OT.Ich kann mir schon denken, dass du auf die Marneschlacht anspielst bzw allgemein den Westfeldzug 1914.
Aber warum genau du das denkst wäre mal interessant zu erfahren.
Ich führe das nicht auf einzelne Schlachten oder Ereignisse zurück, sondern einmal auf die Organisation der Kaiserlichen Armee, die in Wahrheit eine Preußische, Sächsische, Bayrische, Würtenbergische, Hessische etc. Armee war, entsprechend gab es erst im Laufe des Krieges eine wirkliche Vermischung der Mannschaften und Offiziere und natürlich war nicht wirklich alles vereinheitlicht in der Ausbildung, sowohl der Mannschaften als auch der Offfiziere.
Das wesentlich größere Problem sehe ich aber bei der Organisation der Eisenbahnen und Teilweise auch der Kriegswirtschaft in den einzelnen "Bundesstaaten". eine DIN Norm war gerade erst am Anfang und gerade die Organisation der Eisenbahn in zig verschiedene Landeseisenbahnen, mit unterschiedlicher Achslasten (Lokomotiven und Strecken) und einem Sammelsorium an verschiedenen Lokomotiven, die nichts einheitliches hatten, als auch Transportraum, hat zu m.A. nach einiges an Problemen verursacht.
Desweiteren war jeder Bundesstaat für die Beschaffung seiner Pferde zuständig und bis 1916 lag die Nahrungsmittelzuteilung für Militär und Zivilbevölkerung bei den Wehrkreisen der einzelnen Bundesstaaten.
Viel mehr Chaos kann es eigentlich gar nicht geben, gerade bei einem so wichtigen Gebiet wie Landwirtschaft und Nahrungsmittelzuteilung = Teile der Logistik
Das Ende vom Lied war, das Deutschland schon 1916 40% weniger Nahrungsmittel produzierte und anbaute als noch 1914 und 1917 die Nahrungsproduktion um 55% gefallen ist, im Vergleich zu 1914. Mit so einer "Logistik" und Organisation lässt sich kein Krieg gewinnen, auch wenn da mehrere Faktoren zusammengekommen sind, spielte der Förderlismus des Kaiserreiches und die sehr starke Stellung der einzelnen Bundesstaaten eine sehr gewichtige Rolle.
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