ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
AW: Kreationisten Thread(Wissenschaftliche Diskussion ob der Mensch ohne Gott seine Existen erklären kann). Keine Glaubens Diskussion bitte!
Intelligent Desing und insbesondere die amerikansiche Bewegung, die dranhängt, sind für mich auch ein rotes Tuch.
Ich hab nicht gesagt, dass eine Vorhersage mir praktisch möglich ist. Es geht einzig und allein, ob alles im Universum sich nach festen, naturwissenschaftlichen Theorien verhält (die per Definition eine Vorhersage über dieses Verhalten zulassen, auch wenn sie dafür ggf. Kenntnisse brauchen, die sich nur theoretisch erreichen lassen), oder ob es im Universum willkürliche, zufällige oder gottgesteuerte Kompoenten gibt, die sich diesen Regeln entziehen.
Wie gesagt: Als Agnostiker lege ich mich diesbezüglich nicht fest, aber ich akzeptiere das subjektive Empfinden eines elektrochemischen Prozesses nach viel zu frühem Wecken nicht als Wiederlegung des Determinismus.
S.o.: Praktisch gehts eben nicht. Aber die Ursache liegt weder an der Naturwissenschaft noch am Universum, sondern an der mangelhaft gestellten Aufgabe
Aber kannst du für deine Zweifel härtere Beweise anführen, als z.B. ein Kreationist für seine Zweifel an der Urknalltheorie?
Du hast selbst eine Aussage über eine Masse an Ratten gemacht.
Und was wäre deiner Meinung nach die sinnvollere Handlung, die ein Mensch in gleicher Situation vollbringen würde?
Länger essen, als bis zum Ende des Futters: geht nicht
Pausen einlegen, wenn man gesättigt ist: Macht die Ratte sogar unter normalen Umständen. Im Gegensatz zu vielen Menschen
Pausen einlegen, bevor man gesättigt ist, d.h. strenge Rationierung: Macht aus Sicht eines Menschen Sinn (sind viele Menschen aber auch einzlen nicht unbedingt zu in der Lage), setzt aber, wie alle Arten der Vorratshaltung, etwas vorraus:
Kontrolle über den Vorrat. Wenn man dich in ein Labor steckt und willkürlich mal mit Sahnetorten zuwirft und dann wieder zwei Wochen Hungern lässt, dir einen vollgedeckten Tisch hinstellt aber nach punkt 60 Minuten alle Reste wieder entfernt,... dann würdest du genauso wenig auf die Idee kommen, ein Nahrungsangebot zu rationieren, wie eine Laborratte.
Und das Beispiel lässt sich auch auf die freie Wildbahn übertragen: Der Mensch ist in viele Situationen absoluter Herrscher seiner Umgebung. Er kann hat die Möglichkeit, sichere Lager anzulegen. Eine Ratte dagegen hat keinen abschließbaren Vorratsschrank. Sie kann, mangels Rucksack, auch nur sehr begrenzte Mengen herumtragen - und es gibt viel in ihrer Umgebung, dass sie zum Aufsuchen eines anderes Ortes zwingen kann. Die beste Möglichkeit für sie, "Futter" für schlechte Zeiten aufzubewahren ist eine Speckschicht. Vergleichbare Situation für einen Menschen zu deinem Szenario, wenn man es auf eine wilde Ratte bezieht:
Nackt. In trockener Savanne (keine nutzbare Nahrung in der Umgebung. Boden so hart, dass man nichts vergraben kann). Spuren von ca. 3-4mal schwereren Katzenartigen überall in der Gegend. Einzige Nahrung: Ein großer Haufen Smarie Minis (lecker, nahrhaft, haltbar - aber ohne Behältniss kaum zu tragen) - genug für 1-2 Wochen, aber ggf. musst du 1-2 Monat davon leben. Was machst du:
a) Soviel essen, wie du verdauen kannst?
b) nur kleine Häppchen essen und hoffen, dass dich kein Löwenrudel von deinem Haufen vertreibt?
Optimierung des eigenen Fortpflanzungerfolges. Solange die Löwinnen Junge haben, kommt er nicht zum Zuge. Die vorhandenen Jungen sind aber definitiv nicht die seinigen.
Evolution in Aktion
Bevorzugt Revierkämpfe. Bei Primaten wurde aber auch schon systematische Kriegsführung und Genozid beobachtet. Verhaltensweisen, die imho schwer zu erklären sind, wenn man davon ausgeht, dass sie sich nicht dem Konzept "Tod" bewußt sind.
Ist es nicht? In wie weit trägt denn das Töten von Kleinwalen, die andere Nahrungsreourcen nutzen, zur Arterhaltung der mordenden Delfine bei? Oder wie verbreitet ein großer Tümmler seine Gene, wenn er einen Fleckendelfin vergewaltigt?
Ob das nun "gierig und boshaft" ist, kann man nur subjektiv als Mensch bewerten - denn es sind von Menschen geprägte Ausdrücke. Ich würde klar sagen: Defintiv boshaft. Für "Gier" sollten sich Beispiele bei Primaten finden. Wer Konzepte wie "Neid", "Betrug", "Raub" und "Prositution" kennt, der kennt vermutlich auch die Gier nach Besitz.
Und genau das würde ich (ohne weiter mit der Story vertraut zu sein - eine Verwechslung mit Jagdinstinkten liegt nahe, aber ich gehe mal davon aus, dass du sie berechtigt ausschließt) als ein klares Anzeichen von Bewußtsein deuten. Ein Tiger dürfte nicht von Geburt an über einen Instinkt verfügen, der "umkippenden Menschen" mit "hilfsbedürftigem Menschen" verknüpft und erst recht keinen, der den nächsten Schluss zu "Hilfeleistung" zieht. Dieses Verhalten setzte vorraus, dass er das Verhaltensmuster von Roy erlernt und analysiert hat (und auch die Unterschiede zwischen diesem und dem eines Tigers kennt), dass ungewöhnliches Verhalten, dass von diesem Muster abweicht, als solche erkannt wird und in die Kategorie negativ/positiv eingeordnet werden kann und dass der Tiger sich darüber im klaren war, dass Roy jemand ist, denn es zu beschützen galt. Die ersten Schritte mag man mit dem Adaptionsvermögen eines Raubtieres an unterschiedliche Beute erklären können, aber letzteres setzt eine erhebliche Abweichung von natürlichen Instinkten (Tiger sind Einzelgänger) vorraus, einschließlich dem Konzept "Freund", das ohne "Ich" und eine Vielzahl an "Du"s überhaupt nicht denkbar ist. Dieser Tiger zeigte damit Zeichen, die eindeutig gegen Instinktgesteuertes Verhalten und nicht nur für ein Bewußtsein sprechen, sondern sogar die Fähigkeit andeuten, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen. Das einzige instinkt-nahe Verhalten war die Art des Griffes. Da muss man aber ganz ehrlich sagen: Der Tiger hatte vermutlich noch nie gesehen, was passiert, wenn man einen Menschen zärtlich im Nackenbereich beißen und anheben möchte. Nicht auszuschließen, dass er mit mehr Vorwissen auch an dieser Stelle nicht "natürlich" gehandelt, sondern eine weitere bewußte Entscheidung getroffen hätte. Würden Menschen umgekehrt ein Tiger-Baby anheben wollen, würden sie es ohne Vorwissen vermutlich auch um den Bauch packen und bei der folgenden Kratzattacke fallen lassen, dabei ist jedem Tiger sofort klar, dass die nicht ohne Grund so eine praktische Griffmulde im Nacken haben
Wenn du die Forschung als eingeschränkt aussagekräftig betrachtest (zu Recht), wie kommst du dann zu der sicheren Aussage, dass Tiere kein Bewußstein hätten?
Das tun sie ja eben nicht, das ist ja das Problem.
Ich bin ja dort auf die High School gegangen und da gab es Überlegungen, den Kreationismus als Lehrstoff in den Schulen aufzunehmen.
Glücklicherweise ist es am Protest der meisten Schüler, der Wissenschaft und der meisten Eltern gescheitert (jep, Amis demonstrieren sogar manchmal).
Intelligent Desing und insbesondere die amerikansiche Bewegung, die dranhängt, sind für mich auch ein rotes Tuch.
Und wenn du dann vorhersagen willst, wie sich Elementarteilchen verhalten, hörts dann ganz auf. Aus wie vielen Atomen besteht ein durchschnittlicher Mensch?
Ich hab nicht gesagt, dass eine Vorhersage mir praktisch möglich ist. Es geht einzig und allein, ob alles im Universum sich nach festen, naturwissenschaftlichen Theorien verhält (die per Definition eine Vorhersage über dieses Verhalten zulassen, auch wenn sie dafür ggf. Kenntnisse brauchen, die sich nur theoretisch erreichen lassen), oder ob es im Universum willkürliche, zufällige oder gottgesteuerte Kompoenten gibt, die sich diesen Regeln entziehen.
Wie gesagt: Als Agnostiker lege ich mich diesbezüglich nicht fest, aber ich akzeptiere das subjektive Empfinden eines elektrochemischen Prozesses nach viel zu frühem Wecken nicht als Wiederlegung des Determinismus.
Ich hab mich mal mit einem Philosophen über diverse Dinge unterhalten und eigentlich reden die noch schwammiger als Politiker.
S.o.: Praktisch gehts eben nicht. Aber die Ursache liegt weder an der Naturwissenschaft noch am Universum, sondern an der mangelhaft gestellten Aufgabe

Ich bezweifel, dass dem Hund da ein Gedankenblitz trifft.
Aber kannst du für deine Zweifel härtere Beweise anführen, als z.B. ein Kreationist für seine Zweifel an der Urknalltheorie?
Kannst du so nicht sagen, wenige Einheiten des Homo Sapiens sind sehr klug, sie passen sich an, sie entwickeln Vorgehensweisen, die sehr komplex sind.
Das Dilemma ist immer die Masse. Eine Masse an Menschen ist sehr blöd, leicht zu berechnen und machen garantiert das Falsche.
Du hast selbst eine Aussage über eine Masse an Ratten gemacht.

Aber eben eine Ratte wird futtern ... bis das Futter alle ist
Und was wäre deiner Meinung nach die sinnvollere Handlung, die ein Mensch in gleicher Situation vollbringen würde?
Länger essen, als bis zum Ende des Futters: geht nicht
Pausen einlegen, wenn man gesättigt ist: Macht die Ratte sogar unter normalen Umständen. Im Gegensatz zu vielen Menschen
Pausen einlegen, bevor man gesättigt ist, d.h. strenge Rationierung: Macht aus Sicht eines Menschen Sinn (sind viele Menschen aber auch einzlen nicht unbedingt zu in der Lage), setzt aber, wie alle Arten der Vorratshaltung, etwas vorraus:
Kontrolle über den Vorrat. Wenn man dich in ein Labor steckt und willkürlich mal mit Sahnetorten zuwirft und dann wieder zwei Wochen Hungern lässt, dir einen vollgedeckten Tisch hinstellt aber nach punkt 60 Minuten alle Reste wieder entfernt,... dann würdest du genauso wenig auf die Idee kommen, ein Nahrungsangebot zu rationieren, wie eine Laborratte.
Und das Beispiel lässt sich auch auf die freie Wildbahn übertragen: Der Mensch ist in viele Situationen absoluter Herrscher seiner Umgebung. Er kann hat die Möglichkeit, sichere Lager anzulegen. Eine Ratte dagegen hat keinen abschließbaren Vorratsschrank. Sie kann, mangels Rucksack, auch nur sehr begrenzte Mengen herumtragen - und es gibt viel in ihrer Umgebung, dass sie zum Aufsuchen eines anderes Ortes zwingen kann. Die beste Möglichkeit für sie, "Futter" für schlechte Zeiten aufzubewahren ist eine Speckschicht. Vergleichbare Situation für einen Menschen zu deinem Szenario, wenn man es auf eine wilde Ratte bezieht:
Nackt. In trockener Savanne (keine nutzbare Nahrung in der Umgebung. Boden so hart, dass man nichts vergraben kann). Spuren von ca. 3-4mal schwereren Katzenartigen überall in der Gegend. Einzige Nahrung: Ein großer Haufen Smarie Minis (lecker, nahrhaft, haltbar - aber ohne Behältniss kaum zu tragen) - genug für 1-2 Wochen, aber ggf. musst du 1-2 Monat davon leben. Was machst du:
a) Soviel essen, wie du verdauen kannst?
b) nur kleine Häppchen essen und hoffen, dass dich kein Löwenrudel von deinem Haufen vertreibt?
Hmm, wieso töten ein Löwe die Jungen in einem Rudel, wenn es das übernimmt?
Optimierung des eigenen Fortpflanzungerfolges. Solange die Löwinnen Junge haben, kommt er nicht zum Zuge. Die vorhandenen Jungen sind aber definitiv nicht die seinigen.
Evolution in Aktion

Wieso töten Affen andere Affen?
Bevorzugt Revierkämpfe. Bei Primaten wurde aber auch schon systematische Kriegsführung und Genozid beobachtet. Verhaltensweisen, die imho schwer zu erklären sind, wenn man davon ausgeht, dass sie sich nicht dem Konzept "Tod" bewußt sind.
Es geht in der Regel immer um Arterhaltung, die Weitergabe der Gene, das ist bei den Delfinen nicht anders, beim Menschen aber schon. Oder kennst du ein Tier, das gierig und boshaft ist?
Ist es nicht? In wie weit trägt denn das Töten von Kleinwalen, die andere Nahrungsreourcen nutzen, zur Arterhaltung der mordenden Delfine bei? Oder wie verbreitet ein großer Tümmler seine Gene, wenn er einen Fleckendelfin vergewaltigt?
Ob das nun "gierig und boshaft" ist, kann man nur subjektiv als Mensch bewerten - denn es sind von Menschen geprägte Ausdrücke. Ich würde klar sagen: Defintiv boshaft. Für "Gier" sollten sich Beispiele bei Primaten finden. Wer Konzepte wie "Neid", "Betrug", "Raub" und "Prositution" kennt, der kennt vermutlich auch die Gier nach Besitz.
Denk an das Zauberduo Sigfried und Roy, Roy ist durch einen seiner Tiger schwer verletzt worden, aber nicht, weil das Tier bösartig ist, sondern einfach weil es seinem Instinkt gefolgt ist. Roy erlitt einen Schlaganfall und fiel hin. Das Tier erkannte, dass Roy in Gefahr war und wollte ihn wegziehen. Was bei einem Jungtier wunderbar klappt, klappt halt nicht beim Menschen und daher ist er verletzt worden, aber dem Tier kannst du eben keine Schuld geben.
Und genau das würde ich (ohne weiter mit der Story vertraut zu sein - eine Verwechslung mit Jagdinstinkten liegt nahe, aber ich gehe mal davon aus, dass du sie berechtigt ausschließt) als ein klares Anzeichen von Bewußtsein deuten. Ein Tiger dürfte nicht von Geburt an über einen Instinkt verfügen, der "umkippenden Menschen" mit "hilfsbedürftigem Menschen" verknüpft und erst recht keinen, der den nächsten Schluss zu "Hilfeleistung" zieht. Dieses Verhalten setzte vorraus, dass er das Verhaltensmuster von Roy erlernt und analysiert hat (und auch die Unterschiede zwischen diesem und dem eines Tigers kennt), dass ungewöhnliches Verhalten, dass von diesem Muster abweicht, als solche erkannt wird und in die Kategorie negativ/positiv eingeordnet werden kann und dass der Tiger sich darüber im klaren war, dass Roy jemand ist, denn es zu beschützen galt. Die ersten Schritte mag man mit dem Adaptionsvermögen eines Raubtieres an unterschiedliche Beute erklären können, aber letzteres setzt eine erhebliche Abweichung von natürlichen Instinkten (Tiger sind Einzelgänger) vorraus, einschließlich dem Konzept "Freund", das ohne "Ich" und eine Vielzahl an "Du"s überhaupt nicht denkbar ist. Dieser Tiger zeigte damit Zeichen, die eindeutig gegen Instinktgesteuertes Verhalten und nicht nur für ein Bewußtsein sprechen, sondern sogar die Fähigkeit andeuten, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen. Das einzige instinkt-nahe Verhalten war die Art des Griffes. Da muss man aber ganz ehrlich sagen: Der Tiger hatte vermutlich noch nie gesehen, was passiert, wenn man einen Menschen zärtlich im Nackenbereich beißen und anheben möchte. Nicht auszuschließen, dass er mit mehr Vorwissen auch an dieser Stelle nicht "natürlich" gehandelt, sondern eine weitere bewußte Entscheidung getroffen hätte. Würden Menschen umgekehrt ein Tiger-Baby anheben wollen, würden sie es ohne Vorwissen vermutlich auch um den Bauch packen und bei der folgenden Kratzattacke fallen lassen, dabei ist jedem Tiger sofort klar, dass die nicht ohne Grund so eine praktische Griffmulde im Nacken haben

Aber genau das müsste man machen um eben den Einfluss des Menschen ausschließen zu können, sonst ist die Forschung daran einfach nicht aussagekräftig genug.
Wenn du die Forschung als eingeschränkt aussagekräftig betrachtest (zu Recht), wie kommst du dann zu der sicheren Aussage, dass Tiere kein Bewußstein hätten?
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