Erinnern wir uns doch mal kurz daran, wie die Marktpreisbildung funktioniert: der Schnittpunkt aus Angebot und und Nachfrage bildet den Gleichgewichtspreis.
In der Chipindustrie hebelt man doch die Preisbildung nicht aus, sondern man reagiert auf den Schweinezyklus.
Da der Bau ner neuen Fabrik ein halbes Jahrzehnt dauert, kann das Angebot niemals kurzfristig präzise an die Nachfrage angepasst werden, das ist erst einmal logisch, oder?
Wenn man die Produktion künstlich drosselt, steigen die Stückkosten für die verbleibenden Chips deutlich an.
Wenn ich nun "verknappe" mache ich meine eigene Produktion pro Einheit teurer und verliere sofort meine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber jedem, der seine Fabrik voll auslastet, und aktuell ist die Nachfrage extrem hoch, die Fabriken sind schon voll ausgelastet, also wäre es eine völlige Schnapsidee, da man auch Instant Marktanteile verliert.
Was ist aber, wenn dir als Anbieter der Preis zu gering ist? Richtig, du verknappst das Angebot und hebelst so die Preisbildung aus.
Das würde Sinn ergeben wenn die Nachfrage gering ist. Dann könnte man das Angebot bei 3-5 Anbietern etwas verknappen um zu verhindern, dass die Speicherpreise ins Bodenlose fallen. Hier gab es auch schon Strafen der Kartellbehörden durch Hinweisgeber (Micron), also wird man sich sowas eher zweimal überlegen.
Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigen die Preise bereits natürlich...
Es besteht keine Notwendigkeit, das Angebot künstlich zu verknappen, um einen höheren Preis zu erzielen, da der Markt den Höchstpreis eh schon freiwillig zahlt. Die Vorwürfe gab's auch bei GPUs in der Mining Krise und haben da schon keinen Sinn ergeben.
Fazit: Da wird gar nichts gedrosselt, nur kann man sich weitere Fabriken für 20 Milliarden Dollar nicht so einfach ausm Kreuz leiern. Und DDR4 braucht im Grunde kein Mensch mehr. Die Produktion wird zu den Produkten verlagern die Gewinne abwerfen, gedrosselt wird da gar nix.
Klar findet das statt, die Hersteller haben das sogar offen angekündigt.
Ok, dann füge bitte eine entsprechende Quelle an.
Zum Glück, für die RAM Hersteller, gibt es da nur drei große Konzerne, die sich einfach offen (!!!) absprechen müssen.
Was gibt es abzusprechen, wenn den Herstellern alle Produkte aus den Händen gerissen werden?
Die Hersteller haben genug damit zu tun die Nachfrage zu bedienen. Micron ist mit Crucial nicht umsonst nach 30 Jahren aus dem Geschäft mit Arbeitsspeicher und SSDs für den Privatkunden ausgestiegen, aber nicht um irgendwas zu verknappen, sondern um für die Segmente (Server) zu produzieren die die meiste Kohle liefern und Kapazitäten für HBM freizuschaufeln. Das ist betriebswirtschaftlich ja nur logisch.