Allerdings hattest du auch von einer Kürzung des Bürgergeldes geschrieben. Das finde ich nicht sinnvoll!
Meiner Ansicht nach und da wiederhole ich mich hier im Thread, ist nicht das Bürgergeld zu hoch, sondern die Löhne zu niedrig!
Ich versuche es mal zu erklären.
Wenn du Bürgergeld auszahlst, kommt das aus einem großen Bundessteuertopf.
Der ist endlich.
Steuern sollten aber nachhaltig als Investitionen eingesetzt werden.
Ob dass dann leistbarer Wohnraum schaffen oder Infrastruktur ist, ist erst mal wurscht.
Das Geld sollte irgendeinen Mehrwert für alle generieren.
Bürgergeld zementiert aber einen Status Quo.
Es ändert gar nix daran, dass der Empfänger keinen Arbeitsplatz hat, eine schlechte Bildung hat oder nicht richtig deutsch kann. Er zahlt keine Steuern und kann nix der Allgemeinheit und fürs Allgemeinwohl zurückgeben.
Die Menschen sind schlichtweg abhängig vom Wohl und Wehe des Staates, ja werden quasi zur Unselbständigkeit hin erzogen.
Ich nehme jetzt mal die exemplarische alleinerziehende Mutter ohne Bildung in einer Sozialwohnung als Beispiel.
Bleibt sie Bürgergeldempfängerin, wird sie in X Jahren in der Altersarmut sitzen und ihre Kinder werden keine gute Ausbildung haben und evtl. genauso enden - Ein Teufelskreis in Abhängigkeit.
Investitionen in die Zukunft bedeuten für mich:
Die Mami bekommt ein Erwachsenenausbildung und hinterher einen Job, der dann ab 65 eine solch hohe Rente abwirft, dass sie sich eine nette und saubere Wohnung in bescheidenen Wohlstand leisten kann.
Die Kinder bekommen eine qualitativ hochwertige Ganztagesbetreuung, so dass die Mami einen 30h oder 36h Job, der sie auch erfüllt, nachgehen kann.
Sie muss sich keine Sorgen darüber machen, dass ihre Kinder keinen Studien-/oder Ausbildungsplatz bekommen, denn der Staat übernimmt gänzlich diese Kosten.
Mit dem Hintergedanken, dass sie dann im Erwachsenenleben als Ingenieur oder sonstwas so viel in an Steuern abdrücken, dass sich diese Investition 2x gelohnt hat.
Es wird sicherlich Fallbeispiele geben, wo das nicht funktioniert und da bedarf es ein additives Netz z. B. für eingeschränkte oder kranke Menschen. Und für die sind dann die aktuellen Bürgergeldsätze wieder viel zu niedrig, um würdevoll leben zu können.
Aber wenn es zu 90% funktioniert ist das allemal besser als Bürgergeld per Gießkanne
Wir müssen wieder zurück zu einer echten Solidargemeinschaft, die alle maximal fördert, die etwas beitragen können und jene schützt, die hilflos sind.