Du kannst sicher auch gleich mal ein Dutzend Beispiele liefern und begründen? Zeige mir bitte in den Artikeln Subjektivität, Wertung und einseitige Sichtweisen auf und widerlege sie mit Fakten. Und wenn du schon mal dabei bis, dann sage mir bitte, was an dem Artikel hier nicht neutral ist und was du vermisst, dass es eine "umfassende Berichterstattung" ist.
Ich möchte anregen, dies in einem seperaten Thread z.B. im Feedbackbereich zu machen.
Ebenfalls etwas zu offtopic sind Posts, die sich ausschließlich mit CPUs beschäftigen, die ein halbes Jahrzehnt alt sind.
Und wieso ist es nur die halbe Wahrheit? Wo ist es bemerkenswert, wenn 8 Int-Cores 4 Int-Cores um +50% schlagen schlagen? SMT hin oder her, es bleiben vier Int-Cores. Und gesharten L2/FPU usw. hin oder her, es bleiben acht Int-Cores. Und die Zahl der Int-Cores ist es, mit der idR viele Anwendungen wie Cinema 4D skalieren und eben nicht durch Cache oder FPU.
Irre ich mich, oder macht Cineama 4D nicht massiven Gebrauch von Erweiterungen/SIMD? Also Einheiten, die bei Bulldozer nur einmal pro Modul vorliegen?
Selbst wenn bislang Int-Cores limitiert haben, muss man differenziert betrachten: Die Recheneinheiten? Die Decoder?
Bulldozer macht sehr, sehr vieles anders. Imho kann man nur sehr wenig übertragen. (zumal zur SIMD Einheit und den Decodern ja noch immer vieles unbekannt ist)
Was ist daran denn bitteschön spannend? Das genau hier SMT seine größten Stärken hat, da immer zwei Aufgaben zur Abarbeitung bereit stehen, ist ja wohl allen bekannt. Der Gewinner steht praktisch schon fest, wenn der Bulldozer hier keine 100% Steigerung verbuchen kann. Und da das Design hierfür nicht ausgelegt wurde kann man das bereits jetzt stark anzweifeln.
Zusätzlich spielt Singlethreading bei Anwendern jetzt schon eine untergeordnete Rolle und ist bestenfalls für Freaks interessant. Oder kann mir einer eine noch verbreitete Anwendung nennen die auch auf aktuellen Systemen nicht schnell genug läuft?
Nenn es nicht Single-, nenn es Oligothreading. Es gibt in der Tat kaum eine Anwendung, die nur einen Kern nutzt und deswegen unbrauchbar langsam ist. Aber Entwickler tun sich zunehmend schwer, ihre Anwendungen für weitere Kerne zu optimieren. Zwar kann man mit hochparallelisierbaren Aufgaben alle Kerne belasten - aber oft braucht die Engine einen Masterthread, der sich nicht weiter aufsplitten lässt. Dann hat man 3 Kerne a 40% Last oder 6 Kerne a 20% Last und dazu einen Kern, der bei 100% ist und der die gesamte Performance limitiert. An der Stelle zählt die "Single"-Thread-Leistung heute genauso viel, wie früher.
Alles, was nicht 100% sequentiell abgearbeitet wird, kann von SMT profitieren.
Nicht ganz: Zusätzlich müssen alle Kerne belastet sein. SMT hilft dir nur, Recheneinheiten auszulasten, obwohl die Software schlecht zur Architektur passt. Wenn du eh noch Recheneinheiten frei hast, bringt dir das ggf. etwas weniger Stromverbrauch (andere Kerne schlafen), aber kein bißchen Mehrleistung.
Was ich übrigens gerade feststellen musste: Vorhin wurde AMD's Entscheidung keine wirklichen High-End Produkte zu führen, doch tatsächlich damit begründet, dass der meiste Absatz (oder gar Gewinn?) in den Low-End Märkten wie HTPCs, Netbooks und Smartphones zu holen wäre.
Ist nur irgendwie ironisch. Sind dies doch genau jene Märkte, die AMD lange sträftlich vernachlässigt hat.
AMD hat lange Zeit primär das Niedrigleistung-Billig-Segment bedient. Was sie vernachlässigt bzw. schlichtweg verpennt haben: Das dieses Segment im Zuge der andauernden Leistungsteigerung irgendwann deutlich mehr Leistung hatte, als man für inet und Office zwingend benötigt. Irgend jemand bei Intel hat es bemerkt und den Atom entwickelt (und wenn man die viel zu niedrige Produktion zu Beginn bedenkt: Geglaubt haben ihm wenige, bis das Ding auf dem Markt war)
Erst diese Entwicklung hat den Markt für Net...s begründet und zugleich die Türen für x86-Hardware in klassischen ARM-Domänen geöffnet. (auch für Intel überraschend, die erst nach dem Atom-Erfolg ihre ARM-Sparte abgestoßen haben. Mit etwas zu großen Hoffnungen, wie man mitlerweile weiß)
Das alles hat AMD in einer Zeit getroffen, als man sowieso kaum Geld hatte -> es blieb einem gar nichts andere übrig, als lange Zeit tatenlos zuzusehen. (Bis jetzt. Ontario hat nicht zu Unrecht viele Vorschusslorbeeren erhalten)
Das "Problem" ist ja nicht, dass AMD seit dem Core 2 Duo anno 2006 zu langsame CPUs hätte. Sie sind einfach nur in Relation zu Intel langsam. Und obendrauf stromhungriger und hochtaktetender, d.h. das OC-Potenzial ist geringer. AMD konkurriert fast nur über den Preis und das ist schade.
Das Problem ist, dass Intel seit dem Core2 angefangen hat, auch Spieler bei der Entwicklung zu berücksichtigen (hat man bei P4 nicht gemacht) und dass sie gucken, was die Leute tatsächlich wollen. (anstatt einfach das technisch machbare ala Netburst hinzuklatschen, in der Annahme, dass auch 4Sone 200W verkaufbar wären)
Wenn man sich die Leistungsentwicklung bei AMD anguckt, dann war die eigentlich recht kontinuirlich (Ausnahme das letzte Jahr vor dem AT64, als die XP einfach am Ende waren und zum Schluss sogar in Spielen hinter Intel lagen und natürlich das Phenom I Unglück). Guckt man sich dagegen Intel an, dann ist da einfach die Leistungslücke zum Ende der Netburstzeit, als man eine ausschließlich auf hohen Takt optimierte Architektur via "Effizienz" vermarkten musste.
Seitdem Intel wieder auf Kurs ist, ist AMD da, wo sie es zu Pentium II vs K6 Zeiten waren: Günstige Alternative. (und wenn man sich Intels Preis- und Produktpolitik anguckt wage ich zu behaupten: Das ist kein Zufall. AMD kam in der Netburst-Lücke in kurzer Zeit von ~10 auf fast 25% Marktanteil. Dann entbrannte ein massiver, z.T. unfairer, Preiskampf und hielt sie dort. Nach der Core2 Einführung fielen sie zügig zurück auf 15%, dann änderte sich - gar nichts. Aber sie hängen wie angewurzelt in dem Bereich. Alles, was noch schwankt (auf hohem Niveau) ist Intels Gewinnspanne.