Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Dadurch wird doch das Wohnungsproblem nicht gelöst.
Klar, ein paar Leute ziehen dann vielleicht nicht in die Städte.
Aber das sind ja nicht alles Menschen aus dem kaufmännischen Bereich.
Produktionsarbeiter oder Pfleger z.B können kein Home-Office machen.
Entschuldige bitte, aber hier glaube ich das du komplett daneben liegst!
In jeder großen Stadt in Deutschland gibt es massiv mehr Verwaltungs und Bürogebäude, denn Produktionsstädten!
Die absolut überwiegende Anzahl an Arbeitsplätzen in Städten sind Verwaltungsjobs, ob nun bei privaten Unternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung. Wenn diese alle von zu Hause arbeiten können und das Land durch Investionen attraktiver gemacht wird, sorgt das für eine beträchtliche Entzerrung, da gerade viele Famillien mit Kindern, eher auf dem Land leben wollen.
 
Aber bei unseren neuen Grünen Hippstern ist ja genau das gewollt, das Leben von Menschen soll nur noch in Mega Städten und Urbanen Zentren statt finden, die wie Sparanus so schön geschrieben hat, noch massiv in die Höhe wachsen sollen, damit alle schön zu Fuss gehen können, das Land überlässt man dann am besten nur noch den Bauern, weil irgendjemand muss ja noch Nahrung produzieren!
Don es wäre wirklich sozialistisch die Menschen aufs Land zu zwingen, das haben bisher sozialistische Regime so gemacht. ;)

Was sollen wir nun tun, Home Office schön und gut, dass das nicht jeder kann weißt du wahrscheinlich, also
rechnest du damit, dass genug Leute die HomeOffice machen können freiwillig aufs Land ziehen werden und die jeweiligen Dienstleistungsberufe direkt mit.
Das kann man so sehen, das kann auch klappen, es ist nur eine Wette auf menschliches Verhalten.

Also Don wie schaffst du es, dass Leute die sich die Stadt leisten können aufs Land zu bekommen? Nur dadurch,
dass sie auch auf dem Land arbeiten können?
 
Die Leute die wirklich Geld haben, sind schon längst auf dem Land.

Anscheinend ist hier Einigen nicht so wirklich klar, wieviele Sacharbeiter Posten ohne jeglichen Kundenverkehr, es bei Banken, Versicherungen, Tourismusunternehmen und auch Industrieunternehmen sowie Verwaltungen gibt, die alle in Städten und Urbanen Zentren angesiedelt sind.
 
Als ob die Pendlerpauschale der große Wurf ist. Personen die kaum oder gar keine Steuern zahlen, bekommen durch sie schon seit eh und je nichts zurück. Dahingegen werden Personen, die ohnehin schon viel verdienen, durch sie übermäßig bevorzugt. Also ein Paradebeispiel für eine Steuer- und Sozialpolitik nach dem Matthäus-Prinzip und ein Mittel zur Gentrifizierung des ländlichen Raums.
WTF?
Die Pendlerpauschale wird mit 30cent pro Kilometer für Jedermann vergolten, allerdings nur für einen Weg und maximal 4500€. Die Pendlerpauschale ist unabhängig von deinem Bruttoeinkommen oder Nettoeinkomen!
 
Die Leute die wirklich Geld haben, sind schon längst auf dem Land.
Einige Wahrscheinlich, die mit riesigen Anwesen, aber was sind dann die Leute die sich 4000€ Kaltmiete in München leisten können? :P
Was machst du mit denen?
Anscheinend ist hier Einigen nicht so wirklich klar, wieviele Sacharbeiter Posten ohne jeglichen Kundenverkehr, es bei Banken, Versicherungen, Tourismusunternehmen und auch Industrieunternehmen sowie Verwaltungen gibt, die alle in Städten und Urbanen Zentren angesiedelt sind.
Doch, aber hast du mal gefragt wie viele von denen dauerhaft im HomeOffice sein wollen?
Ich hab ja nen breiten Freundeskreis in der IT, da kannst du auch super HomeOffice machen
und das hat man vorher auch schon gerne gemacht. Aber einige die das dauerhaft gemacht haben waren ziemlich geknickt, dass sie so wenig sozialen Kontakt zu Kollegen haben.
 
Don es wäre wirklich sozialistisch die Menschen aufs Land zu zwingen, das haben bisher sozialistische Regime so gemacht.
Ich liege am Boden vor lauter lachen, das gerade so ein Spruch von dir kommt, der die letzten Monate und Jahre hier eine Politik vertreten hat, die genau das Gegenteil möchte, nämlich durch finanziellen Zwang Leute in Städte oder Urbane Zentren zu zwingen!
 
WTF?
Die Pendlerpauschale wird mit 30cent pro Kilometer für Jedermann vergolten, allerdings nur für einen Weg und maximal 4500€. Die Pendlerpauschale ist unabhängig von deinem Bruttoeinkommen oder Nettoeinkomen!
Ich glaube du hast ihn nicht verstanden, man kann ja nicht mehr zurück bekommen als man Steuern bekommt. Ich hatte 2018 auch irgendwas mit 4000€ die ich für die Mobilität absetzen können, hab aber nur um die 2000€ von der Steuer zurück bekommen.
Ich liege am Boden vor lauter lachen, das gerade so ein Spruch von dir kommt, der die letzten Monate und Jahre hier eine Politik vertreten hat, die genau das Gegenteil möchte, nämlich durch finanziellen Zwang Leute in Städte oder Urbane Zentren zu zwingen!
Satire funktioniert also :)
 
Doch, aber hast du mal gefragt wie viele von denen dauerhaft im HomeOffice sein wollen?
Ich hab ja nen breiten Freundeskreis in der IT, da kannst du auch super HomeOffice machen
und das hat man vorher auch schon gerne gemacht. Aber einige die das dauerhaft gemacht haben waren ziemlich geknickt, dass sie so wenig sozialen Kontakt zu Kollegen haben.
Dafür kann man intelligente Rotationssysteme einführen und etablieren, das andere Szenario sind dann 10 Millionen Metropolen mit 15-20€ pro m² Preisen.
 
Dafür kann man intelligente Rotationssysteme einführen und etablieren, das andere Szenarioi sind dann 10 Millionen Metropolen mit 15-20€ pro m² Preisen.
Dann muss ich dich fragen ob du diese Rotationssysteme auch gesetzlich vorschreiben würdest oder ob und welche Anreize du schaffen würdest?

Denn den Gedanken kann ich schon nachvollziehen und er ist auch ohne Frage eine mögliche Strategie.

Ach ja die 15 bis 20€ sind schon bei mir in der Kleinstadt der Preis für eine gute (kein Luxus) Wohnung, als ich an meinem Dienstort (München) für den Preis gesucht hab gab es auch 10 bis 20km außerhalb keine schöne Auswahl.
 
Dann muss ich dich fragen ob du diese Rotationssysteme auch gesetzlich vorschreiben würdest oder ob und welche Anreize du schaffen würdest?

Denn den Gedanken kann ich schon nachvollziehen und er ist auch ohne Frage eine mögliche Strategie.
Schon mal etwas von Tarifautonomie gehört?
Wenn sich die Arbeitswelt ändert, müssen sich die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen (Betriebsrat, Gewerkschaften) zusammensetzen und etwas einfallen lassen und dieses mit den Arbeitgebern abstimmen, denn auch diese sind in der (absoluten) Mehrzahl, eher an zufriedenen und motivierten Mitarbeitern interessiert. Und ja, wenn es nicht anders geht, kann man einen gewissen Rahmen gesetzlich, analog zum Mindestlohn vorgeben, aber eher als letztes Mittel. Oder man lässt das Arbeitsgerichte durch ständige Rechtsprechung entwickeln.
Dazu dürfte sich auch vieles vor Ort, durch individuelle Vorlieben und Lebensstand (Ledig, verheiratet mit Kindern etc.) von selbst lösen lassen.
 
Selbst wenn die Homeofficepflicht eine Entzerrung schaffen würde, sollte trotzdem in mehr Sozialwohnungen investiert werden. Das sind ja nicht alles nur Hartzer, welche ohnehin schon die Wohnung vom Staat bezahlt bekommen. Sondern auch Geringverdiener (Wohngeld bzw Wohnberechtigungsschein usw).
Außerdem fnde ich eine Mietpreisbremse schon angebracht. Vielleicht könnte man die auch auf die größeren Immobilengesellschaften beschränken. So das kleinere Vermieter nicht so unter Druck stehen.
Enteignungen, wie mal von Kevin Kühnert und den Linken gefordert, sind eher grenzwertig.
 
Schon mal etwas von Tarifautonomie gehört?
Ja und ich habe dir gesagt, dass das eine Wette auf menschliches Verhalten ist.

Mein Vater pendelt tatsächlich lieber 80km pro Tag als das zu machen was wir beide so praktisch fänden.
Davon abgesehen, dass es sein Chef auch gar nicht ermöglicht wird jede Diskussion mit
"auf Arbeit kann ich aber das, das das" beendet.
 
Guten Morgen um dreiviertel 9, auch schon wach? :P

In dem Fall schon mit der ab diesen Jahr greifenden Änderung für Geringverdiener, wobei die auch mal wieder nicht der große Wurf ist.
Ein Beispiel: Markus ist Single und hat ein zu versteuerndes Einkommen von 9.400 Euro. Damit liegt er unter dem Grundfreibetrag (im Jahr 2021 für Singles 9.744 Euro und für Ehepaare 19.488 Euro). Somit muss er keine Einkommensteuer zahlen. Allerdings erhält er deshalb auch keine Pendlerpauschale. [...]

und etwas älter und sogar von der Springer-Presse: https://www.welt.de/wirtschaft/arti...dlich-die-ungerechte-Pendlerpauschale-ab.html
[...]
Denn die Pendlerpauschale entlastet gut Verdienende stärker als Geringverdiener. Das progressive Steuersystem in Deutschland hat zur Folge, dass die Entfernungspauschale die Nettosteuerlast für die Chefs weit stärker verringert als für deren Angestellte. Spitzenverdiener zahlen wegen der Pendlerpauschale jährlich bis zu 2000 Euro weniger Steuern, bei Geringverdienern sind es weniger als 1000 – auch wenn beide die gleiche Distanz zurücklegen. Ein solcher Effekt wird gemeinhin als ungerecht bewertet.
Noch ungünstiger wirkt sich die Pendlerpauschale auf jene aus, die weniger als den Steuerfreibetrag verdienen. Ihnen nützt es gar nichts, von einem Einkommen, das ohnehin nicht versteuert wird, eine Pendlerpauschale abziehen zu dürfen. [...] ]/quote]

Man könnte an der Stelle auch mit dem Dienstwagenprivileg weitermachen. Auch etwas was nur ohnehin schon gut situierten Kreisen zugute kommt: https://www.deutschlandfunk.de/dien...-zu-lasten.724.de.html?dram:article_id=342036
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Vater pendelt tatsächlich lieber 80km pro Tag als das zu machen was wir beide so praktisch fänden.
Davon abgesehen, dass es sein Chef auch gar nicht ermöglicht wird jede Diskussion mit
"auf Arbeit kann ich aber das, das das" beendet.
Und die gesetzliche vorgeschriebene (und angeblich zumutbare) Pendelzeit sollte auch gesenkt werden.
Es kann nicht sein das man bis zu 2 1/2Stunden täglich seine Kosten und Zeit für den Arbeitsweg verschwendet.
Und das nicht mal alles voll zurückerstattet wird.
 
Ja und ich habe dir gesagt, dass das eine Wette auf menschliches Verhalten ist.
Im Gegensatz zu den meisten Anderen, kann ICH zumindestens mal eine gedachte Lösung anbieten, die einseitige Ablehnung und Verteuerung des Individualverkehrs den du und deine Partei so favorisieren und damit die Landflucht anfachen, ist für mich und für viele andere jedenfalls keine Lösung.
Darüber hinaus könnte man über so etwas nachdenken oder besser es zeitnah einführen.

Allerdings hilft das nur begrenzt, wenn man die Wohnsituation nicht entzerrt und auch weiterhin oder vermehrt das Land fördert.
 
Falsch!
Wir haben Überkapazitäten an Wohnraum, das ist faktisch belegt.
Während in Ballungsgebieten Wohnraum fehlt, gibt es auf dem Land haufenweise Leerstand und es sterben in Deutschland immer noch jede Menge Gemeinden.

Jo, wir haben im Osten ein Überangebot an Wohnraum und in westlichen Ballungsräumen ein massives Unterangebot. Es bringt mir im Großraum Frankfurt nichts wenn ich ostwärts von Berlin Schlösser für nen Appel und ein Ei kaufen kann. ~40.000 Objekte dieses Jahr weniger auf dem Markt als letztes Jahr - selbst wer Geld hat findet oftmals nichts passendes.

Ehrlicherweise würde nur die wirtschaftliche Erschließung derjenigen Gebiete helfen, in denen derzeit ein Überangebot an Wohnraum vorherrscht und aus denen eine Landflucht stattfindet. Es ist müßig zu diskutieren ob in einer Stadt eher Verwaltungsangestellte oder Arbeiter wohnen, jede Stadt hat ihr produzierendes Gewerbe bzw. benötigt Horden von Billiglöhnern welche Straßen fegen, Mülltonnen leeren, Venti Lattes produzieren, Busse fahren oder Straßen sanieren - dieser Personenkreis muss auch irgendwo wohnen, bestenfalls nah am Einsatzort.
Die Konzentration auf einige Städte liegt in der Konzentration der dort ansässigen Wirtschaft.
Ein Stuttgart ohne Daimler, ein Ingolstadt ohne Audi, ein Wolfsburg ohne VW? Sähe alles deutlich anders aus.

Wenn du diese Thesen auf nem CDU Parteitag vorträgst ist die Intensivstation danach proppe voll mit Herzinfarkten...
 
Ehrlicherweise würde nur die wirtschaftliche Erschließung derjenigen Gebiete helfen, in denen derzeit ein Überangebot an Wohnraum vorherrscht und aus denen eine Landflucht stattfindet. Es ist müßig zu diskutieren ob in einer Stadt eher
Natürlich, das meinte ich auch mit Förderung des Landes, trotzdem halte ich das Homeoffice als Entzerrung für eine eher "sanfte" und auch zum Teil wirkungsvolle Methode und sie steht sehr zeitnah zur Verfügung.
Die Konzentration auf einige Städte liegt in der Konzentration der dort ansässigen Wirtschaft.
Ein Stuttgart ohne Daimler, ein Ingolstadt ohne Audi, ein Wolfsburg ohne VW? Sähe alles deutlich anders aus.
Richtig, trotzdem müssten bei Homeoffice wesentlich weiniger Leute sich CO2 intensiv bewegen und wenn man nur alle 2-3 Wochen ins Office muss, sucht man wahrscheinlich auch weiter weg von diesen Konzentrationspunkten.
 
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