Was willst da ohne Ausbildung machen?
Klein anfangen und in die Lehre gehen. Mit Fleiß und Eifer wird das auch was.
Oder soll das heißen, weil einer nach der Schule keinen Bock auf Ausbildung oder ein erfolgreiches Studium hatte, soll er jetzt sein Leben lang durchgefüttert werden oder wie?
Nochmal, wenn einer nichts für seine Lage kann, weil er körperlich/geistig nicht imstande ist, irgendwas zu machen, dann ist das was Anderes. Aber wer zu faul ist, der gehört entsprechend sanktioniert und hat kein ruhiges Lotterleben zu führen.
Wir haben 2,6 Millionen Arbeitslose. Trotzdem gibt es offene Stellen und natürlich gibt es keinen Fachkräftemangel.
Ja, vor allem auf dem Bau gibt es reichlich offene Stellen. So langsam lernt die Branche auch, besser zu bezahlen (ich kenn da ein paar), aber es will sich ja keiner die Hände schmutzig machen.
Die firmen wollen nur nichts zahlen.
Dann sollte man daran etwas ändern, indem man Arbeitnehmerrechte und -vertretung stärkt, nicht indem man an Sozialleistungen und Mindestlohn rumschraubt.
Eigentlich sollte man sich als Chef schämen, für eine ausgebildete Fachkraft auch nur im Bereich des Mindestlohns zu zahlen, ebenso wie man sich selbst schämen sollte, wenn man sein ganzes Leben rumhartzt. Wird aber beides schamlos gemacht.
Ja, immer drauf auf die Schwachen.
Die können sich nicht wehren.
So läuft das leider immer, falls du es nicht bemerkt hast. War schon immer so, wird immer so sein. Und wir können verdammt froh sein, dass wir als Staat noch recht weit oben in der globalen Ordnung sitzen, sonst wären wir es, die in Lehmhütten hausen und - geografisch bedingt - im Winter die eigenen Ausscheidungen verbrennen, um es halbwegs warm zu haben.
Es muss mir nicht gefallen und ich hätte sehr viel lieber eine bessere Gesellschaft, aber was ich will und was Realität ist sind zwei paar Schuhe.
Edit: welchen Mehrwert haben Menschen, die nicht arbeiten wollen in einer Firma?
Und was willst du stattdessen machen? Das noch mit >40 Stunden Freizeit die Woche belohnen? Zum mitunter gleichen Geld? Anreize schaffen, dass man noch lieber auf der Empfängerseite des Sozialsystems sitzt?