Martin Schulz: Politisches Strohfeuer oder ernstzunehmender Herausforderer Merkels?

Auch wenn das Thema Einwanderung wohl nicht zum Thread passt (ich hoffe, dass dies hier mein letzter Post zu dem Thema sein wird), möchte ich dazu noch einen, in meinen Augen guten Beitrag, aus der Anstalt verlinken (ab Minute 57:20):

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Medial besteht die aktuelle FDP aus zwei Personen: 1. Lindner und 2. Kubicki.
50% davon abzuschießen klingt mir nicht sehr intelligent.
Etwa so intelligent wie der Vorschlag:
Der Postillon: Kann er die SPD retten? Schulz stellt Sigmar Gabriel als neuen Kanzlerkandidaten vor

Oder Kraft macht doch den Kanzlerkandidaten, weil sie ja Zeit hat, wenn sie NRW verloren hat. :ugly:
Denn sie wird sicher nicht als Juniorpartner in eine große Koalition gehen, sondern abdanken. ;)
Vermutlich wird sie dann ins EU Parlament wechseln. Da trifft sie David McAllister wieder. Den kennt sie noch von den Bundesratsversammlungen.
 
Also ich bezweifel, dass die Allianz Deutscher Demokraten 20% holt. [...] Aber unabhängig davon, wer die Partei führt, finde ich es gut und richtig, wenn sich auch Migranten und jene mit Migrationshintergrund politisch engagieren.

Natürlich bekommen die keine 20 %, das war Ironie. Jedenfalls noch nicht. Wir haben eine Reihe von Politikern mit Migrationshintergrund, darunter sehr erfolgreiche bis hin zum Bundesvorsitzenden der Grünen und ehemals auch der FDP (!). Unser Innenminister hat ebenfalls einen Migrationshintergrund, der allerdings überhaupt keine Rolle mehr spielt und am Sonntag ist die Landesvorsitzende der Linken in NRW zugleich Spitzenkandidatin; eine Frau die als Kind nach Deutschland geflüchtet ist. Ist absolut nichts gegen einzuwenden, wenn man auf dem Boden der deutschen Verfassung steht.

Wenn Du Dich aber auf der verlinkten Seite umschaust, wirst Du schnell sehen, dass dort ein ganz anderes Denken stattfindet: Vom Verweigern der Integration über Verunglimpfen Andersdenkender (sprich türkeikritischer Politiker) wie Özdemir bis zum Nazikeulen-Vorwurf, weil der Name ADD wegen der Nähe zu "AFD" nach deren Klage geändert werden musste. Die Klon-Partei eines ausländischen Diktators hat für mich in unserer Parteienlandschaft NICHTS verloren.

Remzi Aru
 
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Wohl gemerkt gegen den selben Junker der in seinem Heimatland per Misstrauensvotum wegen einem riesen Skandal aus dem Amt gehoben wurde.
 
Ja, ich finde es super, dass wir einen EU Kommissionschef haben, der Großkonzernen dabei geholfen hat, Steuern am Fiskus vorbei zu schmuggeln.
Wieso sitzt er nicht im Knast? Hab ich irgendwie nicht verstanden. :ka:
 
Jep und dann gibt es auf diesen Pulse of Europe Demos nur dieses "Hilfe, Hilfe die Rechten zerstören die EU". Nein das schafft die EU schon ganz alleine,mit Leuten wie Schulz und Juncker.
 
Jep und dann gibt es auf diesen Pulse of Europe Demos nur dieses "Hilfe, Hilfe die Rechten zerstören die EU". Nein das schafft die EU schon ganz alleine,mit Leuten wie Schulz und Juncker.

Ach iwo, der recht Mob politisch unmündige Bürger die ihren "unbegründeten" real "nicht vorhandenen" Frust durch Protestwahl kund tun sind Schuld das die Demokratie in einer Krise steckt. ;)
Vetternwirtschaft betreibende, steuerhinterziehende und durch Lobbys bestechliche Politiker, bei denen immer mehr Bürger den persöhnlichen Eindruck gewinnen das sie Politik für ein wenige Prozent umfassendes Klientel und ihre eigene finanzielle Absicherung betreiben können da doch in gar keinen Fall irgend eine Schuld dran tragen. Immerhin wollen diese Politiker doch nur das beste für die Menschen in ihren Ländern und ganz Europa!

Da muss der Bürger halt einfach nur lernen einem Menschen wie dem freundlichen Martin Schulz und Junker wieder blind zu vertrauen, dann geht es auch mit der Demokratie wieder aufwärts und wachsende Armut und die sich ausweitende Kluft zwischen den Menschen die extrem viel Geld besitzen und denen die trotz Arbeit am Existenzminimum leben müssen verschwindet auch fast von selbst, indem man es einfach weg redet und aus den Armutsberichten streicht. :fresse:

Jaja, mit Europa und der Demokratie ist doch alles in bester Ordnung. :ugly:


Aber um wieder etwas mit durchschlagendem Schulz-Effekt zu kommen.
Laut ARD-Deutschlandtrend Umfrage liegt die SPD in NRW nur noch bei 27%, während die CDU zugelegt hat und jetzt wohl auf um die 37% kommen soll.
Keine guten Prognossen für unseren Martin, wen die CDU in NRW wirklich mit einem annähernd so deutlichen Vorsprung "gewinnen" sollte wirft das ein mehr als schlechtes Licht auf seine Aussichten und die der SPD in der kommenden Bundestagswahl. :P
 
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Der heilige Martin ist bei seinen Versuchen über Wasser zu laufen, in der Saar und der Kieler Förde abgesoffen.

Wobei ich würde bei einer Wahlniederlage den Schulz dennoch nicht ganz abschreiben, vielleicht denkt er sich zur Bundestagswahl noch ein paar Inhalte für seine Politik aus.
 
Die Ergebnisse von FDP und Grünen bei den letzten beiden Wahlen haben eigentlich ganz gut gezeigt dass die Wähler tatsächlich zwischen Landtag und Bundestag unterscheiden können. Für die NRW-SPD hätte ich das aber eher als Vorteil erwartet.
 
Nach der Bilanz? Spricht nicht für einen Vorteil.

Rekord an Einbrüchen (NRW hat mehr Einbrüche als Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammen!), totales Versagen der Behörden und des Innenministers (Krawalle tausender Hooligans 2014, die Unfähigkeit in der Kölner Silvesternacht und daraus resultierend keinerlei Folgen für die Täter, die Farce um die Überwachung von Amri mit seinen 17 Identitäten, Gegenden in die Polizisten nur noch mit Mannschaftswagen fahren können, weil sonst ausländische Clans die Straße beherrschen (indirektes Zitat von Laschet), Rekordstaus, unbeliebte Schulreformen. Noch dazu trauriges Schlusslicht bei Kriminalitätsbekämpfung, Abbau von Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, Kinderbetreuung und Haushaltskonsolidierung.

Teilweise tut Ihr Schulz aber unrecht, er hat durchaus einiges angekündigt was er machen möchte, wenn auch ohne nähere Erläuterungen wie das erreicht und vor allem finanziert werden soll. Vor allem will er an die Agenda 2010 ran, welche er damals mitgetragen und gelobt hat, heute will er sie bekämpfen, weil die Genossen sie der Partei furchtbar übel nehmen. Prinzipiell kann die SPD damit leben, da sich dieser Unmut jedoch zusätzlich in Wahlergebnissen niederschlägt, ist das für die Partei unschön und es besteht Handlungsbedarf. Das hat Schulz nach 12 Jahren verstanden.

Schulz wird nach der Bundestagswahl eine entscheidende Rolle spielen, nur eben nicht als Kanzler. Denn nach dem zu erwartenden SPD-Debakel steht die SPD vor einem riesigen Trümmerhaufen und er wird Richtung Brüssel immigrieren und dort weitermachen. Threshold hatte am Anfang des Threads mal geäußert Schulz würde keine Opposition betreiben, das denke ich inzwischen auch.
 
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Threshold hatte am Anfang des Threads mal geäußert Schulz würde keine Opposition betreiben, das denke ich inzwischen auch.

Das sehe ich immer noch so.
Aber Schulz würde ja keine Opposition betreiben, da die große Koalition ab September weiter geführt wird und genau wie Steinbrück seinerzeit wird auch Schulz sich nicht an der Regierungsbildung beteiligen.
Die Führung würde Gabriel wieder übernehmen und auf seinen Außenministerposten pochen.
Schulz selbst sehe ich danach nicht mehr als Europa Politiker. Er hat ja alle Ämter niedergelegt als er zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde.
Ebenso wird er nach der schweren Wahlniederlage im September, wo er weniger Stimmen erreichen wird als Steinbrück seinerzeit :D vom Posten des SPD Vorsitzenden zurück treten wird.
Er wird in den politischen Ruhestand gehen und hier und da Vorträge halten.
Also z.B. wie vermassel ich einen Wahlkampf oder so. ;)
 
Wenn das so kommt und die SPD mit Gabriel und Steinmeier im Merkel'schen Fahrwasser einer erneuten großen Koalition dahinschippern, dürfte die SPD verloren sein. Sie wird dann wie die Sozialisten in Frankreich in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwinden und braucht ohne grundlegende Neuausrichtung mit frischen Kräften — weit und breit nicht vorhanden — bei der übernächsten Bundestagswahl mit Olaf Scholz gegen das Truppen-Ursel erst gar nicht antreten. Aber auch Merkel wird nach dem Ende der Kanzlerschaft einen großen Scherbenhaufen hinterlassen, wer davon profitiert wird sich dann zeigen.

Spannende Frage ob Schulz so sang- und klanglos in den Ruhestand geht, denke ich eher nicht. Dafür hält er zuviel auf sich. Wir werden es noch dieses Jahr erfahren. :D
 
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Steinmeier ist ja jetzt Bundespräsident und damit parteiunabhängig. Den interessiert das alles nicht mehr. Der kriegt so oder so seine Kohle. ;)

Und frische Kräfte braucht die SPD so oder so. Die Leute der Agenda Politik will keiner mehr sehen, die müssen weg.
Die ganzen Wahlverlierer müssen weg, wie Kraft, Albig oder wie sie alle heißen.
Die SPD braucht unverbrauchte Leute, Quereinsteiger, eben Typen.

Überall in Europa gehen die Sozialdemokratischen Parteien den Bach herunter. Sie spalten sich oder erreichen die Wähler nicht mehr oder sind überfordert.
Und was nach Merkel bei der Union kommt, weiß auch keiner. Sie hat die Partei so weit nach links gezogen, dass sich einige der AFd angeschlossen haben.
Am Ende kommt der Seehofer. :( :ugly:

Denk an Schröder.
Der hat nach der Wahl 2005 gesagt, dass Merkel sich nicht einbilden soll, dass seine Partei -- die SPD -- sie zum Kanzler machen wird.
Kurz danach war er weg und die SPD hat sich ihrem Schicksal gefügt.
Genau das gleiche wird auch Schulz machen, wird gemacht werden.
Seine Pension ist sicher, der muss sich da keine Gedanken mehr machen. Mit 61 noch mal wieder neu anfangen wird er auch nicht, denn politisch ist er nach der Schlappe erledigt.
Was will der wieder im EU Parlament? Da wird ihn keiner reinwählen.
 
Stimme allem uneingeschränkt zu, höchst selten bei uns beiden. :D :devil:

Schulz kann gut mit Juncker, welcher wiederum einen gewissen Gegenwind hat. Da ist die Reanimation eines zuverlässigen Partners doch eine Win-Win-Situation, einen Posten fände man sicherlich. Aber vielleicht ist er wirklich nach einer blamablen Niederlage politisch am Ende. Bin mir unsicher.

Falls nicht, stelle ich mir das so vor: :D
 

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Stimme allem uneingeschränkt zu, höchst selten bei uns beiden. :D :devil:

Ach, das sind doch Fake News. :D
In Wirklichkeit finden wir uns spitze. :kuss: :love:
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Schulz kann gut mit Juncker, welcher wiederum einen gewissen Gegenwind hat. Da ist die Reanimation eines zuverlässigen Partners doch eine Win-Win-Situation, einen Posten fände man sicherlich. Aber vielleicht ist er wirklich nach einer blamablen Niederlage politisch am Ende. Bin mir unsicher.

Falls nicht, stelle ich mir das so vor: :D

Ja, man wird dann wieder ins Reich zurück geholt. :D
Aber Juncker will ja nicht wieder antreten, kann also sein, dass er selbst schnell in den Ruhestand geht, bevor er doch noch in Handschellen kommt. ;)
 
Also wen sollen wir wählen Leute?
Groko: Mist
Schwarz Geld: Auch nicht das wahre
RRG: Hilfe

CDU alleinige Mehrheit?
 
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