Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ich gebe jeden Monat 8 Euro nur für Rasierschaum und Klingen, für meinen Nassrasierer, aus.
Rasierst du dir die Zähne das du so einen Verbrauch hast?

Ach und ich dachte schon in einer Bibliothek würde man ganz allgemein nicht laut durch die Gegend brüllen
Beim lesen stellt sich mir die Frage: Leben die alle zum Tage hinein und können nicht ein wenig im vorraus denken?

ist das dann jetzt auch ein Tabu, wenn man nach selbigen nicht lauthals durch die Gegend ruft?
Da kommt mir der Klassiker in den Sinn:
"Tina, was kosten die Kondome?"
 
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Rasierst du dir die Zähne das du so einen Verbrauch hast?
Meine Freundin mag keine Dreitagebärte und dichter ("Babyglatt"), heißt halt spätestens jeden zweiten bis dritten Tag rasieren (wächst bei mir leider auch immer sehr fix nach), da gehen im Monat dann halt ein Paket Klingen (3 Stück, für 3,99€) drauf und eine Dose Rasierschaum (3,55€, die Dose).

Darum hält sich mein Mitleid bei 5 Euro im Monat, für Tampons, auch stark in Grenzen, nicht zuletzt auch weil du normalerweise selbst als Vollbartträger immer noch Produkte zur Pflege deines Bartes kaufen solltest, wenn er gepflegt aussehen soll (oder sogar 1x im Monat zum Barbier / Friseur). ;)

Da also zu klagen, dass man als Frau entsprechende Hygieneprodukte kaufen muss und dafür nicht mehr Geld als Männer bekommt, ist für mich ehr ein Ausdruck von mindestens vorhandener Realitätsferne, der interviewten Person, sicherlich aber kein "im Stich lassen von Frauen, beim Thema Menstruation", wegen "Tabuisierung" des Themas.

Worüber man aber sicherlich reden kann und sollte ist, ob an bestimmten öffentlichen Orten / Toiletten eben nicht, wie bei Automaten für Kondome, auch Atomaten für Tampons vorhanden sein sollten, da man, anders als bei Sex ohne Kondom, die Monatsblutung eben nicht als Frau im Zweifel auch vermeiden kann.
 
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Meine Freundin mag keine Dreitagebärte und dichter ("Babyglatt"), heißt halt spätestens jeden zweiten bis dritten Tag rasieren (wächst bei mir leider auch immer sehr fix nach),
Grund nachvollziehbar.

da gehen im Monat dann halt ein Paket Klingen (3 Stück, für 3,99€) drauf
Yo, teuer
und eine Dose Rasierschaum (3,55€, die Dose).
Nimm Seife, ganz banale Seife von z. B. Aldi für 57 ct das Stück.
Hält einen Monat, macht Schaum, ist im Prinzip genau das Gleiche wie in der Dose mit Sprühe.
Mach ich so, seit der erste Flaum kam und das ist echt schon ne Weile her...

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Ich habe einen elektrischen Bartschneider. Damit rasiere ich mich einmal die Woche.
Nass rasieren, also ganz gründlich, mache ich schon lange nicht mehr.
Meine Frau stört es nicht.
 
Je nach Bartwuchs liefern auch elektrische Rasierer ein vorübergehend komplett glattes Ergebnis. Wenns die Frau empfindlich reagiert, muss man sich halt gegebenenfalls angewöhnen, nach dem Nach Hause kommen zu rasieren statt morgens. Wer den ganzen Tag, also auch Vormittags für Sekretärin, genauso fühlbar glatt sein muss und deswegen zur Nassrasur gezwungen, kann das ja als doppelte Haushaltsführung einreichen :ugly: .
Da muss die Politik nichts unternehmen. Menstruationsprodukte würde ich dagegen schlicht als medizinische Versorgung betrachten: Auch wenn Emanzen darauf bestehen, dass es voll normal ist und ein Thema für öffentliche Unterhaltungen ist, wenn blutiger Schleim aus einem raustropft, empfinden die meisten Frauen dass offensichtlich als behandlungswürdige Missfunktion ihres Körpers. Da gibts auch in allen anderen Fällen was auf Rezept und nur wer den Standard-Kassenkram nicht mag, muss draufzahlen.

Im Gegensatz zu z.B. Zuckerkügelchen und manch anderer Leistung hätte ich da kein Problem, wenn es die öffentliche Fürsorge auch aus meinen Gebühren bezahlt.
 
Je nach Bartwuchs liefern auch elektrische Rasierer ein vorübergehend komplett glattes Ergebnis.
Das ist kein normaler Rasierer, sondern ein Bartschneider. Dort kann ich eine minimale Mindestlänge einstellen.
Alles darunter wird nicht mit wegrasiert. Aber ich könnte mit einen normalen elektrischen Rasierer nochmal darüber gehen. ;)

Topic:

Die Ampelkoalition hat sich auf eine Reform des Wahlrechts verständigt, mit der der Bundestag auf 598 Abgeordnete verkleinert werden soll. Derzeit gibt es 736 Abgeordnete. Die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP wollen an diesem Montag einen entsprechenden Gesetzentwurf vorstellen. Er liegt der Süddeutschen Zeitung bereits vor.

In den vergangenen zwanzig Jahren ist der Bundestag immer größer geworden. Das lag an den Überhang- und Ausgleichsmandaten. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate gewinnt als ihr Sitze nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen. Damit die anderen Parteien dadurch nicht benachteiligt werden, gibt es seit der Bundestagswahl 2013 auch Ausgleichsmandate.

Der Gesetzentwurf der Ampelfraktionen sieht nun einen radikalen Schnitt vor. Es soll künftig keine Überhang- und Ausgleichsmandate mehr geben. Dadurch wird der Bundestag immer seine Normgröße von 598 Abgeordneten haben. Dadurch kann es aber passieren, dass ein Kandidat, der die meisten Stimmen in einem Wahlkreis erzielt, trotzdem nicht in den Bundestag einziehen darf.

Die Zahl der Bundestagswahlkreise in Deutschland - es sind derzeit 299 - soll dagegen nicht verändert werden. Dadurch wird ein komplizierter Neuzuschnitt der Wahlkreise vermieden. Auch die sogenannte Grundmandatsklausel soll erhalten bleiben. Sie sieht vor, dass eine Partei, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, aber mindestens drei Direktmandate gewinnt, trotzdem entsprechend ihrem Zweitstimmenergebnis in den Bundestag einziehen darf. Von dieser Regelung hat bei der vergangenen Bundestagswahl die Linke profitiert. Auch wenn es in der Ampelkoalition niemand offen ausspricht: Durch den Erhalt dieser Ausnahmeregelung will sich die Ampelkoalition die Zustimmung der Linken zu dem neuen Wahlrecht sichern...

... Um die Bedeutung der jeweiligen Stimmen klarer zu machen, beabsichtigt die Koalition jetzt auch Namensänderungen. Die Erststimme soll künftig "Wahlkreisstimme" heißen - und die Zweitstimme "Hauptstimme".
Quelle: Ampel will Bundestag deutlich verkleinern

Das finde ich gut. Außerdem sollten sie das Wahlrecht ab 16 Jahren einführen.
 
Ist es auch und das dem so ist zeigen CDU und CSU gerade, welche gegen entsprechende Änderungen Sturm laufen.

Außerdem sollten sie das Wahlrecht ab 16 Jahren einführen.
Bin ich absolut gegen.
Schon Menschen ab 18 Jahren und älter sind oft überfordert, ihre Stimme sinnstiftend zu vergeben (sah man ja erst wieder u.a. am Ergebnis der FDP bei der letzten Bundestagswahl).
16 Jährige, die sich in der Mehrzahl primär von Influencern, auf dem Niveau eines KuchenTV, und Social Media "bilden" lassen, machen die Demokratie nicht besser /robuster, indem man ihnen ein Stimmrecht gibt .

Dann können wir auch gleich jeden ab 0 Jahren Stimmrecht geben und Sorgeberechtigte dürfen das Kreuzchen für Filius und Filia einfach mitmachen.
 
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Bin ich absolut gegen.
Schon Menschen ab 18 Jahren und älter sind oft überfordert, ihre Stimme sinnstiftend zu vergeben (sah man ja erst wieder u.a. am Ergebnis der FDP bei der letzten Bundestagswahl wieder).
16 Jährige, die sich in der Mehrzahl primär von Influencern, auf dem Niveau eines KuchenTV, und Social Media "bilden" lassen, machen die Demokratie nicht besser /robuster, indem man ihnen ein Stimmrecht gibt .
Ich habe da mehr Vertrauen in unsere Jugend.
Dann können wir auch gleich jeden ab 0 Jahren Stimmrecht geben und Sorgeberechtigte dürfen das Kreuzchen für Filius und Filia mitmachen.
Nö. Das ist was ganz anderes und Quatsch. ;)

Ich hatte es hier ja schon mal im Thread geschrieben: wenn Jugendliche schon mit 16 Jahren eine Ausbildung anfangen können, dann können sie auch wählen gehen. Strafmündig sind sie auch.
Also auch mündig sich eine politische Meinung zu bilden.

Die meisten AfD Wähler sind übrigens Ältere. Darüber würde ich mir eher Sorgen machen.
Jungen Menschen haben mehr Grüne und FDP gewählt.
Ok, von der FDP haben sie sich wärend der Corona-Pandemie mit achso tollen Freiheitsparolen ködern lassen.
 
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Ich hatte es hier ja schon mal im Thread geschrieben: wenn Jugendliche schon mit 16 Jahren eine Ausbildung anfangen können, dann können sie auch wählen gehen. Strafmündig sind sie auch.
Also auch mündig sich eine politische Meinung zu bilden.
Und beschränkt geschäftsfähig, aber sowohl im Arbeitsschutz, Geschäftsfähigkeit, als auch Strafrecht gelten bei ihnen andere Maßstäbe, als bei einem Erwachsenen (ab 18 Jahren plus) und das hat seine Gründe, weil Jugendliche eben meistens noch nicht viel Lebenserfahrung und Weitsicht besitzen, Entscheidungen, Handlungen zu reflektieren, einordnen und abschätzen zu können (wie geschrieben, das schafft selbst mancher über 18 noch nicht einmal).

Was man überlegen könnte ist, ob Jugendliche bei lokalen Wahlen stimmberechtigt sein können (z.B. Wahl zum Bürgermeister / Bezirkswahlen).
Ich halte aber nichts davon ihnen eine umfassende Wahlberechtigung, ab 16 Jahren, zu geben.
 
Ich habe da mehr Vertrauen in unsere Jugend.

Das hatte ich nicht einmal, als ich noch dazu zählte. Und ich kann nicht gerade sagen, dass sich mit nachfolgende Generationen als im Schnitt wesentlich heller darstellen.

Ich hatte es hier ja schon mal im Thread geschrieben: wenn Jugendliche schon mit 16 Jahren eine Ausbildung anfangen können, dann können sie auch wählen gehen.

Ich glaube, ich hatte damals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man für eine Ausbildungsentscheidung nur sein eigenes Lebensumfeld ein paar Jahre in die Zukunft planen muss. Und selbst daran scheitern sehr, sehr viele. Würde mich nicht wundern wenn es die deutlich Mehrheit ist, die sich nach der 10ten Klasse noch einmal für eine andere Laufbahn entscheidet (Abi machen => dann doch Lehre, für die man das gar nicht braucht. Lehre wechseln. Studiengang wechseln. Studium abbrechen. Lehre vergeigen und Influencer werden. Lehre abschließen, nach 1-2 Jahren entnervt einen anderen Job suchen. Im Studium tief in ein Hobby steigen und sich dann da einen Job suchen. Etc. Etc. Etc. Etc.)

Um die "richtigen" Politiker auf Bundesebene auszuwählen, muss ein mündiger Bürger aber für die halbe Welt zum Teil mehrere Jahrzehnte in die Zukunft denken. Und das in allen Themen, nicht nur in einem Steckenpferd. Daran scheitern Jugendliche zu 99,9% (mich selbst in dem Alter nicht ausgenommen, auch wenn ich mit meiner ersten Zweitstimmenentscheidung bis heute zu frieden bin)
Und um die Politiker auszusortieren, die sowie das blaue vom Himmel herunterlügen, sollte man zusätzlich die Versprechen von vor vier Jahren mit den seit getätigten Aktionen abgleichen können. Wer mit 16 kompetent wählen will, müsste also ab 12 aufmerksam die Bundespolitik verfolgen.

Wie Nightslaver schon schreibt: Man könnte verdammt froh sein, wenn auch nur 50% der 18-bis-unendlich-Jährigen diese Anforderungen ernst nehmen würden. Die Wählerschaft um eine Gruppe von Leuten zu erweitern, in der es >90% nicht machen dürfen, bringt niemandem weiter außer Populisten. Die stürzen sich bei jeder Wahl begierig auf leichtgläubige Erstwähler. Nach der Wahl wird dann rumgelidnert.

Strafmündig sind sie auch.

Letzteres bis 21 nur reduziert/mit getrenntem Strafmaßkatalog. Von daher wäre 21 ein naheliegendes Wahlalter. (Und am anderen Ende der Skala schlage ich einen Cap in dem Alter vor, in dem 50% der Angeklagten altersbedingt als nicht mehr verhandlungs- oder zurechnungsfähig ausfallen.)
 
Ich glaube, ich hatte damals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man für eine Ausbildungsentscheidung nur sein eigenes Lebensumfeld ein paar Jahre in die Zukunft planen muss. Und selbst daran scheitern sehr, sehr viele. Würde mich nicht wundern wenn es die deutlich Mehrheit ist, die sich nach der 10ten Klasse noch einmal für eine andere Laufbahn entscheidet (Abi machen => dann doch Lehre, für die man das gar nicht braucht. Lehre wechseln. Studiengang wechseln. Studium abbrechen. Lehre vergeigen und Influencer werden. Lehre abschließen, nach 1-2 Jahren entnervt einen anderen Job suchen. Im Studium tief in ein Hobby steigen und sich dann da einen Job suchen. Etc. Etc. Etc. Etc.)
Ach und bei den Erwachsenen läuft alles glatt und immer nach Plan?
Um die "richtigen" Politiker auf Bundesebene auszuwählen, muss ein mündiger Bürger aber für die halbe Welt zum Teil mehrere Jahrzehnte in die Zukunft denken. Und das in allen Themen, nicht nur in einem Steckenpferd. Daran scheitern Jugendliche zu 99,9% (mich selbst in dem Alter nicht ausgenommen, auch wenn ich mit meiner ersten Zweitstimmenentscheidung bis heute zu frieden bin)
Und um die Politiker auszusortieren, die sowie das blaue vom Himmel herunterlügen, sollte man zusätzlich die Versprechen von vor vier Jahren mit den seit getätigten Aktionen abgleichen können. Wer mit 16 kompetent wählen will, müsste also ab 12 aufmerksam die Bundespolitik verfolgen.

Wie Nightslaver schon schreibt: Man könnte verdammt froh sein, wenn auch nur 50% der 18-bis-unendlich-Jährigen diese Anforderungen ernst nehmen würden. Die Wählerschaft um eine Gruppe von Leuten zu erweitern, in der es >90% nicht machen dürfen, bringt niemandem weiter außer Populisten. Die stürzen sich bei jeder Wahl begierig auf leichtgläubige Erstwähler. Nach der Wahl wird dann rumgelidnert.
Wie gesagt haben die meisten jungen Wähler die Grünen und FDP gewählt. Bei den Älteren sind die meisten AfD Wähler. Um die man sich eher Sorgen machen müßte.
Letzteres bis 21 nur reduziert/mit getrenntem Strafmaßkatalog. Von daher wäre 21 ein naheliegendes Wahlalter.
In den Jugendknast müssen sie trotzdem wenn sie zu oft Sch**sse bauen.

(Und am anderen Ende der Skala schlage ich einen Cap in dem Alter vor, in dem 50% der Angeklagten altersbedingt als nicht mehr verhandlungs- oder zurechnungsfähig ausfallen.)
Da wäre ich auch manchmal für.
 
Also, hier in Ösiland dürfen Jugendliche ab 16 mitwählen:

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Quelle:

Das hat den Effekt, dass viele (nicht alle) Jugendliche doch deutlich mehr für Lokalpolitik und insbesondere Europa-Politik interessieren, als ich es so im Arbeitsumfeld von Kollegen aus Bayern kenne.

Meine "Kleine" ist jetzt 18 und hat schon ein paar Wahlen hinter sich.
Im meinem beobachtbaren Umfeld ab 16 zeigt sich ein reges Interesse und differenzierte Meinungsbildung, die nicht wirklich hinter dem einer/einem mit 18 oder 38 hinterher steht, eher im Gegenteil.
Was mich beeindruckt ist, dass sich die Jugendlichen durch die Bank die Mühe machen, die jeweiligen Parteiprogramme genau zu lesen und sich nicht nur aufs Geschwätz in Wahlwerbesendungen verlassen.

Das starke Interesse daran ist im Übrigen unabhängig vom Bildungsgrad oder dem familiären/sozialen/kulturellen Hintergrund.

Ich halte den Ansatz für sehr gut, insbesondere in Richtung Europa.
 
Meine "Kleine" ist jetzt 18 und hat schon ein paar Wahlen hinter sich.
Mein Sohn 18 (fast 19) hat auch schon mit 16 an Kommunalwahlen teilgenommen.
Im meinem beobachtbaren Umfeld ab 16 zeigt sich ein reges Interesse und differenzierte Meinungsbildung, die nicht wirklich hinter dem einer/einem mit 18 oder 38 hinterher steht, eher im Gegenteil.
Was mich beeindruckt ist, dass sich die Jugendlichen durch die Bank die Mühe machen, die jeweiligen Parteiprogramme genau zu lesen und sich nicht nur aufs Geschwätz in Wahlwerbesendungen verlassen.
Danke für die Bestätigung.:daumen:
 
Würde mich nicht wundern wenn es die deutlich Mehrheit ist, die sich nach der 10ten Klasse noch einmal für eine andere Laufbahn entscheidet (Abi machen => dann doch Lehre, für die man das gar nicht braucht. Lehre wechseln. Studiengang wechseln. Studium abbrechen. Lehre vergeigen und Influencer werden. Lehre abschließen, nach 1-2 Jahren entnervt einen anderen Job suchen. Im Studium tief in ein Hobby steigen und sich dann da einen Job suchen. Etc. Etc. Etc. Etc.)
Ich kann gerade nicht erkennen, wo daran das Problem sein soll. Jeder Mensch sollte das Recht auf Bildung und freie Entfaltung seiner Person und Persönlichkeit haben. Dazu gehören nunmal auch Abitur, Studium und die Berufsausbildung. Und wenn jemand meint nach dem Abitur eine Ausbildung zum Einzelhandeskaufmann beim Aldi zu machen: Wo ist da bitte das Problem? Will man die Person unter Androhung ernster Übel zum Studium zwingen, weil sie hat ja Abitur? Hat das Abitur und die damit verbundene Bildung der Person in irgendeiner Art und Weise geschadet? Ab einem gewissen Punkt muss jeder für sich selbst die Entscheidung treffen. Zumal die Berufsausbildung selbst als Sprungbrett für höhere und weiterführende "Laufbahnen" dienen kann, wo ein vorrangegangens Abitur sogar förderlich sein kann, wie z.B. den Handelsfachwirt oder staatl. gepr. Betriebswirt. Was sichergestellt sein muss, ist den Menschen die richtigen "Werkzeuge" dafür an die Hand zu geben und dass sichergestellt ist, dass der Zugang zu Bildung nicht von den Verhältnissen abhängig ist, in die man hineingeboren wird. Selbst bei erwachsenen Menschen sollte der Zugang zu Bildung nicht von den Verhältnissen abhängig sein, in denen sie leben, wenn sie planen, mittels des zweiten Bildungsweges zum Studium oder allgemein erstmal einen höheren Schulabschluss zu kommen.
Dieses elitäre, lindwurmlindnerische "man muss schon mit Geburt wissen, was man mal in seinem Leben werden möchte", geht komplett an der Realität einer Vielzahl der Menschen vorbei.
 
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Die Freundin meiner Frau ist eine Türkin. Beide zusammen im Ghetto aufgewachsen.
Sie hatte dann Abitur auf der Gesamtschule gemacht. Geheiratet und 4 Kinder bekommen.
Dann später, auch mit starker Unterstützung ihres Mannes, Medizin studiert.
Jetzt ist sie niedergelassene Hausärztin.
Meine Frau hat übrigens 2 Ausbildungen gemacht. Und arbeitet jetzt in einen ganz anderen Bereich.

Der Ex-Freund meiner Schwester kam von der Hauptschule und hat Elektriker gelernt. Danach Fachabi gemacht.
Und sich nebenbei in seiner Freizeit Programmiersprachen angeeignet. Dann hat er sich in einer Firma als Programmierer beworden als Quereinsteiger. Und arbeitet heute noch in dem Beruf bei sehr guter Bezahlung.

Es muß nicht jeder Bildungsweg oder Werdegang 100% geradeaus sein.
Und es sollten genug Möglichkeiten für jeden auch bis ins höhere Alter offen gehalten werden.
Außerdem sollten Quereinsteiger auch eine Chance bekommen.
 
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Sehe ich ähnlich.
Wir "Alten" haben ein oder max. zwei Berufe gelernt und der wird i. d. R. bis zur Rente wahlweise Ableben ausgeübt.
Idealer Weise immer bei der gleichen Firma und ja nicht weiter weg als 10 km vom Wohnort.

Die Welt ist aber komplexer, komplizierter und differenzierter geworden.

Mag damit zusammenhängen, dass man heute viel mehr mitbekommt, wie es woanders ist.

Der heutigen work-life Balance stehe ich persönlich auch kritisch gegenüber, weil ich primär immer in Richtung "Maloche" gesellschaftlich getrieben wurde.
Aber, das heisst eben nicht, dass meine, mutmaßlich überkommene Ansicht die Richtige ist.

Ich habe mir eine diesbezüglich gehörige Portion Toleranz angeeignet und verstehe durchaus, das junge Menschen heute mehrfach ihre Lebensperspektiven und Ziele verändern.
Mutmaßlich würde ich es an deren Stelle ebenso machen.

Nur bzgl. "Sozialschmarotzer" habe ich keinerlei Verständnis.
Wenn man etwas haben will, muss man was dafür tun, ganz einfach.
 
Nur bzgl. "Sozialschmarotzer" habe ich keinerlei Verständnis.
Wenn man etwas haben will, muss man was dafür tun, ganz einfach.
Wenn man gesund ist, dann sollte man auch arbeiten gehen. Gerade junge Menschen. Damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen. Allerdings müssen sie auch was finden und die Arbeit sollte einigermaßen zu ihnen passen bzw zumutbar sein. Man kann z.B. niemanden zwingen in einen Schlachthof zu arbeiten, wenn er da mental nicht mit klar kommt. Mal als Extrem-Beispiel.
 
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Meine Frau hat übrigens 2 Ausbildungen gemacht. Und arbeitet jetzt in einen ganz anderen Bereich.
Ich habe auch zwei abgeschlossene Berufsausbildungen und arbeite mittlerweile in einem komplett anderen Bereich.

Ich habe mir eine diesbezüglich gehörige Portion Toleranz angeeignet und verstehe durchaus, das junge Menschen heute mehrfach ihre Lebensperspektiven und Ziele verändern.
Dazu muss man nichtmal ein junger Mensch sein. Die beruflichen Lebensläufe von so einigen Menschen aus der ehemaligen DDR, sind nach der Wiedervereinigung auch alles andere als geradlinig verlaufen. Und auch z.B. im Ruhrgebiet dürfte es, im Zuge der Kohle- und Stahlkrise ab Ende der 60er bis Anfang der 90er, auch nicht rosig ausgesehen haben.
 
Dazu muss man nichtmal ein junger Mensch sein. Die beruflichen Lebensläufe von so einigen Menschen aus der ehemaligen DDR, sind nach der Wiedervereinigung auch alles andere als geradlinig verlaufen.
Yepp, kenne ich von meiner Frau, die noch vor Grenzöffnung 1986 aus Neufünfland geflüchtet ist.
Die musste sich auch neu erfinden.
 
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