Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Wie vor den Wahlen vermehrt Fake-News und Verschwörungstheorien verbreitet werden.
Besonders Telegram wird dafür gerne genutzt.
Schön wär's ja, dann würde man außerhalb der Filterblase wenigstens nicht von diesen Berufstrollen belästigt. Das Schlimme ist aber, dass die inzwischen die Kommentarspalten sämtlicher Tageszeiten und Magazine fluten, sobald dort bestimmte Themen angesprochen werden.

Danach kann man die Uhr stellen: 15 bis 20 Minuten, nachdem ein betreffender Artikel online geht, tauchen dort beispielsweise konzertiert der Stammtisch der AfD, sämtliche Praktikanten von RT Deutschland oder "Experten" von irgendwelchen Lobby-Meinungsbildungsinstituten auf - manchmal auch alle gleichzeitig - und machen das vorher durchaus abgestufte Meinungsbild nieder.

Und weil diese ihre "Meinung" (sic!) hauptamtlich in bezahlter Arbeitszeit sagen (bzw. nur für ihre Sache leben), können sie die Lesart natürlich stärker beeinflussen als jemand, der gerade mal eine Arbeitspause nutzt, um sich über das Weltgeschehen zu informieren und kurz einen Kommentar dazu abzugeben bzw. sich seine Online-Zeit generell vom sonstigen Privat- und Familienleben und der Freizeit abknapsen muss.
 
Ich finde es erschreckend das welche nur noch "alternative" Medien konsumieren.
Und alles andere ablehnen. Die leben wirklich in ihrer eigenen Welt.
Aber wenn es dann rüberschwappt in reguläre Medien, dann wird es gefährlich.
Da ist dann die Sorgfaltspflicht der jeweiligen Redakteure gefragt.
 
Der Trick ist die Kommentare nicht zu lesen. Ich lese mir gerne zum einem Thema Artikel von der taz bis zur Welt durch, um mir ein Meinungsbild zu verschaffen. Ich lese nicht die Kommentare. Ich guck mir auch keinen Rezo an um mir eine Meinung zu bilden.

Man muss verstehen, dass man Medien konsumieren kann um sich einen Meinung zu bilden oder um die eigene Meinung zu bestärken. Option 1 hilft der eigenen Entwicklung, Option 2 nicht. In der analogen Zeit war es noch relativ schwer Option 2 komplett zu leben, da selbst eine taz oder Welt auch mal konträre Meinungen veröffentliche, die sich gegen die Mainstreammeinung der Leserschaft wenden und zum Nachdenken anregen. In der digitalen Welt kann man sich aber völlig Option 2 ergeben und alles ausblenden, was der eigenen Meinung widerspricht und leider macht das den Diskurs zunehmend toxisch, weil viele Anfangen einen andere Meinung als Feind zu betrachten. Es fehlt dann das Verständnis für die Meinungsbildung der anderen Seite. Würde man damit konfrontiert, muss man eine extrem umephatsiche Person sein um nicht zu mindest zu erkennen, das auch in der gegenteiligen Position eine argumentativ inhärente Logik steckt.
 
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Der Trick ist die Kommentare nicht zu lesen. Ich lese mir gerne zum einem Thema Artikel von der taz bis zur Welt durch, um mir ein Meinungsbild zu verschaffen. Ich lese nicht die Kommentare. Ich guck mir auch keinen Rezo an um mir eine Meinung zu bilden.
Von irgendwelchen Kommentaren lasse ich mich nicht so schnell beeinflussen.
Wenn ich überlege was alleine auf Facebook für ein Mist gepostet wird. :ugly:
Man muss verstehen, dass man Medien konsumieren kann um sich einen Meinung zu bilden oder um die eigene Meinung zu bestärken. Option 1 hilft der eigenen Entwicklung, Option 2 nicht. In der analogen Zeit war es noch relativ schwer Option 2 komplett zu leben, da selbst eine taz oder Welt auch mal konträre Meinungen veröffentliche, die sich gegen die Mainstreammeinung der Leserschaft wenden und zum Nachdenken anregen. In der digitalen Welt kann man sich aber völlig Option 2 ergeben und alles ausblenden, was der eigenen Meinung widerspricht und leider macht das den Diskurs zunehmend toxisch, weil viele Anfangen einen andere Meinung als Feind zu betrachten. Es fehlt dann das Verständnis für die Meinungsbildung der anderen Seite. Würde man damit konfrontiert, muss man eine extrem umephatsiche Person sein um nicht zu mindest zu erkennen, das auch in der gegenteiligen Position eine argumentativ inhärente Logik steckt.
Für mich zählen in erster Linie Fakten und gute Argumente um mir eine politische Meinung zu bilden.
Ich lasse mich auch gerne von einen anderen Standpunkt überzeugen oder überdenke meine Position, wenn es stichhaltig ist. Aber das muß alles verifizierbar sein.
 
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Der Trick ist die Kommentare nicht zu lesen. Ich lese mir gerne zum einem Thema Artikel von der taz bis zur Welt durch, um mir ein Meinungsbild zu verschaffen. Ich lese nicht die Kommentare.
Das Hauptproblem bei diesem Verfahren sehe ich darin, dass dann in den Kommentarspalten verdrehte Fakten ohne jede Richtig- oder wenigstens Gegendarstellung stehen bleiben. Wenn die Klügeren immer nachgeben (oder sich ausklinken), siegen nun einmal die Idioten.

Ich lasse mich durch die Meinung anderer Lesern ebenso wenig blind beeinflussen wie von der Meinung der Verfasser von Artikeln; warum also sollte ich einen Aspekt des medialen Diskurses ausblenden?
 
Das Hauptproblem bei diesem Verfahren sehe ich darin, dass dann in den Kommentarspalten verdrehte Fakten ohne jede Richtig- oder wenigstens Gegendarstellung stehen bleiben. Wenn die Klügeren immer nachgeben (oder sich ausklinken), siegen nun einmal die Idioten.
Mit denen sich rumschlagen und diskutieren bringt aber auch nichts.
Außerdem ist das in sozialen Netzwerken nochmal etwas anderes als z.B. wie hier im klassischen Forum.
Wo man schon alleine durch die andere Umgebung besser diskutieren kann.
 
Von irgendwelchen Kommentaren lasse ich mich nicht so schnell beeinflussen.
Wenn ich überlege was alleine auf Facebook für ein Mist gepostet wird. :ugly:

Für mich zählen in erster Linie Fakten und gute Argumente um mir eine politische Meinung zu bilden.
Ich lasse mich auch gerne von einen anderen Standpunkt überzeugen oder überdenke meine Position, wenn es stichhaltig ist. Aber das muß alles verifizierbar sein.
Fakten und Argumente sind aber auch nicht absolut, denn sie haben für Personen in verschienden Lebenssituation andere Auswirkung und damit andere Wertigkeiten. Um mal ein kleines Beispiel zu nehmen.

Fakt: Auf dem Dorfplatz ist ein 50 Jahre alter Baum durch Schädlingsbefall schwer geschädigt und sollte gefällt werden.

Person 1: Findet das super, weil sie im Erdgeschosse direkt im Schatten des Baumes wohnt und nun wieder Sonne im Wohnzimmer haben würde.
Person 2: Findet das furchtbar, weil sie im 2.OG neben dem Baum wohnt und der Schatten des Baumes im Sommer die Aufheizung der Wohnung reduzierte.
Person 3: Bedauert den Verlust dieses Naturdenkmals und den Verlust des Grüns auf dem Platz.
Person 4: Freut sich über die Entscheidung, weil sie einen Stellplatz unter dem Baum hatte und der Saft des Baums immer den Lack des Autos beschädigt hat.

Für einen respektvollen Diskurs sollte man die Lebenssituation der anderen Seite respektieren.

Das geht durch die jeweiligen Blasen einfach verloren. Das sieht man an vielen Dingen. Für die Ärztin mit der Praxis im Wohnhaus sind steigende Benzinpreise sicherlich ein akzeptabler Preis im Angesicht der Klimakrise, für die Sprechstundenhelfenden, die um 05:30 an der Praxis sein müssen und aus dem Vorort kommen, ist das eine existentielle Bedrohung, wenn der erste Bus weiter um 06:00 fährt.
 
Fakten und Argumente sind aber auch nicht absolut, denn sie haben für Personen in verschienden Lebenssituation andere Auswirkung und damit andere Wertigkeiten. Um mal ein kleines Beispiel zu nehmen.
Es kommt auch auf das Thema an. Wenn irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden, dann sollte man die auch belegen können. Das meinte ich damit. Ansonsten bleiben es einfach nur (subjektive) Behauptungen.
 
Die Fahrtkostendiskussion ist interessant, in Japan ist es scheinbar üblich (oder Pflicht?), dass der Arbeitgeber die Fahrtkosten des Mitarbeiters zur Arbeitsstelle tragen muss.

Wäre auch hier nicht so uninteressant.
 
Die Fahrtkostendiskussion ist interessant, in Japan ist es scheinbar üblich (oder Pflicht?), dass der Arbeitgeber die Fahrtkosten des Mitarbeiters zur Arbeitsstelle tragen muss.

Wäre auch hier nicht so uninteressant.
Hast du dafür Belege und wie sieht es aus, übernimmst du im Gegenzug dafür, auch die japanischen Urlaubsregeln?
 
Auf dem 2. Arbeitsmarkt, in Behindertenwerkstätten, werden Fahrtkosten für Bus, Bahn und Auto übernommen bzw. zurückerstattet.
Aber wieviel davon der Staat trägt weiß ich jetzt nicht.
 
Hast du dafür Belege und wie sieht es aus, übernimmst du im Gegenzug dafür, auch die japanischen Urlaubsregeln?

Warum darf man nicht einfach mal die positiven Sachen übernehmen?
Überstunden mit 25 Prozent extra klingen auch gut.
 
Soweit ich informiert bin, trägt der Staat die Stelle im ersten Jahr zu 75% und im zweiten Jahr zu 50%.
Wobei man die ersten zwei Jahre im Berufsbildungsbereich ist. Und danach im Arbeitsbereich. Dann bekommt man auch Werkstattlohn . Behindertenwerkstätten finanzieren sich zum großen Teil aus Abgaben von Unternehmen welche keine Behinderten einstellen wollen (oder können). Das erwirtschaftete Geld bekommen die Beschäftigten.
 
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