Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

guna7

PCGH-Community-Veteran(in)
Als ich das zum Ersten mal hörte, glaubte ich mich verhört zu haben. Bleibt damit das Postgeheimnis auf der Strecke? Ist das erst der Anfang eines neuen Kontrollsystems? :huh:

Was meint ihr dazu?

So, um Klutten gerecht zu werden: Meine Meinung dazu ist, dass hierdurch das Briefgeheimnis empfindlich - wie soll ich sagen - untergraben wird. Was ich in einem Brief schreibe geht nur mich und den Empfänger etwas an. Zum anderen frage ich mich wer die Zeche wieder bezahlen soll, denn die Post stellt sicherlich nicht Leute umsonst hin, die die Briefe öffnen und scannen. Die Schönrederei, dass Arbeitsprozesse in den Behörden vereinfacht und beschleunigt werden und die Daten sicher seien glaube ich nicht. Und: es trifft mal wieder die Schwächsten!

Quelle
 
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hast du da irgendeine quellenangabe dazu?
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Wer einen Thread zu einem brisanten Thema öffnet, der sollte nicht so mit Informationen und Quellen geizen. Ebenso wäre es interessant zu wissen, was du selbst über das Thema denkst - die Meinung anderer darf dann zwar nicht fehlen, aber ohne eigene Intention bringt dieser Thread nichts.

Bitte also etwas nachbessern, denn sonst schließen wir hier ab bevor es richtig los geht. ;-)
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Ist zwar nicht mein Thread, aber hier eine Quelle!

tagesschau.de
 
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Quelle.

Die Digitalisierung von Schriftwechsel mit z. B. Banken durch die Deutsche Post ist uebrigens schon seit einiger Zeit gaengige Praxis - von Nachteilen fuer die Kunden oder gar deren systematischer Ausspaehung ist mir nichts bekannt. Das muss aber die Bedenkentraeger nicht davon abhalten, Weltuntergangsszenarien zu entwerfen. Es ist schliesslich neu und muss einfach schlecht sein.
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Was ich in einem Brief schreibe geht nur mich und den Empfänger etwas an. Zum anderen frage ich mich wer die Zeche wieder bezahlen soll, denn die Post stellt sicherlich nicht Leute umsonst hin, die die Briefe öffnen und scannen. Die Schönrederei, dass Arbeitsprozesse in den Behörden vereinfacht und beschleunigt werden und die Daten sicher seien glaube ich nicht. Und: es trifft mal wieder die Schwächsten!

Quelle

Nun ja, wenn Du etwas an eine Behörde schreibst, hast Du ja nicht EINEN Empfänger.

Es hat schon Riesenvorteile, wenn der Schriftverkehr in ein Dokumentenmanagementsystem einbegracht wird. Erstmal kann ein Brief nicht verloren gehen, jeder Sachbearbeiter, der mit dem Vorgang zu tun hat - stell Dir vor, Du hast eine telefonische Frage - hat den gesamten Vorgang inkl. Original-Schriftverkehr auf dem Schirm. Du bist nicht mehr auf "Deinen" Sachbearbeiter angewiesen, auf dessen Schreibtisch Deine Akte verfault und der gerade 2 Wochen krank ist und dann Montags und Donnerstags zwischen 8.12 und 8.23 Uhr erreichbar ist - wenn er nicht gerade Kaffee holt.

Auch erwähnenswert ist, dass die Bundesagentur für Arbeit INZWISCHEN ordentlich mit den personenbezogenen Daten umgeht. Es wird erfaßt wer wann auf welche Daten zugreift, der Umgang mit den Daten wird regelmäßig evaluiert etc.pp. Also nichts mit mal schauen, was der arbeitslose Nachbar macht...

Ich glaube auch nicht, dass die Mitarbeiter bei einem Dienstleister - der dann das Scannen macht - Zeit und Lust haben, sich die Briefe durchzulesen. Da geht es nur darum, in kürzester Zeit möglichst viele Briefe ins System zu hauen. Wenn der Scan mal hakt wird eingegriffen, sonst haben die nichts mit den Briefen zu tun. Und die sitzen da auch nicht mit einem Flachbettscanner...
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Ich glaube auch nicht, dass die Mitarbeiter bei einem Dienstleister - der dann das Scannen macht - Zeit und Lust haben, sich die Briefe durchzulesen. Da geht es nur darum, in kürzester Zeit möglichst viele Briefe ins System zu hauen. Wenn der Scan mal hakt wird eingegriffen, sonst haben die nichts mit den Briefen zu tun. Und die sitzen da auch nicht mit einem Flachbettscanner...
Dazu gebe ich dir recht!

Aber wie soll sich das mit dem Briefgeheimnis vereinbaren lassen? Evtl. müssen sich die Betroffenen (Arbeitslose in diesem Fall) explizit damit einverstanden erklären.

Ich bin da sehr skeptisch. Sicher: Einige könnten behaupten, man darf dem Fortschritt - in dem Fall der Digitalisierung der Daten - nicht im Wege stehen. Aber neue Wege sind nicht immer besser!
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Das ist ja ein rein technischer Vorgang, da schaut aber keiner nach, was da drinsteht,und es wird auch ganz sicher nix irgendwie softwaremäßig "ausgespäht". Die Möglichkeit besteht natürlich rein theoreisch, aber WENN die Post am Inhalt interessiert WÄRE, dann könnte sie auch "echte" briefe abfangen und sich anschauen... Und wichtigstes Argument: wenn rauskäme, dass die Post dort irgendwas aus den Inhalten ausspäht, dann wär das Unternehmen am Arsch - so was wird die Post niemals riskieren.

Wenn es um eine kleinere Firma mit Postdienstleistungen ginge, dann würde ich mir schon eher Sorgen machen. Aber zu glauben, die Post als milliardenschweres auch international vertretenes Unternehmen würde riskieren, sich selber und damit verbunden sicher auch DHL (erst recht international sehr stark im Geschäft vertreten) zu vernichten, nur um irgendwelche zu 99,9% für außenstehden VÖLLIG uninteressante Inhalte aus Behördenschriftverkehr zu lesen, ist einfach nur abwegig ;) Was soll die Post denn bitte mit der Info aus einem Schreiben anfangen, in dem steht, dass Herr Werner Sackgesicht im Januar 50€ zuviel dazuverdient hat und daher für den Monat rückwirkend ALG zurückzahlen muss? Die Info dem Nachbarn von Herrn Sackgesicht für 10€ anbieten, oder was?
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Darum gehts doch meiner Meinung nach gar nicht. Hier gehts vielmehr ums Prinzip. Wenn sich die Betroffenen einverstanden erklären , meinetwegen. Aber das sollte doch keinesfalls gesetzlich vorgeschrieben werden.
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Darum gehts doch meiner Meinung nach gar nicht. Hier gehts vielmehr ums Prinzip. Wenn sich die Betroffenen einverstanden erklären , meinetwegen. Aber das sollte doch keinesfalls gesetzlich vorgeschrieben werden.

Naja, das Prinzip ist gut und schön, aber es sollte nie als handlungsbestimmend genommen werden... Jeder hat seine eigenen Prinzipien.

Die Betroffenen müssen nicht zustimmen, das wäre Quatsch. Der Dienstleister wird zertifiziert und ist damit per Definition zuverlässig. Anders gehts es nicht.

Banküberweisungen werden nach Indien geflogen und dort erfaßt, Beihilfeanträge in NRW werden jetzt zentral gescannt usw. Jeder meckert über den aufgeblähten öffentlichen Dienst, aber irgendwelche subalternen Tätigkeiten, die nichts mit dem eigentlichen Auftrag an die Behörde zu tun haben, sollen nicht outgetasked werden?
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Darum gehts doch meiner Meinung nach gar nicht. Hier gehts vielmehr ums Prinzip. Wenn sich die Betroffenen einverstanden erklären , meinetwegen. Aber das sollte doch keinesfalls gesetzlich vorgeschrieben werden.

Prinzip, Prinzip... wenn ich das schon höre. Typsich deutsch ;) Fährst Du auch bei Grün los, wenn noch ne Oma über die Straße geht, weil Du aus Prinzip ja fahren darfst?

Und welches "Prinzip" überhaupt? Das Briefgeheimnis wird ja gar nicht verletzt, weil ja eben keiner den inhalt liest. Welches Prinzip wird also überhaupt verletzt? Es ist sogar viel viel wahrscheinlicher, dass im Amt jemand, der an sich nix mit dem Fall zu tun hat, den Brief lesen kann... muss da auch erst einer zustmmen, dass evlt. mehr als nur der EINE Sachbearbeiter die Fallakte einsehen kann?

Auch beim bisherigen normalen Briefverkehr: da müßtest Du ja rein vom "Prinzip" her, dass keiner den Inhalt lesen können darf, an sich auch einfordern, dass die "Betroffenen" sich auch erst damit einverstanden erklären, dass ein Briefträger und mehrer Postangestellte den Brief in die Hand nehmen dürfen...
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Die Arge kann nichts dagegen machen wenn die betroffene Person sich auf die informationelle Selbstbestimmung beruft ;)
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Das ist ja ein rein technischer Vorgang, da schaut aber keiner nach, was da drinsteht,und es wird auch ganz sicher nix irgendwie softwaremäßig "ausgespäht". Die Möglichkeit besteht natürlich rein theoreisch, aber WENN die Post am Inhalt interessiert WÄRE, dann könnte sie auch "echte" briefe abfangen und sich anschauen... Und wichtigstes Argument: wenn rauskäme, dass die Post dort irgendwas aus den Inhalten ausspäht, dann wär das Unternehmen am Arsch - so was wird die Post niemals riskieren.

Ich glaube, es geht da auch weniger um Bedenken gegenüber der Post als Konzern - sondern gegenüber den Postmitarbeitern als Person.
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Fährst Du auch bei Grün los, wenn noch ne Oma über die Straße geht, weil Du aus Prinzip ja fahren darfst?
Was ist denn das wieder für ein Vergleich? :nene:

Wenn ich betroffen wäre, ich hätte was dagegen, dass da irgendjemand meine Post öffnet. :daumen2:
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Ich sehe in dem Vorgang kein Problem. Warum auch? Ob nun ein ARGE Mitarbeiter sich zur Verschwiegenheit verpflichtet hat oder ob es ein Postmann ist. Geöffnet wird der Brief eh in 99,9% der Fälle nicht von der Person, die den Fall bearbeitet. Sowas geschieht immer zentral.

Bisher:
- Brief kommt im Amt an
- Wird von irgendwem geöffnet, der unterschrieben hat, dass er niemanden von den Inhalten der Post erzählt.
- Es wird von dieser Person festgestellt, wo der Brief im Amt hin muss und wird dementsprechend weitergeleitet.
- Brief wird abgeheftet, Daten wahrscheinlich vom einem Bearbeiter im System gespeichert.

Jetzt:
- Brief kommt in der Poststelle an
- Wird von irgendwem geöffnet, der unterschrieben hat, dass er niemanden von den Inhalten der Post erzählt.
- Es wird von dieser Person festgestellt, wo der Brief im Amt hin muss, der Brief wird eingescannt und elektronisch weiter geleitet.
- Der Brief selbst wird abgeheftet oder vernichtet und die Daten wahrscheinlich vom einem Bearbeiter im System gespeichert.

Die Unterschiede sind minimal und das System hat hauptsächlich Vorteile. Gelegenheit zum Betrug gibt es immer. Egal ob der von der ARGE oder von der Post nicht dichthält. Und bei den Mängen an Post werden die auch nicht großartig dazu kommen, die Briefe wirklich zu lesen.
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

George Orwell hätte sein wahre Freude an unserer Staatsverwaltung ...

Vielleicht wurden ja bei der Post schon ein paar Arbeitsplätze für die ehemaligen "Brieföffner" der Stasi reserviert,die muß man nur noch mit der neuen Technik bekannt machen und los gehts....

Es geht für MICH in erster Linie gar nicht mehr darum, wer was warum darf oder macht. Es geht darum, das ich immer mehr entmündigt werde. Ich werde nicht gefragt, es wird einfach beschlossen! Und das sind nicht nur deutliche Anzeichen einer Überwachung, sondern es ist auch ein Prozess, der absehen läßt, das die ArbeitsAGENTUREN ja modern werden müssen, damit jede polizeiliche Behörde mich erpressen kann (wobei ich mit der Aussage aber eher vorsichtig bin) ...

Ich meine dass letzte Wort in dieser Sache ist noch nicht gesprochen und es handelt sich wieder um so einen zu kurz gedachten Schnellschuss um Geld zu sparen der sich dann gar nicht durchsetzen lässt. Wie soll das rechtlich gehen, eine Behörde lässt ihre Eingangspost von einer privaten Firma bearbeiten. Vielleicht druckt demnächst ja auch eine Privatfirma Behördenbescheide aus und verschickt sie? Auslagern nennt man das um Geld zu sparen auf Kosten der Beschäftigten. Ich werde jedenfalls jede Gelegenheit nutzen um dem zu Widersprechen und falls das nichts hilft dies zu boykottieren, notfalls meine Post selbst vorbeibringen. Ich möchte nicht das Aussenstehende meine Mitteilungen an die Arbeitsagentur lesen. Ich schicke ja extra keine Postkarte sondern einen Brief und gehe davon aus dass das Briefgeheimnis gewahrt bleibt.
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Natürlich ist das Durchsetzbar. Wie das Amt die interne Post organisiert, ist doch wohl deren Angelegenheit. Wie gesagt, ich sehe den Unterschied einfach nicht.

Du meinst unsere "Stasi" hätte interesse an den Briefen von Arbeitslosen an das Arbeitsamt? Hm... das halte ich aus mehreren Gründen für sehr fraglich.

1. Nenn mir bitte einen vernünftigen Grund, warum der Staat die Briefe ausspähen sollte?

2. Der Staat hat die Daten doch eh! Denn das, was wichtiges in den Briefen drin steht, kommt auch so in die Akten der Abreitslosen und damit ist das Wissen doch verfügbar. Warum also kompliziert die Post durchwühlen, wenn die Inhalte doch eh gefiltert, abgeheftet und digitalisiert zur Verfügung stehen?

3. Hast du eine Vorstellung davon, wie viel Post jeden Tag an die Arbeitsämter geht? Um all die Briefe zu durchsuchen, bräuchte es mehr als nur ein paar Stasibrieföffner und wie immer gilt: Wenn sowas im großen Stil durchgezogen werden würde, käme das auch schnell an die Öffentlichkeit.

4. Für die Privatwirtschaft sind die Arbeitslosen eher uninteressant. Die haben zu wenig Geld, als dass es sich lohnen würde, denen hinterher zu spionieren und die Arbeitslosen, die sie für sich selbst abgreifen wollen, bekommen sie auch auf legalem Weg (Stellenbörsen, Job-Anzeigen, Anfragen beim Arbeitsamt).
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Du meinst unsere "Stasi" hätte interesse an den Briefen von Arbeitslosen an das Arbeitsamt? Hm... das halte ich aus mehreren Gründen für sehr fraglich.

1. Nenn mir bitte einen vernünftigen Grund, warum der Staat die Briefe ausspähen sollte?

Eine Person hält sich im rechten/linken Umfeld auf. Durch die digitale Übertragung der Post kann der Verfassungsschutz ohne Probleme, ohne Mitwissen der Mitarbeiter der ArbeitsAGENTUR diese "Korrespondenz" mitlesen. Ahaaaaaa, den versuche wir mal anzuwerben, da er ja nur Leistung XY bezieht! (Geht auch anders, sicherlich, aber eben nicht sooooo leicht).

2. Der Staat hat die Daten doch eh! Denn das, was wichtiges in den Briefen drin steht, kommt auch so in die Akten der Abreitslosen und damit ist das Wissen doch verfügbar. Warum also kompliziert die Post durchwühlen, wenn die Inhalte doch eh gefiltert, abgeheftet und digitalisiert zur Verfügung stehen?

Bleiben wir bei meinem Beispiel: So muß der kleine Dienstweg gegangen werden , es gibt also mehr Mitwisser, als sein müssen, was dem Verfassungsschutz ja nicht gerade genehm ist.

3. Hast du eine Vorstellung davon, wie viel Post jeden Tag an die Arbeitsämter geht? Um all die Briefe zu durchsuchen, bräuchte es mehr als nur ein paar Stasibrieföffner und wie immer gilt: Wenn sowas im großen Stil durchgezogen werden würde, käme das auch schnell an die Öffentlichkeit.

Wer redet hier vom großen Stil? Ob das nun 20 Mitarbeiter oder 500 machen ... Es wird digitalisiert, die digitalen Daten können von anderen Behörden sicherlich abgerufen werden ... Wenn mir einer was von G10 erzählt und das man einen richterlichen Beschluß für zum Beispiel eine Abhörmaßnahme braucht, dann geh mal in den Keller deines Landesamtes für Verfassungsschutz und guck dir die Technik an. Alleine die Antennen auf dem Dach lassen teilweise ja schon Rückschlüsse zu ... Es interessiert keine Sau, wenn dem VS Mitarbeiter langweilig ist und er mal "unbedacht" durch (ALS BEISPIEL) das DECT Netz dreht und Frau Kunz beim bestellen ihrer Tupperware am Schnurlos Telefon zuhört ... Kommissar Zufall, ohne richertlichen Beschluss. WER verdammt nochmal will das denn überprüfen?

4. Für die Privatwirtschaft sind die Arbeitslosen eher uninteressant. Die haben zu wenig Geld, als dass es sich lohnen würde, denen hinterher zu spionieren und die Arbeitslosen, die sie für sich selbst abgreifen wollen, bekommen sie auch auf legalem Weg (Stellenbörsen, Job-Anzeigen, Anfragen beim Arbeitsamt).

Da will ich dir eigentlich recht geben, zumal das nicht meine Sorge wäre. Wobei mir hier wieder Kreditinstitute einfallen würden, die ein reges Interesse haben könnten ... Aber da mache ich mir wirklich auf einem ganz schmalen Grad Sorgen.
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Eine Person hält sich im rechten/linken Umfeld auf. Durch die digitale Übertragung der Post kann der Verfassungsschutz ohne Probleme, ohne Mitwissen der Mitarbeiter der ArbeitsAGENTUR diese "Korrespondenz" mitlesen. Ahaaaaaa, den versuche wir mal anzuwerben, da er ja nur Leistung XY bezieht! (Geht auch anders, sicherlich, aber eben nicht sooooo leicht).
Das Szenario ist unrealistisch. Leute, die für den Verfassungsschutz interessant wären, findet man i.d.R. nicht durch die Post des Arbeitslosen an das Amt. Die schreiben denen doch nichts über deren politische Einstellung! Und selbst wenn: Ich glaube, du hast da eine zu James Bond mäßige Vorstellung, was den Verfassungsschutz und deren Mitarbeiter angeht.

Bleiben wir bei meinem Beispiel: So muß der kleine Dienstweg gegangen werden , es gibt also mehr Mitwisser, als sein müssen, was dem Verfassungsschutz ja nicht gerade genehm ist.

Kleiner Dienstweg? Du redest hier von der illegalen Überwachung und Auswertung tausender, inhaltlich völlig langweiliger und belangloser Briefe um eventuel jemanden zu finden, der als Mitarbeiter in Frage kommt? Bleib mal auf dem Boden! So wichtig ist weder die Mitarbeitersuche des Verfassungsschutes noch die Inhalte der Briefe ;)

Wer redet hier vom großen Stil? Ob das nun 20 Mitarbeiter oder 500 machen ... Es wird digitalisiert, die digitalen Daten können von anderen Behörden sicherlich abgerufen werden ... Wenn mir einer was von G10 erzählt und das man einen richterlichen Beschluß für zum Beispiel eine Abhörmaßnahme braucht, dann geh mal in den Keller deines Landesamtes für Verfassungsschutz und guck dir die Technik an. Alleine die Antennen auf dem Dach lassen teilweise ja schon Rückschlüsse zu ... Es interessiert keine Sau, wenn dem VS Mitarbeiter langweilig ist und er mal "unbedacht" durch (ALS BEISPIEL) das DECT Netz dreht und Frau Kunz beim bestellen ihrer Tupperware am Schnurlos Telefon zuhört ... Kommissar Zufall, ohne richertlichen Beschluss. WER verdammt nochmal will das denn überprüfen?
Ich gebe dir in so fern recht, dass wir uns nicht darauf verlassen können, wer unsere Daten alles in die Finger bekommt. Das gilt aber für alle Daten und ist unabhängig von der Speicherform. Ich gebe nur zu bedenken, dass es interessantere Quellen gibt um wirklich wichtige Informationen zu einer Person zu bekommen, als die Post ans Arbeitsamt.

Da will ich dir eigentlich recht geben, zumal das nicht meine Sorge wäre. Wobei mir hier wieder Kreditinstitute einfallen würden, die ein reges Interesse haben könnten ... Aber da mache ich mir wirklich auf einem ganz schmalen Grad Sorgen.
Spam von irgendwelchen Kreditinstituten kriegt man eh andauernd und denen sind Arbeitnehmer garantiert lieber als Arbeitslose ;)
 
AW: Post soll Briefe an die Bundesagentur für Arbeit scannen - Eure Meinung dazu

Das Szenario ist unrealistisch. Leute, die für den Verfassungsschutz interessant wären, findet man i.d.R. nicht durch die Post des Arbeitslosen an das Amt. Die schreiben denen doch nichts über deren politische Einstellung! Und selbst wenn: Ich glaube, du hast da eine zu James Bond mäßige Vorstellung, was den Verfassungsschutz und deren Mitarbeiter angeht.

Ich habe mir einen Menschen auserkoren, den ich werben möchte. Nun muß ich als VS Mitarbeiter an Daten kommen, die ich ihm irgendwie vorhalten kann ... Ich beobachte ihn (lasse ihn von der O-Gruppe observieren) und hoffe das die was brauchbares finden werden, was ihn belastet, womit ich ihm zum Beispiel erpressen kann ... Hmmm, die O-Gruppe hat nichts zu Tage befördert was wir eh nicht schon wissen ... Natürlich habe ich vorher seinen Namen durch unser System laufen lassen, was ja an vielen vielen Stellen angeküpft ist. Hmmm, jetzt kommt die Datenerfassung von den Arbeitsagenturen ins Spiel. Ahhh, er bezieht Arbeitslosengeld/Harz IV ... Ich fahr mal mit 10 100 Euro Scheinen zu ihm und halt ihm die mal unter die Nase. Das wird mein Lockmittel sein. (Natürlich wird der Name zuerst ins System eingehämmert).

James Bond. Genau :lol:Heutige Ralität?! Jawohl :daumen:
Kleiner Dienstweg? Du redest hier von der illegalen Überwachung und Auswertung tausender, inhaltlich völlig langweiliger und belangloser Briefe um eventuel jemanden zu finden, der als Mitarbeiter in Frage kommt? Bleib mal auf dem Boden! So wichtig ist weder die Mitarbeitersuche des Verfassungsschutes noch die Inhalte der Briefe ;)

Es geht in meinem FALLbeispiel nicht explizit um die Inhalte, sondern deren Existenz in einem System, auf dem andere Behörden zugreifen! Ich meine, das wird heute auch schon getan. EWO als Stichwort, ich bin mir nicht sicher, ob das JEDE Behörde angehen MUß. Sicher kann der VS seine Mitarbeiter auch anders suchen, aber das kostet Personal, Material, Zeit, Geld, Geduld und letztendlich ist es sogar ein Glücksspiel (bezogen darauf, wie erpressbar die Zielperson ist bzw. ab welcher Summe sie käuflich wird). Wie einfach ist es denn aber doch, nur den Namen in die Suchmaske einzugeben und gleich zu sehen, das er wenig Geld zur Verfügung hat?!
 
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