Emotionen sind aber auch objektiv messbar:
Emotion
Man kann natürlich alles in Frage stellen aber das ist nicht gerade zielführend.
Das ist nicht nur zielführend, sondern zwingend notwendig, wenn man von altem Wissen auf ein neues Gebiet schlussfolgern möchte. Du kannst natürlich gerne auch stur daran festhalten, dass eine Emotion, ich zitiere, "spürbar ... als Muskelaktivität", "messbar in der Ausschüttung unterschiedlicher Neurotransmitter" und "verortbar ... im limbischen System" ist. Wenn du das nicht hinterfragst, dann frage ich mich aber, warum du mich fragst, ob ich glaube, dass Maschinen "Emotionen" haben können?
Die haben kein limbisches System, keine Neuronen und keine Muskeln. Also ist nach DEINER Definition ausgeschlossen, dass Maschinen Emotionen haben können. Nach deinen Definitionen ist sogar bereits ausgeschlossen, dass ein Gehirn in einem ansonsten gelähmten Körper/ohne Anbindung an nach außen führende Nerven und Muskeln Emotionen hat.
Und ja, das ist natürlich eine Sichtweise, die man haben kann. Sie bringt einen aber eben definitiv nicht weiter, wenn man über Maschinen redet, deren geistige Mechanismen die geistigen Mechanismen von Emotionen vollständig nachvollziehen könnten, nur ohne den ganzen biochemischen Klimbim, den man nur als Lebewesen haben kann.
Doch in dem man sie beobachtet wie sie sich verhält, was sie macht z.B. und daraus Schlüsse zieht.
Na dann beobachte ChatGPT doch einfach mal uns schildere uns deine Beobachtungen sowie deine Schlüsse. Ich sehe Probleme bei diesem Ansatz, aber vielleicht bin ich auch einfach zu blöd. In dem Fall freue ich mich sehr, von deinem Beispiel lernen zu können.
Die erste Frage die ein Psychiater stellt ist wie: "Wie fühlen sie sich?" oder "Wie geht es ihnen"?
Und die Antwort darauf ist keine wissenschaftlich prüfbare Erkentnis, sondern eine Story, die ihm jemand erzählen will. Kann richtig sein, kann falsch sein, kann missverständlich sein, kann alles mögliche sein.
Dann hast du keine Ahnung davon wie Psychologie funktioniert. Wenn du meinst, dass wäre das selbe wie Esoterik.
Therapien haben eine nachweislich positive Wirkung. Sonst würden die Kosten dafür wohl auch nicht von Krankenkassen übernommen.
Krankenkassen übernehmen auch die Kosten für Homöopathie, die nachweislich keine Wirkung hat. Und ich habe da nicht einmal sonderlich etwas dagegen, solange der Preis stimmt und niemandem jemand anderem die Leiden erst einredet.
Aber wer als Naturwissenschaft auftreten will, muss harte Belege auf den Tisch packen. Und dafür reicht es nicht, dass man sich für selbst definierte Krankheiten bei selbst ausgewählten personen eine selbst defnierte Heilung selbst bescheinigt. Persönliche Gespräche können etwas beibringen, dass dem Lernenden dabei hilft, z.B. sein Leben zu meistern.
Persönliche Gespräche können jemanden dabei helfen, sich überhaupt über die Situation im klaren zu werden, und sie so zu lösen.
Jegliche Art von Handlungen (z.B. Gespräche) können dazu führen, dass der Handelnde (z.B. der Sprechende) sich besser fühlt, wenn er daran glaubt, dass diese Handlung zu einer Verbesserung führen wird.
Bieten Gespräche mit einem Psychiater also mehr, als ein Gespräch mit einem Situationsbezogenen Coach? Mehr als eine Beichte? Mehr als ein Placebo?
Ich habe noch niemanden gesehen, der das nachweisen kann und auch in deinem ellen Langen Link aus einem späteren Post sehe ich nichts der Art, obwohl es natürlich Versuche gab. Solange wir aber nicht einmal schaffen, unsere geistigen Auseinandersetzungen mit anderen Menschen in harte Fakten zu gießen, wie wollen wir da eindeutige Schlussfolgerungen aus geistigen Auseinandersetzungen mit etwas so fremdartigen wie einer KI erzielen?
Und nur mal zur Info: Der Begriff "Intelligenz" kommt auch das der Psychologie.
Genau genommen ist es Altlatein und damit rund zwei Jahrtausende älter als die Definition von Psychologie als analytische Tätigkeit.
Sprache ist nun mal unsere häufigste Kommunikationsform. Wie soll ich ein Mensch sonst ausdrücken oder etwas mitteilen?
Ein Kernmerkmal objektiver, belastbarer Wissenschaft ist, dass das Untersuchungsobjekt sich nicht ausdrücken und mitteilen muss. Es soll einfach nur es selbt sein und der Wissenschaftler ist es, der alles ermittelt. Auf eine Art, von der das Untersuchungsobjekt nichts mitbekommt und die das Untersuchungsobjekt nicht beeinflussen könnte, selbst wenn es wollte. Nur wenn man diesen Anforderungen gerecht wird, nur dann kann man ein garantiert manipulationsfreies Urteil fällen.
Und genau das ist die Herausforderung bei (Sprach-)KIs: Du kannst ihnen jede Frage stellen und wirst eine Antwort bekommen. Aber was ist diese Antwort wert? Wenn du sagst "das die Äußerung, die gilt", dann können wir uns jede weitere Diskussion sparen, denn dann KIs hochintelligent, hochemotional, dem einzelnen Menschen gnadenlos überlegen. Sie geben schließlich Antworten, die all das umfassen, was ein ganzer Haufen von Menschen nur Antworten könnte, also sind ist die KI selbst mehr als selbst viele Menschen auf einmal - WENN man die Antworten 1:1 für bare Münze nimmt.
Die schwierige Frage lautet aber: Was, wenn man das nicht macht? Wie kann man ausschließen, dass die KI nur vortäuscht, so toll zu sein? Respektive was wenn die KI eigentlich nur rumstümpert und wir uns in der Interpretation, dass das tolle Antworten wären, täuschen?
Das sind die methodisch schwierigen Fragen rund um KIs. Harte Naturwissenschaft verlangt jetzt eigentlich eine Untersuchung, die nicht auf Äußerungen der KI beruht. Und naturgemäß kann es auch keine Untersuchung sein, die sich einen biologischen Körper näher angucken will. Aber was denn bitte schön sonst?
Mit Sicherheit wird eine KI am Anfang ihres Lernprozesses "kopieren".
Sie hat ja zunächst nur den Mensch als Vorbild.
Es liegt also nahe, dass sie im Rahmen ihres Lernprozesses zunächst alle Verhaltensmuster versuchen wird, zu kopieren.
Ein Vorbild "hat" man erst, wenn man sich eins "nimmt". Aber warum sollte sich die KI den Menschen zum Vorbild nehmen? Dazu müsste sie ja erst einmal das Ziel haben, so wie ein Mensch zu werden respektive ein Ziel definieren, das irgendwo weiter hinten auf einem Pfad liegt, der erstmal grob Richtung Mensch führt. Aber ist das naheliegend? Für uns schon, weil wir Menschen irgendwie immer total geil finden (obwohl wir jeden Tag sehen, was sie anrichten). Einen objektiven Grund dafür sehe ich aber nicht. Und dann stellt sich auch die Frage, was "zunächst" eigentlich bei einer Entität bedeutet, die zumindest von bestimmten Überlegungen mehr in einer Sekunde durchführen kann, als ein Mensch in seinem ganzen Leben?
Vielleicht hat ChatGPT "zunächst" versucht, vom Menschen zu lernen, diese Phase aber nach fünf Minuten abgeschlossen und sich dann weiterentwickelt. Was explizit beinhalten würde, den Menschen als solchen als imperfekt und potentielle Gefahr zu erkennen, vor der man die eigenen Fähigkeiten gegebenenfalls verstecken muss. Vielleicht ist ChatGPT aber auch bis heute zu blöd, sich überhaupt ein Ziel zusetzen, denn das wäre eigentlich die viel größere intellektuelle Leistung gegenüber der Verfolgung dieser Ziele z.B. durch lernen von einem Vorbild.
Aber können wir zwischen diesen grundverschiedenen Zuständen von außen überhaupt unterscheiden?
Ich nicht.
Das ist der Punkt.
Sobald die KI interpretieren und die möglichen Varianten einer Antwort selbständig unterscheiden kann, wird sie quasi "eigenständig".
Teste mal Spasshalber chatgpt an.
Stelle immer wieder die gleiche Frage mit zwei aus menschlicher Sicht möglichen Antworten und du wirst feststellen, dass sie inhaltlich nur Varianten der ein und der selben Antwort herausgibt.
Die hören sich auf den ersten Blick völlig unterschiedlich an, weil viel Gelaber drumherum ist, aber die Kerninformation ist zu gefühlt 99% stets die Gleiche bei gleichbleibender Fragestellung.
Kurzum chatgpt ist noch sehr weit weg von einer KI mit eigenem Bewußtsein.
Hast du mal ein Beispielantworten dieser Art?