Wundert mich nicht und als Verschwendung sehe ich das auch nicht. Hier wird meistens die magischen 60FPS als Minimum propagiert. Bis vor ein Paar Jahren hieß es alls ab 25FPS gilt als Flüssig. Was viele nicht Wissen, Filme laufen oft mit 23,97fps bzw 24fps. Das menschliche Auge nimmt das als flüssig wahr. Fakt.
25 fps galt noch nie als Standard, höchstens 30 fps. Richtig eingeordnet war das aber eigentlich nur ein Kompromiss der 3D-Ära in Videospielen, "flüssig" war das noch nie. Vorher (also 2D-Zeit) lief das meiste mit 60 fps, z.B. der GameBoy.
Filme laufen mit fest getackerten 24 fps, das sieht flüssig aus, da hast du absolut recht. Allerdings heißt das nicht, dass mehr fps nicht
flüssiger aussehen würden, vor allem bei bewegtem Kamerabild. Das perfekte Beispiel dafür ist Avatar 3, wo durch den ständigen Wechsel zwischen 24 und 48 fps die Unterschiede leicht deutlich werden.
Weiterhin sind 24 fps in einem Spiel nicht mit einem Film zu vergleichen:
1. gibt es nahezu immer fps-drops. Selbst wenn man deutlich stärkerer Hardware (also 60+ möglich) auf 24 fps limitiert, sind je nach Spiel die 1%- oder gar 0,1%-Werte noch etwas schwächer, was bei so einem geringen Grundwert sofort auffällt. Wenn die Hardware dann sogar nur ~24 fps schafft, dann liegen besagte min-fps meist irgendwo <20, das wäre selbst als Film untragbar.
2. besteht ein Spiel aus Interaktionen, diese sind nicht vorherzusehen (was zu Frame"drops" führt, dazu siehe 1.) und haben so eine Eingabeverzögerung. Diese ist abhängig von der Peripherie (Maus, Tastatur, Schnittstelle) und dann natürlich, wann sie auf dem Bildschirm überhaupt ankommen kann. Ein Kameraschwenk in einem 3D Spiel kann bei 24 fps (oder 30 fps) kaum flüssig sein, es sei denn, er ist gescriptet. Je nach Spiel können limitierte 30 fps bei eigentlich stärkerer Hardware noch halbwegs funktionieren (je langsamer das Spiel ist, desto besser, etwa Detroit Become Human), ist die Hardware da aber schon am Maximum, dann ist jede Lastveränderung als Ruckler wahrnehmbar (inputlastige, schnelle Spiele wie Bloodborn oder Just Cause 3 auf der PS4).
Aber selbst wenn man 60FPS als muss hat, sollte ein 5800X3D doch heute noch jedes Spiel schaffen insf. eine potente GPU vorhanden ist. So wirklich viel getan hat sich in den letzten Jahren also nicht.
CPU-lastige Spiele gibt es schon immer und wird es auch immer geben. Der 5800X3D (oder 5700X3D) ist ne top CPU und wäre ein gutes Argument für AM4, wenn es die CPU denn noch als Neuware zu kaufen gäbe. Zu guten Preisen bekommt man da aktuell maximal den 5700, der ist ~10% langsamer als das günstigste, was man für AM5 kaufen sollte (7500f) und dabei 30-40€ teurer. Das drückt den Preisvorteil durch den 100-150€ günstigeren Ram auf ca. 100€ oder weniger. Selbst mit dem leichten Performancevorteil des 7500f ist das ein faires Angebot für AM4, mehr aber auch nicht, denn durch die komplett tote Plattform muss bei der nächsten Anschaffung alles neu gekauft werden, inkl. RAM.
Das Problem hier ist nicht die Performance dieser CPU's, die geht je nach Anspruch natürlich locker klar, sondern die Plattform!
Wer nur Spielt dem reicht dass so lange aus, wie die Spielebuden nicht auf mehr MT setzen, vereinzelt gibt es z.B. Spiele die auf 24 Core besser laufen, aber noch zu wenige. Bis sich dass ändert, werden noch ein paar Jahre vergehen.
MT ist eher egal, einen allgemeinen Schub könnte vllt. die neue Konsolengen Ende nächsten Jahres geben, aber bis der wirklich ankommt vergehen auch wieder ein paar Jahre. Trotzdem kommen jedes Jahr neue Spiele raus und jedes davon könnte das neue Lieblingsgame von Kunde XY sein. Es reicht ja ein Game, was man unbedingt spielen möchte und wo die CPU einfach grenzwertig schwach ist, solche Spiele gibt es für besagte Hardware ja schon jetzt, etwa STALKER2 oder Anno 1800.
Im Falle von AM5 und beispielsweise dem 7500f könnte man dann in den nächsten Jahren kostengünstig auf Zen6 upgraden, wer heute AM4 kauft müsste im gleichen Szenario MaBo und RAM neu kaufen, weil er heute 100€ sparen wollte.
Ergo, wenn ich mir jetzt AM4 *neu* bei MF kaufe muss ich mir sicher sein, dass ich in den nächsten 5+ Jahren kein Upgrade benötige, ansonsten ist das nen ziemlich mieser Deal.