Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Glaube ich nicht. Zwischendurch kommt er immer mal wieder mit solchen radikalen Forderungen um die Ecke.
Und danach schreibt er wieder vernünftiger.
Es ist überhaupt nicht radikal, da die Lebensweise des Westens der Grund für die Migrationsbewegungen ist. Abgesehen davon würde ich es anders formulieren. Wenn jemand hier wirklich leben möchte, ist mir das deutlich lieber als wenn jemand von Krieg aus seiner Heimat vertrieben wird und dann hier her kommt, weil es hier etwas komfortabler ist, als in anderen Ländern, in die er fliehen könnte.
 
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@seahawk : kann deine Gedankengänge zwar nachvollziehen, die sind aber realitätsfern. Grundsätzlich habe ich kein Problem damit wirkliche Kriegsflüchtlinge auf Zeit bei uns aufzunehmen. Dafür ist das Asylrecht ja da. Sollten aber die Gründe für das Asyl wegfallen, sprich der Krieg ist zu Ende, sollten sie aber in ihre Heimat zurückkehren. Wenn sie sich in der Zeit in der sie hier sind in unsere Gesellschaft integriert haben und unsere Gesellschaft unterstützen, spricht nichts gegen ein Bleiberecht. Nutzen sie nur unseren Sozialstaat aus, sollten sie zur Ausreise verpflichtet und notfalls abgeschoben werden. Stellt sich die Frage, wie viele Menschen unter dem Mantel des Asylrechts zu uns gekommen sind und keine Kriegsflüchtlinge (abgesehen von anderen Gründen) sind, um nur auf Kosten unserer Gesellschaft ein besseres Leben zu führen?
 
Es ist überhaupt nicht radikal, da die Lebensweise des Westens der Grund für die Migrationsbewegungen ist.
Nicht nur.
Abgesehen davon würde ich es anders formulieren. Wenn jemand hier wirklich leben möchte, ist mir das deutlich lieber als wenn jemand von Krieg aus seiner Heimat vertrieben wird und dann hier her kommt, weil es hier etwas weniger komfortabler ist, als in anderen Ländern, in die er fliehen könnte.
Wo ist das hier denn "weniger komfortabel"? Umsonst wollen nicht die meisten Flüchtlinge nach Deutschland.
 
Dafür ist das Asylrecht ja da. Sollten aber die Gründe für das Asyl wegfallen, sprich der Krieg ist zu Ende, sollten sie aber in ihre Heimat zurückkehren. Wenn sie sich in der Zeit in der sie hier sind in unsere Gesellschaft integriert haben und unsere Gesellschaft unterstützen, spricht nichts gegen ein Bleiberecht.
Das ist doch das Ziel jedes Migranten. Hier ein neues, besseres Leben aufzubauen und dass man sich dazu selbst versorgen können muss, sollte doch logisch sein. Jeder, der arbeitet, hat mehr Geld als ein Bürgergeldempfänger.
Dass das verdiente Geld nicht immer reicht, ist auch klar. Da muss die Regierung mehr regulieren.
Wo ist das hier denn weniger komfortabel? Umsonst wollen nicht die meisten Flüchtlinge nach Deutschland.
Kolumbien nimmt eine Menge Flüchtlinge auf. Die meisten aus Venezuela.
Gibt es eine Statistik oder Umfrage, bei der Flüchtlinge gefragt wurden? Ich würde tippen, dass sie erst mal aus der Gefahrenzone heraus wollen.
 
Kolumbien nimmt eine Menge Flüchtlinge auf. Die meisten aus Venezuela.
Gibt es eine Statistik oder Umfrage, bei der Flüchtlinge gefragt wurden? Ich würde tippen, dass sie erst mal aus der Gefahrenzone heraus wollen.
Ich meine Flüchtlinge aus Afrika, nahen Osten und der Ukraine.

Nimmt Kolumbien auch Flüchtlinge aus Afrika auf? Oder wollen Afrikaner da hin?
Wohl die Wenigsten.

Die Aussage von Seahawk, dass es hier weniger komfortabel als in anderen Ländern ist, ist Mumpitz.
Eher das Gegenteil!
 
Das ist doch das Ziel jedes Migranten. Hier ein neues, besseres Leben aufzubauen und dass man sich dazu selbst versorgen können muss, sollte doch logisch sein. Jeder, der arbeitet, hat mehr Geld als ein Bürgergeldempfänger.
Dass das verdiente Geld nicht immer reicht, ist auch klar. Da muss die Regierung mehr regulieren.
Aber genau das macht unser System schwer. Bis man arbeiten darf, bis man dauerhaft bleiben darf - wer immer damit rechnen muss abgeschoben zu werden, wird sich nicht integrieren.

Das ganze System setzt falsche Anreize. Deswegen kommen ja auch primär junge, alleine reisende Männer, meist der zweite oder dritte Sohn der Familie. Wenn er anerkannt wird, kann die Familie nachkommen, wenn nicht kann er hier mehr Geld sparen als er als zweiter oder dritter Sohn in seinen Heimatländern in der gleichen Zeit verdienen könnte. Diese Menschen wollen eigentlich gar nicht hier sein und deswegen sind sie ein leichtes Opfer für Radikale.
 
@Threshold : so sollte es sein. Ist es aber leider nicht. Fast 50% der Bürgergeldempfänger haben keinen deutschen Pass.
Und warum bekommen sie Bürgergeld und arbeiten nicht? Weil wir eine zu hohe bürokratischen Hürde für alles haben.
Wieso müssen sie erst Deutsch lernen? Deutschkurse sind selten.

Ich meine Flüchtlinge aus Afrika, nahen Osten und der Ukraine.
Ich rede von weltweit. Kein Land nimmt mehr Flüchtlinge auf als Kolumbien.

Nimmt Kolumbien auch Flüchtlinge aus Afrika auf? Oder wollen Afrikaner da hin?
Wohl die Wenigsten.
Wie sollen Afrikaner nach Kolumbien kommen?

Aber genau das macht unser System schwer. Bis man arbeiten darf, bis man dauerhaft bleiben darf - wer immer damit rechnen muss abgeschoben zu werden, wird sich nicht integrieren.
Das ist das Problem. Es ist zu kompliziert. Gerade für Leute, die einwandern, muss es leichter sein, den Berufsabschluss anerkennen zu lassen. Dazu braucht es mehr Wohnraum für gering Verdiener.
Aber die mieseste Ministerin ist wohl Klara Geywitz, gefolgt von Lisa Paus.
Deswegen kommen ja auch primär junge, alleine reisende Männer, meist der zweite oder dritte Sohn der Familie. Wenn er anerkannt wird, kann die Familie nachkommen, wenn nicht kann er hier mehr Geld sparen als er als zweiter oder dritter Sohn in seinen Heimatländern in der gleichen Zeit verdienen könnte. Diese Menschen wollen eigentlich gar nicht hier sein und deswegen sind sie ein leichtes Opfer für Radikale.
Junge Männer haben es einfacher als junge Frauen. Dazu das patriarchische System einiger Gesellschaften.
Man muss Asylanträge schneller bearbeiten. Dazu braucht es mehr Personal. Wenn man sie ein halbes Jahr irgendwo einsperrt, wird das auch nichts. Wir müssen nicht konsequenter abschieben, was eh quatsch ist, sondern es einfacher machen. Wer natürlich Verbrechen begeht, muss Konsequenzen spüren.
 
Und warum bekommen sie Bürgergeld und arbeiten nicht? Weil wir eine zu hohe bürokratischen Hürde für alles haben.
Wieso müssen sie erst Deutsch lernen? Deutschkurse sind selten.
Was wollen sie denn arbeiten, wenn sie nicht wissen, was zu tun ist!? :ugly:
Alleine schon die Sicherheitsunterweisungen usw. (Wir leben schließlich in Deutschland) bestehen ja aus Text und nicht aus Bildern...meistens.
 
Warum laberst du dann immer von Kolumbien?
Ich schau da hin, weil es mich interessiert, wie die Stimmung im land ist und ob sich dort auch die Rechten vermehren.
Guck dir Türkei an. Da sind die Nationalisten stark und die Türkei würde die Syrer gerne loswerden.
Jordanien hat auch viele Flüchtlinge, allerdings weiß ich nicht, wie die Stimmung da ist. Eine unabhängig Presse gibt es ja nicht.
Und wenn man bedenkt, dass sich die Zahlen der Flüchtlinge in den nächsten 50 Jahren verzehnfachen werden (laut Flüchtlingswerk), wird man gerade in Europa viel mehr machen müssen als heute.
 
Und warum bekommen sie Bürgergeld und arbeiten nicht? Weil wir eine zu hohe bürokratischen Hürde für alles haben.
Wieso müssen sie erst Deutsch lernen? Deutschkurse sind selten.
Nein, weil viele einfach die Sprache nicht ausreichend gut genug beherrschen und das ist und bleibt das Kernproblem, noch lange vor bürokratischen Hürden.

Ich hatte es selbst erst wieder jüngst erleben dürfen, als die Hausverwaltung bei mir jetzt endlich mal den beschädigten Balkonbelag neu gemacht hatte.

Der Mitarbeiter der Firma, ein Syrer der wohl schon seit 2017 hier lebt, die damit beauftragt war, konnte kaum zwei Worte Deutsch und in etwa genauso viel Englisch, aber wohl recht gut türkisch.

Jedes mal wenn der etwas wollte, oder ich etwas von ihm, musste der Chef (ein Deutsch-Türke) angerufen werden, der Mitarbeiter, oder halt ich, mussten dem Chef dann erzählen worum es geht und im Anschluss hat der es seinem Mitarbeiter am Telefon übersetzt.

Wie willst du solche Leute breitflächig sinnvoll am deutschen Arbeitsmarkt einsetzen, sobald es um Tätigkeiten geht in denen die Landessprache nun einmal für Kommuinikation unerlässlich ist, oder um Arbeitsabläufe zu verstehen und ausführen zu können?

Das mag bei sowas wie dem Job als Paketboten, mit immer den selben recht einfachen Arbeitsabläufen, vielleicht noch gerade so irgendwie funktionieren, aber auch da hab ich schon wilde Begegnungen mit Menschen gehabt, wo es ein Kampf war sich mit ihnen irgendwie verständigen zu können (z.B. weil das Paket beschädigt war).

Es wird aber spätestens dann schon schwer wenn es auch "nur" um solche Berufe wie Reinigungskräfte geht, wenn man eben nicht, wie der Syrer oben im Beispiel, das Glück hat und an einen Arbeitgeber gerät, der zum einen mit einem in der gesprochenen Sprache kommunizieren kann und zum anderen auch gewillt ist sich solchen Mehraufwand dauernd an die Backe zu binden, das der Arbeitnehmer dann dauernd für nahezu alles bei einem anrufen muss.

So hart es auch klingt, aber das beherrschen der deutschen Sprache, in einem ausreichenden Maß, muss zwingend zur Vorraussetzung gemacht werden hier bleiben zu können, anders hat alles andere gar keinen Sinn, auch nicht die Leute auf den Arbeitsmarkt loslassen zu wollen, da kannst du noch soviel an der Bürokratie rumbauen und abbauen.
 
Ich meine nicht Techniker im Wasserkraftwerk.
Der typische Thekenarbeiter braucht keine Kurse. Sprache lernt man auch während des Lebens und natürlich können ja Kurse angeboten werden. Die müssen natürlich kostenlos sein.
Der typische Thekenarbeiter sollte aber auch verstehen, was der Gast haben möchte...das ist ja teilweise bei Deutschen schon manchmal unmöglich...in Niederbayern zum Beispiel...
Aber auch als Thekenarbeiter musste erstmal Sicherheitsgedöns und Blablub lesen und verstehen.. da ist man schließlich auch versichert.
 
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