AW: Nvidia G-Sync - Potenzial, die Spieleindustrie zu verändern?
Eine variable Refreshrate ist im Displayport und sogar im DVI Standard vorgesehen. Das muss zwar sowohl von der Grafikkarte als auch vom Treiber als auch vom Displaycontroller unterstützt werden aber das ist keineswegs eine proprietäre Technologie die nVidia für sich beanspruchen kann.
Es stimmt, dass es teilweise variable Refreshraten in DP gibt, aber soweit ich weiß sind die Grenzen dafür arg beschränkt. Auf einen Anwendungsfall wie G-Sync war die Spezifikation bisher noch nicht vorgesehen. Die Timings sind für jeden Display wichtig und streng genormt. Einige Hersteller geben noch ihre eigenen Techniken dazu um sich von der Konkurrenz abzusetzen.
Über den DVI-Standard müssen wir uns nicht mehr unterhalten, denn er läuft angeblich bis 2015 aus und wird dann verschwinden wie einst VGA.
nVidia hat sehr wahrscheinlich kein Patent oder sonst irgendein exklusives Recht auf die Nutzung dieser Technologie. nVidia hat diese Möglichkeit nur erstmals in kaufbare Hardware gegossen und hat einen Markennamen dafür, "G-Sync", das ist alles. Daher brauchen wir gar nicht spekulieren, andere Hersteller werden schon in relativ absehbarer Zukunft mit Sicherheit nachziehen.
Glaubst du Nvidia ist so dumm neue Technik nicht als Patent anzumelden? Da kennst du die Grünen aber schlecht!
-Außerdem ist "relativ absehbare zeit" sehr weit gefasst. Eine solche Technologie zauberst du nicht von heute auf morgen aus dem Hut. Selbst mit Reverse-Engineering dauert das mindestens 2-3 Jahre.
Ausnahmen sind wenn du es nur halbherzig auf den Markt bringst. Dann verlierst du aber kunden. Bei Multi-GPU ist AMD bis heute nicht vollständig nachgezogen und eiert immer noch damit herum.
Hardwareseitig sind sehr wahrscheinlich auch neuere AMD Karten kompatibel.
Mit solchen Pauschalaussagen bin ich mittlerweile vorsichtig geworden. Ich bin schon zu oft eines besseren belehrt worden!
Notebook Displays sind ein Spezialfall. Sie werden von der internen GraKa über eDP oder LVDS direkt angesteuert, der Displaycontroller sitzt auf dem Panel.
Spielt da der verwendete Inverter nicht auch eine Rolle. Denen sind doch sicher auch Grenzen gesetzt!
Für die Konsolen ist der Zug wohl abgefahren. Selbst wenn sie selbst theoretisch fähig sind eine variable Refreshrate auszugeben hilft ihnen das nichts denn in HDMI sind variable Refreshraten nicht vorgesehen und im CE Bereich werden sie sich auch nie durchsetzen da TVs ja immer noch primär für Filme gebaut werden in denen man immer eine konstante Bildwiederholrate hat.
Diese Konsolengeneration wird G-Sync wohl noch nicht unterstützen. Allerdings sind die Konsolen nur auf 30 FPS beschränkt. Entscheident wird das wohl in einer neuen Revision mit neuem Inneren und dem Fortschritt auf 4k-Gaming.
Eine PCIe Zusatzkarte für alte GraKas wäre wohl sinnlos. Wer kauft eine Zusatzkarte um eine 2-3 Jahre alte oder ältere Grafikkarte aufzurüsten? Da kauft man lieber eine neue Karte. Zudem müsste so eine Karte natürlich treiberseitig unterstützt werden. Die GTX 400/500er Serie wir wohl wahrscheinlich nur nicht unterstützt weil sie im Referenzdesign kein DP bietet.
Du würdest dich wundern was die Leute so alles aufrüsten. Alleine wie teuer die alten Core-2-Quads bei Ebay & Co. noch weggehen, zeigt doch es doch deutlich. Die ersten Yorkfield-Chips gab es schon seit 2007/08 (2x Core-2-Duo in einem Die). Wenn die Gamer sowiso neue Montiore brauchen, holen sie sich dann eine entsprechende Zusatzkarte und sind wieder auf dem neuesten Stand.
--> Gerade auf schwächern Karten macht G-Sync besonders viel Sinn, weil man nicht mehr auf 60 FPS kommt.
Welche Grafikkarte genau unterstützt wird, muss Nvidia wohl demnächst offen legen. Immerhin wurde G-Sync gerade erst vorgestellt und die IT-Presse wird nach neuen Infos gieren.
Eine Unterstützung von DVI ist mit G-Sync vermutlich nicht möglich weil die DVI Implementierung auf nVidia Karten die variable Refreshrate nicht zulässt während DP hier sehr flexibel ist.
DVI ist quasi schon tot, wird aber noch verbaut. Im Vergleich zu DP-Port hat man geringere Farbtiefe, weniger Bandbreite und kleinere mögliche Auflösung. Der einzige Grund warum sich DVI so lange hält ist die gute Kompatibilität mit HDMI. Die Signale lassen sich gut hin- und her umwandeln..
In dem Zusammenhang sollte auch gesagt werden: Sehr wahrscheinlich unterstützen alle Grafikkarten mit DP hardwareseitig eine variable Refreshrate, insbesondere auch AMD Karten einschließlich HD 6000 und sogar HD 5000 und IGPs.
Kann es denn so einfach sein? AMD verbaut ja gerne Mini-DP-Port, aber wie kompatibel das ist, muss ich erst noch zeigen. Zumindest die Kommunikation mit dem Monitor bzw. dem Nvidia G-Sync-Modul sollte nicht funktioneren. Das ist der entscheidende und wichtigste Punkt! Hieran scheiter schon einmal das ganze Projekt.
Was mich noch sehr interessieren würde: was genau macht das "G-Modul"? Welche Aufgabe hat es? Wie kommuniziert es mit dem Panel (und in dem Zusammenhang: welche Anforderungen werden an das Panel gestellt)?
Interessante Fragen hast du da.
-Bevor wir technisch nicht mehr darüber wissen, bleibt alles reine Spekulation. Die erste Generation von G-Sync-Modulen wird wohl erst ein Testballon. Das wird sich bei Erfolg jede Generation drastisch verbessern.
Das Problem sind auf jeden Fall eher die Displays, sowohl die Displaycontroller als auch die Panels und nicht die Grafikkarten auch wenn nVidia das gerne hätte. AMD wird sehr wahrscheinlich bald nachziehen.
Dein Wort in Gottes Ohr! AMD wurde bei G-Sync eiskalt erwischt. Genauso haben sie Nvidia mit TrueAudio und Mantle erwischt.
--> Nach momentanem Stand ist ein besseres Bild einem Gamer wichtiger als optionale Soundfeatures und eine neue API.
Die Vorarbeit mit den Displayherstellern könnte sich für Nvidia als unbezahlbar erweisen. Einen solchen Vorsprung holt man nicht "bald" nach. AMD muss hier wohl komplett bei Null beginnen. Probleme können hier an so vielen Stellen auftreten. Die Grafikkarte ist nur ein Faktor, denn sie muss dem Display ja "befehlen".