Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Mein Eindruck ist allerdings auch ein bisschen, dass man mit der Wende im Osten nicht zu 100 % verstand, dass zu der Veränderung in der Politik und Wirtschaft eben auch eine persönliche Veränderung der Einstellung zum eigenen Wirken inkludiert war.
Und genau dein "Eindruck" ist das Problem, weil er zeigt das man im Westen der BRD bis heute gar keine Ahnung von den Menschen und Gegebenheiten im Osten der BRD hat, aber meint man muss ihnen erzählen wie ein Hase anatomisch aufgebaut ist.

Die Menschen waren nach der Wende durchaus völlig bereit sich einzubringen und Dinge verändern zu wollen, sonst wäre man nicht Monate lang gegen jegliche staatliche Repression in der DDR auf die Straße gegangen, aber wenn halt danach direkt in weiten Teilen Personal aus der BRD im Osten "installiert" wird, mit Westbeziehungen und einem sozialisierten westdeutschen Weltbild, was wird dann wohl gemacht / realisiert und wer entscheidet dann wie?

Der welcher in Leipzig lebt und aus der DDR kommt, oder der, der aus Hessen, BRD, nach Leipizig zugezogen ist?

Ein westdeutsch sozialisierter und von dort Zugezogener wird nun einmal keine Entscheidung treffen wie sie vielleicht ein Ostdeutscher getroffen hätte, der hier aufgewachsen ist, sondern Entscheidungen treffen wie er sie von Daheim und denn dortigen westdeutschen Gegebenheiten gewohnt ist. Die DDR-Leipziger waren und sind aber keine BRD-Hessen, ein Ost-Berliner ist nun einmal kein West-Berliner und ein DDR-Sachse kein BRD-Bayer.

Und das setzt sich bis heute fort.
Es rücken auch über 30 Jahre später keine Ostdeutschen in viele Positionen nach, sondern durch die etablierten Conections rücken größtenteils auf Westdeutsche wieder Westdeutsche nach.
Auch über 30 Jahre nach der Wende spielen Ostdeutsche in entscheidenden Positionen, im Osten, keine nennenswerte Rolle.

Ich hatte es auf der letzten Seite ja verlinkt, aus September 2023:

Sie sind Konzernchefs, Richterinnen und Generäle, leiten Parteien, Behörden und Verlage: Wissenschaftler zählen einige Tausend Menschen zur Elite Deutschlands. Und die ist auch 33 Jahre nach der Wiedervereinigung überproportional westdeutsch. Das ist das Ergebnis des "Elitenmonitors", den der Ostbeauftragte des Bundes, Carsten Schneider, am Mittwoch gemeinsam mit Studienautoren vorstellte.


Da kannst noch 10x aus Ignoranz den Ostdeutschen vorwerfen sie wären einfach nur zu "faul" in etwas ändern zu wollen, das bleibt aber trotzdem nichts weiter als blanker Hohn und erbärmlich, weil schlicht unwahr!

Gestalten und mitentscheiden kann man halt nur wenn man auch eine gewisse Macht und Einfluss hat, ansonsten wird man nur gestaltet und Ostdeutsche haben (nachweislich, sie Link) wenig Macht und Einfluss und entsprechend konnten sie die letzten 33 Jahre auch nur sehr begrenzt im Osten mitentscheiden und gestalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dies das zentrale Problem ist, warum schart man sich dann im Osten heute hinter die West-Nazis? Das führt deine Erklärung doch ad absurdum.
Warum haben sich Deutsche in den 1930er Jahren hinter einen Östereicher geschart?
Warum bejubeln (auch Westdeutsche) jemanden wie Donald Trump?
Warum sticht jemand seinen Nachbar bei einer Lapalie, wie dem Streit über eine ungeschnittene Hecke, nieder?
Seit wann führt und muss Frust (worüber und in welcher Form auch immer) bei den meisten Menschen zu logischen Entscheidungen führen?
 
Nur Mal am Rande für mich zum Verständnis gefragt, was meint ihr mit Ostdeutschland?
Die Zonis ;) :P

Warum haben sich Deutsche in den 1930er Jahren hinter einen Östereicher geschart?
Warum sticht jemand seinen Nachbar bei einer Lapalie wie dem Streit über eine ungeschnittene Hecke nieder?
Seit wann führt und muss Frust bei den meisten Menschen zu logischen Entscheidungen führen?
Das ist doch Stammtisch, wie du das vorhin beklagt hast.

Du erklärst, dass man die Ossis durch Besserwessis schlechter gestellt hat. Und ich frage dich, wenn das der Knackpunkt für den Frust ist, warum schart man sich hinter Besserwessinazis? Irrationalität als Antwort lasse ich nicht gelten.
 
Irrationalität als Antwort lasse ich nicht gelten.
Ich erkläre dir das nicht, ich habe es dir sogar belegt und Irrationalität ist nun einmal die Antwort, weil Menschen nun einmal schnell dazu neigen irrational auf Dinge zu reagieren und irrationale Entscheidungen zu treffen:


Mal ganz davon abgesehen das deutlich mehr als 50% aller Ostdeutschen immer noch demokratische Parteien wählen, die du hier aber pauschal mal wieder mit über einen Haufen schärst, das sie sich um Rechte scharen würden.

*edit* Außerdem sollte man mal nicht vergessen das die AfD in Westdeutschland auch nicht völlig unerfolgreich ist, wie in Niedersachsen, wo sie bei den kommenden Landtagswahlen aktuell wohl bei 21% liegen würde, oder NRW, wo es 15% wären, genauso wie in Hessen, mit 16,7%.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das nicht mal mehr Populismus, das einfach nur eine klar erfundene Lüge von ihm (wenn er das so geäußert hat).
Höcke interessiert doch lügen nicht und die Afd Wähler auch nicht.
Der lügt doch schon, wenn er sagt, dass die Kriminalstatistik massiv angestiegen ist.
Alles Unsinn aber die Wähler glauben das. Ich kenne auch einen Afd Wähler (eigentlich zwei) und denen ist alles egal, Hauptsache Ausländer raus, weil alle Ausländer kriminell sind.
Und wenn die alle raus sind, wird sich eine neue Gruppe gesucht. Dann müssen alle Homosexuelle weg. Dann folgen alle Grünen und zwischendurch die Presse, die nicht auf Linie ist.
Und die erreichst du nicht mehr.
Populismus beruht ja zumindest noch auf einen Kern von "wahren" Inhalten, die aber in extremer Oposition zu gängigen gesellschaftlichen Ansichten gesetzt werden und komplexe Zusammenhänge stark simplifizieren, um zu polarisieren.
Seit wann interessiert sich die Afd für Wahrheit?
Nur Mal am Rande für mich zum Verständnis gefragt, was meint ihr mit Ostdeutschland?
Ganz Ostdeutschland, alles östlich von Schleswig Holstein, Niedersachen, Hessen und Bayern, außer Berlin.
 
Seit wann interessiert sich die Afd für Wahrheit?
Darum ging es doch gar nicht, natürlich interessiert die AfD und deren Wählerschicht Wahrheit nicht besonders.
Aber es ging doch darum das Populismus, in dem Kontext deines Gebrauchs, schlicht das falsche Wort ist, weil es schlicht nichts mehr mit Populismus zu tun hat, wenn es eine glasklare Lüge ist.
 
Dadrum ging es doch gar nicht, natürlich interessiert die AfD und deren Wählerschicht Wahrheit nicht besonders.
Aber es ging doch dadrum das Populismus, in dem Kontext deines Gebrauchs, schlicht das falsche Wort ist, weil es schlicht nichts mehr mit Populismus zu tun hat, wenn es eine glasklare Lüge ist.
Trotzdem wird das als Populismus bezeichnet.
Trump lügt die ganze Zeit, trotzdem Populismus.
 
Trotzdem wird das als Populismus bezeichnet.
Trump lügt die ganze Zeit, trotzdem Populismus.
Mag sein, ist aber trotzdem per Definition von Populismus schlicht verkehrt.

Aber ist ja heute sowieso egal, man kann inzwischen ja jede Definition so auslegen wie man selber gerade lustig ist...
Entsprechend kann man auch Mobbingopfer sein, wenn man selber permanent provoziert, üble Aussagen trifft und Straftaten begeht, also warum auch nicht Populist sein können, wenn man einfach nur glasklar rumlügt.

Vielleicht ist man dann Morgen sogar nur noch ein Dieb, wenn man eigentlich einen Raubmord begeht. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Gestalten und mitentscheiden kann man halt nur wenn man auch eine gewisse Macht und Einfluss hat, ansonsten wird man nur gestaltet und Ostdeutsche haben (nachweislich, sie Link) wenig Macht und Einfluss und entsprechend konnten sie die letzten 33 Jahre auch nur sehr begrenzt im Osten mitentscheiden und gestalten.
Das ist aber nach deinem Link und auf der Basis der besprochenen Analyse so nicht richtig!
Außerdem gibt es nach der Studie Entwicklungen.
Der Anteil der "Ostdeutschen" an der Bevölkerung beträgt so ziemlich haargenau 20%, die sie in der Politik besetzen, als auch im Mittelbau der Verwaltung sogar übertreffen!
Damit hat man schon einiges an Einfluss in DE.

Justiz oder Jura ist ein ganz schwieriges Thema, weil man dort 2. Staatsexamen braucht, da haben nur die Jüngeren eine Chance die diese Abschlüsse machen konnten, weil ehemalige DDR Abschlüsse da nicht anerkannt weden, dazu kommt, das man mit Jura allgemein sehr gute Karrierechancen in DE hat.
(Übrigens werden auch keine europäischen Abschlüsse in Jura wirklich als Volljuristen anerkannt)

Desweiteren möchte ich auf die Demographie aufmerksam machen, gerade die Mächtigen/Eliten -> "Boomer" in diesem Land stehen massenweise vor der Verrentung in den nächsten Jahren oder nächsten Jahrzehnt, also viele derjenigen, die bei der Wende um die 30-35 waren und viele davon in den "Osten" gegangen sind.
Das Bild bis jetzt sieht auf einigen Gebieten nicht rosig aus, aber auch nicht wirklich schlecht, auf anderen Gebieten hat man längst den Anschluss gefunden.

Deine ganze Einordnung ist mir zu undifferenziert und es wird nur das Schlechte hervorgehoben, was mir als "Wessi" genauso permanent auf die Nüsse geht. TrueRomance liegt da mit seinem Hinweis auf die immer wiederkehrende Opferrolle nicht verkehrt, weil es in der Debatte nur Schwarz oder Weiß gibt und nach meinem empfinden ist bei vielen Ossis eben immer alles Schwarz und der böse Westen schuld.
Insoweit etwas mehr konstruktives, in den nächsten 10 Jhren gibt es massive demographische Umbrüche und somit Chanden diese auch im Sinne von mehr "Osteliten" zu nutzen!
 
Vielleicht ist das wieder so ein Wessi Ding, aber ich kann mich wirklich nicht daran erinnern wann es "hier drüben" überhaupt das letzte Mal ein Thema war ob ein Freund, Kollege oder Funktionär aus der ehemaligen DDR kam/kommt. :ka:

Ist immer nur ein Thema für Leute, deren Weltbild aus "wir gegen die" besteht. In östlichen Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit treten gewisse Parteien dann mit "Ossis leiden unter Wessis" auf, in vermögenden Gegenden mit "kein Geld von uns für Sozialschmarotzer", bei hinreichender Nazi-Dichte mit "Deutsche gegen XY", etc..
Was die entsprechenden Parteien wirklich bezüglich Ost-West-Angleichung denken, kann man ja daran erkennen, wie fleißig sie Treuhand und andere Nachwende-Verbrechen aufgearbeitet haben, wie sie neue Bundesinstitutionen in ihre (westlichen) Stammländer schustern, wo die Industrien ansässig sind, deren Förderung sie fordern (Atom/Stahl/KFZ) und die, die sie verteufeln (z.B. Solar), etc.


Auch zu Beginn war das nicht (überall) plausibel, oder welche verwaltungstechnischen Qualitäten braucht z.B. der Intendant einer Oper, der zwingend jemanden aus den Westen auf der Position erfordert hätte?

Gerade weil es da wenig handfeste Kriterien gibt, war der DDR-Kulturbetrieb besonders SED durchseucht. Das hat es den Regierenden in der Nachwendephase leicht gemacht, schön Pöstchen zu verteilen, für die es keine qualifizierten, sauberen Ostbewerber gab. (Was die gleichen Parteien zu den Karrieren von NSDAP- und SS-Angehörigen in den 50ern, 60ern und teils noch 70ern bis heute sagen, steht natürlich auf einem andern Blatt.)


Es hilft halt wenig, das so pauschal abzutun. Als "Ostdeutscher" hast du nun einmal einen krassen Standortnachteil: Du hast idR kein Vermögen

Das ist aber kein "Ost"-Problem, sondern nur ein im Osten prozentual häufigeres Problem (absolut ist es im Westen häufiger, rein durch die Bevölkerungsgröße). Wer im Westen kein Vermögen hat, steht mit genauso eingeschränkten Chancen da und trotzdem lassen sich diejenigen, die sich an ihre "Ossi"-Opferrolle klammern, gerade von denjenigen, die für eine Verschärfung der sozialen Schichtung stehen, gegen diejenigen aufhetzen, die zumindest darüber nachdenken, wie man die Lage verbessern könnte.


Ich habe den Vorteil, dass ich der Nähe von Leipzig wohne. Hier ist die Situation entspannter. Und wenn dann mal ein großes Unternehmen im Osten einen Standort plant, wird dennoch gemotzt.

Dresden, Erfurt, Magedburg stehen afaik auch nicht viel schlechter da. Und rund um Berlin sowieso nicht. Zusammengenommen dürften diese Ballungsräuem 80-90% der Bewohner der nicht-mehr-so-neuen Länder ausmachen. Das es in Meck-Pomm nichts vergleichbares gibt, stimmt natürlich. Aber in der Lüneburger Heide fehlt das genauso und auch in Bremen sind die Werften pleite gegangen, im West-Harz fehlt es genauso an neuen Arbeitsplätzen wie im Ost-Harz, die Brandenburger Großbauern stehen teils sogar besser da als ihre kleineren Kollegen in Hessen, etc..
Es stimmt, dass es im Osten weniger Top-10%er gibt, die sich seit Jahrzehnten auf Kosten anderer was großes aufgebaut haben. Ein paar Immobilien haben und lukrativ vermieten klappt halt nicht in Gegenden, in denen größerer Privatbesitz nicht ererbt werden konnte und in denen nach den Abzügen der 90er ein Überschuss an Wohnraum besteht.

Aber wenn du dir die unteren 50% der deutschen Gesellschaft anschaust, dann sind die Unterschiede ziemlich klein geworden (weiterhin im Schnitt niedrigere Löhne für gleiche Arbeit werden durch niedrigere Mieten für gleiche Wohnung kompensiert). Was bleibt ist nur, dass die einen sagen "uns gehts schlecht wegen der Ausländer/denen da oben/Pech/etc." und die anderen "uns gehts schlecht wegen der Wessis". Auf die sozioökonomische Realsituation guckt offensichtlich keiner von beiden, sagen zumindest die Wahlergebnisse.


Und das setzt sich bis heute fort.
Es rücken auch über 30 Jahre später keine Ostdeutschen in viele Positionen nach, sondern durch die etablierten Conections rücken größtenteils auf Westdeutsche wieder Westdeutsche nach.

Nein. Es rücken nicht irgendwelche "Westdeutschen" nach. Das ist genauso Bullshit wie "Männer stellen nie Frauen ein". Es rücken Mitglieder der gleichen Seilschaften nach. Natürlich sind das alles Wessis, weil aus dem Osten niemand in den 80er Jahren in der richtigen Burschenschaft war oder in den 90ern im richtigen (westdeutschen) Golfclub, um Teil dieser Seilschaften zu werden. (Genauso wie in beiden Fällen keine Frauen dort Zugang hatten/nutzten.) Aber es sind eben nicht "die Wessis", sondern es sind 0,1% der damals im Westen lebenden. Die anderen 99,9% sind genauso benachteiligt wie 100% derjenigen aus den nicht-mehr-so-neuen-Ländern (was bedeutet, dass absolut sogar mehr "Wessis" als "Ossis" durch dieses System benachteiligt werden. Und nach Abzug von Elternzeit & klassischer Rollenbildliebhaber übrigens auch knapp mehr Männer als Frauen).

Diejenigen dagegen, die sich jetzt teilweise auf Bühnen als going-to-be-Retter der "Ostdeutschen" proklamieren, die gehören nicht selten zu denjenigen, die von solchen Systemen profitiert haben und einen Teufel gegen diese tun werden. Trotzdem laufen ihnen die selbsterannten "armen Ossis" hinterher wie Fliegen der Scheiße.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei das Ruhrgebiet sicher schlechter aufgestellt ist als Ostdeutschland. Halle ist gegen Duisburg oder Gelsenkirchen "blühende Landschaften".
 
Mittlerweile ist es einfach nur noch unfassbar, ich persönlich sehe die als Kriminelle an.

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Mal ganz abgesehen davon, das Landesparlamente und Politiker 0,0 Einfluss auf die Außen und Sicherheitspolitik in DE haben, ist die Täter Opfer Umkehr weit jenseits von unverschämt.
 
Schönes Beispiel dafür wie Menschen beim Jobcenter ihre (Macht)Position gegenüber Schwächeren ausnutzen und jemanden jahrelang schickanieren können:

Frank Brohm, ein Mann mit außergewöhnlicher Intelligenz, gerät nach abgebrochenem Jurastudium und Pflege seiner Mutter in die Mühlen des Jobcenters.Statt gefördert zu werden, wird er von überforderten Sachbearbeitern schikaniert und auf das Abstellgleis geschoben.Das strukturelle Problem der Jobcenter, besondere Begabungen nicht zu erkennen und zu fördern, wird in Franks Geschichte besonders deutlich.Körperliche und psychische Leiden sind die Folge jahrelanger Misshandlungen durch falsche Versprechungen und andauerndes Aufschieben von Entscheidungen.Diese Analyse zeigt, wie der deutsche Sozialstaat für diejenigen versagt, die ihn am meisten brauchen.
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Und das ist sicherlich alles andere als ein Einzelfall im System.
Selbst hatte ich mich vor einigen Jahren auch mal mit jemanden unterhalten der mir vergleichbares berichtet hat (erfolgreich abgeschlossene Kaufmännische Ausbildung, nach Unfall in eine schwere Depression gerutscht, wollte gerne Weiterbildung, um wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können, hat selbst Vorschläge unterbreitet, wurde vom Jobcenter immer wieder schickaniert, indem man ihn u.a. wiederholt in MS-Officekurse für Anfänger und dergleichen gesteckt hat, wo er rein gar nichts dazulernen konnte).

Und dann traut man sich noch von Seiten der Politik hinzustellen und zu äußern "man müsse mehr Druck auf Arbeitssuchende ausüben".
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dann traut man sich noch von Seiten der Politik hinzustellen und zu äußern man "müsse mehr Druck auf Arbeitssuchende ausüben".
Und parallel kommt das hier rein:

"Zu hoch", ist klar :lol:
 
Na ja, die Sache mit dem Bürgergeld ist für mich eine zwiespältige.
Da gehts mir nicht um die populistischen Diskussionen, sondern um zwei Dinge:
1. Bürger werden faktisch vom Wohl oder Wehe vom Staat und seinen Zuwendungen abhängig.
2. Der Topf ist endlich und nicht alles kann bedient werden - wo liegen die Prioritäten?

zu 1)
Prinzipiell sollten die Anreize, selbst mit Arbeit den Lebensunterhalt zu sichern, so hoch wie möglich sein.
Statt volkswirtschaftlich einfach nur Geld ohne Mehrwert für den Staat zu verteilen,
wären höhere Mindestgehälter, flexiblere Arbeitszeiten (z. B. Alleinerziehende), geringere Steuern, kostenlose Kitaplätze und bessere Bildung die zukunftsträchtigeren Maßnahmen.
Wirklich Bedürftigen sollte das Bürgergeld erhöht werden, alle Anderen eher zur Arbeit motiviert werden.

zu 2)
Der Staat kann genau so viel ausgeben, wie er einnimmt.
Additive Schulden belasten künftige Generationen - scheidet also aus.
Wir können nicht noch auf mehr Pump zu Lasten der Zukunft leben.

Wir haben einen viel zu großen Rententopf neben dem Thema Wohlfahrt.
Wir haben das Thema Klimaanpassung, damit verbunden Transformation.
Wir haben leider aktuell das Themas Rüstung.


Ich sehe es so, dass wir aktuell leider mit angepassten Investitionen so lange in die Landesverteidigung investieren müssen, so lange das Bedrohungspotential aus dem Osten besteht = keine Einsparpotential

Klimanapassung: Hier machen wir noch viel zu wenig = erhöhte Investitionen notwendig

Rententopf:
Grundsätzliche Strukturreform notwendig, Staatsfonds, privatvorsorge stärken, Börse whatever
Modulares System mit einer Grundrente für alle, wer mehr will, muss privat investieren = Einsparungen notwendig

Bürgergeld:
Ähnlich wie Rententopf.
Das wird auf mittelfristige Sicht einfach nicht zu finanzieren sein.
Der Staat muss weg vom Wohfahrtsstaat hin zu einem schlankeren effizienteren System, sonst bricht irgendwann das ganze System zusammen.
Hier könnte man sehr viel über Gesetzgebung verbessern und sich letztlich auf die tatsächlich Bedürftigen besser und mit höheren Zuweniungen konzentrieren.
 
Schönes Beispiel dafür wie Menschen beim Jobcenter ihre (Macht)Position gegenüber Schwächeren ausnutzen und jemanden jahrelang schickanieren können:


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Und das ist sicherlich alles andere als ein Einzelfall im System.
Selbst hatte ich mich vor einigen Jahren auch mal mit jemanden unterhalten der mir vergleichbares berichtet hat (erfolgreich abgeschlossene Kaufmännische Ausbildung, nach Unfall in eine schwere Depression gerutscht, wollte gerne Weiterbildung, um wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können, hat selbst Vorschläge unterbreitet, wurde vom Jobcenter immer wieder schickaniert, indem man ihn u.a. wiederholt in MS-Officekurse für Anfänger und dergleichen gesteckt hat, wo er rein gar nichts dazulernen konnte).

Und dann traut man sich noch von Seiten der Politik hinzustellen und zu äußern "man müsse mehr Druck auf Arbeitssuchende ausüben".
Für Staatsbedienstete ist jeder Handgriff zuviel...ist ja nix neues...müssen ja keine Leistung erbringen, sondern einfach nur da sein und keinen groben Mist verzapfen.
 
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