Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ah, jetzt verstehe ich, wie du das gemeint hast. Die Frage ist schlicht, welche Voraussetzungen sinnvoll sind - und dabei eben verfassungskonform.
Mir persönlich ist es ziemlich egal, ob Kühnert oder Lang ein abgeschlossenes Studium haben. Friedrich Merz kann letztendlich auch nichts vorweisen. Im Aufsichtsrat von Black Rock hocken ist für mich jetzt auch keine Arbeit.
Mir geht es um Abwechslung im Parlament. Wer hockt denn da heute drin? Das sind Beamte, Selbstständige (meist Anwälte), öffentlicher Dienst oder Mitarbeiter von Institutionen.
Wer landet denn auf die Listen der Parteien, die nach der Wahl ins Parlament einziehen?
Ich würde es begrüßen, wenn auch eine Verkäuferin oder ein Fernfahrer mal ins Parlament einzieht. Dazu wäre es nett, wenn die Leute dann auch parlamentarische Arbeit erledigen und nicht von einer Nebentätigkeit zur nächsten fahren.
 
Mir persönlich ist es ziemlich egal, ob Kühnert oder Lang ein abgeschlossenes Studium haben. Friedrich Merz kann letztendlich auch nichts vorweisen. Im Aufsichtsrat von Black Rock hocken ist für mich jetzt auch keine Arbeit.
Mir geht es um Abwechslung im Parlament. Wer hockt denn da heute drin? Das sind Beamte, Selbstständige (meist Anwälte), öffentlicher Dienst oder Mitarbeiter von Institutionen.
Wer landet denn auf die Listen der Parteien, die nach der Wahl ins Parlament einziehen?
Ich würde es begrüßen, wenn auch eine Verkäuferin oder ein Fernfahrer mal ins Parlament einzieht. Dazu wäre es nett, wenn die Leute dann auch parlamentarische Arbeit erledigen und nicht von einer Nebentätigkeit zur nächsten fahren.
Kann dem nur zustimmen. Wäre schön, wenn unser Bundestag den Bevölkerungsdurchschnitt abbilden würde und nicht die oberen 10%, die von der Lebensrealität des Ottonormalbürgers keinen Schimmer haben.
 
Kann dem nur zustimmen. Wäre schön, wenn unser Bundestag den Bevölkerungsdurchschnitt abbilden würde und nicht die oberen 10%, die von der Lebensrealität des Ottonormalbürgers keinen Schimmer haben.

Aber wie willst das anstellen? Quotenregelungen finden die meisten Leute ja auch doof (was jetzt aber wirklich zu weit führen würde diskussionstechnisch :ugly: )
 
Aber wie willst das anstellen? Quotenregelungen finden die meisten Leute ja auch doof (was jetzt aber wirklich zu weit führen würde diskussionstechnisch :ugly: )
Das fängt ja schon bei der Basis. Du kommst in der Partei nur noch hoch, wenn du möglichst tief im Hintern anderer steckst, die schon oben sind.
Dazu die Anfeindungen in der Kommunalpolitik.
 
Aber wie willst das anstellen? Quotenregelungen finden die meisten Leute ja auch doof (was jetzt aber wirklich zu weit führen würde diskussionstechnisch :ugly: )
Das kannst du nicht juristisch lösen. Das kann sich nur über das politische System lösen und hier sieht man schon die Auswirkungen, die die schlechte Durchmischung in der Politik hat: Politiker machen Politik, die von der Lebensrealität großer Bevölkerungsgruppen weit entfernt ist und kassieren dafür vom Wahlvolk eine Klatsche nach der anderen dadurch, dass populistische Parteien gewählt werden.
 
Eine abgeschlossene Ausbildung (muss kein Studium sein) und 5 Jahre Berufserfahrung.
Das wäre schnomal ein Anfang......und zwar für jeden der im Bundestag Platz nehmen will.

Eine abgeschlossene Lehre oder Studium wäre nicht verkehrt, um den Leuten zu zeigen, dass man etwas zu Ende bringen kann.

Wenn du studieren willst, musst du Abitur haben.
Wer sich selbstständig machen will, muss Meister sein oder mindestens 6 Jahre in dem Beruf gearbeitet haben.
Tino Chrupalla ist Malermeister. Aber wäre in meinen Augen ein noch viel schlechterer Bundeskanzler als Kevin Kühnert.
Der wäre sogar richtig gefährlich.
 
Wie ist das eigentlich wenn ein Autodidakt, etwas erfindet oder entdeckt und er in keine Uni eingeschrieben ist und keine dementsprechende Qualifikation hat. Wird dann trotzdem, wenn er sich an wissenschaftliche Regeln gehalten hat, diese Entdeckung wissenschaftlich anerkannt? Kann er sich das vorher patentieren lassen?
Z.B. wenn jemand eine Theorie entwickelt oder so.
 
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Wie ist das eigentlich wenn ein Autodidakt, etwas erfindet oder entdeckt und er in keine Uni eingeschrieben ist und keine dementsprechende Qualifikation hat. Wird dann trotzdem, wenn er sich an wissenschaftliche Regeln gehalten hat, diese Entdeckung wissenschaftlich anerkannt? Kann er sich das vorher patentieren lassen?
Z.B. wenn jemand eine Theorie entwickelt oder so.
Also bei Erfindungen ist das überhaupt kein Problem, weil jeder kann ein Patent anmelden, auch wenn er gar keinen Schulabschluss hat.

Zweiteres wird schwieriger, weil es entsprechend publiziert werden muss. Insoweit ist man da wahrscheinlich zumindestens auf die Mithilfe eines entsprechenden Wissenschaftlers angewiesen. Aber auch geistiges Eigentum (wissenschaftliche Theorie) kann man sich als (geistiger) Urheber schützen lassen. Dazu gibt es auch Gesetze.
 
Das ist so richtig wiedergegeben, aber ohne den entscheidenden Kontext. Zu den Überhangmandaten gab es bis jetzt auch immer Ausgleichsmandate für die anderen Fraktionen, diese fallen dann auch weg. Der Bundestag war immer genau ein Abbild der 2.Stimme, des Verhältniswahlrechts.

Das ist schlichtweg falsch. Der Bundestag war über 60 Jahre lang nur in Ausnahmefällen ein Abbild der 2. Stimme. Die dafür regelmäßig nötigen Ausgleichsmandate gab es gerade einmal bei den letzten drei Bundestagswahlen, davor hat die Union vor allem wegen der CSU praktisch immer mehr Sitze bekommen, als ihr gemäß der demokratischen Mehrheitsverhältnisse zustehen würden und konnte teilweise nur deswegen regieren, obwohl sie in der Wahl gar keine Mehrheit erhalten hatte. Und genau diese Zeiten will sich die CSU zurückklagen. Wohlwissend, dass eine explodierende Bundestagsgröße genausowenig tragbar ist und dass die einzige dritte Möglichkeit, eine längst überfällige Anpassung der Wahlkreise, mit Unterstützung der restlichen Union weiterhin blockiert werden wird.


Aber angesichts der politischen Inhalte von Wagenknecht wäre ich auch mal gespannt, woran man festmachen wollte, dass sie eine „glühende Kommunistin“ sei.

Aus dem Mund einiger Leute ist "Kommunistin" keine politische Beschreibung, dafür müsste man ja erstmal kapieren was Kommunismus überhaupt ist, sondern einfach eine generische Beleidigung, die im Gegensatz zu "Arschloch" nicht von den Forenregeln erfasst werden kann.

Ich finde allgemein, dass die Politik ein Personalproblem hat.

Ich auch. Und zwar im Wortsinne:
Es geht nur noch um Einzelpersonen. Inhalte stehen überhaupt nicht mehr zur Wahl, nur Gesichter. Würden einige davon nicht aussehen, wie sie aussehen, könnte man von einer Schönheitskonkurrenz sprechen, aber als Wähler eine politische Meinung in den Bundestag zu bekommen ist echt schwer geworden. Ich glaube, die Grünen hatten 2013 nochmal Inhalte vor Personal gestellt (leider war ein Teil dieser Inhalte der Veggie Day) und die Linke in den 0er Jahren vor Wagenknecht (inhaltlich auch Geschmacksfrage, aber wenigstens Inhalt). Bei der FDP kann ich mich seit Westerwelle nicht mehr daran erinnern und bei der SPD ging es schon in den 90ern zwar nicht 100% "für Schröder", aber der Rest war nur "Hauptsache nicht Kohl", was genausowenig ein politischer Inhalt war. Und bei der Union fällt mir gar kein inhaltszentrierter Wahlkampf ein (aber die vor Kohl kenne ich auch nicht).


Wie ist das eigentlich wenn ein Autodidakt, etwas erfindet oder entdeckt und er in keine Uni eingeschrieben ist und keine dementsprechende Qualifikation hat. Wird dann trotzdem, wenn er sich an wissenschaftliche Regeln gehalten hat, diese Entdeckung wissenschaftlich anerkannt? Kann er sich das vorher patentieren lassen?
Z.B. wenn jemand eine Theorie entwickelt oder so.

Erfindungen werden überhaupt nicht wissenschaftlich anerkannt, weil "erfinden" was anderes als "erforschen" ist. Patente kann aber jeder anmelden und dann muss er gucken, wie er Käufer/Lizenznehmer findet. Uni oder Abi spielt da weniger eine Rolle, aber Kontakte im entsprechenden Bereich dürften Gold wert sein.

In der Forschung wiederum wird alles anerkannt, was einen Wissensfortschritt darstellt. Allerdings gibt es nicht gerade viele Gebiete, in denen ein reiner Laie überhaupt neues erforschen kann, denn dafür muss man ja in der Regel das bereits bekannte wissen und das lernt man am besten an einer Uni. Wie schon geschrieben gibt es für die in den meisten Fällen auch alternative Zugangswege, sodass jemand, der es wirklich drauf hat, nicht selten trotzdem einen Abschluss haben wird.

Ganz ohne gibt es dann weniger das Problem der Anerkennung und mehr dass des Gehörtwerdens: Die großen Journals akzeptieren tatsächlich nicht Einsendungen von Jedermann und auch professionelle Forscher haben schlichtweg nicht die Zeit, jedem zuzuhören, der sich selbst für den größten Entdecker hält. Da gibt es einfach zu viele Spinner. Es gibt zwar immer wieder Versuche, "Citizen Science" zu etablieren, aber außerhalb biologischer Systematik und Ökologie (neue Arten/Verbreitungsgebiete bekannter) würden mir nur Paläontologie und Archäologie als Beispiele mit routinemäßigen Laien-Profi-Kontakt einfallen. Letztere beiden sind ja froh, wenn private Funde überhaupt gemeldet werden. Aber wenn mal wieder die kalte Fusion im Wasserglas verspricht, dann werden Teilchenphysiker vermutlich nicht mal die Augenbraue heben.
 
Wie ist das eigentlich wenn ein Autodidakt, etwas erfindet oder entdeckt und er in keine Uni eingeschrieben ist und keine dementsprechende Qualifikation hat. Wird dann trotzdem, wenn er sich an wissenschaftliche Regeln gehalten hat, diese Entdeckung wissenschaftlich anerkannt? Kann er sich das vorher patentieren lassen?
Z.B. wenn jemand eine Theorie entwickelt oder so.
Ja das ist möglich wenn auch schwierig. Du kannst ja auch promovieren ohne einen Schulabschluss. Du musst halt jemanden finden welcher Dich als Doktorvater begleitet. Im übrigen werden einige wissenschaftliche Entdeckungen von Amateuren ohne wissenschaftliche Ausbildung gemacht. Wenn jemand eine Theorie hat und diese wissenschaftlich bestätigt wird wird diese natürlich annerkannt. Warum auch nicht?
 
Oh man, vielleicht war die Legalisierung von Gras doch keine so gute Idee, wenn man sich das nachfolgende so anschaut, fragt man sich schon was, bzw wieivel, bei Grünen und SPD da konsumiert wurde, um es für eine gute Idee zu halten sowas in dieser Form zu fordern, das man gerade Frauen ein Recht auf Homeoffice einräumen solle, damit diese Job und Familie besser unter einen Hut bekommen können. :klatsch:

Da müsste doch jeder rückständige Kasper fast schon frohlocken, der Frauen sowieso am liebsten zurück an den heimischen Herd verbannen würde, immerhin sind es dann vom Arbeitsplatz zum Herd ja nur noch ein paar wenige Schritte Fußweg:

Berlin - Die Grünen haben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Recht auf Homeoffice gefordert, vor allem um Frauen zu unterstützen. "Das Homeoffice ist gerade für Frauen wichtig, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen", sagte Arbeitsmarktpolitikerin Beate Müller-Gemmeke (Grüne) dem "Tagesspiegel" in Berlin. Es ginge um Zeitsouveränität und darum, wann man arbeite, wie lange und wo.

Man möge mich da ja nicht falsch verstehen, grundsätzlich bin ich absolut dafür Arbeitnehmern mehr Recht auf Homeoffice einzuräumen, wenn diese das möchten und es beruflich umsetzbar ist (ein Krankenpfleger kann nun einmal üblicherweise schlecht im Homeoffice arbeiten), aber sicherlich nicht mit Vorzug auf Grund des Geschlechts und auch ganz sicher nicht mit solchen Hintergedanken, das Frauen sich neben ihrer Arbeit auch "mehr um den Haushalt kümmern" können, als sie sowieso schon meist tun. ;)

 
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Ich denke ein Recht auf Home Office gesetzlich zu verankern klingt gut ist aber in meinen Augen der falsche Weg. Das sollte der Unternehmer schon entscheiden dürfen ob und iin welchem Umfang er das möchte. Das ist für mich einer der Bereiche wo sich die Politik nicht einmischen sollte. Die Politik sollte sich beschränken den Rahmen diesbezüglich zu erstellen. Ein Recht auf Home Office geht da für mich zu weit.
 
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