil suchen. Wie sich das MS-Tech Value 950W an einem Gaming-PC verhält, möchte ich heute einmal herausfinden. Dazu habe ich allerdings nicht den üblichen Aufbau mit meinem Testsystem genommen, sondern bin nach Hamburg zur Coolergiant Computers Handels GmbH gefahren, die ihr sicherlich unter dem Namen Enermax kennt. An der dortigen Chroma habe ich das Netzteil auf Herz und Nieren geprüft und bin zu überraschenden Ergebnissen gekommen!

Mit diesem Netzteil verbindet mich eine besondere Geschichte: Vor einem knappen Jahr kannte ich mich überhaupt noch nicht mit Netzteilen oder dem Stromverbrauch meines PCs aus. Als dann mein Enermax Modu 87+ starb und ich es in die RMA schickte, brauchte ich für den Übergang ein Ersatznetzteil. Ich hatte jedoch keinen Plan was ein PC mit einem Core i5-3470 und einer Radeon HD 7950 an Leistungsaufnahme benötigt, also bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe mir ein MS-Tech Value 950W gekauft. In diesem Forum war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht aktiv, euch trifft also keine Schuld ;) Das Netzteil hielt drei Wochen bis es sich spektakulär mit einem Knall und dem Herausfliegen der Sicherung meiner Wohnung verabschiedete. Dies nahm ich als Anlass mich in dieses Forum einzuloggen und mich über Netzteile zu informieren. Das MS-Tech Value 950W ist somit der Grund warum ich heute Netzteilreviews erstelle!

Übrigens habe ich damals auch das MS-Tech wieder zum Händler geschickt und bekam ein Ersatzgerät. Dieses verkaufte ich jedoch bei Amazon. Etwa zwei Wochen nach dem Kauf wurde ich vom Käufer angeschrieben, das Netzteil war tot ^^ Ich habe ihm dann die Rechnung meines Händlers gegeben mit der Bitte es dort einzuschicken. Blöd nur das mein Kunde nicht seine Adresse hinterlassen hat und ein fabrikneues Netzteil vor ein paar Wochen bei mir ankam. Das habe ich dann als Anlass gesehen meinem Kunden den damaligen Kaufbetrag zu erstatten und das MS-Tech an die Chroma zu schleppen. Nun habe ich aber genug geschrieben, ich wünsche euch viel Spass beim Lesen!​


2. Spezifikationen und Features

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Der Produktkarton des MS-Tech Value 950W ist vergleichsweise klein, normalerweise werden Netzteile dieser Leistungsklasse in riesigen Kartons mit reichlich Beigaben angeliefert. Von MS-Techs Value-Serie gibt es einige Versionen, von denen die 950 Watt starke Version das Flaggschiff der Serie darstellt. Die 550 Watt starke Version mit Kabelmanagement habe ich sogar schon getestet, welche aber auf ganzer Linie versagte. Blüht dem Topmodell das selbe Schicksal? Schauen wir uns als erstes einmal die wichtigsten technischen Daten auf dem Produktkarton und der Website von MS-Tech an:
  • Active PFC
  • Schutzschaltungen: OPP, OVP
  • 140 mm Lüfter mit einer Drehzahl von 1800 rpm
  • Entspricht der CE-Norm
Zu den Schutzschaltungen gebe ich eine kurze Definition:
OVP = Überspannungsschutz
OPP = Überlastschutz

Mehr technische Leckerbissen konnte ich leider beim besten Willen nicht finden, die Anzahl an aufgeführten Schutzschaltungen ist sehr gering, aber ich werde bei der technischen Analyse noch einmal genauer hinschauen.​

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Der Produktaufkleber mit den technischen Daten entlarvt schon die erste Schummelei seitens MS-Tech. Hier wird einfach die kombinierte Maximallast der einzelnen Rails zur Gesamtlast zusammen gerechnet, was in der Realität komplett unrealistisch ist. Immerhin scheint es sich beim CE-Symbol um das echte Zeichen und nicht um das Zeichen für China-Export zu handeln. Trotzdem ist die Ausgangslage schon jetzt nicht besonders gut für das MS-Tech.​


3. Äußeres, Lieferumfang und Kabelaustattung

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Neben dem in einer Luftpolsterfolie gesicherten Netzteil befinden sich noch ein Kaltgerätestecker, Gehäuseschrauben und eine Garantiekarte im Lieferumfang. Ein Faltblatt soll zudem als Bedienungsanleitung dienen. Bis auf ein paar Kabelbinder vermisse ich hier auf den ersten Blick nichts.​

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Stilistisch orientiert sich das MS-Tech an dem kleinen Bruder mit 550 Watt und Kabelmanagement. Das 160 mm lange Netzteil wirkt schlicht, aber keineswegs billig. Der 140 mm große Lüfter wird von einem klassischen Lüftergitter bedeckt, was unnötige Luftverwirbelungen vermindern sollte. Die technische Errungenschaft von Active PFC ist MS-Tech sogar einen goldenen Sticker am Stromanschluss wert! Alle Kabel besitzen einen blickdichten schwarzen Sleeve, auf ein modulares Kabelmanagement muss der Kunde jedoch verzichten. Im Gegensatz zum kleinen Bruder mit 550 Watt kann ich diesmal an der Verarbeitung nichts aussetzen.​

Die Kabelstränge im Detail:

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Bei den Kabellängen habe ich grundsätzlich erstmal nichts auszusetzen, einzig das CPU-Kabel könnte etwas länger sein. Nur zwei PCI-E Anschlüsse, einer davon auch noch als 6 Pin, sind für ein 950 Watt starkes Netzteil gradezu lächerlich. Selbst ein be quiet! Pure Power L8 mit 400 Watt hat hier mehr zu bieten. Eine Überlastung des Netzteils scheint mit dieser Ausstattung fast unmöglich. Immerhin sind alle Kabel durchgehend mit einem Durchmesser von 18 AWG ausgeführt.​


4. Die Technik im Detail

Kommen wir nun zum spannendsten Teil dieses Reviews, der Technik. Vorab aber eine Warnung:
Nicht nachmachen! Ihr begebt euch in Lebensgefahr wenn ihr ein Netzteil aufschraubt, desweiteren geht die Garantie verloren!

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Schon auf dem ersten Blick kann man sehen, dass es sich hier nicht um ein 950 Watt starkes Netzteil handelt. Die Spulen der gruppenregulierten Schaltung sind dafür viel zu klein, zudem gibt es zu wenige und zu kleine Kondensatoren. Der Trafo des Netzteils entspricht der Größe anderer 400 Watt-Netzteilen. Einen OEM-Hersteller konnte ich leider nicht ausfindig machen, die Platine trägt jedoch den Aufdruck SZ-860, was bei der Google-Suche nicht zu sinnvollen Ergebnissen führte.​

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Die Eingangsfilterung beginnt auf einer separaten Platine, auf der sich insgesamt zwei Spulen, vier Y- und zwei X-Kondensatoren befinden. Nach einem Ferritkern geht es weiter auf die Hauptplatine, auf der sich eine Schmelzsicherung, zwei Y-Kondensatoren und eine Spule befinden. Die Eingangsfilterung ist damit ungewöhnlich reichhaltig bestückt.​

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Die Gleichrichterbrücke muss ohne einen Kühlkörper auskommen, was bei Netzteilen jenseits von 500 Watt doch sehr ungewöhnlich ist. Der Primärkondensator stammt von der mir unbekannten Marke LCZ und weist folgende Daten auf: 330 Mikrofarad Kapazität bei einer Spannungsfestigkeit von 450 Volt und einer Temperaturfestigkeit von 105°C. Kondensatoren dieser Größe findet man eigentlich eher in Netzteilen der 500 Watt-Klasse.​

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Sekundär finde ich durchgehend Kondensatoren der Marke Asia´X vor. Datenblätter finde ich zu diesen Kondensatoren nicht, jedoch haufenweise Berichte über aufgeplatzte Kondensatoren dieser Marke. Auch ich besitze ein be quiet! P6 mit aufgeplatzten Caps dieser Marke, daher gehe ich nicht von einer langen Lebensdauer aus. Der Protection-IC hat mich am meisten verwundert, denn es kommt hier ein hochwertiges Modell zum Einsatz: Ein SITI PS223, welcher auch in vielen Markenprodukten verbaut wird und für dieses Netzteil einen totalen Overkill darstellt: OCP auf vier 12V-Rails, OVP/UVP und OTP sind weit mehr als MS-Tech versprochen hat. Richtig konfiguriert, können wir uns hier auf ein exzellent abgesichertes Netzteil freuen! Surreal mutet jedoch der Platinenaufdruck an, der unbekannte OEM hat hier eine Empfehlung bis 550 Watt ausgegeben, MS-Tech spricht hier jedoch von einem 950 Watt starken Netzteil.​

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Beim Lüfter kommt ein alter Bekannter aus dem 550W-Modell von MS-Tech zum Einsatz. Der Lüfter der Marke CPS besitzt folgenden Aufdruck: YL1352512HS-XX0 und ist eigentlich nur 135 mm statt der angegebenen 140mm groß. Zusammen mit der Luftleitfolie dürften wir uns auf eine ähnliche (schlechte) Geräuschkulisse wie im kleinen Bruder einstellen.​

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Es ist immer dasselbe mit den Chinaböllern: Das MS-Tech 550W hatte statt zwei Rails nur eine 12V-Rail. Das Xilence Redwing war Single-Rail. Das ATX780HM hatte den Vogel abgeschossen und besaß statt versprochener vier Rails nur eine Single-Rail. Ich denke es ist keine Überraschung das das MS-Tech 950W ebenfalls nur Single-Rail ist (roter Pfeil), oder? ;)

Insgesamt bin ich von der Elektronik des Netzteils nicht begeistert, wir reden hier eher von einem 400-500W Netzteil. Einzig die Schutzschaltungen lassen aufhorchen, daher bin ich auf die Testergebnisse gespannt.​


5. Testumgebung

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Im Gegensatz zu meinen früheren Tests setze ich diesmal auf ein professionelles Testequipment. Hierbei bin nach Hamburg zur Coolergiant Computers Handels GmbH gefahren, die ihr sicherlich unter dem Namen Enermax kennt. Die Chroma inklusive Oszilloskop bietet mir einen Blick auf die Effizienz, Ripple-Noise Werte, Leistungsfaktorkorrektur und die Spannungsregulation. Die getesteten Netzteile kann ich somit fast beliebig auslasten. Eine Lasttabelle findet ihr zu Beginn jedes Praxistests vor. Bedenken bezüglich meiner Unabhängigkeit in meinen Reviews kann ich widerlegen, denn ich habe sämtliche Messungen persönlich vorgenommen und ermittelt.​

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Da die Chroma sehr laut ist, fallen Lautstärkemessungen flach. Ich greife hierbei auf mein bewährtes System zurück. Hierbei habe ich 5 Lastszenarios generiert:
Szenario 1: Gesamtsystem im Idle (Leistungsaufnahme ca. 80 W)
Szenario 2: Prime95, Grafikkarte im Idle (Leistungsaufnahme ca. 175 W)
Szenario 3: Furmark, Voltage des Grafikchips bei 950 mv, Chiptakt gedrosselt auf 500 MHz (Leistungsaufnahme ca. 270 W)
Szenario 4: Furmark, Voltage Grafikchip 950 mv (Leistungsaufnahme ca. 360 W)
Szenario 5: Furmark, Voltage Grafikchip 1013 mv + Prime95 (Leistungsaufnahme ca. 450 W)

Die einzelnen Werte wurden entnommen, nachdem sich die Temperaturen der Komponenten einpendelten. Die Lautstärkemessungen wurden mit Hilfe eines Voltcraft SL-100 durchgeführt. Dabei wurde das Netzteil bestmöglich vom restlichen System getrennt. Das Schallpegel-Messgerät wurde in einem Abstand von 50 cm vom Lüfter positioniert.​


6. Testergebnisse

Für das MS-Tech Value 950W habe ich folgende Lasttabelle geplant:​

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Hierbei ist jedoch das passiert, was ich im Vorfeld des Tests befürchtet hatte. Bei einer Auslastung von 80 Prozent lief das Netzteil für eine kurze Zeit, sodass ich schon einige Werte notieren konnte. Plötzlich rumste es laut und das Netzteil, sowie die gesamte Chroma wurde von der Haussicherung der Strom abgedreht. Als ich die Chroma wieder anschaltete und das Lastszenario erneut startete, knisterte es im Netzteil und es qualmte, die Sicherung flog ebenfalls ein zweites mal raus und der Chroma wurde ein weiteres mal der Strom abgedreht. Ich habe das Netzteil etwa 10 Minuten danach geöffnet und ein Infrarot-Thermomenter auf den Haupttrafo gehalten:​

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86,4°C halte ich schon im Betrieb für bedenklich, 10 Minuten nach dem abschalten des Netzteils kann man sich jedoch denken welcher Wahnsinn bei Betrieb darin herrschte ;) Laut einem Enermax-Techniker mit dem ich die Elektronik im Anschluss untersuchte, sind zwei Mosfets im Primärbereich der hohen Last zum Opfer gefallen und gestorben. Die Schmelzsicherung drehte dabei Däumchen und auch der Protection-IC sah keinen Grund eine seiner vielen Schutzschaltungen zu aktivieren. Spätestens hier ist das MS-Tech Value 950W absolut nicht mehr zu empfehlen, aber schauen wir uns noch einmal die ermittelten Werte an. Ich konnte leider nicht rechtzeitig alle Werte der 80% Messung notieren bevor das Netzteil gestorben ist.​


I. Effizienz

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Die Effizienz des MS-Tech Value 950W ist deutlich besser als ich erwartet habe. Da die Effizienz zwischen 20% und 50% Auslastung schon geringer wird, handelt es sich hier bestenfalls um ein 500 Watt-Netzteil. Bei einer Auslastung von ca. 760 Watt starb das MS-Tech an Überhitzung der Komponenten. Der ermittelte Effizienzwert bei 80% Last ist dabei ein Schätzwert, da das Netzteil starb bevor ich diesen ermitteln konnte. Zu beginn der Messung lag die Primäre Leistungsaufnahme bei etwas mehr als 990 Watt, daher habe ich diesen Wert hinzugefügt.​


II. Leistungsfaktorkorrektur

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Die Leistungsfaktorkorrektur ist sogar erstaunlich gut, auch wenn ich den Wert bei 80% Auslastung nicht mehr ermitteln konnte.​


III. Ripple-Noise

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Auch die Restwelligkeit präsentiert sich grundsätzlich auf einem soliden Niveau und komplett innerhalb der ATX-Norm. Das Oszilloskop zeigte jedoch hohe Peaks an, welche laut Aussage des Enermax-Technikers jedoch keine Probleme machen sollten. Bei der Auslastung von 80% spielte das Oszilloskop jedoch völlig verrückt, leider konnte ich die Messwerte nicht mehr notieren.​


IV. Spannungsregulation

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Alle Kurvenverläufe bewegen sich innerhalb der ATX-Norm, auch wenn die ermittelten Werte für ein Netzteil mit Gruppenregulation eher ungewöhnlich sind. Bei theoretischer Vollast wäre es jedoch ziemlich eng geworden.​


V. Lautstärke

Da das Netzteil nun defekt ist, lassen sich auch keine Lautstärketests mehr durchführen. Ich verweise jedoch einmal auf den Test mit dem MS-Tech Value 550W mit einem identischen Lüfter, welches bei der Lautstärke damals nicht überzeugen konnte.​


7. Fazit

Nachdem das erste Netzteil von MS-Tech damals schon im Test auf ganzer Linie versagte, waren meiner Erwartungen an das Value 950W natürlich begrenzt. Trotzdem konnte das Netzteil diese noch einmal deutlich unterbieten, denn die Werte im Praxistest sind teilweise erschreckend. Das sich das MS-Tech bei 80% Last spektakulär selbst zerstörte, passt da durchaus ins Bild.

Zuerst möchte ich aber erstmal die positiven Sachen aufzählen: Das schlichte Gehäuse konnte durch eine problemlose Verarbeitungen überzeugen, die Kabel boten zudem eine ordentliche Länge. Im Praxistest konnten bis 50% Last alle Werte innerhalb der ATX-Norm gehalten werden, die Leistungsfaktorkorrektur war sogar ziemlich gut. Bei der Elektronikanalyse ist mir der Protection-IC aufgefallen, welcher viele Schutzschaltungen beinhaltet. Schade nur, dass diese im Ernstfall nicht greifen.

Die Liste an negativen Punkten ist wesentlich länger. Dies fängt mit der Anzahl der Anschlüssen an, welche selbst bei einem 500 Watt-Netzteil noch Grund für Kritik sein dürften. Immerhin kommt bei nur zwei PCI-Express Steckern auch niemand auf die Idee das Netzteil gefährlich zu überlasten. Bei der Analyse der Elektronik bot uns ein Blick auf ein 400-500 Watt Netzteil, jedoch nicht auf die versprochenen 950 Watt. Die verbauten Komponenten sind zudem eher von der günstigen Sorte und das es sich um ein Single-Rail stat einem Dual-Rail Netzteil handelt, verwundert mich mittlerweile auch nicht mehr. Im Praxistest kam es dann bei 80% Last zur Katastrophe und das Netzteil zerstörte sich selbst.

Insgesamt kann ich vor dem MS-Tech Value Edition 950 Watt nur warnen, die 40 Euro ist es auf jeden Fall nicht wert. Wer einen Spiele PC mit einem möglichst günstigen Netzteil ausrüsten möchte, sollte lieber zum Xilence Performance A 530W oder zum Cooler Master B500v2 greifen, welche deutlich besser abgesichert sind.​

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Angesichts der durchgehend schlechten Leistung im Test erhält das MS-Tech Value Edition 950W den verknoteten Rüssel für besonders schlechte Produkte von mir:

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Zuletzt bearbeitet:

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Zum Testaufbau: Weist du was das Tektronik so an Auflösung macht? Das optisch vergleichbare was ich auf Arbeit noch als Ersatzgerät in der Ecke stehen habe löst nämlich so schlecht auf, dass ich damit schon so manche Störung nicht messen konnte die sein Nachfolger dann offenbarte.

Zum Test: Also ein klassischer Fall von Hochlabeln eines ansonsten immerhin durchschnittlichen 500W NTs ohne OPP.
 

jajo3998

Komplett-PC-Käufer(in)
Sehr geiler test wie immer. Ich glaub ich sehe alles und bin froh dass ich ein BQ Netzteil gekauft hab ohne vorher solche erfahrungen zu machen!
 
TE
_chiller_

_chiller_

BIOS-Overclocker(in)
Bei der Anlage handelt es sich um eine Tektronix TDS 3014C. Ich habe dort die standardmäßig eingestellte Auflösung genommen. Für die nächsten Tests werde ich mir das Oszilloskop aber mal genauer anschauen, ich war jetzt das erste mal dort und bin froh, dass ich alles unfallfrei bedienen konnte ;)

Zum Netzteil: Das ist wohl das erste MS-Tech das ansatzweise Potential hätte. Wären die Schutzschaltungen mal richtig eingestellt worden, wäre es immerhin ein ungefährliches 500W-Gerät geworden.
 

Tischi89

Freizeitschrauber(in)
cooles review!
mensch da war ja richtig was los bei euch beim testen!
Auf jedenfall richtig mutig solche Zeitbomben auch noch unter Strom zu setzen! xD

ich bin froh immer bei bequiet geblieben zu sein!

das DPP10 rocks!
 

Stern1710

Software-Overclocker(in)
Etwas gutes hat die Selbstzerstörung ja: Du musst das Netzteil nicht noch einmal einsetzen und deine Hardware gefährden. :ugly:
 

poiu

Lötkolbengott/-göttin
Schön, schön

Das NT ist besser als gedacht und mit dem entsprechenden Modifikationen wäre durchaus brauchbar, aber so halt der übliche überlabelte Müll.
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Sehr schön gemacht. :daumen:
War ja klar dass es völlig überlabelt ist und auch kein Wunder dass es bei Überlastung kaputt gegangen ist -- also Überlast im Bezug auf 450 Watt denn mehr schafft es wohl nicht.

Das NT ist besser als gedacht und mit dem entsprechenden Modifikationen wäre durchaus brauchbar, aber so halt der übliche überlabelte Müll.

Wieso wäre es brauchbar?
Was willst du modifizieren? Oder anders gefragt was müsste nicht modifiziert werden?
Was nützt ein brauchbarer Sicherungschip wenn der nicht greift?
 
TE
_chiller_

_chiller_

BIOS-Overclocker(in)
Mit anderen Caps, einem Sicherungschip der rechtzeitig greift und wenn es auf 450 Watt runtergelabelt wird, wäre das sogar ein recht solides Netzteil gewesen. So ist es aber nur brandgefährlicher Schrott ^^
 

tsd560ti

Lötkolbengott/-göttin
Effizienz wäre auch noch so ein Thema. Wir jubeln getz, dass die über 70% ist, aber 80Plus wird mit dem Ding bald schon schwer.

Die Vorgeschichte ist echt :lol:
 

GxGamer

Moderator
Teammitglied
Ich hab mich neulich schon amüsiert als ich auf der MS-Tech Homepage die Netzteile angeguckt habe. Da hatten mich einige weiße Netzteile durchaus gereizt. Aber der Test bestätigt ja mal wieder die Vorahnungen.... :ugly:
 

Flexsist

Software-Overclocker(in)
Sehr guter Test.

Dein Test bestätigt dass was ich mir schon lange gedacht habe, die MS-Tech NT's sind der pure Elektroschrott.

Ich hatte selber mal eins, übergangsweise. Ich hatte das 650 Watt 80+.

Dieses ist mit HW die MAX. 500 Watt gebraucht hatte (wenn überhaupt) schon nicht mehr klar gekommen, es gab viele Spannungsdrops so wie es auch bei dir im Test geschen ist.

Ich hab übrigens das einzig sinnvolle mit dem NT gemacht, ich hab die Kabel abgeschnitten (als Bastler kann man die mal brauchen, bzw sind viele schon verbraucht worden^^) und die Sleevs abgemacht und anderweitig verwendet. :D

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
_chiller_

_chiller_

BIOS-Overclocker(in)
Etwas ähnliches wird meinem Exemplar auch widerfahren, es sei denn irgend ein Bastler möchte das Teil noch haben, dann PN an mich ;)
 

tsd560ti

Lötkolbengott/-göttin
Kriegste wieder ein neues :D

Oder Sleeves abmachen und immer wieder dann einschicken, kannst du Großhandel betreiben :lol:
 
TE
_chiller_

_chiller_

BIOS-Overclocker(in)
Der Garantiesticker wurde leider beim Aufschrauben durchtrennt, daher wird es leider mit dem Einschicken nichts mehr :(

@Guru4GPU: Es gibt auch gute 500W-Netzteile für unter 50 Euro, ziemlich viele sogar ;)
 

tsd560ti

Lötkolbengott/-göttin
Probieren kannst du es, hast ihn dann vielleicht beim Ausbauen beschädigt, wrul du dich bei dem Dampfen erschrocken hast, da achten die sicher nicht drauf :D
 

silent-hunter000

Software-Overclocker(in)
Würde mich freuen, wenn auch mal Tests von NTs unter 250Watt, in solcher Qualität auffindbar währen...
Sonst ist es hald ziemlich schwer, ein passendes NT für ne APU zu finden...
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Netzteile mit so geringer Leistung sind aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohnenswert für die Hersteller.
Daher kannst du in dem Bereich nie wirklich gute Qualität bzw. eine sehr gute Effizienz erwarten.
 

silent-hunter000

Software-Overclocker(in)
Wie kommst du denn auf so was?
Ein gutes Netzteil ist auch bei 10% Last in der Regel über 80%

Vergleich der 500W Klasse:
http://www.computerbase.de/2014-08/netzteile-500-550-watt-vergleich/5/

Ja schon, nur wenn der Gesamtverbrauch im Idle (was das Ding die meiste Zeit sein wird) bei eben diesen 10 Prozent also 40 Watt liegt, dann schluckt nur das NT noch einmal 10 Watt, was bei 24/7 Betrieb schon so einiges ist.

Wenn ich dann anstatt dem a8 7600 noch einen athlon 5350 nehme dann Verbraucht das NT plötzlich ca. 50Prozent.

(Laptop NT kommen nicht un Frage, da ein raid 5 mit 4 Platten dranhängen soll. )
 
Zuletzt bearbeitet:

Abductee

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich betreibe einen Atom mit einem BQ E9 400W und hab damit 20W im Leerlauf und 33W mit Prime95.
Sparsamer gehts nur noch mit einem Pico.
 

silent-hunter000

Software-Overclocker(in)
Denke auch, dass die ganze Diskussion etwas zu weit OT gegeangen ist.
Jedenfalls danke für die Gedankenanstöße, und danke an Chiller, für seinen wie gewohnt hervorragenden Test!
 
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