ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Ich kann mich noch an die Zeiten des kalten Krieges erinnern, als es in Westdeutschland noch eine aktive Friedensbewegung gab und sich die Grünen als Teil dieser sahen.
Die Situation ist kaum bzw. wenn umgekehrt vergleichbar.
Bei Pershing II ging es um nukleare Offensivwaffen, die in einem als "USA gegen UdSSR" wahrgenommenen Konflikt unmittelbar vor der Haustür letzter platziert wurden, während erstere sicher vor vergleichbaren Angriffen waren. Das war eine extrem riskante Provokation.
Diesmal geht es um einen Konflikt "Russland gegen Europa" und Russland hat vergleichbare Waffen bereits seit einem Jahrzehnt stationiert, während die NATO immer noch ohne Gegenschlagspotential dasteht. Das aber auch nur konventionell und, wenn man die Verfügbarkeit entsprechender Waffensysteme bedenkt, in einem für Russland als Nation unbedenklichem Maße. Tomahawk & Co sind toll, wenn man ein Schiff oder die Nachschublager anmarschierender, russischer Truppen ausschalten möchte. Aber man bräuchte abertausende davon, um die westlich gelegenen russischen Metropolen einzuebenen und an die mittleren und östlichen kommt man nicht einmal ran. => keine Provokation, sondern Prävention.