Das mag sein, aber wer sagt dir, dass die Entwickler den "Look" der Spelfiugur Grace exakt an den "Look" des Models (wie auf diesem Bild) angleichen wollten?
Das sagt uns die Logik der Spieleentwicklung. Die Entwickler scannen reale Models per Fotogrametrie mit extrem teuren Kameras ein, um die Figur so lebensecht wie möglich zu gestalten....
DLSS 5 stellt das Gesicht nur endlich so dar, wie es auf den Workstations der Designer im Original aussieht, bevor herkömmliche Renderverfahren (Rasterizing) die Details im Performance-Matsch ertränken. Deshalb haben die Entwickler das mit Nvidia so abgestimmt, oder denkst du es ist "Zufall", dass die DLSS Version genauso wie Pratt aussieht?
Ein Videospiel ist kein Dokumentarfim, sondern ein Kunstwerk - und ein Kunstwerk darrf nicht nur, es MUSS bisweilen betont "unrealistisch" sein.
Hier liegt dein Denkfehler zwischen Stil und Technik.
Absolut niemand verlangt von einem Comic Spiel Fotorealismus.
Bei Res Evil 9 wählen die Entwickler aber ganz bewusst einen fotorealistischen Stil. Technische Limitierungen wie flimmernde Kanten oder verwaschene Hautstrukturen sind keine Kunst, sondern schlicht die aktuellen Hardwaregrenzen.
Oder würdest du die Uhren im berühmten Bild von Salvator Dali als Quatsch bewerten, wiel keine Uhr in der Wirklichkeit zerfließt?
Mit dem Unterschied, dass Dali die Uhren absichtlich hat zerfließen lassen.
Herkömmliche Engines lassen Gesichter aber nicht aus künstlerischer Freiheit verwaschen aussehen, sondern weil ihnen die Rechenleistung für korrekte Beleuchtung und Details fehlt.
Wenn du einen professionellen Make-up-Artisten beauftragst, wird er dir aus jedem "08/15-Gesicht" (egal welchen Geschlechts) in 1-2 Stunden ein Hollywood-taugliches "WoW-Modell "zaubern! Und das ist so ziemlich genau das, was DLLS 5 in dieser vielzitierten Szene aus RE 9 gemacht hat.
Völlig falsch verstanden. DLSS 5 klatscht kein digitales Makeup auf das Gesicht, um es künstlich zu verschönern. Die Technologie rekonstruiert "verloren gegangene" Bildinformationen wie feine Poren oder einzelne Haare anhand physikalischer Berechnungen, bzw. weiß wie diese aussehen müssen.
Ja, natürlich kann man das (buchstäblich) "schön" finden, genauso, wie man einen Menschen mit perfektem Make-up als "schöner" empfinden kann als "natur".
Herkömmliche Grafik Engines überziehen das Gesicht wegen Leistungsmangel mit einer matschigen Texturschicht, was dem Effekt von reichlich aufgetragendem billigem Makeup sogar viel näherkommt. Hier wurden lediglich die Lippen stilistisch etwas gerötet, ansonsten ist dort kein "Makeup" zu sehen.
Da ist aber nicht der Punkt, denn wie gesagt, wir reden hier von Videospielen als "Kunst" und nicht als Klon oder Simulation der Wirklichkeit.
Niemand glaubt an eine echte Zombie Apokalypse. Aber eine fiktive Geschichte wird umso packender und immersiver, je glaubwürdiger die Charaktere Emotionen durch lebensechte Mimik transportieren können. Die visuelle Glaubwürdigkeit einer Spielwelt hat nichts mit dem Realismus der Story zu tun...
Wenn man Videospiele nur noch nach dem Maß des "Fotorealismus" bewerten will, dann Gute Nacht, Marie, das war's dann endgültig mit jedem künstlerischen Anspruch dieses Genres...
Das ist reine Panikmache vor dem Fortschritt.
Die Existenz von DLSS 5 verbietet Entwicklern ja nicht, weiterhin stilisierte Spiele im Comic oder Pixel Look zu entwickeln...
aber eben nur, wenn er den ästhetischen und künstlerischen Vorstellungen der Entwickler entgegenkommt und diese nicht konterkariert.
Nvidia zwingt keinem Studio ein Design auf, sondern liefert nur die Werkzeuge. Wenn Entwickler ein verwaschenes, detailarmes, flimmerndes oder stilisiertes Bild für ihre Kunst wollen, können sie DLSS 5 einfach ausschalten, oder die Bereiche maskieren, die Auflösung drosseln oder wirkliche "Filter" drüberlegen, bzw. diese Stilistik über Prompteingaben anlernen.