Radeon RX Vega: AMD vergleicht sich mit einer Geforce GTX 1080

Bei der Leistung einer GTX 1080 müßten sie die Karte schon mindestens 200€ günstiger anbieten, damit es sich lohnt auf Vega zu setzen. Da die GTX 1080 im Moment 600€ kostet, wären das 400€, allein der HBM Speicher kostet um die 220€, die Wakü wohl irgendwas um die 100€ (jeweils die Mehrwertsteuer eingerechnet), blieben noch 180€ für die restliche Karte. Ich hoffe mal für AMD, dass doch noch etwas zu GTX 1080Ti aufschließen können, dann würde sich das etwas verbessern.

Das Problem bei Bulldozer war aber eher die Fertigung.
Wegen Globalfoundries war Bulldozer 2 Jahre verspätet am Markt und ließ sich nicht wie geplant takten.

Bei 14LPP läuft aber aktuell alles ziemlich gut!

Der Bulldozer wurde in 32nm gefertigt, genau wie Sandy Bridge, der Phenom II X6 wurde noch in den alten 45nm gefertigt. Zwar war Intel, in der Fertigung, ein wenig überlegen, das hat jedoch nicht den Flächenunterschied von 315mm² zu 270mm² gerechtfertigt, vorallem da Sandy Bridge noch eine IGP dabei hatte. Der Phenom II X6 war mit 346mm², wenig überraschend, am größten. Leistungsmäßig war Sandy Bridge i7 absolut überlegen, dann kam, mit einigem Abstand, der Phenom II X6 und am schlechtesten waren die FX 8000er. Es gibt wenig daran zu deuten, der Bulldozer war einfach nur ein Flop, das hat AMD auch recht schnell zugegeben. Ihr Ziel, mit 10-20% mehr Fläche jeweils 90% der Leistung eines vergleichbaren Intel Kerns herauszuholen, haben sie krachend verfehlt und ins Gegenteil verkehrt.

HBM ist im Moment genauso ein Flop, da wurden bisher auch fast alle Ziele verfehlt, lediglich die Platzersparnis blieb.
 
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Ihr Ziel, mit 10-20% mehr Fläche jeweils 90% der Leistung eines vergleichbaren Intel Kerns herauszuholen
Dieses Ziel gab es nie, da hast du etwas falsch verstanden.
Mit CMT wollte man 180% der Leistung eines hypothetischen Bulldozers ohne CMT erreichen.
CMT sollte also mit +80% skalieren, was auch geklappt hat, wie Tests belegen.
SMT skaliert nur mit maximal +30%, CMT ziemlich konstant mit +80%!
Eigentlich wäre es toll, wenn Zen auch mal CMT implementiert bekommen würde.

Und Bulldozer war ein "Flop", weil die Fertigung eine 2 jährige Verspätung verursacht hat und man die Kerne nicht so hoch takten konnte wie geplant.
Die Leckströme waren auch viel zu hoch, erst bei Vishera hatte GF den Prozess halbwegs im Griff!
 
Dieses Ziel gab es nie, da hast du etwas falsch verstanden.
Mit CMT wollte man 180% der Leistung eines hypothetischen Bulldozers ohne CMT erreichen.
CMT sollte also mit +80% skalieren, was auch geklappt hat, wie Tests belegen.
SMT skaliert nur mit maximal +30%, CMT ziemlich konstant mit +80%!
Eigentlich wäre es toll, wenn Zen auch mal CMT implementiert bekommen würde.

Und Bulldozer war ein "Flop", weil die Fertigung eine 2 jährige Verspätung verursacht hat und man die Kerne nicht so hoch takten konnte wie geplant.
Die Leckströme waren auch viel zu hoch, erst bei Vishera hatte GF den Prozess halbwegs im Griff!

Tatsache ist einfach, dass der Plan, damit Chipfläche einzusparen ohne die Leistung sonderlich zu schmälern, nicht aufgegangen ist. Die Fertigung in 32nm war damals absolut auf der Höhe der Zeit, Intel hatte auch nicht viel mehr zur Verfügung. Intel hat AMD absolut pulverisiert, der i7 990X war, mit seinen 6 Kernen, gut 1,5 mal so schnell, Sandy Bridge war leicht schneller und der Phenom II X6 war in etwa genauso schnell und das in Multithreadingaufgaben, im Singlethreading waren die anderen CPUs teilweise haushoch überlegen. Der Bulldozer war damit ein größerer Flop als der P4, denn er konnte seinen Vorgänger zum Marktstart nicht schlagen, weder in der IPC, noch in der absoluten Leistung, letzteres hat zumindest der P4 1,5GHz geschafft.

Der Grund dafür war, dass sich die Recheneinheiten eben doch nicht so einfach auf zwei Kerne aufteilen ließen, wie AMD das gedacht hatte. Das mußten sie mit extrem viel Cache kompensieren und das hat dem Bulldozer am Ende das Genick gebrochen.
 
Ja, der Plan ging nicht auf, weil die Fertigung nicht mitgespielt hat, ist das echt so schwer zu verstehen?

Und die Fertigung war nicht auf der Höhe der Zeit, 32nm SOI war am Anfang schlechter als 45nm SOI!

Der Grund dafür war, dass sich die Recheneinheiten eben doch nicht so einfach auf zwei Kerne aufteilen ließen, wie AMD das gedacht hatte.
Natürlich ließ sich das aufteilen...

Das mußten sie mit extrem viel Cache kompensieren und das hat dem Bulldozer am Ende das Genick gebrochen.
Auch falsch, das Problem war viel zu langsamer Cache, aber nicht die Menge davon!
Der L2-Cache von Zambezi war ca. so schnell wie der L3-Cache von Intel, das lag an der Fertigung!
 
Das stimmt so einfach nicht, der Phenom II X6 war 346mm² groß, bei 904 Mio Transistoren, der FX 8000 war 315 mm² groß, bei 1,2 Mrd Transistoren. Auf eine 9% kleinere Fläche wurden gut 33% mehr Transistoren untergebracht, das ist schonmal nicht schlecht. Das Problem mit dem langsamen Cache hatte der Phenom II auch und dennoch konnte er, mit 2 Kernen weniger, immer noch den FX 8150 besiegen.

Man kann natürlich argumentieren, dass der FX, in einem wesentlich besserem Verfahren, auch wesentlich besser abgeschnitten hätte, gleiches gilt allerdings auch für den Phenom II. Der Phenom II war einfach, im Vergleich zum FX, das überlegene Design, daran gibt es keinen Zweifel. AMD hat mit dem Bulldozer einfach ein (für x86er) neuartiges Konzept gewagt, bei dessen Gelingen, sie Intel um 5 Jahre vorraus gewesen wären, leider haben sie damit verloren.

Bei HBM ist es im Moment genauso, allerdings kann es hier noch etwas werden, auch wenn AMD Fiji und jetzt wohl Vega größtenteils abschreiben kann. Eventuell wird es ja mit Navi etwas oder dann dem Nachfolger.
 
Doch, das stimmt!
Aber ich bin soetwas eh gewohnt, über Bulldozer wird seit jahren ziemlicher mist erzählt, von Leuten die schlecht informiert sind!

Es gibt echt schon genug Analysen zu den "Problemen" bei Bulldozer, das größte Problem war die Fertigung.
Bulldozer hätte eigentlich bei gleichem Verbrauch höher takten sollen und die Latenzen des Caches waren eine Katastrophe.

Aber egal, aktuell hat AMD solche Probleme eh nicht, bei GF läuft alles nach Plan.
Aktuell sind die schlecht verfügbaren 8Hi-Stack für AMD und auch NVIDIA ein Problem:\
 
Du bist der erste, der der Fertigung die Schuld gibt, alle anderen machen bisher das Design verantwortlich. Wie gesagt: der Phenom II hatte die selben Probleme und obendrein weniger Transistoren, Cache und Kerne, war aber dennoch schneller, da kommst du einfach nicht drumrum.

Das AMD dem Konzept den Rücken gekehrt hat wäre eigentlich dämlich, denn jetzt läuft ja angeblich alles.

Am Ende kann man natürlich sagen: wichtig ist was hinten rauskommt. Ob AMD damals unfähig war CPUs zu designen, CMT generell eine schlechte Idee war oder die Fertigung Mist gebaut hat, der Bulldozer war eben ein Flop, den kann man nicht schönreden.
 
Ich rede ja auch nichts schön, aber genau so wenig rede ich halt Blödsinn.
Bei Bulldozer gab es Probleme und ich habe dir erklärt was die Probleme waren!

Und ich bin sicher nicht der erste der das mit der Fertigung schreibt, weil dazu gab es echt genug Tests und Analysen!

Aber es ist halt leichter anderen alles nachzuplappern:\
 
Der Llano hat auch den 32nm SOI Prozess verwendet und hatte keine vergleichbaren Probleme, der war von der IPC sogar etwas besser als der Propus, der in 45nm hergestellt wurde.

Von den Tests und Analysen, die der Fertigung die Schuld gaben, konnte man damals nichts lesen.

Wie gesagt: am Phenom II und seinen Ablegern kommst du nicht vorbei, nicht in 45nm und eben auch nicht in 32nm.
 
[...]
Naja, genau das haben sie doch nicht getan, Vega ist alles andere als eine schlanke Gaming-GPU.
GCN5/Vega unterstützt FP8-64 im Verhältnis 8:4:2:1, HT ist integriert,...
Vega 10 kommt höchstwahrscheinlich nur mit 1:16 FP64-Rate daher.

[...]
Was bringt dir dieses dümmliche Geflame?
Die Qualität ist bei AMD also schlechter?
Rechnen die CPUs denn falsch?
Lächerlich was du da schreibst...

Auch komisch, du hast seit 2010 22 Postings abgesetzt und kommst jetzt nur um gegen AMD zu flamen ins Forum, normal ist dieses Verhalten nicht!
Elkinator, K12-Beste, IT_Extremist und noch ein paar andere Accounts und jetzt Poor_Volta.
Du bist im Planet3DNow seit 2002 registriert, dort natürlich auch gebannt:
Profil: ELKINATOR - Planet 3DNow! Forum

Wahrlich komisch ist, dass du schon seit über 15 Jahren in Foren aktiv bist und dein Alter vermutlich Richtung 30, wenn nicht darüber zeigt und in all der Zeit hast du dich in deiner Argumentationsweise und dem Miteinander von Diskussionspartnern nicht weiterentwickelt.
Das ist auch nicht normal.

Auch in meiner Erinnerung war es so:
GCN wurde vorgestellt. Fachpresse war begeistert. Ich war irgendwie... ernüchtert. Neuer Prozess, neue Architektur 2x so viele Transistoren... aber eigentlich nur 40-50% mehr Tempo über dem Hauseigenen Vorgänger
Dann kam die 680 und konnte alles besser: geringerer Verbrauch, schnellere Karte, kleinerer Chip usw usf.
Ja, Kepler hat eigentlich schon gezeigt, dass die "Ach-so-tolle" GCN Architektur gar nicht so herausragend ist. Aber immerhin war AMD da mal ein paar Monate vor Nvidia.
[...]
Das ist jetzt nur aus meiner Erinnerung, aber die Perf/Watt von GCN war bei Cape Verde und Pitcairn praktisch gleich gegenüber Kepler.
Und die Perf/mm² ebenso, wenn nicht besser.

Tahiti war das "schwarze Schaff", weil die GPU nur 2 Shader-Engines besaß, die Geometrie nicht gut skalierte, der Chip FP64 mit einer Rate von 1:4 unterstützt hat und ein 364-Bit breites Interface besaß.
Das sah im direkten Vergleich mit einem GK104 dann nicht mehr so gut aus, wie bei den kleineren Chips.

[...]
HBM ist im Moment genauso ein Flop, da wurden bisher auch fast alle Ziele verfehlt, lediglich die Platzersparnis blieb.
Also wenn was verfehlt wurde, dann das Zeitfenster und 256 GB/s pro Stack, aber das primäre Ziel von HBM ist eine bessere Perf/Watt und Perf/mm², beides wird erreicht.

[...]
Auch falsch, das Problem war viel zu langsamer Cache, aber nicht die Menge davon!
Der L2-Cache von Zambezi war ca. so schnell wie der L3-Cache von Intel, das lag an der Fertigung!
Es war nicht die Schuld der Fertigung, dass sich AMD beim Bulldozer für ein Write-Through-Design entschieden hat, was grundsätzlich die falsche Entscheidung dar.
Die meisten Probleme lagen hauptsächlich bei der Mikroarchitektur selber.
Wäre Bulldozer ein brauchbares Design gewesen, hätte man das für 14nm umgesetzt und nicht 4 Jahre daran gearbeitet mit Zen ein neues Design aufzustellen.
 
Einige hier tun gerade so als ob AMD-Karten nicht zum spielen geeignet seien.
Nvidia ist schon damals bei Fiji die Luft ausgegangen, sobald etwas mehr als FHD gefragt war.
Diesmal wird es genau so sein und ich sage vorraus das UHD und höher besser auf Vega als Titan xp skalieren wird.

Da sieht man mal, wohin Verblendung führen kann, dass gilt für beide Seiten der Gläubigen ... NVidia ist also die Luft ausgegangen, als es zu mehr als FHD kam?
Also ich erinnere mich, dass selbst wenn die GTX980Ti in 4K hinter der Fury X lag der Abstand ein paar FPS betraf und dass auch nur, wenn man Stock gegen Stock gebencht hat:

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Nur gab es ein Problem mit dem "Overclockers Dream". Er war keiner. Sobald man die GTX980Ti übertaktet hat, wurden aus den paar FPS schnell die gleichen oder mehr FPS.

Trotzdem kann man weder bei der einen noch der anderen Karte von Luft ausgehen sprechen.

Die Fury X hat nur besser in höheren Auflösungen skaliert und dann zur GTX980Ti aufgeschlossen. Sie war schlechter in niedrigeren Auflösungen, weil sie ihre Stärken nicht ausspielen konnte. Aber nicht uneinholbar besser in 1440P oder 4K ... Nur in einigen Benchmarks die AMD liegen ist sie der GTX980Ti davongezogen, was aber wiederum auch für die GTX980Ti in "NVIDIA-Games" gilt.

Ich kann es echt bald nicht mehr hören, dieses "Zerstören", "In den Boden stampfen", "Luft ausgehen" und dass alles noch hochgeschaukelt und am Ende sprechen wir über eine paar FPS die die eine Karte über der anderen liegt.
FPS die die wenigsten im Spiel bemerken würden, wenn man so wie AMD jetzt auf der Tour keinem erzählt was im Rechner steckt.
 
Du hast echt keine Ahnung...
AMD bestatigt Probleme mit 32-Nanometer-Fertigung [News des Tages]

Und jetzt BTT, es geht hier um Vega und ich lese deine weiteren Antworten nicht mehr!

Seufz,
da geht es um die Yield Raten und nicht um mangelnde Leistung.

Also wenn was verfehlt wurde, dann das Zeitfenster und 256 GB/s pro Stack, aber das primäre Ziel von HBM ist eine bessere Perf/Watt und Perf/mm², beides wird erreicht.

Die beiden größten Versprechen von HBM war einerseits ein massive Leistungssteigerung und andererseits eine Kostenreduktion, beim Speicherinterface über 512 Bit zu gehen ist eben extrem unwirtschaftlich, auch davor wird es kritisch.

Bisher sieht es, was die Leistung angeht, düster aus. Einerseits konnte weder Fiji und offenbar jetzt Vega, das ganze in Leistung ummünzen, andererseits bietet GDDR5X ähnliche Bandbreiten schon mit einem 384 Bit Interface. Es ist noch offen ob Navi da mithalten kann, da bald GDDR 6 ansteht, möglich wäre es durch ein 4096Bit Interface.

Das andere Problem sind die Kosten, davon, das HBM günstiger ist, spricht spätestens seit Fiji keiner mehr. Der RAM kostet das 3 Fache und der Interposer ist wohl deutlich teurer als ein 512 Bit Interface.

Zwar konnten, beim RAM und Controller, große Energieeinsparungen erzielt werden, die AMD aber irgendwie zum Fenster rauswirft, aber alles in allem ist HBM, im Moment, ein Flop. Heute spricht keiner mehr davon, dass in 2 Jahren nurnoch die Gurkenklasse GDDR 5X verwenden wird (ich habe das damals auch angenommen), HBM miß sich erst einmal mit GDDR 5X/6 messen können, dann wird man weiter sehen. Bleibt zu hoffen das AMD die Probleme bis NAVI in den Griff bekommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, das stimmt!
Aber ich bin soetwas eh gewohnt, über Bulldozer wird seit jahren ziemlicher mist erzählt, von Leuten die schlecht informiert sind!

Es kommt mir nicht so vor. Zu Bulldozer wurde schon genug gesagt, der war unabhängig der Fertigung ein Flop.
In all den Jahren in denen man Vishera verkauft hat, also 2012 bis 2017, hat sich der Strombedarf einfach nicht verbessert.
Ein Zeichen, dass die Fertigung bereits recht gut lief. Die nächsten Fertigungsschritte brachten da auch nicht viel, ergo lag da nix an der Fertigung, sondern das Design war einfach völlig versemmelt.
Das gibt AMD auch selbst zu, also worüber gibt's da noch zu debattieren.

Bei Vega steht ähnliches ins Haus, zumindest unter Gaming.
Die Tests der FE sind draußen, AMD vergleicht sich mit einer 1080, was gibt's da noch zu diskutieren.
Vega wird was Gaming angeht ein Flop werden, ähnlich wie Bulldozer. Zu heiß, zu langsam, zu teuer in der Herstellung. Kaum Marge.

hätte eigentlich bei gleichem Verbrauch höher takten sollen und die Latenzen des Caches waren eine Katastrophe.

Bulldozer war ein Hochtaktdesign mit fast 30 Pipeline Stages. Aber der Takt war mit final fast 5ghz mehr als zufriedenstellend.
Daran lag es nicht.

Du hast echt keine Ahnung...
AMD bestatigt Probleme mit 32-Nanometer-Fertigung [News des Tages]{/QUOTE]

Da geht's um Llano APu´s . Bei SOI hatte man da mit der IGP Probleme und wechselte dann später auf Bulk.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]
Die beiden größten Versprechen von HBM war einerseits ein massive Leistungssteigerung und andererseits eine Kostenreduktion, beim Speicherinterface über 512 Bit zu gehen ist eben extrem unwirtschaftlich, auch davor wird es kritisch.

Bisher sieht es, was die Leistung angeht, düster aus. Einerseits konnte weder Fiji und offenbar jetzt Vega, das ganze in Leistung ummünzen, andererseits bietet GDDR5X ähnliche Bandbreiten schon mit einem 384 Bit Interface. Es ist noch offen ob Navi da mithalten kann, da bald GDDR 6 ansteht, möglich wäre es durch ein 4096Bit Interface.

Das andere Problem sind die Kosten, davon, das HBM günstiger ist, spricht spätestens seit Fiji keiner mehr. Der RAM kostet das 3 Fache und der Interposer ist wohl deutlich teurer als ein 512 Bit Interface.

Zwar konnten, beim RAM und Controller, große Energieeinsparungen erzielt werden, die AMD aber irgendwie zum Fenster rauswirft, aber alles in allem ist HBM, im Moment, ein Flop. Heute spricht keiner mehr davon, dass in 2 Jahren nurnoch die Gurkenklasse GDDR 5X verwenden wird (ich habe das damals auch angenommen), HBM miß sich erst einmal mit GDDR 5X/6 messen können, dann wird man weiter sehen. Bleibt zu hoffen das AMD die Probleme bis NAVI in den Griff bekommt.
Das größte Problem war die Perf/Watt, um eine weitere Skalierung zu gewährleisten:
http://www.amd.com/Documents/High-Bandwidth-Memory-HBM.pdf

Praktisch jede High-End-GPU profitiert von HBM.
Und es hat schließlich niemand versprochen, dass HBM automatisch zu 100% mehr Leistung bei den GPUs führt oder stets mit einer maximal möglichen Bandbreite ausgeliefert wird.
AMD nutzt die Vorteile direkt bei der Chipgröße und der Perf/Watt aus, weil mit GDDR5/6 würde Fiji und Vega definitiv nicht so funktionieren, wie sie es mit HBM machen.
Und nur weil AMD auf HBM setzt, wird dadurch nicht automatisch ein Sieg gegenüber der Konkurrenz garantiert.
Der HBM-Technologie kann man hier doch gar nichts vorwerfen oder von einem Flop reden, außer vom Zeitfenster was sich scheinbar arg nach hinten verschoben hat.

[...]
Bulldozer war ein Hochtaktdesign mit fast 30 Pipeline Stages. Aber der Takt war mit final fast 5ghz mehr als zufriedenstellend.
Daran lag es nicht.
Eher ~20 und damit war Bulldozer eher auf höhere Taktraten ausgelegt, aber nicht grundsätzlich ein Hochtaktdesign bzw. Speed-Demon.
Setting Expectations: the Front End - The Bulldozer Aftermath: Delving Even Deeper

Der Intel Pentium 4 ab Prescott war die einzige x86-Prozessorlinie, welche deutlich über 20 Stages verwendet hat, 31 in dem Fall.
NetBurst (microarchitecture) - Wikipedia

Zen verwendet 19.
Zen - Microarchitectures - AMD - WikiChip
 
Das sind nur Schätzungen, Aussagen von AMD Ingenieuren deuten auf mindestens 24 Stages bei Bulldozer hin.
Ich will das jetzt aber nicht mehr raussuchen, ist ja auch nicht das Thema.
 
Doch, das stimmt!
Aber ich bin soetwas eh gewohnt, über Bulldozer wird seit jahren ziemlicher mist erzählt, von Leuten die schlecht informiert sind!

Es gibt echt schon genug Analysen zu den "Problemen" bei Bulldozer, das größte Problem war die Fertigung.
Bulldozer hätte eigentlich bei gleichem Verbrauch höher takten sollen und die Latenzen des Caches waren eine Katastrophe.

Aber egal, aktuell hat AMD solche Probleme eh nicht, bei GF läuft alles nach Plan.
Aktuell sind die schlecht verfügbaren 8Hi-Stack für AMD und auch NVIDIA ein Problem:\




Also gehört AMD selbst auch zu den schlecht informierten Leuten ?!

AMD selbst hat Bulldozer als Fail bezeichnet !

Und bei RX Vega ist die Leistung laut AMD selbst , genau da wo Vorabtest,s sie eingeordnet haben!

Wird noch interessant zu sehen wieviel mehr Strom die RX Vega im vergleich zur GTX 1080 ( 180 Watt ) bei ca. gleicher Leistung benötigt :D

Und ob sie sich gegen eine übertaktete GTX 1070 durchsetzten kann :schief:

Preislich müsste sie sich dann zwischen 400,- und 500 Euro,- bewegen.:cool:
 
Ich warte mit meinem persönlichen Fazit zwar ab, bis die ersten Tests von Gaming-Vega da sind, sollte Vega aber tatsächlich auf dem Niveau der 1080 ohne Ti liegen, dann wäre ich doch recht enttäuscht. Die Leistung einer GPU zu erreichen, die bereits seit über einem Jahr auf dem Markt ist, und die nicht mal mehr die Speerspitze der Konkurrenz darstellt, löst bei mir jedenfalls keine Jubelstürme aus (wenn es denn so kommt).
 
Wow super. Da hätten sie zumindest die FPS Anzeige einschalten können,, wenn man nicht weiß in welchem System die RX Vega steckt. Das Ergebnis wird sich ja sowieso noch ein wenig verändern.
Welches Spiel darf man an den beiden Systemen testen?
 
Das sind nur Schätzungen, Aussagen von AMD Ingenieuren deuten auf mindestens 24 Stages bei Bulldozer hin.
Ich will das jetzt aber nicht mehr raussuchen, ist ja auch nicht das Thema.
Sorry I can't post the link because I didn't bookmark it, but there, Mike Butler, Bulldozer's chief architect, said that BD's pipe is approximately 25% longer than K10. We know K10 has 12 main pipeline stages (by main, I mean, general integer instructions; FP takes longer to cruise through the pipes), and 1.25 x 12 = 15.
AMD FX Pipeline - TR Forums

Agner Fog hat folgendes für falsche Sprungvorhersagen gemessen:
PDF Seite 34 schrieb:
Misprediction penalty
The misprediction penalty is specified as minimum 20 clock cycles for conditional and indirect branches and 15 clock cycles for unconditional jumps and returns.
My measurements indicated up to 19 clock cycles for conditional branches and 22 clock cycles for returns
http://www.agner.org/optimize/microarchitecture.pdf

Es sind definitiv nicht mindestens 24 Stages.
 
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