Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das nimmt sich aber alles nichts, weder AfD, von Maaßen oder Wagenknacht taugen als Koalitionspartner.
Yepp, alle schöpfen aus dem selben Stimmenpool und werden wohl noch ein paar Stimmen von der Linken (BSW) und CDU (Werte Union) mitnehmen, was ich grundsätzlich nicht gut finde. Habe mal einen Analysten - in irgendeinen Podcast, keine genauere Quelle - gehört, der meinte, die Gründung der Werte Union ist ein weiterer Schritt der Rechtsextremen, die konservativen Parteien der demokratischen Rechten, insbesondere also der CDU, zu zerschlagen. Das Ziel wäre demnach, diese Parteien dermaßen zu dezimieren, dass sie letztlich auf Koalitionen mit der Werte Union und/oder AfD angewiesen sind.
Wie demokratisch das BSW ist, wird sich noch zeigen müssen, einzelne Akteure - di Masi - finde ich sehr ehrbar, aber einige Äußerungen aus der Partei, insbesondere von Wagenknecht und Dagdelen, sind echt unterirdisch.
 
Yepp, alle schöpfen aus dem selben Stimmenpool und werden wohl noch ein paar Stimmen von der Linken (BSW) und CDU (Werte Union) mitnehmen, was ich grundsätzlich nicht gut finde. Habe mal einen Analysten - in irgendeinen Podcast, keine genauere Quelle - gehört, der meinte, die Gründung der Werte Union ist ein weiterer Schritt der Rechtsextremen, die konservativen Parteien der demokratischen Rechten, insbesondere also der CDU, zu zerschlagen. Das Ziel wäre demnach, diese Parteien dermaßen zu dezimieren, dass sie letztlich auf Koalitionen mit der Werte Union und/oder AfD angewiesen sind.
Wie demokratisch das BSW ist, wird sich noch zeigen müssen, einzelne Akteure - di Masi - finde ich sehr ehrbar, aber einige Äußerungen aus der Partei, insbesondere von Wagenknecht und Dagdelen, sind echt unterirdisch.
Ist in anderen Ländern schon normal , dass es dort keine richtig großen Volksparteien mehr gibt.
Sondern die Parteienlandschaft zersplittert ist.
Das macht eine Koalitionsbildung nicht gerade einfacher.
 
Mit etwas Glück spaltet sich das AfD-Wahlpotential noch weiter auf


WerteUnion und BSW fischen teilweise im selben, braun-trüben Tümpel. Die Verluste der CDU an die WerteUnion sollten hingegen gering ausfallen.

Bislang wurde die Werte Union zur CDU-Stammwählerschaft gezählt. Umgekehrt stehen AFD-Wähler nicht gerade in dem Ruf, sich intensiv mit dem Politikgeschehen zu beschäftigen, sich über rechtsradikale Beamte in höheren Positionen zu sorgen oder unbekannte Parteien zu wählen. D.h. wenn ein "Maaßen" ("nie gehört") jetzt mit einer "Werte Union" ("kann man das essen") antritt, dann könnte die AFD-Klientel das mit dem üblichen "da könnte ich genauso gut ungültig wählen" ignorieren. Aber das von Merz seit über zwei Jahren sehr intensiv umworbene "ich bin ja kein Nazi, aber"-Spektrum am extrem rechten Rand der CDU, das sollte genau auf Augenlinie mit der Werte Union liegen, es ist politisch informiert und es sollte größtenteils aus Leuten bestehen, die Maaßen (und Sarrazin) schon zu aktiven Zeiten zugejubelt haben. D.h. wenn das ganze keine allgemeine Lachnummer wird (vergl. Team Todenhöfer), hat das durchaus Potential einige Prozente bei der Union zu klauen und umgekehrt eher wenig Einfuss auf die AFD zu nehmen.

Die wir imho eher an BSW verlieren, denn da hat die Parteiführung das nötige Rampensau-Auftreten, um Populismus-Follower einzusammeln.


Wagenknecht und ihre Truppe scheint zumindest mit beiden Beinen demokratisch zu sein und für unsere freiheitliche Grundordnung


Wenn du Putin zur demokratisch-freiheitlichen Grundordnung zählst...

Der alte Siemens Chef Kaeser hat dazu ein Interview gegeben. Aber auch das wird keinen einzigen AfD-Wähler erreichen bzw. ihn umstimmen.

Ich klemm mir mal ein "als Siemens-Chef muss man sich damit ja auskennen" und frage nur, was solche Interviews bei der postfaktischen AFD-Klientel bringen soll? Die liest keinen Spiegel, kein Feulliton und wenn ihr Links zu diesem Interview angetragen werden, dürfte sie die mit "Lügenpresse" abcanceln.
 
Wagenknecht und ihre Truppe scheint zumindest mit beiden Beinen demokratisch zu sein und für unsere freiheitliche Grundordnung,
Ich sehe Wagenknecht auch als demokratisch an, aber wenn ich höre, was sie zu Putin un Russland sagt, wen sie so kennt, ist sie für mich nicht zuverlässig.
Was passiert denn, wenn wir ihrer Doktrin folgen und die Ukraine fallen lassen?
Dann greift Putin das Baltikum an und wenns nach Wagenknecht geht, sind wir schon nicht mehr in der Nato.
 
Ich sehe Wagenknecht auch als demokratisch an, aber wenn ich höre, was sie zu Putin un Russland sagt, wen sie so kennt, ist sie für mich nicht zuverlässig.
Was passiert denn, wenn wir ihrer Doktrin folgen und die Ukraine fallen lassen?
Dann greift Putin das Baltikum an und wenns nach Wagenknecht geht, sind wir schon nicht mehr in der Nato.
Sozialpolitisch fand ich sie früher immer gut und vernünftig. Aber seit Corona und spätestens seit dem Ukrainekrieg, kann ich sie nicht mehr für ernst nehmen.
 
Sozialpolitisch fand ich sie früher immer gut und vernünftig. Aber seit Corona und spätestens seit dem Ukrainekrieg, kann ich sie nicht mehr für ernst nehmen.
Ihre sozialistischen Forderungen waren aber nie mehrheitsfähig und ein Russland fan war sie ja schon immer.
Im Januar 2022 hatte sie ja noch gesagt, dass Russland die Ukraine niemals angreifen würde.
 
Ihre sozialistischen Forderungen waren aber nie mehrheitsfähig und ein Russland fan war sie ja schon immer.
Im Januar 2022 hatte sie ja noch gesagt, dass Russland die Ukraine niemals angreifen würde.
Die Linken waren damals die Ersten die einen gesetzlichen Mindestlohn gefordert hatten.
Die SPD hat ihn später durchgesetzt innerhalb der GroKo.

Aussenpolitisch sind sie voll daneben. Mit Putin und anderen Diktatoren kuscheln und alles Unheil in der Welt auf die böse Nato und Amerika schieben. Die würden sogar am liebsten die Nato abschaffen.
 
Wenn du Putin zur demokratisch-freiheitlichen Grundordnung zählst...

Ich sehe Wagenknecht auch als demokratisch an, aber wenn ich höre, was sie zu Putin un Russland sagt, wen sie so kennt, ist sie für mich nicht zuverlässig.
Das sehe ich auch, darum sage ich ja, sie sind nicht koalitionsfähig. Immerhin auf dem Boden der Demokratie, aber nichts, was man in der Regierung will. Die Mitte wird kleiner und es wird bald auch Koalition von CDU-SPD-Grüne hinauslaufen. FDP raus, Links raus und eine Opposition aus AfD, Wagenknecht und Maaßen.

Komische Zeiten
 
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Die Mitte wird kleiner und es wird bald auch Koalition von CDU-SPD-Grüne hinauslaufen.
Die Grünen sind aber der Hauptgegner der Union. Das ist ja Konsens in der Union.
Und wenn ich Spahn höre, was er letztens beim Lanz auf die Frage, ob die CDU eine Koalition mit den Linken eingehen wird um Höcke zu verhindern, sehe ich eher schwarz. Höcke als Ministerpräsident kann durchaus wahrscheinlich werden und dann will ich mal das Geheule von Union und Sozen sehen.
 
Die Mitte wird kleiner und es wird bald auch Koalition von CDU-SPD-Grüne hinauslaufen.
Das kann möglich sein. Wobei die CDU und Grüne auf Bundesebene noch nie zusammengearbeitet haben und sich nicht wirklich mögen.
FDP raus, Links raus und eine Koalition aus AfD, Wagenknecht und Maaßen.
Streich mal Wagenknecht da raus. Die anderen beiden Parteien könnten vielleicht koalieren.
 
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Bislang wurde die Werte Union zur CDU-Stammwählerschaft gezählt. Umgekehrt stehen AFD-Wähler nicht gerade in dem Ruf, sich intensiv mit dem Politikgeschehen zu beschäftigen, sich über rechtsradikale Beamte in höheren Positionen zu sorgen oder unbekannte Parteien zu wählen. D.h. wenn ein "Maaßen" ("nie gehört") jetzt mit einer "Werte Union" ("kann man das essen") antritt, dann könnte die AFD-Klientel das mit dem üblichen "da könnte ich genauso gut ungültig wählen" ignorieren. Aber das von Merz seit über zwei Jahren sehr intensiv umworbene "ich bin ja kein Nazi, aber"-Spektrum am extrem rechten Rand der CDU, das sollte genau auf Augenlinie mit der Werte Union liegen, es ist politisch informiert und es sollte größtenteils aus Leuten bestehen, die Maaßen (und Sarrazin) schon zu aktiven Zeiten zugejubelt haben. D.h. wenn das ganze keine allgemeine Lachnummer wird (vergl. Team Todenhöfer), hat das durchaus Potential einige Prozente bei der Union zu klauen und umgekehrt eher wenig Einfuss auf die AFD zu nehmen.

Die wir imho eher an BSW verlieren, denn da hat die Parteiführung das nötige Rampensau-Auftreten, um Populismus-Follower einzusammeln.
Zumindest als Direktkandidat hat Maaßen nicht gezogen, auch wenn bei der Bundestagswahl 21 sicherlich noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben und die CDU ohnehin viele Direktmandate abgeben musste. Teile der ostdeutschen Landesverbände sind deutlich rechtsoffener, für deren Wähler könnte der Maaßen-Haufen attraktiv sein, ebenso für einige Nichtwähler, denen die AfD zu radikal oder schmuddelig ist. Letzteres trifft sicherlich auch auf BSW zu.
Im Herbst wissen wir da mehr, aber für die CDU wird es insbesondere im Osten nicht einfacher, zumal dort mittlerweile selbst SPD und Grüne kaum noch relevant sind.
Das wäre schlecht?
Was wäre denn der Vorteil? Ein Wegfall der Nato bedeutet nicht nur, dass dann einfach die USA raus sind, dann fallen über Jahrzehnte etablierten Strukturen und Mechanismen erstmal weg, z.B. hätten die baltischen Staaten dann keinerlei Luftwaffe mehr, Luftraumüberwachung und Kontrolle über die Ostsee ist dann auch erstmal Geschichte. Da freut sich nur einer....
 
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Was wäre denn der Vorteil? Ein Wegfall der Nato bedeutet nicht nur, dass dann einfach die USA raus sind, dann fallen über Jahrzehnte etablierten Strukturen und Mechanismen erstmal weg, z.B. hätten die baltischen Staaten dann keinerlei Luftwaffe mehr, Luftraumüberwachung und Kontrolle über die Ostsee ist dann auch erstmal Geschichte. Da freut sich nur einer....
Ich bezweifle, dass die Europäer die Infrastruktur der Amerikaner innerhalb kürzester Zeit ausbauen können, wenn die USA als Partner ausfallen sollten. Die Nato ist derzeit wichtiger denn je und es wird massiv Geld kosten, das Abschreckungsbild wieder aufzubauen.
 
Sozialpolitisch fand ich sie früher immer gut und vernünftig. Aber seit Corona und spätestens seit dem Ukrainekrieg, kann ich sie nicht mehr für ernst nehmen.

(Spätestens) seit Corona und Putins Angriffskrieg steht Sozialpolitik halt nicht mehr im Mittelpunkt. Aber auch schon vorher hat Wagenknecht sich, für Linken-Verhältnisse, meiner Meinung nach nicht gerade übermäßig intensiv damit beschäftigt. Die war schon immer eher auf der Außenpolitik- oder allgemein Populismuschiene unterwegs und letztere beschäftigt sich nur selten mit dem komplexen Thema Sozialpolitik. Das Wagenknecht in dem Punkt Linken-Positionen vertreten hat, als sie noch in der Linken war, sagt also nichts darüber aus, ob dieses Thema ihr wichtig war oder ob das überhaupt ihre persönlichen Positionen sind. "Gegen NATO", für Russlandanäherung war sie dagegen schon immer aktiv.


Höcke als Ministerpräsident kann durchaus wahrscheinlich werden und dann will ich mal das Geheule von Union und Sozen sehen.

Die einen würden heulen, weil die Demokratie am Ende ist. Die anderen weil ihnen der Posten durch die Lappen gegangen ist.


Streich mal Wagenknecht da raus. Die anderen beiden Parteien könnten vielleicht koalieren.

Wagenknecht ist in Sachen Migrations-, Russland-, Verteidigungs- und allgemein Außenpolitik nahezu vollständig auf AFD-Linie und hat genau diese Themen in den letzten Monaten in den Mittelpunkt gestellt. Bei Klima versus Fossile, Bildung und Medien bezieht sie ebenfalls voll AFD-kompatible Positionen, im Bereich soziales lässt sie die gleichen Floskeln fallen (ohne aber bislang ein echtes Programm vertreten zu haben, über dessen AFD-Kompatibilität man urteilen könnte) und Umweltschutz scheint ihr derart fern zu sein, dass keine Konflikte zu erwarten sind. Einzig Wirtschafts- und Frauenpolitik erscheint mir wenig kompatibel, aber beide Themen stehen weder bei Wagenknecht noch bei der AFD im Fokus. Eine Koalition zwischen beiden scheint auf den ersten Blick einfacher möglich als beispielsweise zwischen Grünen und FDP. Und Wagenknecht hat sich dieser Tage aktiv gegen eine AFD-Verbotsverfahren ausgesprochen, obwohl das ja letztlich ein direkter Konkurrent um die von ihr umworbenen Wähler ist. Ich denke daher durchaus, dass die koalieren würde und der AFD ist umgekehrt sowieso egal, wer ihr bei der Machtergreifung hilft.

Wagenknecht-Maaßen stelle ich mir schon schwieriger vor. Aber der muss überhaupt erstmal Stimmen bekommen, ehe er eine Rolle spielt und wenn Wagenknecht tatsächlich keine Wirtschaftspositionen besetzt, dann wäre da ja in Thüringen noch eine AFD-offene FDP, die allgemein mit jedem in die Kiste steigt, der ihr Wirtschaft- oder/und Finanzresort überlässt. Notfalls über Hinterhofgespräche, die die alle mögen, im Rahmen einer angeblichen Minderheitenregierung, die ihre Gesetze zuverlässig komplett ohne Rot-Grüne-Stimmen auskommt.


Das wäre schlecht?

Wenn man nicht "Putin" heißt: Ja.


Im Herbst wissen wir da mehr, aber für die CDU wird es insbesondere im Osten nicht einfacher, zumal dort mittlerweile selbst SPD und Grüne kaum noch relevant sind.

Wobei die CDU da einen Großteil der Ex-SPD-Wähler abgreifen könnte, wenn sie sich nicht als schlechte Alternative zur AFD (AzAfD?) positionieren würde, sondern als tatsächlich konservative Partei.
 
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