Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Aber nicht wegen der linken Ansichten oder der Idee des Kommunismus.
Sondern weil totalitäre Regime diese "Grundidee" missbraucht haben.
Es geht aber nicht um die Idee, sondern wer die realen Vertreter solcher Ideen, im linksaußen Spektrum, sind und da ist nun einmal unbestreitbar, schau ich mir Parteien (wie die MLPD, KPD) und relevante Personen in Deutschland an, das diese Gruppen i.d.R. keine "demokratischen Weltverbesserer" im Kampf für mehr Gerechtigkeit sind, sondern zu oft Menschen die unter dem Deckmantel der Theorien von Marx und Engels eigentlich von einem stalinistischen Deutschland, oder zumindest einer DDR 2.0 träumen.
 
Aber nicht wegen der linken Ansichten oder der Idee des Kommunismus.
Sondern weil totalitäre Regime diese "Grundidee" missbraucht haben.
Die Mechanismen sind ganz einfach.
Du hast keine auf Zeit gewählten Volksvertreter wie in einer Demokratie, bestenfalls sich verselbstständigende "Räte" und dergleichen, die bisher immer die Macht behalten wollen.

Auch die Grundidee des Kommunismus per se muss scheitern.
Es werden die Menschen allgemein angehalten, nur für die Allgemeinheit und nicht zum persönlicher Bereicherung zu arbeiten. Jene, die dann arbeiten sehen keinen Sinn darin = regelmäßiges Scheitern aller 5 Jahrespläne und die Nutznießer bereichern sich trotzdem.

Der einzig richtige Weg ist die Demokratie, in der zumindest für fast jeden die Chance besteht, persönlichen Wohlstand zu generieren. Das System ist sicherlich nicht perfekt, aber haushoch allen anderen ideologischen Modellen überlegen.
 
Die Erklärung liebe ich ja bei der Kommunismus-Diskussion.
Es wurde oft genug probiert und es lief immer schief aber die Idee soll klasse sein. Na klar in der Theorie hören sich so viele Sachen gut an aber in der Praxis muss es funktionieren. Nur darauf kommt es an. Kommunismus hört sich auf dem Papier super an es lässt sich aber nicht umsetzen und da kann es sich noch so gut anhören.

Es geht aber nicht um die Idee, sondern wer die realen Vertreter solcher Ideen im linksextremen Spektrum sind und da ist nun einmal unbestreitbar, schau ich mir Parteien (wie die MLPD, KPD) und relevante Personen in Deutschland an, das diese Gruppen i.d.R. keine "demokratischen Weltverbesserer" im Kampf für mehr Gerechtigkeit sind, sondern zu oft Menschen die unter dem Deckmantel der Theorien von Marx und Engels eigentlich von einem stalinistischen Deutschland träumen.
Führt eine konsequente Umsetzung dieser Idee eigentlich immer zu einer Planwirtschaft?

Wir in Deutschland haben ja eine freie Marktwirtschaft. Mit sozialen Einfluss des Staates.
FDP und Union würden gerne weniger Regelung durch den Staat haben.
SPD, Grüne und Linke mehr. Vor allem auch soziale Gerechtigkeit.

Die Balance ist dabei wohl sehr wichtig.

Edit: Wobei China ja totalitär ist und freie Marktwirtschaft vereint.

Bei uns ist es Demokratie und freie Marktwirtschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Führt eine konsequente Umsetzung dieser Idee eigentlich immer zu einer Planwirtschaft?
Augenscheinlich schon, es ist eben in den Grundmanifesten schon so vordefiniert = Marx und Lenin
Das oberste Prinzip ist ja zunächst die komplette Enteignung von Privaten, sei es Land oder Vermögen.
Also haste erst mal auf dme Papier Mio. von arbeistlosen, die ja irgendwie was tun müpssen, um nicht zu verhungern.
Also legt man "Arbeistpläne" vor, die aus Sicht der jeweiligen Junta geeignet sind, alle zu versorgen oder sich gut bereichern zu können.

Wir in Deutschland haben ja eine freie Marktwirtschaft. Mit sozialen Einfluss des Staates.
FDP und Union würden gerne weniger Regelung durch den Staat haben.
SPD, Grüne und linke mehr. Vor allem auch soziale Gerechtigkeit.

Die Balance ist dabei wohl sehr wichtig.
Letzter Satz ist der Entscheidende.
Auch als klar kommunizierter CDU Wähler ist es für mich wichtig, den demokratischen Counterpart zu haben.
Nur eine starke SPD ergibt eine sorgfältig agierende CDU und vice versa.
 
Führt eine konsequente Umsetzung dieser Idee eigentlich immer zu einer Planwirtschaft?
Da im Kommunismus der Staat, bzw. die Arbeitenden, die Produktionsmittel kontrollieren, werden Preise von dem Staat bestimmt und nicht vom Markt.

Es gibt schon seit 100 Jahren die Debatte, ob das ein fundamentales Problem ist oder durch Technik oder eine agile Verwaltung zu lösen ist.

 
Leider schwächelt sie. Aber sie wird immer noch in einer GroKo, welche wahrscheinlich wieder kommt, der CDU den Wind aus den Segeln nehmen.
Weil m. E. ein zu diverses Klientel mit kleineren Parteien bedient werden.
Grüne wie auch FDP Impulse sind auch wichtig, zweifellos, aber es ist offensichtlich, dass beide kleineren demokratischen Parteien einfach nicht das geeignete Personal und nur eingeschränkte Ideologien haben, um den Tanker Deutschland zu steuern.
Sie sind sehr gut dafür, die aus meiner Sicht immer noch Volksparteien SPD und/oder CDU einen kräftigen Arschtritt in die richtige Richtung zu verpassen.
 
Das ist doch egal. Die Union wird nichts ohne Einwillung ihres Koalitionspartners durchsetzen können.
Das kommt immer darauf an, was die SPD will.
Dass das Bürgergeld wieder begraben wird, ist für mich jetzt schon Fakt. Da wird die SPD mitmachen und auch sonst sehe ich die SPD nur noch als Verteilungspartei.
 
Weil m. E. ein zu diverses Klientel mit kleineren Parteien bedient werden.
Grüne wie auch FDP Impulse sind auch wichtig, zweifellos, aber es ist offensichtlich, dass beide kleineren demokratischen Parteien einfach nicht das geeignete Personal und nur eingeschränkte Ideologien haben, um den Tanker Deutschland zu steuern.
Sie sind sehr gut dafür, die aus meiner Sicht immer noch Volksparteien SPD und/oder CDU einen kräftigen Arschtritt in die richtige Richtung zu verpassen.
Leider hat die FDP in der Ampelkoalition auch wichtiges und soziales verhindert. Z.B. die Abschaffung der privaten Krankenversicherung. Bei anderen Dingen wie der Kindergrundsicherung hat sie sich auch quer gestellt.
Dass das Bürgergeld wieder begraben wird, ist für mich jetzt schon Fakt. Da wird die SPD mitmachen und auch sonst sehe ich die SPD nur noch als Verteilungspartei.
Glaube ich nicht.
 
Wir werden sehen, wie schnell die Sozen umfallen werden.
Die SPD könnte ja auch sagen, dass sie in die Opposition gehen werden.
Und was soll dann für eine Regierung gebildet werden?

Jamaika? Wird noch weniger funktionieren.
Minderheitsregierung aus Union und FDP? Wohl kaum.
Und andere Koalitionen kann man ausschließen.
 
Linksextreme wollen soweit ich weiß einen gesellschaftlichen Zustand der Benachteiligung, Unterdrückung und Ausbeutung mit allen Mitteln verändern. Hier kann man definitiv das Vorgehen kritisieren, aber die grundlegende Ideologie ist nicht verkehrt.
Linksextreme haben die SU, das heutige China und auch so Sachen wie die DDR geschaffen. Nach vorne heraus erzählten die, dass man es dem Volk zum Vorteile macht, aber am Ende sind sie nicht anders als die Rechtsextremen.
 
@AzRa-eL : Ich sehe das, weil ich hauptsächlich US-amerikanische Medien konsumiere, hauptsächlich aus US-amerikanischer Perspektive. Aus eben dieser Perspektive würde ich durchaus sagen, dass die identitätspolitische linksextreme Linke - nennen wir es zur Vereinfachung einfach einmal "Alt Left" durchaus ein deutlich größeres Problem ist als "Alt Right". Im Einzelnen:
  • Vorab: Eines der Hauptprobleme hieran ist, dass Alt Left mitunter die lauteste Stimme innerhalb der Linken ist und darüber hinaus - anders als Alt Right - fast vollumfänglich von Legacy Media und Großkonzernen unterstützt wird. Die Art und Weise des vermeintlichen "Aktivismus" ist nicht akzeptabel. Das, was in den USA gemacht wird, hat deutlich mehr mit einem Kulturkampf bzw. sogar schon Kulturkrieg zu tun als mit friedlichem Aktivismus. "Alt Left" drückt sehr deutlich aus, dass sie die Gegenseite vernichten will. Alt Left speist sich auch oft aus extremistischen Vereinigungen, bspw. BLM, die - warum auch immer - mehrheitsfähig geworden sind.
  • Bei den Mitteln des "Protests" ist sich Alt Left auch nicht zu fein, Dinge wie Geschichtsrevisionismus zu betreiben. Alt Left betreibt auch liebend gern Gesinnungspolizei, was man auch ziemlich stark in der US-amerikanischen Legacy Media sieht. Siehe dir nur einmal die Reaktionen auf das Trump Attentat an und du wirst sehen, dass die USA eine Clown World sind. Das Problem hierbei: "Problematisch" sind für Alt Left auch völlig normale zentristische Positionen.
  • Die Wirkungen auf die US-amerikanische Kultur halte ich für ziemlich verheerend. Dadurch, dass selbst zentristische Positionen "problematisch" sind, richtet sich Alt Left auch gegen völlig normale Menschen und radikalisiert sie gen Rechts. Alt Left macht deutlich mehr für die Radikalisierung der Bevölkerung als Alt Right je könnte.
  • Normale Familien wollen bspw. einfach nicht, dass ihre Kinder schon in der Grundschule identitätspolitischen Unsinn eingetrichtert bekommen. Kein normaler Mensch möchte, dass ihre Kinder von irgendwelche krankhaften Furries in der Schule gebissen werden, weil Furries als Minderheit irgendwie schützenswert wären. Kein normaler Mensch kann es toll finden, dass weiße Männer aus identitätspolitischen Gründen keine Jobs mehr finden. Der größte Feind bspw. der LGBTQ-Bewegung sind nicht normale Menschen, sondern Alt Left. Vergleichbar ist das mit den irren Pseudo-Klimaschützern, die Kunstwerke beschmieren - die sind auch keine gute Werbung für Klimaschutz.
  • Der Kulturkampf sorgt auch erheblich dafür, dass wichtigere gesellschaftliche Probleme keinen Raum mehr im öffentlichen Diskurs finden. Diverse Wirtschaftswissenschaftler in den USA, die sich dafür aussprechen, dass der fortschreitende Klassismus in den USA das hauptsächliche Problem ist (und nicht ein (vermeintlicher) Mangel an Diversität), werden bspw. gar nicht gehört.
  • Die Mitglieder der Alt Left Bewegung speisen sich nicht nur aus extremistischen Vereinigungen, sondern vor Allem auch aus sehr priviligierten Gesellschaftsschichten, die ihrerseits eigentlich keine Probleme haben, sich aber gern für sie weit entfernte Probleme auf die Flagge schreiben. Genauso wie Großkonzerne, die sich zum Pride Month in priviligierten Ländern gern regenbogenfarben kleiden, nur nicht in Ländern, in denen bspw. Queerness unter Todesstrafe steht, wirken diese priviligierten Menschen, die sich - für sie selbst - Luxusprobleme auf die Flagge schreiben, parasitär auf den eigentlichen Grundgedanken von Inclusivity pp. Dadurch wird die Position der eigentlich Benachteiligten nicht gestützt, sondern vielmehr geschädigt.
Ich stimme dir durchaus bei vielen Positionen zu; ich selbst sehe mich politisch-ideologisch auch eher im linksgrünen Spektrum. Allerdings sehe ich auch, was in den USA abläuft und möchte das nicht hier haben - was aber leider bereits, wenn auch noch sehr eingeschränkt, der Fall ist (siehe bspw. die Bär oder Mann Diskussion). Seltsamerweise (?) sind die Leute, für die und in deren Namen "Aktivismus" betrieben wird, auch ganz anders. Wenn ich auf dem jährlichen CSD oder KdK mit Leuten rede, wollen die einfach nur ein normales Leben leben und sicherlich keinen Kulturkrieg führen.

Das ganze Thema ist jetzt leider ziemlich stark vom eigentlichen Thread-Thema entfernt, aber ich hoffe, dass man sich eingestehen kann, dass wir in immer bescheideneren Zeiten leben, in der Menschen eher gegeneinander anstatt miteinander arbeiten und in der Meinungspluralität immer stärker geschädigt wird. Ich sehe - auch hier - immer mehr das Problem, dass Leute in ihren Positionen festgefahren sind und von vornherein keine gesittete politische Diskussion wollen und selbst wenn man eine solche möchte, man, wenn man - was für eine Diskussion durchaus normal ist - von seiner eigenen Position abweicht, weil man durch das Gegenüber überzeugt bzw. zumindest beeinflusst wurde, direkt ein "Grifter" ist.
 
bei dem Monster an Bürokratie
Auch nur wieder so ein Märchen. Es sollte eine Bundesbehörde geschaffen und dafür die ganzen dafür zuständigen Behörden in Ländern und Kommunen gestrichen werden. Am Ende wäre es nur eine Zentralisierung geworden. Ob das nun unbedingt schlechter gewesen wäre, ich habe da so meine Zweifel. Aber es darf ja keinen Kompetenzverlust bei Ländern und Kommunen geben. Könnte ja sein, dass geschaffene Stellen plötzlich überflüssig werden und man ggf. versetzt würde, oder man als Lokalpolitiker nicht mehr mitbestimmen darf. Gott bewahre!

Schon der Städtetag hat 2019 für eine zentralisierte Verwaltung der Kindergrundischerung oplediert und die dadurch weniger werden Verwaltungsaufwände als Argument vorgebracht.


Am Ende würde die Kosten für die Verwaltung aus den Ländern an den Bund gehen. Ja, es stimmt, dass das bei 5.000 Stellen bei der neuen Behörde einige Kosten geben wird. Aber gleichzeitig sinken an andere Orten die Kosten für (mal grob gesagt) 5.000 Stellen, die man da dann nicht mehr braucht. Aber das verfängt nicht so schön bei den Leuten, als wenn man sagt, dass die KGS nur für die Verwaltung 750.000.000 € kosten würde. Stimmt so zwar nicht, aber die Zahl ist so schön groß, dass man damit andere gegen die KGS aufbringen kann. Geilo!
 
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