Liberalisierung weicher Drogen

wenns legal wird dann würden die meisten zu hause anbauen für den eigenen bedarf.
Tabak darf man sich ganz legal zu Hause anbauen und wer macht das? Richtig, so gut wie keiner mehr und wenn man doch mal Tabakpflanzen sieht, dann ist es meist Ziertabak der vorallem auf Blütenpracht getrimmt wurde und nicht auf möglichst große Blätter mit möglichst hohem Nikotingehalt. Abgesehen davon ist der Hanf der heute vertickt wird, nicht mehr mit dem zu vergleichen, denn die Hippies in den 60ern konsumiert haben oder der den Orientzigaretten in den 20/30er Jahren in geringen Maßen zugesetzt wurde. Die jetzigen wurden auf möglichst hohen Wirkstoffgehalt gezüchtet und werden auch unter entsprechenden Bedingungen angebaut.
 
@Two-Face
es ist immer noch eine pflanze die wächst auch ohne besondere anlage :ugly:, vielleicht nicht genauso gut wie die spezial lösungen aber es braucht auch nicht mehr als in jedem baumarkt erhältliche gegenstände.
Die Pflanze braucht sehr viel Licht und so ein Dauerbestrahler kostet nicht nur in der Anschaffung sehr viel Geld.;)
Darüber hinaus kannst du auch nicht einfach jeden Dünger verwenden, Phosphatdünger (das Zeug was du haups. im Baumarkt bekommst) eignet sich z.B. überhaupt nicht dafür. Die Samen (Peps, oder wie die Dinger heißen) sind oft mit in den Skunks enthalten, die du beim Dealer kriegst, womit du zwar relativ leicht die Grundlage bekommst, aber ich weiß von gewissen Leuten (u.a. mein ehemaliger Hauptschullehrer :fresse:) dass Anbauen ein ganz anderes Thema ist. Die Pflanze geht ein oder bringt keinen richtigen Ertrag bei falscher Pflege, so ein Hanfgewächs ist kein Bonsai, den man bloß zuschneiden und gießen muss.:ugly:
 
kommt drauf an wie viel du davon haben willst, für den eigenbedarf könnte eine kleine box schon ausreichen oder sogar ein paar outdoor pflanzen hat ja nicht jeder vor den max. ertrag zum verkaufen zu erzielen :D
 
ein link mit zahlen hab bisher nur bis zu den repressionskosten gelesen klingt aber interessant :

Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen einer Cannabislegalisierung | Deutscher Hanfverband

Thx, über begründete Zahlen kann man auch vernünftig diskutieren :)
Wobei ich die Berechnung der Repressionskosten irgendwie merkwürdig finde. Zugrunde liegt eine(!) Studie über Heroin(!) aus der ersten Hälfte der 90er(!). Daraus die polizeilichen Kosten (also exkl. Strafvollzugskosten für Berufskriminelle) für Cannabis im Jahre 2015 abzuleiten, halte ich für SEHR fehleranfällig. Genaugenommen fällt mir kein einziger Punkt ein, in dem beide Fragestellungen wirklich übereinstimmen, außer vielleicht die Begriffe "Droge" und "verboten".

Zu den Steuerzahlen würde ich noch anmerken
- Konsummenge in Deutschland wird im Steuerabschnitt auf 400 Tonnen Cannabis-Produkte geschätzt, die Sicherstellungsmengen werden selbst mit 10 Tonnen angegeben. Ermittlungserfolge von 2,5% passen nun wirklich nicht zum postulierten massiven Polizeieinsatz.
- Steuereinkommen wird im entsprechenden Abschnitt auf 5-6 Euro pro Gramm bzw. 50% des Umsatzes festgelegt. Ich kenne die aktuellen Preise ehrlich gesagt nicht, halte das aber für viel zu hoch. Das derzeitige Vertriebssystem zahlt keinerlei Steuern, weder auf Umsatz noch auf ausgezahlte Löhne. Es unterhält keine Filialen, es kennt keine Sozialversicherung, etc.. Ein legales System hätte also wesentlich höhere Handelskosten, bei vielen Importprodukten (Stichwort: Computerhardware) machen Produktion und Entwicklung nicht einmal 50% der Kosten aus. Im Falle von im Ausland weiterhin illegalen Produkten bleiben zudem die Importpreise weiterhin hoch, baut man umgekehrt in Deutschland an, müsste man sehr teure Landwirte bezahlen. Dazu kommen die Unkosten des Staates für Steuereintreibung und Überwachung. Unterm Strich würde es mich nicht wundern, wenn die Unkosten pro Gramm sogar höher ausfallen, als auf dem heutigen Schwarzmarkt. Hohe Steuersätze sind somit nicht machbar, es sei denn man erhöht die Endpreise deutlich. Damit verdrängt man aber weder den illegalen Handel, noch sind die Konsumschätzungen haltbar.
- So ganz alleine bin ich mit diesen Einschätzungen wohl nicht. In der Schlussbetrachtung schätzt man auf einmal nur noch im Schnitt 250 Tonnen und einen Endpreis von 5 Euro pro Gramm (Das wäre übrigens ~der 10 fache Preis von Zigaretten, nur verkauft sich tabak 100-1000mal so gut...) . Macht, bei kaum zu haltenden 50% Steueranteil also nicht einmal 700 Millionen Euro Steuern, während Eingangs mit 2 Mrd argumentiert wurde. Wieviel man noch an Voreingenommenheit/Einseitigkeit abziehen muss, kann ich nicht beurteilen, aber die Autoren sind offensichtlich an besonders schönen Zahlen interessiert ;)



Öhm, für's Selber-Anbauen braucht man Platz, Fachwissen und Ausrüstung, als ob jeder mal schnell 4000€ für so 'nen Beleuchtungsgerät und 'n Kerl in 'nem Plattenbau Raum dafür hätte.:ugly:
Dafür braucht man auch keine Legalisierung, die Samen sind auch oft bei einer Ladung dabei, die man beim Dealer um die Ecke kriegt, wenn das so einfach wäre, gäb's davon schon weit mehr um Umlauf und das Zeug wär' auch nicht ganz so teuer.:schief:

Cannabis spec. ist ziemlich robust, die wächst auch nahezu komplett ohne Pflege. Der hohe Aufwand für aktuelle Home-Grower resultiert daraus, dass sie auf winziger Fläche und ohne Sonnenlicht hohe Erträge erzielen wollen. Statt einem 4000 Euro Grow-Kit würden es vermutlich auch 2-3 m² Vorgarten und gelegentlich etwas Wasser tun.
 
Die Legaliserung von Drogen sollte aber keine Frage der Wirtschaftlichkeit sein (was, wie ich weiß im Kapitalimus ein frommer Wunsch bleiben wird), sondern eine Frage wie freiheitlich oder aber nicht freiheitlich eine Gesellschaft ist.

Eine Gesellschaft, die volljährigen mündigen Bürgern, den Konsum gewisser Stoffe unter Androhung von Geld- und/oder Haftstrafen untersagt, ist schlicht unfrei.
 
die Steuereinnahmen sind zumindest weitestgehend noch nachvollziehbar, weil es dazu eben etwas genauere zahlen aus anderen Ländern gibt von daher würde ich die Schätzung von 550Mio bis 2,8 Milliarden als noch im möglichen bezeichnen :ugly:

Das mit den Kosten die durch die Prohibition entstehen ist leider wirklich sehr ungenau das Problem ist das dazu eben mal wirklich jemand eine gescheite Studie machen müsste (was wegfallen würde wenn man alle Drogen entkriminalisieren würde wie in Portugal)

edit :
Preise sind schwierig je nach Region zahlt man beim bekannten zwischen 6-10€/g je nachdem was er Verkauft und wie sehr er dich mag :ugly: von daher ist es schwierig einen festen preis anzunehmen.
Wobei ich davon ausgehen würde das wenn durch die Legalisierung der preis nicht zu sehr ansteigt, vom aktuellen preis ausgegangen +2€ wegen Steuern etc. würde sich kein Kiffer beschweren( ich zumindest nicht ).


edit 2 :
das was mich an der aktuellen Lage am meisten stört ist aber das mit abstand zu viel wert auf Repression statt auf Prävention gesetzt wird in meinen Augen der größte Fehler vorallem weil man so die Idioten nicht schützen kann.
Aufklärung statt Dämonisierung wäre für mich persönlich sogar wichtiger als die Legalisierung (die kommt dann nämlich von selbst :D).
Das ist aber leider bei unser unfähigen Drogenbeauftragten nicht möglich :heul: diese "Frau" ist sooo nutzlos.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Legaliserung von Drogen sollte aber keine Frage der Wirtschaftlichkeit sein (was, wie ich weiß im Kapitalimus ein frommer Wunsch bleiben wird), sondern eine Frage wie freiheitlich oder aber nicht freiheitlich eine Gesellschaft ist.

agreed.
Den Diskussionsteilnehmern ging es aber auch immer wieder um eine Kosten-/Nutzenanalyse.


Eine Gesellschaft, die volljährigen mündigen Bürgern, den Konsum gewisser Stoffe unter Androhung von Geld- und/oder Haftstrafen untersagt, ist schlicht unfrei.

Stimmt auch. Genaugenommen ist jede Gesellschaft unfrei, weil sie per Definition eine Gruppierung darstellt, die sich selbst Regeln unterwirft. Überwältigender Konsens fast aller Menschen ist aber, dass ein gewisses Maß an Unfreiheit durch die Vorteile, die ein gemeinschaftliches Leben mit sich bringt, locker wieder aufgewogen wird.


die Steuereinnahmen sind zumindest weitestgehend noch nachvollziehbar, weil es dazu eben etwas genauere zahlen aus anderen Ländern gibt von daher würde ich die Schätzung von 550Mio bis 2,8 Milliarden als noch im möglichen bezeichnen :ugly:

Die niedrigere Zahl würde ich, vor Abzug der staatlichen Ausgaben, auch nicht vollkommen ausschließen (tippe aber eher eine Zehnerpotenz niedriger, wenn die Zahl der Konsumenten nicht deutlich anstiege - was ja abgestritten wird). Aber letztere ist deutlich zu hoch. Laut Suchtbericht 2015 konsumieren zwar 4,5% der Deutschen jährlich Cannabis, aber zumindest unter den Jugendlichen Konsumenten gerade einmal 1,3% "regelmäßig" und weniger als 0,5% der Deutschen werden als abhängig eingeschätzt. Zum Vergleich: Im letzten Monat geraucht haben rund 30%, die meisten davon täglich, 10,8% der Gesamtbevölkerung im passenden Alter dürften abhängig sein. Die Anzahl regelmäßiger oder gar intensiver Cannabiskonsumenten beträgt also nicht einmal 1/100, eher 1/1000 der Tabakkonsumenten. Und da erhofft man sich knapp 3 Milliarden Steuereinnahmen, also immerhin rund 1/4 dessen, was über die Tabaksteuer reinkommt? No way. Dafür müsste der durchschnittliche Cannabiskonsument 25 bis 250 mal soviel für sein Kraut im Monat ausgeben, wie der durchschnittliche Raucher.
Soviel verdient der Durchschnittsdeutsche ja nicht mal ;)

das was mich an der aktuellen Lage am meisten stört ist aber das mit abstand zu viel wert auf Repression statt auf Prävention gesetzt wird in meinen Augen der größte Fehler vorallem weil man so die Idioten nicht schützen kann.
Aufklärung statt Dämonisierung wäre für mich persönlich sogar wichtiger als die Legalisierung (die kommt dann nämlich von selbst :D).
Das ist aber leider bei unser unfähigen Drogenbeauftragten nicht möglich :heul: diese "Frau" ist sooo nutzlos.

Das ist nicht nur bei Drogen so, sondern bei absolut allen Themen. Verbieten, Draufhauen, Druck machen ist nicht nur einfacher, sondern es wird vom Wähler, der etwas nicht will, auch honoriert - während Kooperation mit denjenigen, die man "bessern" will, bestraft wird. Da ist es vollkommen egal, ob man Drogenkonsumenten, Pädophile, Einwanderer, Arbeitslose, Kohlekraftwerksbetreiber, Griechen oder Steuerhinterzieher betrachtet. (Anm.: Liste enthält auch Personen, gegen die nicht einmal mit Druck vorgegangen wird und Leute, gegen die gar nicht mit zuviel Druck vorgegangen werden kann ;) )
 
agreed.
Den Diskussionsteilnehmern ging es aber auch immer wieder um eine Kosten-/Nutzenanalyse.

Ich weiß, ich finde nur Kosten/Nutzen sollte nicht das Maß aller Dinge sein. Das schafft eine "kalte" Gesellschaft.

Stimmt auch. Genaugenommen ist jede Gesellschaft unfrei, weil sie per Definition eine Gruppierung darstellt, die sich selbst Regeln unterwirft. Überwältigender Konsens fast aller Menschen ist aber, dass ein gewisses Maß an Unfreiheit durch die Vorteile, die ein gemeinschaftliches Leben mit sich bringt, locker wieder aufgewogen wird.

Ich denke einfach, dass Unfreiheit nur dann rechtens ist, wenn dadurch die Menschen vor anderen geschützt werden.

Aber es ist nicht die Aufgabe des Staates oder der Gesellschaft, den einzelnen mündigen Bürgern vor sich selbst zu schützen.
 
In einer freien Gesellschaft, sollte der Staat volljährigen mündigen Bürgern nicht vorschreiben dürfen, was diese konsumieren oder nicht.

Ist zwar richtig nur wer garantiert das nicht Minderjährige an den Stoff kommen. Sieht man ja quasi in allen Bereichen wo es Altersbeschränkungen gibt
 
Ist zwar richtig nur wer garantiert das nicht Minderjährige an den Stoff kommen. Sieht man ja quasi in allen Bereichen wo es Altersbeschränkungen gibt

richtig allerdings ändert das verbot daran nichts und statt das die Kinder gescheit aufgeklärt werden, wird die meiste kraft des Staates in Form von Repression verschwendet.
Und das beste den Kindern ist nicht geholfen außer das sie bei einem Kontakt mit Drogen auch noch zu kriminellen werden:ugly: super System .
 
Was soll man da noch weiter aufklären? Die Gefahr ist doch recht hoch das die weichen Drogen als Sprungbrett dienen für härtere Sachen. Es ist eben nicht jeder so weit gefestigt
 
dummerweise gibt bei Drogen eben noch einige andere gefahren als der bloße Kontakt damit und die Aufklärung mit "alle Drogen sind böse bitte nie nehmen" scheint wohl nicht zu funktionieren.
Dann könnte man den "Kindern" doch einfach beibringen Verantwortungsvoll mit etwas umzugehen.
auch wenn ich das nicht gerne sage die meisten Drogen sind nicht besonders gefährlich im vergleich zu Alk und Tabak, es kommt auf die Anwendung an und die einzelnen Personen.
Deswegen bin ich mir sicher das die Gefahren (und damit auch der Problematische Konsum) bei einer gescheiten Prävention mit sicherheit verringert werden kann. Denn die Leute die etwas nehmen werden es sowieso tun also warum die Leute nicht einfach richtig aufklären ?

Und das mit dem Sprungbrett war noch nie Wahr!
 
Das hat dann aber nichts mit "Einstiegs Drogen" zu tun :wall:

Ich mein viele Leute die "harte" Drogen nehmen Fahren auch Auto also sollten wir das Auto verbieten :lol:

Und ja für Alk ist Werbung erlaubt und warum ?
:ka: ich weiß es nicht und in meinen Augen ist es Falsch wie jede Werbung für Drogen.
 
Ist zwar richtig nur wer garantiert das nicht Minderjährige an den Stoff kommen. Sieht man ja quasi in allen Bereichen wo es Altersbeschränkungen gibt

garantieren kann man NIE etwas. darum gehts auch GAR NICHT. es darum darum die menschen mit einer illusion von "garantie" zu bevormunden.


edit:

bin grade den artikel von akif pirincci am lesen: ARSCHLOCHDEHNEN AUF CDUisch - DER KLEINE AKIF

hier der pregnante satz über die zwangsbeglücker die anderen das sozialsein aufzwingen wollen
Versager in jederlei Hinsicht legen nun einmal Wert auf ein soziales System, in dem jeder jeden kontrolliert und drauf achtet, daß der andere bloß nicht ein Fünkchen mehr Lebensfreude als man selber hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke einfach, dass Unfreiheit nur dann rechtens ist, wenn dadurch die Menschen vor anderen geschützt werden.

Aber es ist nicht die Aufgabe des Staates oder der Gesellschaft, den einzelnen mündigen Bürgern vor sich selbst zu schützen.

Dazu habe ich weiter oben schon etwas geschrieben: Es ist in einer Sozialgesellschaft selten möglich, NUR sich selbst zu schädigen.


dummerweise gibt bei Drogen eben noch einige andere gefahren als der bloße Kontakt damit und die Aufklärung mit "alle Drogen sind böse bitte nie nehmen" scheint wohl nicht zu funktionieren.

Und du glaubst "alle Drogen sind für Kinder böse, keinesfalls nehmen, auch wenn es da eine Droge gibt, die ab18 komplett ungefährlich wird und die die Erwachsenen ständig nehmen" funktioniert besser?
In dem Moment, wo du als allgemeine Maxime vertritst, dass Cannabis keine Gefahr darstellt und legal vertrieben werden sollte, kannst du Kinder auch nicht mehr "durch Aufklärung" vor Cannabis schützen. Es sei denn, du bist der erste, der es in mehreren Millionen Jahren Menschheitsgeschichte schafft, ein Kind davon zu überzeugen, dass es die Dinger, die Erwachsenen Spaß machen für es gefährlich sind.
 
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