Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Man kann Menschen im Internet aber i.d.R. nicht mobben.
Weißt du was es per Definition erfordert, damit etwas wirklich Mobbing ist?
Das man sich als Opfer einer Schikane dieser nicht entziehen kann und diese immer vom selben festen Personenkreis, über einen längeren Zeitraum, stattfindet und nicht jedes mal von anderen (fremden / neuen) Nutzern und / oder "einmalig".

Ein Kind das durch die Schulpflicht dazu gezwungen ist jeden Tag zur Schule zu gehen, die vielleicht in 50km Umkreis auch die einzige ist und dort jeden Tag fertig gemacht wird, wird gemobbt.

Ein Arbeitnehmer der jeden Tag von seinen Kollegen am Arbeitsplatz fertig gemacht wird und nicht einfach kündigen kann, weil er dann vom Arbeitsamt eine Leistungssperre bekommt, weil er "unbegründet" seinen Arbeitsplatz aufgegeben hat, wird gemobbt.

Ein Mensch der meint seine Meinung (evt. auch noch selbst provokant) für alle öffentlich zugänglich ins Internet zu blasen und dafür ggf. Spot und Häme bekommt, wird aber üblicherweise damit nicht gemobbt, weil man jederzeit das Internet ausmachen kann, weil man Kommentare und Nutzer, i.d.R. blocken / bannen kann und weil man immer die Option hat sich im Internet zu einem Thema, oder generell, nicht aktiv zu äußern und nur passiv zu konsumieren.

Es ist wirklich nur noch fürcherlich, auch für mich der etwas über ein halbes Jahr selbst auf schlimmste Art im Internat gemobbt wurde, wie der Begriff Mobbing heutzutage für wirklich nahezu alles inflationär verwendet wird, was irgendwie im Internet als Gegenwind auf eigene Äußerungen kommt, oder teils auch nur simple Kritik daran ist, die dem Verfasser einer Aussage aber nicht passt / gefällt.
Auch im Internet gibt es Mobbing:

 
Mal den Text in Gänze gelesen? Kommt eher darauf an.

Was gut insgesamt zum Thema passt findet sich zum Ende des Textes.

Zitat:
Das Grundgesetz hat nicht von ungefähr als Schranke der Meinungsfreiheit ausdrücklich das Recht auf persönliche Ehre genannt. Auch ohne diese besondere Heraushebung käme dem Recht auf persönliche Ehre als Ausdruck der Persönlichkeit und als Ausfluß der Menschenwürde, die zu schützen und zu achten Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ist (Art. 1 Abs. 1 GG) schrankensetzende Bedeutung zu, und das insbesondere auch bei Äußerungen in der Öffentlichkeit. Dem Verfassungsgeber genügte dies nicht. Sein Anliegen war, mit der im Grundgesetz verankerten Begrenzung der Meinungsfreiheit nachdrücklich einer Ausuferung des politischen Meinungskampfes in den persönlichen Bereich hinein entgegenzuwirken


Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Öffentlichkeit heute anders gesehen wird als seinerzeit.
Natürlich gibt es auch da Einschränkungen, aber Pauschalisierungen sind Teil der politischen Debatte. Ich brauche nicht, dass Meinungsäußerungen und deren Bewertung zu Offizialdelikten werden, die der Staat von sich aus verfolgen muss. Antragsdelikte sind völlig ausreichend, §188 StGB, der Beleidigungen gegen Personen des politischen Lebens regelt, ist ja bereits ein unechtes Antragsdelikt und es steht dem Staat eine Strafverfolgung offen, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht.

Ich brauche nicht das StGB der DDR, das auch Vergehen gegen das sozialistische Gemeinwohl kannte.
 
Sorry, aber da ist man schlicht dann auch zu einem großen Teil selber Schuld
Sorry, aber das geht schon fast in Richtung "selbst Schuld, wenn sie einen kurzen Rock trägt". In Dons Beispiel ging es zudem auch um Jugendliche, eine besonders schutzbedürftige Gruppe. Und komm jetzt nicht mit "die Eltern", gerade Eltern und Vertrauenspersonen stehen der Sache häufig machtlos gegenüber, z.T. sind die Opfer gar nicht auf diversen Plattformen präsent, aber die "Täter" nutzen die Plattformen für ihre Angriffe, die sich letztlich auf RL der Opfer auswirken. Die Plattformen schreiben auch i.d.R. Altersbestimmungen in ihre AGB, deren Umsetzung kümmert aber weder die Plattformbetreiber, noch die Eltern.
 
Sorry, aber das geht schon fast in Richtung "selbst Schuld, wenn sie einen kurzen Rock trägt".

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann nützt es für dieses Kind nichts mehr, dass man danach ein Schild mit "Vorsicht Brunnen!" aufstellt. Es hilft auch keinen Kindern, die trotzdem meinen, am Brunnen spielen zu müssen. Du kannst dir dann überlegen, wie du damit umgehst.

Auf dein Beispiel bezogen, und ich will beim besten Willen da nichts relativieren, muss man einfach erkennen, dass manche Teile des männlichen Geschlechtes so getrieben sind, dass es dir rein gar nichts hilft, zu sagen, dass es ja nicht sein kann, dass ein zu "kurzer Rock" das Problem ist. Es ist nicht DAS Problem, aber es ist im Fall der Fälle ein Teil des Problems.

Und während ich das so schreibe, habe ich schon Angst vor der Reaktion, dabei will ich nur sagen, dass zivilisatorische Errungenschaften des Geistes sich nicht immer mit den animalischen Trieben im Menschen zu 100 % vereinbaren lassen und auch nie zu 100 % vereinbart werden können. Wenn man das im Hinterkopf behält, was nützt es einem nachträglich, wenn man das Recht hatte sich zu kleiden wie man will, wenn es bei einem eher tierisch gesteuerten Mann genau den Impuls auslöst, der für einen selber so viel Leid bedeutet?

Diese "der Rock war zu kurz" Argumentation ist an der Stelle ja nur eine Umschreibung für einen bestimmten Umstand.

Wir Kerle sind in unserem Inneren nämlich auf die oder andere Weise auch nach Jahrtausenden der geistigen Evolution beim Thema Impulskontrolle bei Sexualität nur hauchdünn von Tieren entfernt. Man kann uns so schön einfach mit sexualisierten Motiven triggern. Und ich unterstelle das jedem von uns. Wäre dem nicht so, die Werbung mit sexualisierten Bildern würden nicht so gehen, im Internet gäbe es bei Weitem nicht so viel P0rn - und überhaupt hätten wir vermutlich eine eher matriarchalisch geprägte Gesellschaft.

An der Stelle schließe ich den Bogen zu
Die Plattformen schreiben auch i.d.R. Altersbestimmungen in ihre AGB, deren Umsetzung kümmert aber weder die Plattformbetreiber, noch die Eltern.
denn es hilft nicht sich ein Regelwerk aufzuerlegen und dann, wenn es zum Schlimmsten gekommen ist, sich damit herauszureden und alleinige Schuld bei einem Täter zu suchen, der ja schließlich gegen die Regeln verstieß.

Ich bin z.B. seit langem der Meinung, dass die (a)sozialen Medien mehr Problem denn eine Lösung darstellen, weil sie Dinge ermöglichen, die sehr unschöne Ergebnisse hervorbringen, sich aber bei der Verantwortung auf die Position zurückziehen, dass man für die Inhalte ja nicht verantwortlich sei. So wie auch Eltern z.B. die Verantwortung auf Lehrer schieben, wenn die Kinder mangels Unterstützung durch die Eltern in der Schule gesellschaftlich als auch inhaltlich versagen.

Wenn es nach mir ginge, ich würde diesen ganzen Web 2.0 Schmodder noch sehr viel stärker sanktionieren, wenn man den Abgründen des menschlichen Wesens nicht endlich seitens der Anbieter nicht deutlich mehr Paroli bietet. Und im Zweifel, wenn man sich wie bei X weigert, den Laden komplett verbieten.
 
Auf dein Beispiel bezogen, und ich will beim besten Willen da nichts relativieren, muss man einfach erkennen, dass manche Teile des männlichen Geschlechtes so getrieben sind, dass es dir rein gar nichts hilft, zu sagen, dass es ja nicht sein kann, dass ein zu "kurzer Rock" das Problem ist. Es ist nicht DAS Problem, aber es ist im Fall der Fälle ein Teil des Problems.
Du, das hat rein gar nichts nur mit männlicher Triebsteuerung zu tun.
Frauen / Lehrerinnen die ihre jungen Schüler sexuell begehren gibt es schließlich genauso immer wieder regelmäßig genug, wie Frauen die ihre sexuellen Reize sehr gezielt dafür nutzen um monitäre Zuwendungen zu erlangen (ansonsten wäre sowas in Social Media auch nicht so erfolgreich, wo Frauen in Streams sehr gezielt mit ihren sexuellen Reizen vor der Kamera "spielen" und häufig zu finden). ect. pp.

Genauso zielt die Werbung natürlich auch auf das ab was Frauen sexuell zumeist atraktiv finden, sonst wären deren Partner / Lebensgefährten in der Werbung nicht alle üblicherweise immer verhältnismäßig gut aussehende relativ sportliche Männer, mit mindestens einer Körpergröße von 1,82m plus.

Sex sales halt in bei beiden Geschlechtern besser und beeinflusst das Verhalten und handeln von Personen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt zwar, jedoch gibt es auch Studien, die nachweisen konnten, dass Männer um einiges häufiger an Sex (aber auch an Essen und Schlaf) denken, als Frauen und daher insgesamt triebgesteuerter sind.

Das wollte ich damit auch gar nicht in Abrede stellen, nur halt zu bedenken geben das man nicht meinen sollte, was viel zu oft passiert, das es halt rein einseitig wäre.

Fortpflanzung und damit einhergehender Sex ist halt bei allen Lebewesen ein elementarer Bestandteil der Existenz, entsprechend hat es natürlich auch eine hohe Bedeutung und einen entsprechend hohen Stellenwert, genauso wie die Lust daran.

Da spielt es halt am Ende keine Rolle wie hoch entwickelt ein Lebewesen ist, oder halt nicht.
Am Ende haben selbst Affen auch Sex aus reinem Spaß an der Lust. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ging mir nur darum darauf hinzuweisen, dass das Beispiel mit "Vergewaltigt, weil der Rock zu kurz war" und der damit verbundene gesellschaftliche Aufschrei, ausblendet, wie der Mensch trotz all seiner geistigen Entwicklung noch immer tickt. Ich wollte auch darauf hinweisen, dass es einem rein gar nichts hilft zu wissen, dass alle wissen, wie falsch es ist, eine Frau sexuell zu missbrauchen, wenn man zur falschen Zeit, am falschen Ort und im wegen ggf. durch aufreizende Kleidung oder Verhalten falscher gesendeter Impulse Opfer eines triebgesteuerten Mannes wird.

Zum Glück kann man ja sagen, dass diese Szenarien im eher niedrigen Bereich liegen. Insofern ist die Debatte über "die Kleidung war schuld vergewaltigt worden zu sein" eher eine Kopfdebatte. Nichtsdestotrotz darf man aber auch nicht ignorieren, dass Triebe eben noch einen wichtigen Teil des Menschen darstellen, und es bei diesen Trieben Auswüchse gibt, auf die man als Gesellschaft trotz aller Regeln kaum einen Einfluss hat.

Das ist ja bekanntermaßen der Sex des Alters. :ugly:
Getreu meinem Vater ...

Ich: Wie war der Urlaub?
Er: Das Essen war gut.

;)
 
Mal wieder was zum Thema:


Bodo Ramelow ist nach wie vor der beliebteste Politiker in Thüringen. Aber seine Partei nicht.
Die SPD wäre nur noch im einstelligen Bereich vertreten. Die FDP wäre nicht mehr drin und die Grünen auch nicht.
 
Bodo Ramelow ist nach wie vor der beliebteste Politiker in Thüringen. Aber seine Partei nicht.
Die SPD ist nur noch im einstelligen Bereich. Die FDP wäre nicht mehr drin und die Grünen auch nicht.
Keiner will Höcke als MP haben, trotzdem glauben die Rechten, dass das Volkes Meinung ist, dass Höcke Chef werden soll.
 
CDU nun auf AfD Linie und gegen Menschenrechte

 
CDU nun auf AfD Linie und gegen Menschenrechte

Ist aber auch ein schwieriges Thema bei dem ich auch keine Lösung wüsste. Islamistische Straftaten wie nun in Solingen sind schon besorgniserregend. Der Täter kam aus Syrien in die EU um Schutz zu suchen. Und dann das.
Natürlich kann man nicht alle Muslime in die gleiche Schublade stecken. Nur die Gefahr solcher Straftaten allein durch die Glaubensrichtung ist schon größer. Gegen friedlich lebende Muslime hat man nicht.
Nur die Anzahl der in Deutschland lebenden Muslime wird größer. Und somit die Wahrscheinlichkeit religiöser Gewalttäter.

Nur die Frage wäre. Wie kann man das Problem lösen.
 
Ist aber auch ein schwieriges Thema bei dem ich auch keine Lösung wüsste. Islamistische Straftaten wie nun in Solingen sind schon besorgniserregend. Der Täter kam aus Syrien in die EU um Schutz zu suchen. Und dann das.
Es ist völlig unerheblich woher der Täter selbst am Ende stammt.
Was viel mehr ein Problem daran ist und ein Knackpunkt, dass es wieder einmal ein Täter war dessen Aufenthaltstitel in Deutschland abgelehnt wurde und der bald abgeschoben werden sollte (in diesen Fall nach Bulgarien, wo der Erstantrag erfolgt ist) und der dann als Reaktion darauf Menschen abgestochen hat.

Es lässt schon tief auf den Charakter solcher Personen blicken, wenn man dann aus purer Rache Menschen absticht, die persönlich nichts damit zutun haben, weil von "islamistischer Radikalisierung" kann man bei solchen Personen meiner Meinung nach eigentlich kaum sprechen, weil Christen abstechen hätte er in Bulgarien genauso gekonnt (wie der IS ja in seinem Bekennerschreiben als Motiv für die Tat schrieb).
 
Es ist völlig unerheblich woher der Täter selbst am Ende stammt.
Jein. Was ich sagen wollte das bei Flüchtlingen unter anderem aus Syrien die Gefahr durch den Religiösen Glauben schon größer für solche Straftaten ist. Bei Flüchtlingen aus der Ukraine zum Beispiel ist die Gefahr solcher Taten deutlich geringer.
Was viel mehr ein Problem daran ist und ein Knackpunkt, dass es wieder einmal ein Täter war dessen Aufenthaltstitel in Deutschland abgelehnt wurde und der bald abgeschoben werden sollte (in diesen Fall nach Bulgarien, wo der Erstantrag erfolgt ist) und der dann als Reaktion darauf Menschen abgestochen hat.

Es lässt schon tief auf den Charakter solcher Personen blicken, wenn man dann aus purer Rache Menschen absticht, die persönlich nichts damit zutun haben, weil von "islamistischer Radikalisierung" kann man bei solchen Personen meiner Meinung nach eigentlich kaum sprechen, weil Christen abstechen hätte er in Bulgarien genauso gekonnt (wie der IS ja in seinem Bekennerschreiben als Motiv für die Tat schrieb).
Die Wahrscheinlichkeit das er das gleiche in Bulgarien getan hätte ist denke ziemlich hoch. Das die Abschiebung aus Deutschland vielleicht nicht schneller ging ist ein Problem. Nur fraglich ob die Abschiebung die Tat verhindert hätte oder nur der Ort ein anderer gewesen wäre.
 
Was viel mehr ein Problem daran ist und ein Knackpunkt, dass es wieder einmal ein Täter war dessen Aufenthaltstitel in Deutschland abgelehnt wurde und der bald abgeschoben werden sollte (in diesen Fall nach Bulgarien, wo der Erstantrag erfolgt ist) und der dann als Reaktion darauf Menschen abgestochen hat.
Dieser Grund ist gar nicht 100% sicher. Andere Täter haben auch ohne Abschiebestatus schon Menschen umgebracht.
 
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