Sir Demencia
Freizeitschrauber(in)
Ja, ja, ja,
Was wurde da doch vor den Wahlen erzählt? Man habe ja schon das eine oder andere gemacht um die Arbeit etwas zu ereichtern.
Ich arbeite in der Psychiatrie. Leite dort eine psychiatrische Akutaufnahmestation. Wir sind ständig und chronisch unterbesetzt. Teilweise nur 2 Pflegekräfte für bis zu 24 schwerst psychiatrisch Erkrankte. Diese sind in ihrer Erkrankung teils auch erheblich fremdaggressiv.
Für diese Patienten muss seit kurzem im 3Std- Rhathmus dokumentiert werden. und das geht nicht mit ein paar kleinen Haken und Handzeichen, wie in der Somatik (z.B. innere Medizin oder Chirurgie), sondern man muss den aktuellen Zustand des Patienten (der immer sehr individuell ist) detailliert beschreiben. Mehraufwand pro Schicht pro Patient sind etwa 20 Minuten alles in allem. Macht bei 4 Intensiv- Patienten knapp 1,5 Stunden pro Schicht. Bei zwei Pflegekräften ist man da zwischen 30 und 45 Minuten pro Schicht. Zeit, die einem am Patienten fehlt.
Und jetzt, seit dem 01.10.2017 ist das gesetzliche Entlass- Management vorgeschrieben. Noch mehr Doku- Aufwand. Und es ist ja nicht so, als hätten wir bis dato unsere Patienten am Entlass- Tag einfach auf die Straße geschubst. Da ist auc früher schon im Vorfeld alles geregelt worden. Nur das man heute halt nochmal ein Stück mehr Bürokratie hat.
Großartig, wir alle freuen uns unglaublich über so viel Hilfe und Entlastung.
Und nicht fals verstehen. Ich bin grundsätzlich ein Freund von guter, aber sinnvoller Dokumentation. Denn damit kann ich den Behandlungsverlauf zum einen besser sehen und weiter dient es natürlich auch meiner persönlichen Absicherung.
Aber was hier mit uns getrieben wird schlägt dem Faß den Boden aus.
Manchmal kann ich gar nicht so fressen, wie ich
möchte...
Was wurde da doch vor den Wahlen erzählt? Man habe ja schon das eine oder andere gemacht um die Arbeit etwas zu ereichtern.
Ich arbeite in der Psychiatrie. Leite dort eine psychiatrische Akutaufnahmestation. Wir sind ständig und chronisch unterbesetzt. Teilweise nur 2 Pflegekräfte für bis zu 24 schwerst psychiatrisch Erkrankte. Diese sind in ihrer Erkrankung teils auch erheblich fremdaggressiv.
Für diese Patienten muss seit kurzem im 3Std- Rhathmus dokumentiert werden. und das geht nicht mit ein paar kleinen Haken und Handzeichen, wie in der Somatik (z.B. innere Medizin oder Chirurgie), sondern man muss den aktuellen Zustand des Patienten (der immer sehr individuell ist) detailliert beschreiben. Mehraufwand pro Schicht pro Patient sind etwa 20 Minuten alles in allem. Macht bei 4 Intensiv- Patienten knapp 1,5 Stunden pro Schicht. Bei zwei Pflegekräften ist man da zwischen 30 und 45 Minuten pro Schicht. Zeit, die einem am Patienten fehlt.
Und jetzt, seit dem 01.10.2017 ist das gesetzliche Entlass- Management vorgeschrieben. Noch mehr Doku- Aufwand. Und es ist ja nicht so, als hätten wir bis dato unsere Patienten am Entlass- Tag einfach auf die Straße geschubst. Da ist auc früher schon im Vorfeld alles geregelt worden. Nur das man heute halt nochmal ein Stück mehr Bürokratie hat.
Großartig, wir alle freuen uns unglaublich über so viel Hilfe und Entlastung.
Und nicht fals verstehen. Ich bin grundsätzlich ein Freund von guter, aber sinnvoller Dokumentation. Denn damit kann ich den Behandlungsverlauf zum einen besser sehen und weiter dient es natürlich auch meiner persönlichen Absicherung.
Aber was hier mit uns getrieben wird schlägt dem Faß den Boden aus.
Manchmal kann ich gar nicht so fressen, wie ich
möchte...


