Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Du brauchst keinen Waffenschein um Schreckschusswaffen zu besitzen, nur um sie offen zu tragen.

Das soll sich ändern. (s.o.)

Vor allem macht das in Lützerath überhaupt keinen Sinn. :ugly:

Ich finde die Räumung macht keinen Sinn.
Damit schießen sich die Grünen in NRW doch selbst ins Knie.

Da hätten sie doch wenigstens die Wahlwiederholung in Berlin abgewartet.

Stell dir vor, wir würden das mit den Verursachern machen...
(duck und weg...)

Nur die großen Konzerne, oder alle die CO2 ausstoßen?

(btw. jedes Tier/Mensch)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Lützerath geht es nicht um die Notwendigkeit, sondern das ein Konzern mal wieder demonstrieren kann, wie die Machtverhältnisse im real existierenden Kapitalismus sind. Die Produktions- und Eigentumsverhältnisse bestimmen auch weiterhin die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse.

Damit schießen sich die Grünen in NRW doch selbst ins Knie.
Sie sind eben auch nur ein Erfüllungsgehilfe bei der Durchsetzung der Verwertungsinteressen des Kapitals.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht um Rechtsstaatlichkeit.
Das Kohleverstromungsbeendingungsgesetz erlaubt RWE nun einmal den Weiler für die Klimaerwärmung platt machen zu dürfen. Das hat der Bundestag beschlossen. Dieser Beschluss war ein Riesenfehler, nur habe ich keine Aktivisten bei den vorhergehenden Tagungen der beteiligten Parteien gesehen.

Es wäre viel sinnvoller gewesen RWE zu verstaatlichen und den Ort zu erhalten.
 
Also, ich bin ja wahrlich kein Busenfreund vom Habeck.
Aber der Deal mit RWE, jetzt Garzweiler (im Angesicht der gefühlten oder tatsächlichen Energiekrise) jetzt noch ausbeuten zu lassen, dafür aber 8 Jahre früher aus der Kohleverstromung insgesamt auszusteigen(2030 statt 2038) war OK.
Würde ich erst mal unter "Erfolgserlebnis" abhaken wollen.

Das Klima interessiert nicht, ob du CO2 ein Jahrzehnt früher oder später freisetzt. Es zählt die Gesamtmenge über 1-2 Jahrhunderte und RWE wegen dem Deal jetzt mehr Kohle abbagern "muss", dann wird durch den Deal auch mehr CO2 freigesetzt. Das ist ganz eindeutig kein Erfolg.

Ganz abgesehen davon schlagen die Grünen jetzt gerade die schweren Schlachten für "mehr" Kohlekraftwerke. Das "Länger" für "mehr und länger" wieder herzustellen ist dann nur noch eine kleiner Schriebs vom nächsten CDU-Minister. Umgekehrt, man schränkt den Abbau und damit die Kapazitäten schon mal massiv ein aber gibt für diese kleinere Produktion einen langen Zeithorizont, wäre eine nachträgliche Ausweitung politisch schwerer umzusetzen. Vor allem durch die Bauernpartei, die keine Stimmentradition in der Braunkohle hat.


Sagt wer? Wenn die genehmigte Verstromung bis 2030 diese Menge braucht wäre ein nicht baggern und dafür importieren ja ökologisch schlechter.

Importiert wird afaik nur Steinkohle, bei Braunkohle wäre das schlicht zu teuer. Steinkohle dürfte aber selbst mit Transport aus Australien immer noch klimafreundlicher sein. (Umweltfreundlicher wäre diskutabel. Zwar zerstört ein Tagebau auch nachhaltig, aber wenn ich die Wahl zwischen mittelwestdeutscher Agrarbrache und dem Great Barrier Reef habe... . Umweltschutz interessiert aber sowieso keine Sau mehr, man ist ja voll mit Klima beschäftigt.)
 
Die Kohle unter Lützerath wird uns weder in den Klimakatastrophe stürzen noch wird es die Klimakatastrophe verhindern, wenn sie nicht abgebaut wird. Wer die Klimakatastrophe verhindern will muss viel drastischere Schritte gehen. Das Problem ist nur, dass Deutschland diese drastischen Schritte gehen könnte und der Krieg in der Ukraine alle deutschen Einsparungen mehr als auffrisst. Der Erhalt eines deutschen Dorfes löst kein globales Problem.

Die ganze Aktion ist von beiden Seiten so typisch deutsch wie es nur sein kann.
 
Nur die großen Konzerne, oder alle die CO2 ausstoßen?

(btw. jedes Tier/Mensch)
Die Äußerung war hoffentlich klar erkennbar ironisch gemeint.
Vom Prinzip her beträfe es aber tatsächlich jeden.
Also, weniger mit dem Vergraben, sondern mit dem Einsparen...

Die Industrie/Großkonzerne haben da eher einen marginalen Anteil (hellblau).

Hauptverursacher sind weiterhin
  1. die Energiewirtschaft (Strom/Wärme für alle = gelb)
  2. das verarbeitende Gewerbe, somit jene, bei denen viele von uns ihre Brötchen verdienen (hellgelb)
  3. der Verkehr/Transport, davon ist ca. 60% dem Individualverkehr zuzuordnen (hellbraun)
  4. übrige Feueranlagen (das sind im Prinzip alle, die nicht an einem Fernwärmenetz hängen und trotzdem es warm haben wollen = braun)
Bei 4 könnte man weiter differenzieren in 55% (Flüssig-)gas-, 38% Öl-, 6% Pellets-/Scheitholz und 1% Kohleheizungen in Deutschland - sagt zumindest das Umweltbundesamt.

Landwirtschaft + Industrieprozesse sind in der Dimension kurz vor vernachlässigbar und haben eine ungleich kleinere Hebelwirkung bei Maßnahmen.

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Quelle:
 
Das habe ich auch irgendwo gelesen, glaube SZ.
Lt. Habeck würden ca. 20% Kohleförderung eingespart, lt. Luise genau 0% - wer auch immer Recht hat.

Dafür braucht man keine großartigen Quellen oder Studien, das besagt simple Logik:
Wenn man mehr Kohle ausgräbt, gräbt man mehr Kohle aus. Ende.

Ich werde mich nicht auf die Detailfrage einlassen, ob der Rest von Garzweiler II locker/knapp/gar nicht die Menge Kohle liefern kann, die man noch verstromen will. Ein simpler Blick auf Karte zeigt, dass Lützerath selbst da ohnehin nur einen geringen Unterschied macht, denn 80-90% des noch zur Abbagerung geplanten Geländes liegt nicht unter dem Dorf selbst und niemand hat die Felder im Umkreis besetzt. Aber es gibt nur drei Möglichkeiten:
- Der abseits Lützeraths geplante Abbau reicht sowieso locker. Es gibt keinen Grund, das Dorf abzureißen und erst recht keinen Grund für Politiker, sich damit zu brüsten, sie hätten Lützerath geopfert aber dafür einen insgesamt gesenkten CO2-Ausstoß bekommen.
- Der abseits Lützeraths geplante Abbau reichte sowieso nicht. Das Dorf wäre also sowieso platt gemacht worden und es gibt keinen Grund für Politiker, sich damit zu brüsten, sie hätten Lützerath geopfert aber dafür einen insgesamt gesenkten CO2-Ausstoß bekommen.
- Der abseits Lützeraths geplante Abbau hätte eigentlich gereicht, aber für die neue, intensivierte Braunkohleverstromung wird insgesamt mehr Kohle benötigt. Es gibt einen gesteigerten CO2-Ausstoß und somit einen Grund für Politiker, sich für ihre Lobbyzugeständnisse zu schämen.

Egal welche der drei Möglichkeiten stimmt: Feiern kann man den Deal nicht. Im schlimmsten Fall ist er ein Rückschritt (gegenüber den von den Grünen eigentlich versprochenen und teils schon eingerechneten Verbesserungen gegenüber dem schwarz-roten Geschenk an die Kohleindustrie definitiv), im besten Fall ist er genauso schlecht und steht dafür, dass bislang gelogen wurde - und dafür, dass weiterhin gelogen wird, in dem man genau das nicht zugibt.
 
Die Veränderungen gab es aber nur bei Gelb und etwas bei braun.
Was logisch ist, da trotz allem Gewese die Steinkohleverstromung in den letzten Jahrzehnten schlichtweg abgenommen hat und viel Haushalte von Kohle/Öl auf primär Gas umgestiegen sind.
Der Anteil an Erneuerbaren im Energiesektor ist ebenso signifikant gestiegen.

Man beachte, dass die Kurve bei 1990 anfängt - also genau ab dem Zeitpunkt, an dem Gas superbillig wurde.

Da wir seit 1990 immer ein Wirtschaftswachstum hatten, hat also das verarbeitende Gewerbe und die Großindustrie deren Energieeinsparbemühungen ((?) schlichtweg durch die Produktion von mehr Waren wieder egalisiert.
Und Verkehr, nun ja, allen halbherzigen initiativen zum Trotz (Spritsparen usw.) sind es schlichtweg mehr Fahrzeuge geworden.

Kurzum, alles was seit 1990 außerhalb der Energiewirtschaft in Richtung Energieeinsparung/CO2 Vermeidung statt fand, ist eine Art Stasis-Geschichte, weil der Wohlstandszuwachs und dessen CO2 Footprint wie auch der Engergieverbrauch hierzu schlichtweg größer geworden ist.

Wir PC freaks können uns da selbst heftig an die Nase fassen.
Ein I 486DX verbrauchte 2001 als Komplett-PC ca. 30 W.
Quelle: https://www.pc-erfahrung.de/prozessor/cpu-stromverbrauch.html#:~:text=Ein 486er-System mit kompletter,Regel um die 30 Watt.
Damit schubst du heutzutage nicht mal mehr das MB an.
Dafür braucht man keine großartigen Quellen oder Studien, das besagt simple Logik:
Wenn man mehr Kohle ausgräbt, gräbt man mehr Kohle aus. Ende.

Ich werde mich nicht auf die Detailfrage einlassen, ob der Rest von Garzweiler II locker/knapp/gar nicht die Menge Kohle liefern kann, die man noch verstromen will. Ein simpler Blick auf Karte zeigt, dass Lützerath selbst da ohnehin nur einen geringen Unterschied macht, denn 80-90% des noch zur Abbagerung geplanten Geländes liegt nicht unter dem Dorf selbst und niemand hat die Felder im Umkreis besetzt. Aber es gibt nur drei Möglichkeiten:
- Der abseits Lützeraths geplante Abbau reicht sowieso locker. Es gibt keinen Grund, das Dorf abzureißen und erst recht keinen Grund für Politiker, sich damit zu brüsten, sie hätten Lützerath geopfert aber dafür einen insgesamt gesenkten CO2-Ausstoß bekommen.
- Der abseits Lützeraths geplante Abbau reichte sowieso nicht. Das Dorf wäre also sowieso platt gemacht worden und es gibt keinen Grund für Politiker, sich damit zu brüsten, sie hätten Lützerath geopfert aber dafür einen insgesamt gesenkten CO2-Ausstoß bekommen.
- Der abseits Lützeraths geplante Abbau hätte eigentlich gereicht, aber für die neue, intensivierte Braunkohleverstromung wird insgesamt mehr Kohle benötigt. Es gibt einen gesteigerten CO2-Ausstoß und somit einen Grund für Politiker, sich für ihre Lobbyzugeständnisse zu schämen.

Egal welche der drei Möglichkeiten stimmt: Feiern kann man den Deal nicht. Im schlimmsten Fall ist er ein Rückschritt (gegenüber den von den Grünen eigentlich versprochenen und teils schon eingerechneten Verbesserungen gegenüber dem schwarz-roten Geschenk an die Kohleindustrie definitiv), im besten Fall ist er genauso schlecht und steht dafür, dass bislang gelogen wurde - und dafür, dass weiterhin gelogen wird, in dem man genau das nicht zugibt.
Dem will ich gar nicht widersprechen.
Aber meine Brille ist mittlerweile nicht primär Grün, sondern so komisch gelb-schwarz mit Grünen Punkten.
Insofern habe kein größeres Problem damit, wenn die Grünen damit in eine Sinnkrise kommen.


EDIT:
Ach so, lasst die Sektkorken knallen, Mädels und Jungs:

LAMBRECHT räumt freiwillig das Feld!

 
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Die vermutlich beste und kompetenteste Entscheidung, in ihrer Amtszeit als Verteidigungsministerin. :fresse:

Hoffen wir nur das ihr Nachfolger, oder Nachfolgerin, die Position auch mit mehr Sachverstand und kommunikativer Kompetenz auskleiden wird...
 
Die vermutlich beste und kompetenteste Entscheidung, in ihrer Amtszeit als Verteidigungsministerin. :fresse:

Hoffen wir nur das ihr Nachfolger, oder Nachfolgerin, die Position auch mit mehr Sachverstand und kommunikativer Kompetenz auskleiden wird...
Wenn nicht gerade eine Ministerrochade erfolg muss es ja wieder eine Frau als Nachfolgerin werden. Diese Bedingung steht ja über allem bei den Grünen. Von daher wirds wohl wieder keine Kompetenz, ist in dem Ressort einfach noch zu früh für weibliche Führung. Die Frauen die Kompetenz in dem Bereich haben sind selten und wahrscheinlich erst im mittleren Alter (und damit in der Regel zu jung um sich bereits auch in einer Partei behauptet zu haben).
 
Wenn nicht gerade eine Ministerrochade erfolg muss es ja wieder eine Frau als Nachfolgerin werden. Diese Bedingung steht ja über allem bei den Grünen. Von daher wirds wohl wieder keine Kompetenz, ist in dem Ressort einfach noch zu früh für weibliche Führung. Die Frauen die Kompetenz in dem Bereich haben sind selten und wahrscheinlich erst im mittleren Alter (und damit in der Regel zu jung um sich bereits auch in einer Partei behauptet zu haben).
Ich bin zwar kein FDP Fan aber die Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat in der Richtung mehr Kompetenzen finde ich. Der könnte ich das zutrauen.
 
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