Karnstein
Komplett-PC-Käufer(in)
Hallo liebe Community, ich habe im Vorfeld versucht, die Fragestellung für mich via Google&Co zu klären, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen, dass die Fragezeichen über meinem Kopf auflöst.
Ich packe der Übersicht halber die Begleit-Informationen teilweise in Spoiler Tags, weil sie eventuell für die Lösung nicht relevant sind, aber quasi im Kontext erklären, wieso ich so verwirrt bin und mich Frage, ob mein System nun korrekt läuft oder nicht.
Das vor ein paar Tagen aufgesetzte System sieht final nun folgend aus:
AMD 7800X3D + Noctua NH-D15, das vorhande TG Secure Frame erst einmal weggelassen, um weniger am Board rumschrauben zu müssen. (Siehe Spoiler-Geschichte)
MSI X870E Tomahawk WIFI MoBo + 64 GB G.Skill DDR5-6000 RAM
Asus RTX 3070 Dual OC Grafikkarte
4 NVME SSDs + ne HDD als Archiv, das System ist auf einer WD SN850X installiert
Seasonic Focus 850W PSU
Havn BF360 Flow Gehäuse mit zwei weiteren Havn H18 Lüftern im Deckel und einem NF-A14 im Heck
BIOS wurde noch vor der W11 Installation erfolgreich geflasht, ist aber nicht die neueste Version, sondern stammt aus dem März. Geändert habe ich im BIOS selbst bisher nichts, selbst EXPO zZ nicht einmal aktiviert da ich das System erst einmal Vanilla stabil am Laufen haben wollte.
Prinzipiell läuft das System im Alltag stabil (gute FPS in Spielen bei niedriger CPU Auslastung, keine Abstürze bei Stress-Tests oder im Alltag) und auch leise, was Sinn des ganzen Setups aus Gehäuse und Kühler gewesen ist.
Wo ist also jetzt mein Problem?
Mit Hinblick auf den kommenden Sommer habe ich mich daran gesetzt, die Lüfterkurven zu optimieren und dafür versucht via Stress-Tests meine CPU ans thermische Limit zu bringen. Laut der AMD Seite hat der 7800X3D eine TDP von 120W und ein Tjmax von 89°. Unter W11 wird mir in der AMD Ryzen Master Software sogar als PPT 162W angegeben.
Angesichts dessen war meine Erwartungshaltung bei den diversen Stresstests (CPU-Z, Prime95, HWINFO) und Benchmarks wie Cinebench R23 und Cinebench 2026, als Laie nun folgende:
Laste ich meine CPU auf allen Kernen über einen Benchmark/Stresstests komplett aus, reizt sie das ihr genehmigte PPT-Limit solange aus, bis die Tjmax erreicht wird und dann drosselt sie runter, bis sie wieder unter das Limit fällt. Bzw. knackt sie den Tjmax unter Volllast nicht, zieht sie als Spitze soviel Watt, wie das PPT erlaubt, und läuft damit den Benchmark durch.
Sprich ich dachte das am Ende eines 10 minütigen CB R23 Tests bei HWINFO unter Max-Wert für die PPT irgendwas über 100W steht und das Thermal Limit wahrscheinlich erreicht oder weitestgehend ausgereizt wurde.
In der Praxis treten zwei Dinge bei mir auf:
Das verwirrt mich umso mehr, als das ich in meinem Umfeld indirekte Vergleichswerte habe. Mein Clan Kollege, von dem ich die 3070 gekauft habe, betreibt dieselbe CPU ebenfalls mit einer 3070 auf einem ITX-Board mit dem kleinsten Noctua Kühler (NH-L9a) mit Underclocking übers BIOS um den thermischen Beschränkungen seines Gehäuses Rechenschaft z zu tragen und wenn er Cinebench R23 laufen läßt, zieht sein System mehr CPU-PPT als meins, bis er ins Thermal Throttling rauscht.
Er hat das ganze mit deaktivierten EXPO wiederholt und auch wenn dann seine Durchschnitts/Idle-Werte den meinen dann nahezu gleichen, genehmigt sich sein 7800X3D im CB R23 immer noch mehr als meine.
Das macht für mich einfach keinen Sinn und auch wenn ich die Mehrleistung im Alltag nicht brauche, interessiert es mich schon, woran das jetzt liegt.
- Ist eventuell einfach nur irgendwas im MSI Bios aktiv, was als TDP Limiter fungiert
- Hat mein Bios eventuell einfach nur einen Fehler?
- Habe ich eine Montags-CPU erwischt?
- Sind das die Folgen meines Montage-Fehlers im ersten Versuch?
- Oder ist das alles einfach normal?
Screenshots aus dem Bios hab ich zZ keine zur Hand, was ich habe ist ein Screenshot von HW Info, Ryzen Master und CPU-Z, aus der heutigen Sitzung wo ich sowohl CB R23 als auch Prime 95 jeweils hab laufen lassen.
Ich packe der Übersicht halber die Begleit-Informationen teilweise in Spoiler Tags, weil sie eventuell für die Lösung nicht relevant sind, aber quasi im Kontext erklären, wieso ich so verwirrt bin und mich Frage, ob mein System nun korrekt läuft oder nicht.
Mein letzter komplett von Grund aus selbst gebastelter Rechner stammt noch aus AMD Athlon 64/Sockel 939 Zeiten, wo ich noch via Over-Clocking im BIOS rumgefummelt habe, um das letzte Quäntchen Leistung abzurufen.
Mein letzter PC wurde 2016 von der Stange gekauft und dann nur in Bezug auf GPU/PSU/SSD aufgerüstet. An CPU und RAM Einstellungen habe ich in den zehn Jahren Laufzeit des Systems nicht herumgespielt, am Anfang war es schlichtweg nicht nötig und hinten raus hätte es auch nichts mehr gebracht, da bei neueren Spielen der Flaschenhals der alten i5-6600k CPU nicht der Takt, sondern die Zahl der Kerne sein dürfte und kein OC dieser Welt zaubert Kerne/HT herbei.
Sprich ich bin was den PC Bau angeht ziemlich eingerostet und deswegen bei gewissen Dingen quasi etwas paranoid, weil mich das nötige Wissen fehlt.
Kommen wir zu meinem aktuellen System, die lange Reise dahin und damit über einen kurzen Umweg zu meiner Fragestellung:
Das Projekt “neuer PC” hat Mitte/Ende 2024 mit dem Sammeln von Teilen begonnen und sollte zum Jahreswechsel 2024/2025 angegangen werden.
Fundament bildete der im Titel erwähnte 7800X3D, gekühlt von einem NH-D15 in Kombination mit einem TG Secure Frame, auf einem Asus B650E-F MoBo und einer RTX 3070, die aus zweiter Hand stammte und übergangsweise schon im alten PC verbaut war. Als RAM waren 32GB DDR5-6000 von G.Skill angepeilt, bis ich dann mit im Outlet von Alternate mir günstig ein 64er Kit vom selben Hersteller geschossen hatte.
Beim Zusammenbau im Januar 2025 ist mir dann aber wahrscheinlich irgendwo zwischen Kühler und Secure Frame Montage ein Malheur passiert und ich hab mir die Pins auf dem Sockel verbogen, was mir nicht sofort aufgefallen ist. Als der Rechner dann nicht einmal ins Bios bootete und auf dem MoBo die LED für einen RAM-Fehler blinkte, der nicht durch ein Durchwechseln der mir zur verfügung stehenden 4 Riegel behoben werden konnte, hab ich den Fehler bei Abnehmen des Kühlers und Kontrolle der CPU gefunden.
Was soll ich sagen, die “Freude” war groß und mein Vertrauen in die eigenen Bastelkünste erst einmal im Keller.
Zuerst wollte ich das MoBo zur Reparatur wegschicken, war aber durch diverse Veränderungen im RL das ganze restliche Jahr so ausgelastet, dass es dazu nicht in 2025 nicht gekommen ist. Letztendlich habe ich mich Anfang dieses Jahres für einen MoBo Neukauf entschieden, um den Sockel als potentielle Fehlerquelle ausschließen zu können und mir das Leben nicht zu kompliziert zu machen.
Mein letzter PC wurde 2016 von der Stange gekauft und dann nur in Bezug auf GPU/PSU/SSD aufgerüstet. An CPU und RAM Einstellungen habe ich in den zehn Jahren Laufzeit des Systems nicht herumgespielt, am Anfang war es schlichtweg nicht nötig und hinten raus hätte es auch nichts mehr gebracht, da bei neueren Spielen der Flaschenhals der alten i5-6600k CPU nicht der Takt, sondern die Zahl der Kerne sein dürfte und kein OC dieser Welt zaubert Kerne/HT herbei.
Sprich ich bin was den PC Bau angeht ziemlich eingerostet und deswegen bei gewissen Dingen quasi etwas paranoid, weil mich das nötige Wissen fehlt.
Kommen wir zu meinem aktuellen System, die lange Reise dahin und damit über einen kurzen Umweg zu meiner Fragestellung:
Das Projekt “neuer PC” hat Mitte/Ende 2024 mit dem Sammeln von Teilen begonnen und sollte zum Jahreswechsel 2024/2025 angegangen werden.
Fundament bildete der im Titel erwähnte 7800X3D, gekühlt von einem NH-D15 in Kombination mit einem TG Secure Frame, auf einem Asus B650E-F MoBo und einer RTX 3070, die aus zweiter Hand stammte und übergangsweise schon im alten PC verbaut war. Als RAM waren 32GB DDR5-6000 von G.Skill angepeilt, bis ich dann mit im Outlet von Alternate mir günstig ein 64er Kit vom selben Hersteller geschossen hatte.
Beim Zusammenbau im Januar 2025 ist mir dann aber wahrscheinlich irgendwo zwischen Kühler und Secure Frame Montage ein Malheur passiert und ich hab mir die Pins auf dem Sockel verbogen, was mir nicht sofort aufgefallen ist. Als der Rechner dann nicht einmal ins Bios bootete und auf dem MoBo die LED für einen RAM-Fehler blinkte, der nicht durch ein Durchwechseln der mir zur verfügung stehenden 4 Riegel behoben werden konnte, hab ich den Fehler bei Abnehmen des Kühlers und Kontrolle der CPU gefunden.
Was soll ich sagen, die “Freude” war groß und mein Vertrauen in die eigenen Bastelkünste erst einmal im Keller.
Zuerst wollte ich das MoBo zur Reparatur wegschicken, war aber durch diverse Veränderungen im RL das ganze restliche Jahr so ausgelastet, dass es dazu nicht in 2025 nicht gekommen ist. Letztendlich habe ich mich Anfang dieses Jahres für einen MoBo Neukauf entschieden, um den Sockel als potentielle Fehlerquelle ausschließen zu können und mir das Leben nicht zu kompliziert zu machen.
AMD 7800X3D + Noctua NH-D15, das vorhande TG Secure Frame erst einmal weggelassen, um weniger am Board rumschrauben zu müssen. (Siehe Spoiler-Geschichte)
MSI X870E Tomahawk WIFI MoBo + 64 GB G.Skill DDR5-6000 RAM
Asus RTX 3070 Dual OC Grafikkarte
4 NVME SSDs + ne HDD als Archiv, das System ist auf einer WD SN850X installiert
Seasonic Focus 850W PSU
Havn BF360 Flow Gehäuse mit zwei weiteren Havn H18 Lüftern im Deckel und einem NF-A14 im Heck
BIOS wurde noch vor der W11 Installation erfolgreich geflasht, ist aber nicht die neueste Version, sondern stammt aus dem März. Geändert habe ich im BIOS selbst bisher nichts, selbst EXPO zZ nicht einmal aktiviert da ich das System erst einmal Vanilla stabil am Laufen haben wollte.
Der Leistungssprung ist wie vermutet massiv, als Beispiel Satisfactory:
Alt: 50-70 FPS, bei 100% CPU und 60-70% GPU Last und diversen Crashs der UE-Engine, weil da mein alter i5-6600k wahrscheinlich jenseits seines Limits war.
Neu: 100-120 FPS, bei >95% GPU Last und einer CPU die nicht wärmer als 67° wird und im Schnitt nur zu 50% ausgelastet ist.
Alt: 50-70 FPS, bei 100% CPU und 60-70% GPU Last und diversen Crashs der UE-Engine, weil da mein alter i5-6600k wahrscheinlich jenseits seines Limits war.
Neu: 100-120 FPS, bei >95% GPU Last und einer CPU die nicht wärmer als 67° wird und im Schnitt nur zu 50% ausgelastet ist.
Prinzipiell läuft das System im Alltag stabil (gute FPS in Spielen bei niedriger CPU Auslastung, keine Abstürze bei Stress-Tests oder im Alltag) und auch leise, was Sinn des ganzen Setups aus Gehäuse und Kühler gewesen ist.
Wo ist also jetzt mein Problem?
Mit Hinblick auf den kommenden Sommer habe ich mich daran gesetzt, die Lüfterkurven zu optimieren und dafür versucht via Stress-Tests meine CPU ans thermische Limit zu bringen. Laut der AMD Seite hat der 7800X3D eine TDP von 120W und ein Tjmax von 89°. Unter W11 wird mir in der AMD Ryzen Master Software sogar als PPT 162W angegeben.
Angesichts dessen war meine Erwartungshaltung bei den diversen Stresstests (CPU-Z, Prime95, HWINFO) und Benchmarks wie Cinebench R23 und Cinebench 2026, als Laie nun folgende:
Laste ich meine CPU auf allen Kernen über einen Benchmark/Stresstests komplett aus, reizt sie das ihr genehmigte PPT-Limit solange aus, bis die Tjmax erreicht wird und dann drosselt sie runter, bis sie wieder unter das Limit fällt. Bzw. knackt sie den Tjmax unter Volllast nicht, zieht sie als Spitze soviel Watt, wie das PPT erlaubt, und läuft damit den Benchmark durch.
Sprich ich dachte das am Ende eines 10 minütigen CB R23 Tests bei HWINFO unter Max-Wert für die PPT irgendwas über 100W steht und das Thermal Limit wahrscheinlich erreicht oder weitestgehend ausgereizt wurde.
In der Praxis treten zwei Dinge bei mir auf:
- Selbst beim Einsatz von Prime95 oder CB R23 übersteigt die Tctl/Tdie nicht die 80°, sprich das Tjmax wird nicht ausgereizt und das bei einer Lüfterkurve für den NH-D15, die als Maximum 60% PWM bei 80° definiert hat
- Die von HWINFO dokumentierte CPU PPT und auch die CPU-Gesamt-Leistungsaufnahme liegen bei unter 80W, um genau zu sein bei rund 75-76W über diverse Versuche.
Das verwirrt mich umso mehr, als das ich in meinem Umfeld indirekte Vergleichswerte habe. Mein Clan Kollege, von dem ich die 3070 gekauft habe, betreibt dieselbe CPU ebenfalls mit einer 3070 auf einem ITX-Board mit dem kleinsten Noctua Kühler (NH-L9a) mit Underclocking übers BIOS um den thermischen Beschränkungen seines Gehäuses Rechenschaft z zu tragen und wenn er Cinebench R23 laufen läßt, zieht sein System mehr CPU-PPT als meins, bis er ins Thermal Throttling rauscht.
Er hat das ganze mit deaktivierten EXPO wiederholt und auch wenn dann seine Durchschnitts/Idle-Werte den meinen dann nahezu gleichen, genehmigt sich sein 7800X3D im CB R23 immer noch mehr als meine.
Das macht für mich einfach keinen Sinn und auch wenn ich die Mehrleistung im Alltag nicht brauche, interessiert es mich schon, woran das jetzt liegt.
- Ist eventuell einfach nur irgendwas im MSI Bios aktiv, was als TDP Limiter fungiert
- Hat mein Bios eventuell einfach nur einen Fehler?
- Habe ich eine Montags-CPU erwischt?
- Sind das die Folgen meines Montage-Fehlers im ersten Versuch?
- Oder ist das alles einfach normal?
Screenshots aus dem Bios hab ich zZ keine zur Hand, was ich habe ist ein Screenshot von HW Info, Ryzen Master und CPU-Z, aus der heutigen Sitzung wo ich sowohl CB R23 als auch Prime 95 jeweils hab laufen lassen.
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