Nvidia will bis Ende des Jahres selbstfahrendes Auto bringen

Mag ja sein das es möglich wäre aber wer hier die Gesetze kennt wird schnell feststellen das es ein leichtes ist dort immer Steine in den Weg zu legen. Beispiel gefällig? -> Gigaliner
 
Das Problem gab es auch beim Klassischen Auto, da mußte lange Zeit jemand mit einer roten Fahne oder auch einer Laterne voranschreiten. 1896 gab es dann die erste Verkehrstote und es wurde als Unfall angesehen. Wie sieht es eigentlich aus wenn z.B. ein Gerüst, eine Brücke einstürzt oder vorallem ein Aufzug (immerhin gab es Früher in großen Gebäuden eigentlich immer einen Angestellten der mitgefahren ist [Liftboy oder auch Aufzugführer]), da ist im Zweifel auch keiner da der diese Dinge kontrolliert.

Gerüste, Brücken und Lifte dürfen sich ausschließlich in speziell für diesen Zweck vorgesehen, für andere unzugänglichen Bereichen befinden (im Falle von Brücken sehr einfach: Versuch mal, dich an die Stelle eines Pfeilers zu drängeln) und werden regelmäßig darauf kontrolliert, ob sie auch ja keine anstalten machen, sich aus diesem definierten Rahmen zu entfernen. Nach dem vergleichbaren System gibt es schon lange autonome Fahrzeuge in Industrieanlagen. Ganz anders sieht das aus, wenn man ein offenes System haben will. Ein Beispiel hierfür wären z.B. 300-km/h-Hochgeschwindigkeits-Zugtrassen auf ensprechend verstärkten Straßenbahnschienen, ggf. mit Warn-Ausschilderung.
Wie, gibts nicht?
Vermutlich nur eine Frage der Zeit, wen interessieren schon "Unfälle"?

(Im Zweifelsfall wohl die Autohersteller. Denn wenn eine Brücke oder ein Aufzug aufgrund von Konstruktionsfehlern -und die Steuerung ist Teil der Konstruktion "autonomes Fahrzeug"- einen Todesfall verursachen, dann müssen alle baugleichen Exemplare ersetzt werden. Bei Brücken mit Seriengrößen von "1" kein Problem, denn das eine Exemplar ist eh gerade eingestürzt. Bei neuen Autoherstellern mit einer Anzahl von Serien von "1" wären Rückruf und Verschrottung von "einer" Serie da schon unangenehmer.)


Mag ja sein das es möglich wäre aber wer hier die Gesetze kennt wird schnell feststellen das es ein leichtes ist dort immer Steine in den Weg zu legen. Beispiel gefällig? -> Gigaliner

Wer sich schon einmal mit einem etwas niedrigeren Leistungsgewicht auf eine Autobahn mit dichtem LKW-Verkehr einfädeln musste (oder hinter einem entsprechenden Verkehrsteilnehmer festsaß), der weiß sehr genau, warum es Steine im Weg von den Dingern (und genauso für elektronische Deichsel & Co) gibt. Züge brauchen entsprechend ausgebaute Fahrwege und die gibt es bislang nur in Form von zwei schmalen Stahlstücken. Wenn die Speditionen gerne die Hälfte ihrer Fahrer entlassen möchten, ist das keine Aufgabe für den Gesetzgeber - sondern für die Speditionen, die dann alle Autobahn-Auffahrten auf die doppelte Länge ausbauen müssen.
 
Och, meiner Beobachtung nach sind es eher die mehr als ausreichend motorisierten Fahrzeuge, die es nicht geregelt bekommen, eine BESCHLEUNIGUNGSspur vernünftig zu benutzen. ;)
Entweder im 5. Gang mit 47,8km/h um die Kurve und dann schnell nach links (weil die Fahrzeuge auf der rechten Spur können schließlich Platz machen), oder der besonders dynamische Fahrer im drehmomentstarken Fahrzeug (115 PS Tdi), der möglichst noch bei der durchgezogenen Linie gleich auf die 2. Spur wechselt. Weil schneller ist eh niemand!

Weiß nicht, ob das immer am niedrigen Leistungsgewicht liegt. Mit jedem PKW schafft man es auf 80-100km/h bis zum Ende des BS und eine Lücke zwischen LKW findet sich auch. Selbst wenn es zwei Gigaliner wären. Und die würden halt nunmal deutlich weniger Platz in Anspruch nehmen und die punktuelle Belastung der Straße ist eigentlich eher geringer.
Zumal die in sinnvollen Bereichen (Sammelgut, Werksverkehr) eh nicht komplett vom Gewicht her ausgelastet wären, sondern die zusätzliche Stellfläche wäre interessant.

Btw: Ich möchte kein selbstfahrendes Auto!
 
Btw: Ich möchte kein selbstfahrendes Auto!
Über kurz oder lang werden "eigene" Autos eh verschwinden. Im Schnitt steht ein Auto ca. 95% der Zeit eh nur unnütze rum. Und ob du ein autonomes Auto willst oder nicht (warum eigentlich nicht?), kommen wird es definitiv. Spätestens deine Enkel werden vermutlich keinen Führerschein mehr brauchen. ^^
 
Weiß nicht, ob das immer am niedrigen Leistungsgewicht liegt.

Immer sicherlich nicht. Aber wenn man einen Hänger an was weniger stark motorisiertes ranhängt (und man kauft sein Auto ja z.B. nicht extra für einen großen Transport 1-2 mal im Jahr), dann hat man bei 250 m Beschleunigungsspur manchmal nicht mehr viel Spielraum, um noch auf eine Lücke zu warten.

Zumal die in sinnvollen Bereichen (Sammelgut, Werksverkehr) eh nicht komplett vom Gewicht her ausgelastet wären, sondern die zusätzliche Stellfläche wäre interessant.

Es geht mir nicht um die Beschleunigung der Gigaliner, da könnte man einfach passende Motorisierung verlangen (bzw. brauchen die Speditionen für den nächsten Berg), es geht mir um diejenigen, die neben einem Gigaliner einscheren wollen. Bei den typischen (vorschriftswidrigen) Abständen auf deutschen Autobahnen reichen vier Stück davon, um das verlassen der Beschleunigungsspur komplett zu verhindern. Und es kommt häufiger vor, dass in Deutschland vier Laster in Kolonne fahren*. Wenn so ein Pulk neben einem ist, wenn man auf die Beschleunigungsspur fährt, kann man nur noch in die Eisen steigen, hoffen dass einem hinten keiner der mit-100-durch-die-uneinsehbare-Kurve-Fraktion drauf brettert und dann da stehenbleiben und solange warten, bis sich eine Lücke im Rückspiegel abzeichnet, die so groß ist, dass man sicher in sie einscheren kann, obwohl man auf dem verbleibenden Stück Beschleunigungsstreifen allenfalls noch auf Tempo 50-60 kommt. So eine Lücke kann auf der A2, A3, 5 oder 7 in der Nähe einer Großstadt schon jetzt ne Minute auf sich warten lassen (und eine Minute Stillstand auf der Beschleunigungsspur ist VERDAMMT lang), mit Gigalinern wären es dann fünf Minuten und ein riesiger Rückstau.
Von Einmündungen in Baustellen mit verkürzter Beschleunigungsspur mal ganz zu schweigen. Da wären dann auch tatsächlich die Gigaliner selbst betroffen, die schon fast die gesamte Spur brauchen, um überhaupt gerade auf der Straße zu stehen - und vorher können sie gar nicht beschleunigen. Heißt also dass da ein 60 Tonner mit Tempo 15 auf eine Spur mit frei-für-Tempo-60-real-Tempo-80-mit-10-m-Abstand einschert. Und zwar mit der typischen Rücksicht von einem LKW-Fahrer, der bis zur nächsten Zwangspause in 30 Minuten eigentlich noch 150 km zurück legen muss.


*: Und die LKW-Dichte wird durch Gigaliner nicht verringert, im Gegenteil. Weniger Zugmaschienen, weniger Maut und weniger Fahrer pro Tonne Transportleistung bedeutet niedrigere Preise und damit verlagert sich noch mehr Verkehr von der Schiene auf die Straße.
 
Über kurz oder lang werden "eigene" Autos eh verschwinden. Im Schnitt steht ein Auto ca. 95% der Zeit eh nur unnütze rum. Und ob du ein autonomes Auto willst oder nicht (warum eigentlich nicht?), kommen wird es definitiv. Spätestens deine Enkel werden vermutlich keinen Führerschein mehr brauchen. ^^

Das ist Quatsch denn es ist bereits jetzt geregelt, dass es niemals 100% selbstfahrende Autos geben wird, der Fahrer muss immer und überall die Möglichkeit haben einzugreifen. Für 100% selbstfahrende Autos, die jede nur erdenkliche Situation meistern, ist es noch viele, viele, viele, viele Jahrzehnte zu früh.
 
Das ist Quatsch denn es ist bereits jetzt geregelt, dass es niemals 100% selbstfahrende Autos geben wird, der Fahrer muss immer und überall die Möglichkeit haben einzugreifen. Für 100% selbstfahrende Autos, die jede nur erdenkliche Situation meistern, ist es noch viele, viele, viele, viele Jahrzehnte zu früh.
Das erinnert mich an die Situation vor hundert Jahren, als vor jedem Auto ein Mann mit Fahne hergehen musste, um andere zu warnen. Wie lange wurde dieses System aufrechterhalten?
Was sind heute 20 Jahre in der Hart- und Softwareentwicklung?
 
Das ist Quatsch denn es ist bereits jetzt geregelt, dass es niemals 100% selbstfahrende Autos geben wird, der Fahrer muss immer und überall die Möglichkeit haben einzugreifen. Für 100% selbstfahrende Autos, die jede nur erdenkliche Situation meistern, ist es noch viele, viele, viele, viele Jahrzehnte zu früh.
Exponentielles Wachstum – Wikipedia

So entwickelt sich der Fortschritt. In den nächsten ~25 Jahren wird mehr passieren als in den letzten ~100 Jahren. Die Bremswirkung der Politik schon eingerechnet. Fakt ist nämlich, das 99% der Verkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Autonom agierende Transportsysteme gibt es nicht erst seit gestern, nur eben noch nicht im öffentlichen Individualverkehr. Entscheidend hier ist, entgegen dem was viele Menschen glauben, nämlich nicht, wann autonome Fahrzeuge überhaupt keine Unfälle mehr verursachen, sondern wann sie deutlich weniger Unfälle als der Mensch verursachen. Bei neuen LKWs zb. sind automatische Bremssysteme schon länger Pflicht. Ähnliches wird vielleicht auch noch Schrittweise beim PKW eingeführt. Aber bis der Mensch quasi nichts mehr am Steuer zu melden hat, wird es ganz sicher nicht mehr "viele viele viele viele Jahrzehnte" dauern. Davon bin ich jedenfalls überzeugt. Warten wir einfach mal ab was passiert, dann wissen wir es genau. :D
 
Das erinnert mich an die Situation vor hundert Jahren, als vor jedem Auto ein Mann mit Fahne hergehen musste, um andere zu warnen. Wie lange wurde dieses System aufrechterhalten?

In Deutschland meines Wissens nach 0 Jahre, 0 Monate, 0 Tage, 0 Minuten und 0 Sekunden. Und im übrigen liegt diese Phase auch in England deutlich mehr als 100 Jahre zurück und die Gesetze wurden in Angesicht von Straßenlokomotiven geschaffen, deren Fahreigenschaften sehr, sehr wenig mit Autos gemeinsam haben und allenfalls mit schwerem Bergbaugerät verglichen werden können. So etwas darf heute übrigens überhaupt nicht mehr auf öffentlichen Straßen fahren.

Der Vergleich zwischen einem Warnsystem für unaufmerksame Zeitgenossen (Fahne vor Dampfauto, künstlicher Krach bei Elektroauto) und der jurisitischen Zuordnung von Verantwortung hinkt aber ohnehin ganz gewaltig. Vollkommen unabhängig von der technischen Entwicklung muss jemand für stattfindendene Handlungen verantwortlich sein. Beim Auto ist das bislang der Fahrer, weil er eben diese vornimmt. Wenn er in Zukunft keine Einflussmöglichkeit mehr hat, kann er das aber nicht mehr sein, Verantwortung und Haftung müssen von jemand anderem übernommen werden - und wer bitte schön soll das sein und wieso sollte er diese Last zugunsten der Bequemlichkeit anderer auf sich nehmen?
 
Wenn er in Zukunft keine Einflussmöglichkeit mehr hat, kann er das aber nicht mehr sein, Verantwortung und Haftung müssen von jemand anderem übernommen werden - und wer bitte schön soll das sein und wieso sollte er diese Last zugunsten der Bequemlichkeit anderer auf sich nehmen?
Jedes Fahrzeug hat eine Versicherung. Deren Tarif hängt von der Güte der Software ab.
Wir werden sehen, welche Versicherungssumme die Fahrzeuge bekommen werden.

Wer wird heute bei technischen Defekten verantwortlich gemacht? Nicht der Fahrer,
wenn der Unfall durch einen von ihm nicht verschuldetem Defekt, wie einer platzenden
Bremsleitung verursacht wird. Wir sind längst in der Situation, das Technik Menschen
verletzt oder gar tötet. Was wird beim autonomen Fahren anders?

Gar nichts, aber das sehen Bedenkenträger nicht ... :D

In Deutschland meines Wissens nach 0 Jahre...
Die Welt ist größer als Deutschland. Das Gesetz, welches immerhin gut dreißig Jahre
in England galt, war auch nur ein Beispiel für Veränderungen. Die ersten käuflichen
autonom fahrenden Fahrzeuge wird es auch nicht in Deutschland geben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn eine Bremsleitung platzt, ist ganz schnell für die Wartung der Bremsen verantwortliche Werkstatt beziehungsweise der für die Abnahme erforderliche TÜV mit dran, denn das Fahrzeug war offensichtlich nicht verkehrssicher. Wobei solche Fälle extrem selten vorkommen, an der deutschen Unfallstatistik sind -wie du iirc nicht müde wirst zu betonen- fast ausschließlich Fahrer beteiligt.
Warum wird da eigentlich nie gegendert, sondern rund 1/3tel der Unfallverursacher unterdrückt, ohne dass sich jemand beschwert?
Desweiteren wiederhole ich: Wenn ein technischer Defekt einen Unfall verursacht, dann werden alle Fahrezeuge stillgelegt, bei denen dieser Defekt ebenfalls wahrscheinlich ist. Bei einem Wartungsfehler sind das für gewöhnlich keine weiteren, bei einem Softwarefehler sind es alle Fahrzeuge, die auf der gleichen Software bestehen. Das passiert dreimal und danach ist das autonome Auto wieder weg vom Fenster - nicht, weil es verboten wäre, sondern weil niemand ein Auto möchte, dass er das halbe Jahr nicht nutzen darf. Und das wissen auch die Autohersteller, die alles andere als "hier" schreien, wenn die Verantwortung ihrem Auto zugesprochen werden soll.
 
Wenn eine Bremsleitung platzt, ist ganz schnell für die Wartung der Bremsen verantwortliche Werkstatt.
Aber du siehst, es ist heute schon juristisch geklärt, was bei Ausfall von Technik passiert.
Was ist bei Softwarefehlern des autonomen Fahrens anders? Darum, und nur darum ging es.

Die Fahrzeuge werden immer besser, geht es um Objekterkennung und Wegfindung. Wir
reden nicht über Jahrzehnte bis zum Einsatz, sondern über Jahre. Schau Dir das Nvidia-
Video noch einmal in Ruhe an.
 
Wenn ein technischer Defekt einen Unfall verursacht, dann werden alle Fahrezeuge stillgelegt, bei denen dieser Defekt ebenfalls wahrscheinlich ist.
Ich glaube es war der Opel-Astra, bei dem am Masseband des Tankstutzens irgendwas nicht stimmte, was dazu führte dass die Fahrzeuge beim tanken hier und da in Flammen aufgingen. Da wurde nichts stillgelegt, es wurden lediglich ca. 2.500.000 Fahrzeuge in die Werkstatt gerufen. Bei verschiedenen Herstellern konnte sich der Airbag einfach mal so zünden (bei 200KM/h auf der Autobahn besonders blöd). Oder mangelhafte Isolierungen von Kabeln, die zu einem Ausfall des Motors, oder einem Fahrzeugbrand führen können. Oder Produktionsfehler am Bremspedal, Sicherheitsgurt, der Bremsanlage usw. Niemals wurde eine Fahrzeugserie deswegen stillgelegt, egal wie schwerwiegend der Fehler war. Sowas gibts vielleicht bei Flugzeugen oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, aber beim PKW ist mir kein solcher Fall bekannt. Da gibts nen Rückrufaktion und fertig. Manche sekundär gefährlichen Mängel (zb. das der Motor sich abschalten kann=Verlust der Bremskraftverstärkung usw) werden nicht mal wirklich öffentlich gemacht, sondern werden "vertuscht", um sie zb. im normalen Wartungsintervall unbemerkt beheben zu können.
Verantwortung und Haftung müssen von jemand anderem übernommen werden - und wer bitte schön soll das sein und wieso sollte er diese Last zugunsten der Bequemlichkeit anderer auf sich nehmen?
Gerade die Versicherungen sehnen sich den autonomen Verkehr so schnell herbei wie nichts anderes. Die wissen sehr genau welches "Einsparpotential" da möglich ist, wenn der dusselige wahnsinnige betrunkene unvorsichtige verschlafene aggressive überhebliche sich selbst überschätzende Mensch vom Steuer verschwindet. ;)
 
Mit Ausnahme des Airbags auf der Autobahn (ist mir ehrlich gesagt nicht geläufig) führen keine der von dir genannten Beispiele direkt zum Tod von Menschen (abgebrannte Autos sind deutlich leichter zu ersetzen ;) ). Trotzdem wurden bei vielen davon Rückrufe vorgeschrieben und nach kurzer Zeit umgesetzt - was bei einem Mechanikfehler auch möglich ist.
Bei einem Fehler in der Steuerungssoftware oder gar der Sensorik handelt es sich aber nicht um ein einfaches Verkabelungsproblem, dass nur gefunden werden muss. Hier liegen vor einem Rückruf gegebenfalls mehrere Monate Forschung nach einer besseren Lösung - schließlich (hoffentlich) hat niemand absichtlich ein Steuerungssystem entwickelt, dass Omas in blauem Pulli übersieht. Da sollte man auch den Stand der technischen Entwicklung nicht überschätzen:
Wir hatten Fahrzeuge, die nur in speziell angepasten Industrieanlagen unfallfrei fahren konnten.
Wir haben jetzt Autos, die unter guten Witterungsbedingungen weitestgehend unfallfrei fahren.
Was wir brauchen sind Autos, die unter allen Witterungsbedingungen immer unfallfrei fahren.
Wenn man nach Auslieferung feststellt, dass man eigentlich doch noch bei Schritt 2 festhängt, dann muss man warten (und nicht fahren), bis Schritt drei erreicht ist - und das kann viel Forschungszeit benötigen. Dagegen gab es schon lange vor dem brennenden Opel Autos, die man sicher betanken konnte. Es musste nur ein individueller Konstruktionsfehler, womöglich sogar nur eine Sparmaßnahme zurückgenommen werden.
 
Aber du siehst, es ist heute schon juristisch geklärt, was bei Ausfall von Technik passiert.
Was ist bei Softwarefehlern des autonomen Fahrens anders? Darum, und nur darum ging es.

Die Fahrzeuge werden immer besser, geht es um Objekterkennung und Wegfindung. Wir
reden nicht über Jahrzehnte bis zum Einsatz, sondern über Jahre. Schau Dir das Nvidia-
Video noch einmal in Ruhe an.

Und jetzt guck dir die 4/5 Fahrzeuge an, die letztes Jahr in Florida bei perfekten Bedingungen auf einer Teststrecke mit gerade mal 15 km/h gecrasht sind. Und sobald die Straße verdreckt ist wussten die Karren nicht mehr, wo oben und unten ist. Selbst GM rechnet in frühestens 15 Jahren mit den ersten Versuchen zum Kaufen. Aber du redest von ein paar Jahren, lol.
Wie gesagt, dass wird genauso wenig klappen, wie Elektroautos sich vor über 100 Jahren durchgesetzt haben.

Desweiteren bekommt man in Deutschland nicht mal den Internetausbau geschissen und di meinst, dass in ein paar Jahren aber das gesamte Straßennetz ausgebaut, modernisiert ist? Für 100% autonomes Fahren muss da nahezu alles überholt werden, von Ampeln über Schildern zur Vernetzung. Nochmal ein riesiges LOL.
 
Mit Ausnahme des Airbags auf der Autobahn (ist mir ehrlich gesagt nicht geläufig) führen keine der von dir genannten Beispiele direkt zum Tod von Menschen (abgebrannte Autos sind deutlich leichter zu ersetzen ;) ).
Naja, kommt drauf an wie direkt du direkt definierst. Ein Kabelbrand zb. kann zu allerlei Ausfällen oder auch verrückt spielenden Systemen (Lenkung, Bremsassistenten, Gaspedal) führen. Wenn dein Auto auf der trockenen Autobahn plötzlich anfängt zu bremsen, zu beschleunigen, oder dank elektrischer Servolenkung plötzlich Lenkbefehle ausführt die nicht von dir kommen, dann kann das sehr schnell und auch für mehrere Menschen tödlich enden. Auch ein sich lösendes Bremspedal kann direkt tödlich enden. Vielleicht nicht unbedingt für dich (dank Airbags), aber für den armen Fußgänger. Dazu kommt, das sehr häufig gar nicht jedes Wrack zu Gänze untersucht wird, der eine oder andere technische Defekt daher unentdeckt bleibt.
Trotzdem wurden bei vielen davon Rückrufe vorgeschrieben und nach kurzer Zeit umgesetzt - was bei einem Mechanikfehler auch möglich ist.
Du sagst es, viele. Sehr wahrscheinlich kann man auch "die meisten" sagen, aber eben nicht alle.
Bei einem Fehler in der Steuerungssoftware oder gar der Sensorik handelt es sich aber nicht um ein einfaches Verkabelungsproblem, dass nur gefunden werden muss. Hier liegen vor einem Rückruf gegebenfalls mehrere Monate Forschung nach einer besseren Lösung - schließlich (hoffentlich) hat niemand absichtlich ein Steuerungssystem entwickelt, dass Omas in blauem Pulli übersieht.
Du sprichst hier von aktuellen Fahrzeugen, oder von selbstfahrenden Fahrzeugen? Zutreffen tut es nämlich auf beides.
Was wir brauchen sind Autos, die unter allen Witterungsbedingungen immer unfallfrei fahren.
Naja, im Endeffekt sollte dass das Ziel sein, richtig. Was wir hingegen so schnell wie möglich brauchen, sind Fahrzeuge die einfach deutlich weniger Unfälle verursachen. Und da die meisten Unfälle vom Menschen verursacht werden, gilt es nunmal diesen so schnell wie möglich zu ersetzen. Aus welchem Grund sollte man warten bis die selbstfahrenden Fahrzeuge überhaupt keine Unfälle mehr verursachen? Warum sollten die Ansprüche an autonome Fahrzeuge um den Faktor 1000 oder 10.000 höher sein, als die Ansprüche an menschliche Fahrer? Kürzlich erst ist mal wieder ein Opa in einen Menschenmenge gefahren (in eine Eisdiele), Gas mit Bremse verwechseln, ja gut, kann passieren. Schließlich gibt es keine gesetzliche Regelung die sowas auch nur ansatzweise verhindert. Aber autonome Fahrzeuge dürfen erst in den Verkehr wenn sie 100% sicher sind. Das macht in so vielen Bereichen keinen Sinn.

Dazu kommt, das selbst bei einem technischen Defekt ein Computer besser reagieren kann. Wenn dir auf der Autobahn zb. ein Vorderreifen platzt, dann brauchst du zum einen schon mal die eine oder andere Sekunde um zu verstehen was da gerade passiert ist, und zum anderen musst du dann auch entsprechend reagieren können. Ähnlich zb. dem Anhänger der sich da gerade hinter deinem Fahrzeug aufschaukelt, kann es durchaus zu Situationen kommen, wo du anders reagieren solltest als du es intuitiv möchtest. Beim Anhänger zb. heißt das auch mal Gas zu geben, wenn man intuitiv eigentlich bremsen möchte. Der Computer hingegen entscheidet nicht nach "Bauchgefühl", der hat schon das richtige Manöver eingeleitet wenn du noch am überlegen bist was da gerade passiert.
Für 100% autonomes Fahren muss da nahezu alles überholt werden, von Ampeln über Schildern zur Vernetzung. Nochmal ein riesiges LOL.
Das ist so nicht ganz korrekt. Wenn autonome Fahrzeuge untereinander vernetzt sind, dann kommt es zu so etwas wie einer "Schwarmintelligenz", ähnlich den Fischen im Meer. Wenn du als Fußgänger heute unachtsam auf die Fahrbahn läufst, dann sieht dich der vordere PKW und legt zb. eine Vollbremsung hin. Da sich die Reaktionszeit aufaddiert, schafft das der nachfolgende Verkehr dann sehr schnell nicht mehr rechtzeitig zu reagieren. Oder PKW Nr 1 weicht aus und fährt an dir vorbei, aber PKW Nr2 erkennt dich erst, nachdem dein Kopf seine Windschutzscheibe durchschlagen hat. Handelt es sich um vernetzte Fahrzeuge (und vernetzt meint hier nicht zwingend einen Datenaustausch per Internetz), dann teilt Fahrzeug Nr 1 zb. einfach allen Fahrzeugen in einem bestimmten Umkreis mit was da passiert, und wie es darauf reagieren wird. Dadurch würden zb. die Fahrzeuge hinter Nr1 entsprechend entschleunigen, ohne das ein potentieller Fahrer überhaupt schon die Möglichkeit hätte, eine Gefahrenquelle zu erkennen. Oder bei einem Ausweichmanöver auf Spur Nr2 (oder in den Gegenverkehr, was heute eigentlich immer die mit Abstand falscheste Lösung ist) würden dort die Fahrzeuge reagieren.

Auch muß bzgl. Ampeln und Schildern nicht alles überholt werden. Nicht vergessen, Ampeln und Schilder sind für den Menschen gedacht, nicht für einen Computer. Ampeln zb. werden ja selbst wiederum von einem Computer gesteuert, der die Lichter der Ampel wiederum benutzt, um den Menschen seine Auswertung anzeigen zu können. Für autonome Fahrzeuge könntest du alle Ampeln entfernen. Auch die Magnetkabel im Boden brauch man dann nicht mehr. Das Ampelsystem könnte man zb. genau wie das Schildersystem später einfach direkt in die Fahrzeugdatenbank einprogrammieren. Die Fahrzeuge machen dann untereinander aus wer wann fährt und wer warten soll.

Das Problem ist hier die Übergangszeit (Mensch und Maschine im Straßenverkehr). Nur deswegen muß aktuell ein Fahrzeug mit Assistenzsystem die Schilder erkennen. Geh mal in eine große Produktionsanlage oder ein riesiges Lagersystem. Da wuseln die selbstfahrenden Roboter auch ohne Ampeln und Schilder umher. Dazu kommt, das potentielle Umstellungen sehr viel schneller die einzelnen (Computer-) Fahrer erreichen würden. Bedeutet, wenn man zb. die Verkehrsregeln an einer Stelle ändert, würde der Computer das quasi als erstes erfahren, und sofort reagieren. Bei uns im Ort wurde an einer relativ zentralen Straße jetzt zum ca. 8 mal innerhalb von 3 Monaten die Vorfahrt geändert, was dazu führt das gerade Einheimische, die die Regeln ja quasi alle auswendig kennen, sich durchaus noch nach den Regeln von gestern orientieren. Da wird dann mal fix von der falschen Seite in die Einbahnstraße gefahren, einfach weil es gestern noch korrekt war.
 
Was du da sagst klingt in der Theorie nett. Mal die 4737474638 Fehlerquellen bedacht, die da überall liegen? Es gibt schon genug Rückrufaktionen wegen wesentlich simplerer Technik. Was du da sagst, dafür ist unsere Technik noch lange nicht ausgereift genug.
 
Du sprichst hier von aktuellen Fahrzeugen, oder von selbstfahrenden Fahrzeugen? Zutreffen tut es nämlich auf beides.

Von autonomen. Die für die Verkehrssicherheit elementaren Funktionen (Lenkung, zwei unabhängige Bremssysteme) sind per Gesetz auch bei komplettem Elektrik/Elektronikausfall einsatzfähig. Autonomes Fahren ist dagegen zwingend an die (um Größenordnungen komplexere) Software gebunden.

Der Computer hingegen entscheidet nicht nach "Bauchgefühl", der hat schon das richtige Manöver eingeleitet wenn du noch am überlegen bist was da gerade passiert.

Der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Computer: Der Mensch mag verzögert reagieren, aber immer Situationsbedingt. Ein Computer reagiert auf Basis einer Kausalkette ausgehend von seinen sehr beschränkten Sensorwerten. Pasen die nicht auf seine Programmierung oder ist seine Programmierung nicht eindeutig, kommt es zum Gau. Um das Beispiel mit dem Hänger aufzugreifen (übrigens NIE aufs Gas treten, bestenfalls rollen lassen - und selbst das ist fast immer die schlechtere Lösung.):
Wenn es nicht gerade spezielle was-macht-der-Hänger-Sensoren gibt, registriert das autonome Auto zwar sofort, dass etwas passiert - aber es bemerkt nur die Auswirkungen auf das Auto, also eine leichte Änderung der Fahrtrichtung. Die typische Erklärung hierfür ist Seitenwind, das autonome Auto wird also lediglich gegenlenken, aber eben keine Bremsung einleiten bevor es zu spät ist.

Bezüglich der Verkehrsstatistiken und der Sicherheit heutiger autonomer Autos sollte man übrigens sorgfältig auf die Bezugsgrößen achten. Sieht man von der DARPA Challenge ab (in der autonome Fahrzeuge weiterhin schlechter abschneiden, als ein 10 jähriges Kind), stammen quasi alle Daten von Fahrzeugen, die primär tagsüber bei gutem Wetter durch Kalifornien fahren und einen Beifahrer mit Notbrems-Funktion haben. Die meisten Unfälle passieren aber bei schlechtem Wetter, Nachts und/oder sehr dichtem Verkehrsaufkommen (Berufsverkehr) - Bedingungen, die z.B. in Googles Zahlen stark unterrepräsentiert sind.

Das Problem ist hier die Übergangszeit (Mensch und Maschine im Straßenverkehr). Nur deswegen muß aktuell ein Fahrzeug mit Assistenzsystem die Schilder erkennen.

Die Erkennung eines Schildes ist (außer bei starker Verschmutzung oder Schnee - aber dann fahren heutige autonome Autos ja gar nicht...) ein Kinderspiel im Vergleich zum erkennen eines spielenden Kindes. Und die werden auch nach einer Übergangszeit nicht verschwunden sein.
 
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