Ich habe gestern mal einiges an Zeit investiert um zu schauen, wie die Skalierung der (meiner) RTX 4090 so aussieht. Ich habe mit verschiedenen Spannungen und Frequenzen herumexperimentiert. Dabei sind schlussendlich 4 unterschiedliche Profile herausgekommen, die ich mir abgespeichert habe:
Profil 1: 870mV | 2520MHz Chiptakt (2520MHz real unter Last) | +1700MHz VRAM-Takt
Profil 2: 935mV | 2715MHz Chiptakt (2700MHz real unter Last) | +1700MHz VRAM-Takt
Profil 3: 1000mV | 2895MHz Chiptakt (2880MHz real unter Last) | +1700MHz VRAM-Takt
Profil 4: Standardkurve; +240MHz Chiptakt (2970MHz unter Last) | +1700MHz VRAM-Takt
Verifiziert habe ich die Stabilität mit jeweils 20 Loops Port Royal, 20 Loops Speed Way. Zusätzlich habe ich noch eine halbe Stunde Quake 2 RTX in UHD + 150% Auflösungsskalierung laufen gelassen. (gibt quasi nix, was mehr stresst, belegt ~ 22GB VRAM).
Was soll ich sagen? Zwischen meinem "maximalen UV-Profil" und dem "maximalen OC-Profil" liegen keine 15% Leistungsunterschied. Das war bei meiner 3090 noch anders. Das schlägt sich sowohl in den Punkten in den genannten Benchmarks als auch in den FPS in den Games nieder (gemessen in Quake 2 RTX, da maximale GPU-Last):
Speedway:
9,8% Punktdifferenz
Port Royal:
11,5% Punktdifferenz
Time Spy Extreme:
12,1% (Grafik-)punktdifferenz
Quake 2 RTX:
UHD (Powerlimit OC-Kurve)
1680x1050 (um Powerlimit zu vermeiden) - 9,9% FPS-Differenz
Was sagt uns das schlussendlich? Lasst die Karte mit dem minimalsten Takt laufen, den sie annimmt bzw. stabil ist (bei mir 870mV) und holt bei dieser Spannung alles raus, was geht (ergo stabil ist) an Chiptakt und VRAM-Takt. So ist die Karte mega effizient und bringt fast Stock-Leistung. Man kriegt sie so quasi nicht über 350W Verbrauch, egal was man nimmt. In der Realität liegt der Verbrauch dann meist eher bei <300Watt, in weniger anspruchsvollen Engines/Games (z.B. Anvil Engine von Ubisoft ---> Assassin's Creed/Ghost Recon) sowieso DEUTLICH darunter!
Was mit diesen Einstellungen auf der 4090 nicht zufriedenstellend läuft, wird auch mit 10% mehr (an der Kotzgrenze laufende 4090) nicht zufriedenstellend laufen. Da bedient man dann halt die Regler oder zockt es auf der nächsten GPU, wenn man unbedingt maximale Bildqualität + FPS will. Weiterhin muss ich mir über die Belüftung und Temperaturen im Case überhaupt keine Gedanken mehr machen, was ich ja an meinem RTSS-Overlay gut sehen kann. Bis der Dreizack mit dem Cablemod-Kabel ausgetauscht ist, fühle ich mich auch "safe".
Fazit: Wer diese Karte "prügelt", (sorry, dass ich das so drastisch sage) ist einfach nur doof. Wir haben nun ein Leistungsrelief erreicht, wo das einfach nicht mehr nötig ist. Mit maximalem UV ist die Karte ein absolutes Effizienzwunder und wenn man das mit der Spannungsskalierung der RTX 3090 vergleicht, verliert man relativ gesehen auch nicht so viel Leistung!