Martin Schulz: Politisches Strohfeuer oder ernstzunehmender Herausforderer Merkels?

Das interessante ist, dass es diesmal möglich ist eine Regierung ohne linke Partei zu haben. Natürlich nur rein rechnerisch.

Hat eigentlich jemand das mit den Ausgleichsmandaten verstanden?

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Wenn ich das richtig gelesen habe, brauchst du die Ausgleichsmandate, um die Überhangmandate auszugleichen.
Und die entstehen, wenn eine Partei mehr Stimmen bekommt als ihr nach Sitzen der Zweitstimmen zusteht.
2013 gab es ja schon 29 Ausgleichsmandate.
Und da gab es nur 4 Fraktionen.
Wenn du davon ausgehst, dass die FDP und auch die Afd 2017 in den Bundestag einziehen, wirst du deutlich mehr Ausgleichsmandate brauchen.
Könnten dann locker 100 werden.
Das hängt auch vom Abschneiden der CSU ab. Die tritt zwar nur in Bayern an, aber wenn sie dort nicht die Stimmen holt wie 2013, hat das große Auswirkungen, denn die Ausgleichsmandate würden Bundesweit gelten, nicht auf Bayern begrenzt.
Ich persönlich rechne damit, dass wir 2017 den größten Bundestag aller Zeiten haben werden. Rund 700 Sitze nach meiner Prognose -- von eigentlich 598.
 
Ich finde das nur unlogisch, weil die Überhangmandate ein Ausgleich sind und die soll man dann wieder ausgleichen?
Ja klar von der Idee her soll es möglichst fair sein, aber ich finde es unnötig teuer.
 
Eigentlich hätte man nach dem Gerichtsentscheid die Überhangmandate kippen müssen. Hat man sich aber nicht getraut/nicht gewollt und stattdessen die Ausgleichsmandate erfunden.
 
Oder ein anderes Wahlsystem einführen.
Du wählst keine direkten Vertreter mehr ins Parlament, sondern gibst nur noch einer Partei die Stimme.
Die entscheidet dann mittels Liste, wer ins Parlament kommt.
Dann brauchst du auch keine Überhangmandate oder Ausgleichsmandate mehr.
Dafür ist dann Vetternwirtschaft Tür und Tor geöffnet, denn niemand weiß ja, wer wieso und warum auf diese Liste kommt.
Leute, die gute Ideen haben, sinken nach unten und kommen nicht rein und Leute, die deine Frau beschäftigen -- während du dessen Frau beschäftigt -- stehen ganz oben.
 
Das interessante ist, dass es diesmal möglich ist eine Regierung ohne linke Partei zu haben. Natürlich nur rein rechnerisch.

Wo ist denn zur Zeit eine linke Partei in der Regierung? Und erzähl mir bitte nicht, die SPD sei links. Das ist sie schon seit Schröders Zeiten nicht mehr.
Und in der letzten Legislaturperiode hatten wir Schwarz-Gelb, das Ergebnis waren Steuererleichterungen für Hoteliers.
 
Guck nicht nur nach oben, wenn ich mir die Basis ansehe hast du einige ziemlich linke Persönlichkeiten und Gruppen z.B. Jusos
 
Ich finde das nur unlogisch, weil die Überhangmandate ein Ausgleich sind und die soll man dann wieder ausgleichen?
Ja klar von der Idee her soll es möglichst fair sein, aber ich finde es unnötig teuer.

Ausgeglichen wird bei den Parteien ohne Überhangsmandate. Im Prinzip ist die Sollgröße des Bundestages seit der letzten Änderung nur noch ein Mindestwert und die Erststimme nur noch eine Präferenzangabe. Tatsächlich wird die Sitzverteilung durch das Zweitstimmenergebnis festgelegt und wenn eine Fraktion soviele Direktmandate erhalten hat, dass ihr Zweitstimmenanteil an der Sollgröße dafür nicht ausreicht (was bei der Union immer der Fall ist), dann wird die Gesamtgröße des Bundestages eben soweit aufgeblasen, bis es doch wieder aufgeht. Die Zahl der Sitze errechnet sich also wie folgt (Zahl der Unions-Direktmandate)*100/(Zweitstimmenanteil der Union). Alles, was dabei über die Sollgröße hinausgeht, wird als "Ausgleichsmandat" bezeichnet.
 
Das Problem ist aber, dass die SPD die neoliberale Politik genauso weiterführen wird. Die einzige Frage die sich da stellt, ist, wer im Falle eines Wahlsieg welche Posten bekommt. Eine Alternative zu Merkel stellt die SPD für mich nicht da.
Aber meine Vermutung bleibt weiterhin, dass es, unabhängig vom Wahlergebnis, zu einer großen Koalition kommen wird.


Davon kann man wohl leider ausgehen. Dass die SPD nicht mal in Betracht zieht, dass man als CDU-Abklatsch für niemanden wirklich interessant ist kann ich einfach nicht verstehen...


Guck nicht nur nach oben, wenn ich mir die Basis ansehe hast du einige ziemlich linke Persönlichkeiten und Gruppen z.B. Jusos


Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Die linken Teile der Basis haben absolut nichts zu sagen. Solange am Ende neoliberale Politik rauskommt ist es eine neoliberale Partei.
 
Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Die linken Teile der Basis haben absolut nichts zu sagen. Solange am Ende neoliberale Politik rauskommt ist es eine neoliberale Partei.

Ist ja inzwischen bei den Grünen nicht anders.
Da bestimmen die neoliberalen den Kurs der Partei. Die Grünen ist ja nur noch die Partei für FDP Fans, die Windkrafträder schick finden -- sofern die natürlich woanders gebaut werden und nicht bei ihnen vor der Haustür.
Die SPD wird auch unter Schulz den Kurs weiter führen, den sie unter Schröder begonnen hat. Schulz hat ja alles mitgetragen, was die SPD in den letzten 20 Jahren gemacht hat.

Und jetzt, wo die AFd Petry entsorgt hat, ist der Kurs der Partei auch klar. Es geht gen Westen -- ich meine nach Rechts.
Neoliberlare Wirtschaftspolitik von Alice Weidel vereint sich mit der rechtspopulistischen Politik von Gauland.
Ich persönlich rechne damit, dass es die Afd sehr schwer haben wird, überhaupt noch in den Bundestag zu kommen.
 
Deutschland muss in Europa für Führung übernehmen ohne bevormundet zu wirken. Also ohne Schäuble. Der muss in Rente.
Im Prinzip braucht Europa einen neuen Führer. :D
 
Ja, die dreisten Geld Verschlepper der Union.
Hat Schäuble eigentlich noch den doppelten Boden im Rollstuhl?
 
Deutschland muss in Europa für Führung übernehmen ohne bevormundet zu wirken. Also ohne Schäuble. Der muss in Rente.
Im Prinzip braucht Europa einen neuen Führer. :D
Führung im Sinne von Hegemonialmacht? Halt ohne so zu wirken ;)

Ja Schäuble, mir persönlich sehr unsympathisch.
 
So, Wahl in Schleswig Holstein ist vorbei und wieder hat der Medienpropagierte "Schulz-Effekt" bombastisch gezündet, indem die SPD wieder Stimmen verloren hat.

Aber diverse Medien hält es nicht davon ab trotzdem weiter auf den Schulze-Effekt zu setzen. :ugly:
 
Ja, mir auch ein Rätsel.
Die SPD hat massiv verloren auf der feuchten Wiese nördlich von Hamburg.
Wenn sie nächste Woche auch noch verliert, kann sich Schulz begraben lassen.
Dann ist er schon vor der Wahl im Herbst die große Lachnummer und setzt so noch eins drauf, als alle schon dachten, mit Peer Steinbrück kann die SPD nicht tiefer sinken.
Der dünne Siggi weiß schon, wieso er den Job gerne abgegeben hat. :D
 
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