Die Legaliserung von Drogen sollte aber keine Frage der Wirtschaftlichkeit sein (was, wie ich weiß im Kapitalimus ein frommer Wunsch bleiben wird), sondern eine Frage wie freiheitlich oder aber nicht freiheitlich eine Gesellschaft ist.
agreed.
Den Diskussionsteilnehmern ging es aber auch immer wieder um eine Kosten-/Nutzenanalyse.
Eine Gesellschaft, die volljährigen mündigen Bürgern, den Konsum gewisser Stoffe unter Androhung von Geld- und/oder Haftstrafen untersagt, ist schlicht unfrei.
Stimmt auch. Genaugenommen ist
jede Gesellschaft unfrei, weil sie per Definition eine Gruppierung darstellt, die sich selbst Regeln unterwirft. Überwältigender Konsens fast aller Menschen ist aber, dass ein gewisses Maß an Unfreiheit durch die Vorteile, die ein gemeinschaftliches Leben mit sich bringt, locker wieder aufgewogen wird.
die Steuereinnahmen sind zumindest weitestgehend noch nachvollziehbar, weil es dazu eben etwas genauere zahlen aus anderen Ländern gibt von daher würde ich die Schätzung von 550Mio bis 2,8 Milliarden als noch im möglichen bezeichnen
Die niedrigere Zahl würde ich, vor Abzug der staatlichen Ausgaben, auch nicht vollkommen ausschließen (tippe aber eher eine Zehnerpotenz niedriger, wenn die Zahl der Konsumenten nicht deutlich anstiege - was ja abgestritten wird). Aber letztere ist deutlich zu hoch. Laut Suchtbericht 2015 konsumieren zwar 4,5% der Deutschen jährlich Cannabis, aber zumindest unter den Jugendlichen Konsumenten gerade einmal 1,3% "regelmäßig" und weniger als 0,5% der Deutschen werden als abhängig eingeschätzt. Zum Vergleich: Im letzten Monat geraucht haben rund 30%, die meisten davon täglich, 10,8% der Gesamtbevölkerung im passenden Alter dürften abhängig sein. Die Anzahl regelmäßiger oder gar intensiver Cannabiskonsumenten beträgt also nicht einmal 1/100, eher 1/1000 der Tabakkonsumenten. Und da erhofft man sich knapp 3 Milliarden Steuereinnahmen, also immerhin rund 1/4 dessen, was über die Tabaksteuer reinkommt? No way. Dafür müsste der durchschnittliche Cannabiskonsument 25 bis 250 mal soviel für sein Kraut im Monat ausgeben, wie der durchschnittliche Raucher.
Soviel verdient der Durchschnittsdeutsche ja nicht mal
das was mich an der aktuellen Lage am meisten stört ist aber das mit abstand zu viel wert auf Repression statt auf Prävention gesetzt wird in meinen Augen der größte Fehler vorallem weil man so die Idioten nicht schützen kann.
Aufklärung statt Dämonisierung wäre für mich persönlich sogar wichtiger als die Legalisierung (die kommt dann nämlich von selbst

).
Das ist aber leider bei unser unfähigen Drogenbeauftragten nicht möglich

diese "Frau" ist sooo nutzlos.
Das ist nicht nur bei Drogen so, sondern bei absolut allen Themen. Verbieten, Draufhauen, Druck machen ist nicht nur einfacher, sondern es wird vom Wähler, der etwas nicht will, auch honoriert - während Kooperation mit denjenigen, die man "bessern" will, bestraft wird. Da ist es vollkommen egal, ob man Drogenkonsumenten, Pädophile, Einwanderer, Arbeitslose, Kohlekraftwerksbetreiber, Griechen oder Steuerhinterzieher betrachtet. (Anm.: Liste enthält auch Personen, gegen die nicht einmal mit Druck vorgegangen wird und Leute, gegen die gar nicht mit zuviel Druck vorgegangen werden kann

)