Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Man muss das Essen verändern. Algen sind nahrhaft und man kann sie im Meer anbauen.
Die Weltmeere sind am verrecken durch Versauerung und Mikroplastik. Algen sind dann irgendwann auch nicht gesünder - eher im Gegenteil. Wissenschaftler gehen schon davon aus, dass u.a. Mikroplastik zu erhöhter Estrogenbildung führt mit erheblichen Folgen für Fauna und uns selbst.
 
Man möge mir alle Unzulänglichkeiten, Orthographie Grammatik, verzeihen ich bin aber derzeit auf dem Mobiltelefon unterwegs.

Das CO2 Konto.

Es wird grundsätzlich nicht teurer und es wird eine Umverteilung stattfinden. Vorraussetzung dafür ist ein Fortschreiben des CO2 Verbrauchs beim Konsum. Das wäre über eine CO2 Einkaufskarte möglich. Klingt schwierig das gebe ich zu in dem Land von Tollcolect, Punktesammler Kundenkarten und Bonussystemen aber sicher machbar.
Das CO2 wird beim Kauf nicht eingepreist. Sprich die Güter behalten ihren Preis. Allerdings wird ausgezeichnet wie viel CO2 durch den Konsum verbraucht wird. Dieses wird in diesem System auf das persönliche Konto geschrieben.
Dieses Konto ist auch nicht leer. Da erhält anfangs jeder Bürger zum Beispiel den durchnittlichen CO2 Wert von 12t eingetragen. Diesen darf er verbrauchen. Diejenigen welche mehr Verbrauchen bekommen wie bei der Steuer am Ende des Jahres die Rechnung um ihr CO2 Konto auszugleichen. Sprich wer viel Geld hat wird weiterhin vermutlich viel verbrauchen. Er muss dafür allerdings auch mehr zahlen. Sprich der Bugatti bleibt gleich teuer allerdings kostet die einzelne Fahrt später mehr. Oder aber es besteht die Wahl Bugatti oder E Auto plus 2 mal mit dem Flugzeug in den Urlaub bzw mehr bezahlen.
Derjenige welcher das Jahresbudget nutzt aber auch nichts spart für den bleibt alles beim Alten.
Diejenigen welche allerdings unter dem Jahresbudget bleiben erhalten die Einnahmen welche diejenigen über die CO2 Abgabe entsteht.
Dadurch entsteht ein Ansporn zum sparen von Emissionen. Derjenige wer wenig verbraucht hat zusätzlich Geld in der Tasche. Derjenige für den Geld keine Rolle spielt um den die Emissionen eigentlich egal sind könnte auch einen Anreiz erhalten da der CO2 Preis ja nicht am Preis des Produktes sondern am CO2 Ausstoß hängt. Durch eine progressive (oder logorothmische 😁) Steigerung der CO2 Kosten welche zu entrichten sind ist das Geld für den Konsum doch auch dort begrenzt.
Anfangs könnte der durchnittliche CO2 Wert der Bundesbürger herangezogen werden. Dieser wird aber regelmäßig angepasst. Bis 2050 soll ja ein Wert von maximal 1,5 t CO2 pro Person erreicht werden. Das täte bedeuten, dass wenn 2030 so ein System eingeführt würde jedes Jahr das CO2 könnte um 0,5t reduziert wird.
Da das Ziel ja vorgegeben ist machen ständige Investitionen in neue CO2 sparende Produkte Sinn.

Soweit die Kurzform. Ich habe hier einige Dinge noch nicht tiefer erläutert. Das möge man mir aufgrund des Mobiltelefons nochmals verzeihen.
Ein weiterer Gedankengang dazu wäre der Ausgleich zwischen den U
Industrienationen und Entwicklungsländern. Das brauch ich aber nicht erläutern da kommt jeder schon selber drauf.

Gruß Andreas
 
Die Frage ist auch mit den Anbauflächen. Für Viehfutter braucht man ja relativ viel.
Aber wie ist das wenn alle Menschen sich nur pflanzlich ernähren würden?
Würde sich das dann ausgleichen? Oder bräuchte man dann im Endeffekt sogar mehr Anbauflächen?

Daraus zu den Anbauflächen, die benötigt würden um alles auf Bio zu setzen:
»Die Erträge auf den Biohöfen sind durchschnittlich 20 bis 25 Prozent niedriger als bei konventionellen Bauern«, fasst Urs Niggli zusammen. Und das macht eine weltweite Nur-Biolandwirtschaft im Jahr 2050 zu einem sehr abschreckenden Szenario: »Um die bis dahin um voraussichtlich 1,9 Milliarden Menschen gewachsene Weltbevölkerung zu ernähren, müssten die Ackerflächen um 37 Prozent vergrößert werden«, berichtet Niggli weiter. Das wäre verheerend für die Natur, weil so riesige Flächen verschiedener natürlicher Lebensräume vernichtet und dadurch wohl auch die Artenvielfalt weiter dezimiert würde.

Gegen die Wand​

Doch selbst ein »Weiter so« droht den Globus zu überfordern. Sollten die durchschnittlichen Erträge in Zukunft ähnlich stark wie in den vergangenen 60 Jahren steigen, müssten die Bauern nach einer Kalkulation der Welternährungsorganisation FAO 200 Millionen Hektar zusätzliches Ackerland umpflügen. Das entspricht rund der Hälfte der Fläche der gesamten Europäischen Union. Dazu kämen noch einmal 400 Millionen Hektar Grünflächen. Man müsste demnach irgendwo auf der Erde eine Fläche von der Größe der gesamten EU zwischen dem Norden Skandinaviens und Sizilien, zwischen Portugal und Bulgarien zusätzlich zu Weideland für die Viehherden machen, um die Versorgung der 1,9 Milliarden bis 2050 dazukommenden Menschen zu sichern.
Und zu der Frage ob Anbau- oder Weidefläche besser ist:
Sollte man also auf den Savannen der Sahelzone, den Pampas Südamerikas und auf anderen Grasländern lieber Hülsenfrüchte anbauen, statt dort Rinder weiden zu lassen? »Für den Klimaschutz wäre das alles andere als eine gute Idee«, meint Urs Niggli. Schließlich speichert das Grünland relativ große Mengen Kohlenstoff, die bei einer solchen Umwandlung in Ackerflächen als Treibhausgase freigesetzt würden.

Dadurch würden aber viel mehr Klimagase emittiert, als Methan aus Rindermägen entweicht. Als trauriges Beispiel verweist Niggli auf Indonesien: »Dort wurden 100 000 Quadratkilometer Moorgebiete trockengelegt und in Palmölplantagen umgewandelt, die mehr Kohlenstoff als Klimagas freisetzen, als die gesamte Europäische Union emittiert.« Ähnliches passierte, als in Argentinien und Brasilien riesige, als Rinderweiden hervorragend geeignete Savannenflächen in Sojafelder umgewandelt wurden.
LG
 
Dass das natürlich teurer ist, ist klar, aber sie isst keine Tofu Burger, eben weil das Industriepampe ist.
Also für Geld Gewissen kaufen. Hallo Ablasshandel. Und die Schwächeren der Gesellschaft blicken ins Leere. Ist ja nicht so, dass die Schwächeren der Gesellschaft ohnehin nicht schon eine deutlich geringere Lebenserwartung haben.

Nee nee nee, erst müssen wir das soziale Problem lösen.
 
Nein, auch wenn ich seahawks Meinungen die allermeiste Zeit absolut nicht teile, aber in dem Punkt hat er auch meiner Meinung nach recht. Das meiste davon überhaupt zu fordern ist schlicht einfach nur unangemessen.

Du kannst nun einmal keine 84 Mio. Menschen im heimischen Garten Selbstversorgung betreiben lassen und Hühner halten, also wird für viele Menschen schlicht immer der Preis bei Lebensmitteln eine Rolle spielen, solange nicht jeder Gutverdiener ist und das wird schlicht nie jeder sein.

Von 8 Mrd. Menschen auf der Welt so versorgen zu wollen fangen wir gar nicht erst an...

Es wird sich auch nicht jeder eine PV-Anlage leisten können, heute nicht und auch künftig nicht und überall eine hinzustellen macht auch nicht immer Sinn (Lage zu Ertrag, als auch sich für eigenes Geld in einer Mietwohnung eine PV-Anlage auf den Balkon zu stellen, wenn man in einigen Jahren evt. da gar nicht mehr wohnt).

Und du hast halt schlicht erst recht absolut gar kein Recht jemanden vorzuschreiben das er kein Fleisch zu essen hat und sich nur noch vegan ernähren soll, heute nicht, wie in Zukunft nicht.

Solche pauschalen / populisitschen Forderungen, unterfüttert mit dem Beispiel, "ja bei mir ist damit aber alles supi dupi", sind nur eines blanke persönliche Aroganz des jeweils Fordernden und seine bewusste Blindstellung vor den sehr individuellen Lebenswirklickeiten, wirtschaftlichen Umständen und der allgemeinen Komplexität an sich!
Und das ist unser Problem. Es wird viel gefordert und das überfordert viele Menschen, weil sie sich gar nicht in der Position befinden diese Forderungen erfüllen zu können.

Wenn hier so getan wird als ob die Wahl zwischen Bugatti und E-Auto wäre.

Oft ist die Wahl zwischen 15+ Jahre alten Karren und 30 Minuten zur Arbeit oder ÖPNV und 60 Minuten Fahrzeit oder Fahrrad und 60-90 Minuten Fahrzeit. Und das nur wenn es halbwegs günstig läuft und der ÖPNV zu den Zeiten, zu denen Lagerarbeiter und Regalauffüller anfangen überhaupt fährt. Die Leute sitzen in Mietwohnung mit Gasanschluss und können sich sowieso nur Essen vom Discounter leisten.

Ich bin mir sicher so ein CO2 Konto holt die vollständig ab - not.
 
Was den vorgeschlagenen CO2 Handel von @Andreas1975 angeht:

Die Reichen verbrauchen am meisten und wenn sie mehr zahlen müssen, tut ihnen das auch nicht besonders weh.
Zumindest nicht wenn sie sehr reich sind.
Die Armen verbrauchen deutlich weniger. Aber sie haben auch viel weniger Geld und müßten für den CO2 Verbrauch auch bezahlen. Deswegen hatte ich das mit dem Bonus vorgeschlagen.
Ähnlich wie es das mit den Gesundheitsprogrammen bei den Krankenkassen gibt.
Wer z.B. im Jahr unter einer bestimmten Verbrauchsmenge CO2 bleibt, bekommt Ende des Jahres einen Bonus oder Prämie dafür.
Das würde vor allem dann die ärmeren Menschen betreffen.
 
Das CO2 Konto.
....
Klingt schon etwas umständlich, entspricht aber doch im Wesentlichen einem CO2-Zertifikatehandel der an ein Klimageld gekoppelt ist, wie es auch im Koalitionsvertrag der Ampel vorgesehen ist. Dabei würden zumindest Teile der Einnahmen aus dem CO2-Zertifikatehandel direkt an die Bürgerinnen und Bürger in Form eines Klimageldes durchgereicht, wer weniger CO2 verbraucht, hat dann direkt mehr Geld auf dem Konto. Da mit Zunahme des Reichtums in der Regel der CO2-Abdruck überproportional anwächst, hätte man so einen Umverteilungseffekt, der einen sozialen Ausgleich schaffen könnte und zeitgleich Anreize schafft, CO2 einzusparen.
Bisher scheiterten die Pläne wohl daran, dass es das Finanzministerium nicht auf die Kette bekommen hat, einen Weg zu etablieren, wie dieses Klimageld an die Empfänger kommen kann. Mit dem geplatzten Haushalt dürfte sich das Thema aber auch zumindest vorläufig erledigt haben, das die CO2-Einnahmen jetzt auch anderweitig verplant sind.
Habt ihr die Diskussion ums Klimageld komplett verschlafen?
Du warst schneller ...
 
Cool, also bleibt alles beim Alten. Wenn ich nur genug Geld habe kann ich mich einfach frei kaufen :haha:
Ne bleibt es ja nicht. Das frei kaufen wird durch eine Progression irgendwann quasi unbezahlbar. Profitieren täten diejenigen welche sich im jetzigen System nichts leisten können jedoch auch wenig CO2 verbrauchen.
Habe ich mich so unscharf ausgedrückt?
 
Ne bleibt es ja nicht. Das frei kaufen wird durch eine Progression irgendwann quasi unbezahlbar. Profitieren täten diejenigen welche sich im jetzigen System nichts leisten können jedoch auch wenig CO2 verbrauchen.
Habe ich mich so unscharf ausgedrückt?
Ok mit Progression erscheint das gerechter. :daumen:

Die bekommen doch die Einnahmen.
Habe ich so unverständlich ausgedrückt?

Alles gut. Das war mir nicht sofort klar.
 
Nein es ist gerade kein Klimageld. Dabei wird das CO2 ja direkt auf den Preis aufgeschlagen. Sehen was wie viel verbraucht kannst Du nicht. Dadurch das eine Grenze gezogen ist es auch sozialverträglich da Konsumgüter nicht beim Kauf durch den Preis beaufschlagt werden.
Und das ist unser Problem. Es wird viel gefordert und das überfordert viele Menschen, weil sie sich gar nicht in der Position befinden diese Forderungen erfüllen zu können.

Wenn hier so getan wird als ob die Wahl zwischen Bugatti und E-Auto wäre.

Oft ist die Wahl zwischen 15+ Jahre alten Karren und 30 Minuten zur Arbeit oder ÖPNV und 60 Minuten Fahrzeit oder Fahrrad und 60-90 Minuten Fahrzeit. Und das nur wenn es halbwegs günstig läuft und der ÖPNV zu den Zeiten, zu denen Lagerarbeiter und Regalauffüller anfangen überhaupt fährt. Die Leute sitzen in Mietwohnung mit Gasanschluss und können sich sowieso nur Essen vom Discounter leisten.

Ich bin mir sicher so ein CO2 Konto holt die vollständig ab - not.
Gerade diese Menschen könnten massiv davon profitieren.
 
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