Dunno. Maybe Politik, die einer überwältigenden Mehrzahl des Volkes zugute kommt anstatt einer wohlhabenden Elite? Da haben sich so ziemlich alle Parteien, die in den letzten Jahrzehnten in Regierungsverantwortung waren (also auch die SPD und die Grünen), nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Wichtige und effiziente politische Entscheidungen brauchen Jahre, bis sich ihre Wirkung entfaltet, egal wem sie zu gute kommt. Wenn also "das Volk" (an dieser Stelle mal vertreten durch dich) nicht weiß, was gut für es ist, wie soll dann eine Partei davon profitieren, dass sie es macht?
Eine Energieversorgung zum Beispiel, die nicht unsere Lebensgrundlage zerstört und für die nicht Milliardensummen ins Ausland fließen, sondern die im Gegenteil einheimische Jobs schafft, ist zum Beispiel zweifelslos gut für die Allgemeinheit. Trotzdem wurde rot-grün dafür abgewählt. Putin in der Ukraine von Ukrainern stoppen zu lassen, anstatt das einsatzfähige Teilchen der Bundeswehr an der Oder-Neiße-Linie auf ihn warten zu lassen, ist ohne Zweifel auch gut für das Volk. Trotzdem gewinnt die AFD Stimmen mit der gegenteilige Forderung. Und wenn Bauern mit Biolandwirtschaft langfristig die Bodenqualität steigern würden, anstatt das Trinkwasser künftiger Generationen zu vergiften, wäre das auch gut, aber stattdessen ist es derzeit primäres anliegen der "wir sind ""das Volk"""-Fraktion, dass Energieverschwendungssubventionen erhalten bleiben, die auch noch überproportional Großkonzernen zu gute kommen, weil der kleineren Hälfte der Landwirte die einhergehende Bürokratie schon zuviel ist.
Also ich sehe da keine Möglichkeit, wie Politiker mit Politik für "das Volk" etwas reißen könnten. Theoretisch würden sie punkten, wenn sie ihre Politik der Bevölkerung mal besser und ehrlicher erklären würden (was auch bedeutete, einen Teil dieser Politik zu ändern...), aber ""das Volk"" hört doch sowieso keinem Politiker mehr zu, sondern nur noch lügenden Populisten. AFD-Wähler sind für Erklärungen demokratischer Politiker nicht erreichbar und sie kapieren die Auswirkungen politischer Entscheidungen weder in die Richtung "wenn wir heute X machen würden, dann würde uns morgen Y blühen" noch in die Richtung "heutiges B ist Resultat des A von vor 10, 20 Jahren".
Fakten helfen bei postfaktischen Wählern nicht. Diejenigen AFD-Wähler, die nicht aufgrund rechtsextremer/menschenfeindlicher Überzeugungen hinter dieser Partei stehen, müssen erst einmal selbst kapieren, dass sie entweder reichlich durchschaubaren Lügengebäuden aufgesessen sind respektive die Funktionsprinzipien unserer Demokratie nicht kapiert haben. Erst wenn die Grundeinstellung "oh, ich muss mal nachdenken/meinen Horizont erweitern" eingesetzt hat, kann man eben genau dabei helfen. Aber "Lügenpresse" brüllende Bubble-Bewohner, die Politiker hängen sehen wollen, sind für Argumente von außerhalb ihres unmittelbaren Umfelds einfach nicht zugänglich. Schon hier im Forum kannst du regelmäßig Leute beobachten, die der Meinung sind, mit rechten-Verschwörungstheorien missionieren gehen zu müssen, und die sämtliche vorgebrachten Gegenargumente, Fakten, Quellen, etc. ignorieren oder verleugnen.