Ich habe für PCs gestimmt, weshalb wird ziemlich klar wenn man die Vorteile und Nachteile gegenüber stellt:
PC
+Kann leiser sein
+Kann genauso klein sein
+Spiele können deutlich einfacher modifiziert werden, ich selbst habe einige Spiele nur wegen Mods gekauft
+Grafik kann besser sein und ist das meist auch
+Freie Wahl des Eingabegeräts
+Günstigere Spiele und schnellerer Preisverfall von Spielen
+Deutlich größere Spielauswahl, Genres die fast nur auf dem PC existieren wie Strategiespiele
+Online Spielen ist meist kostenlos; Außnahme MMORPGs
+An persönliche Wünsche anpassbar
-Wenn der PC gleichzeitig leiser, kleiner und schneller als die Konsole sein soll teurerer Preis
-Technische Probleme mit Spielen, deutlich mehr Bugs als Konsolen
-Teure Nachrüstungen um aktuelle Spiele in voller Pracht spielen zu können
Konsole
+Tolle Exklusivtitel
+Klein, leise und dabei im Vergleich zu einem PC der gleichleise und gleichklein sein sollte günstiger
+Meist keine oder nur geringfügige Technische Probleme
+Keine dauernde Aufrüstung notwendig
-Online Spielen kostet oft Geld
-Keine Modifizierbarkeit von Spielen
-Nicht an persönliche Wünsche anpassbar
-kleinere Spieleauswahl
-Teurere Spiele und langsamerer Preisverfall
-Schlechtere Grafik
-Nur wenig Auswahl beim Eingabegerät
Wenn man sich einen solchen Vergleich ansieht, müssten ja deutlich mehr Personen PC-Spieler sein als Konsolenspieler, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.
Während in Deutschland der Markt im Vergleich sehr stark ist, wie die
Erfassungen des BIU belgen, ist der Konsolenanteil in anderen Ländern deutlich höher, wie eine
Studie von Today´s Gamers zeigt.
Zu beachten ist das die Today´s Gamers Studie sich auf den Markt 2009 beziehen, während die Erhebungen des BIU auch die Geschäftszahlen der Jahre 2008-2010 beinhalten.
Bei der Studie von Today´s Gamers sieht man, das der mit großem Abstand größte Markt für Spiele die USA sind.
Fragt man Spieler die vom PC auf die Konsole umgestiegen sind, merkt man das dies primär an der ständig nötigen Aufrüstung der Hardware eines PCs, Technischen Problemen mit Spielen und dem "Couchfaktor" von Konsolen liegt. Wichtig, aber nicht primär sind Exklusivtitel. Aus Sicht der Entwickler sind Konsolen ein zwiespaltiges Schwert, zum einen erschweren sie es die Grafik von Konkurenztiteln früherer Jahrgange zu übertreffen und zum anderen müssen Lizenzgebühren an die Hersteller der Konsolen entrichtet werden, die die Spiele verteuern ohne das die Entwickler selbst davon profitieren. Auch hat man weniger Freiheiten bei der Gestaltung von Spielen, da man z.B. bei der Wahl des Eingabegeräts nicht frei ist. Dafür haben Konsolen für Entwickler auch eine ganze Reihe von Vorteilen, auf den Konsolen gibt es z.B. deutlich weniger Raubkopien, man muss sich nicht um den techschnichen Support von Spielen kümmern, da diese in der Regel bugfrei laufen oder man direkt ein Update für alle Konsolen des Typs liefern kann, daher man muss nicht erst die Konfiguration des PCs des Spielers erfragen und dann eine induviduelle Lösung suchen sondern muss ein Problem nur einmal lösen und die Probleme aller Spieler die dieses Problem haben sind behoben. Weiterhin muss man sein Spiel nicht an verschiedene Leistungsstufen eines PCs anpassen, man kann also jedem Spieler das gleiche Erlebnis bieten.
Die drei großen Gründe von Umsteigern sind schnell ausgebessert, dies würde aber eine ordnende Macht erfordern, die es auf dem PC Markt nicht gibt. Was dem PC-Markt fehlt sind Standarts, diese könnten zurzeit wohl nur auf Initiative Microsofts mit den großen Grafikkarten (Nvidia und AMD) und Prozessorherstellern (Intel und AMD) erfolgen in Zusammenarbeit mit den marktführenden Publishern (Activision Blizzard, EA, Ubisoft, 2K, Epic, THQ, SEGA, Codemasters, Square Enix/Eidos, Valve) erfolgen. Die dauernde technische Aufrüstung des PCs zu umgehen ist schwierig, wenn immer alles auf Max laufen soll, will man aber nur ein weit über den Konsolen liegendes Niveau erreichen, würde dies durch eine bessere Optimierung von Spielen auch für schwächere Rechner gelingen. Zu den technischen Problemen schreibe ich gleich noch etwas, da man diese in einem etwas größerem Rahmen betrachten muss. Der Couchfaktor ist eigentlich gar kein echter Vorteil, da es problemlos möglich ist den PC an den Fernseher anzuschließen und von der Couch aus mit dem Controller oder auch Maus und Tastatur zu spielen. Dies wird aber von vielen Nutzern nicht so wahrgenommen, da PCs seit jeher am Schreitisch eingesetzt werden und Konsolen seit jeher am Fernseher, der oft nicht auf dem Schreibtisch steht, sondern z.B. an einer Wand hängt. Die wenigsten Nutzer wollen aber ihren PC nicht jedesmal wenn sie ein Spiel von der Couch aus Spielen wollen durch das halbe Haus tragen. Das eigentliche Problem ist also die Gestaltung der Wohnräume, in denen der Schreibtisch eher gesondert steht, während der Fernseher eher in die Wohnungsgestaltung integriert ist. Für dieses Problem gibt es zwei Lösungsansätze der eine ist, von mir präferierte, ist den PC mehr zu integrieren, ein PC kann auch Arbeits- und Entertaimentgerät gleichzeitig sein, der andere ist alles zu vernetzen. Das Problem hierbei ist das Wissen des durchschnittlichen Anwenders und eine teilweise aufwändigere Steuerung bzw. Konfiguration
Bezüglich der technischen Probleme sind Standarts, wie bereits gesagt, das größte Problem. Ich kann hier nicht verstehen wieso Microsoft seine außerordentliche Marktstellung nicht nutzt, es wäre für Microsoft im Vergleich zu anderen Firmen, ein leichtes alles aus einer Hand anzubieten und würde Nutzer auch eher an sie binden. Für Microsoft wäre es ohne Probleme möglich, einen Windows Programm Store und einen gut funktionierenden Windows Games Store (nicht so ein Games for Windows Marketplace scheiß) anzubieten und die vernetzte Wohnung vorranzutreiben. Microsoft könnte letztendlich sehr einfach, sehr viele Marktbereiche erschließen in denen es bisher nicht besonders stark war. So könnte man Käufern einer PC Vollversion von z.B. Starcraft 2 anbieten auch gleich eine App zur Verwaltung ihres Accounts zu laden. Wesentlich profitabler aber wäre es z.B. Käufern eines Spiegel Abos das über Microsoft abgeschlossen wurde gleich noch kostenlos die PC-Version und die Windows Phone 7 Ausgabe bereitzustellen.
Microsoft könnte durch eine solche Marktmacht auch einfacher Standarts setzen, die letzten Versuche schienen mir eher kläglich (Silverlight z.B.).
Ich weiche zu weit vom Thema ab, aber das liegt wohl an meiner Sympathi zu Microsoft.
Das Problem bei der Produktion von Exklusivtiteln ist, das es keine Firma gibt, die direkt für den PC zuständig ist, nur die Hardwarehersteller haben Interesse an Exklusivtiteln bzw. Titeln die aktuelle Hardware voll auslasten, aber auch für diese ist das kein primäres Thema, da der Großteil des Geschäfts eben nicht im High-End Bereich zustande kommt und sie keine Spielepublisher werden wollen, denn nur diese könnten das dauerhaft ändern.
Kopierschutz ist sicher eines der wichtigsten Themen bezüglich der Gamesbranche und hier hat bisher keiner auf dem PC gut funktioniert, man könnte aber z.B. hier wäre eine Lösung über ein Programm wie Steam sicherlich einfacher als ohne, man könnte z.B. Spiele im Laden nur noch als Key daher ohne Datenträger verkaufen, diesen Key muss man dann online eingeben und kann das Spiel herunterladen. Jeder Key hat eine unsichtbare Nummer, diese Nummer ist an den Account gebunden. Bei jedem Spielstart wird eine kleine Datei (weniger als 1MB) geladen, die für den Spielstart zwingend benötigt wird, diese Datei enthält außerdem noch die unsichtbare Nummer, wird also bei jedem Spielstart induviduell erzeugt. Spielen jetzt mehrere Spieler deren Spiele die gleiche Nummer haben gleichzeitig wird diese Nummer für die Mitarbeiter des Programmherstellers dem Account der das Spiel gekauft hat und allen die es außerdem gerade noch Spielen zugeordnet. Davor ist es keinem Mitarbeiter möglich eine Nummer einem Key oder einem Account zuzuordnen, die Zusammenhänge kennt nur der Server oder Mitarbeiter die Zugriff auf den kompletten Server haben. Das Problem bei einer solchen Methode ist das eine dauerhafte Internetverbindung benötigt wird, außerdem habe ich keine Ahnung über die genaue Übersicht über die technisch Machbarkeit. Theoreisch stelle ich mir das aber nicht so schwer vor.
Nachdem ich den Post grade gelesen habe, wirkt er irgendwie ziemlich zerhakt, ich versuche das morgen zu korrigieren.