News AMD Bulldozer: Firmware-Updates für bis zu 512 GiByte RAM

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Kaum zu glauben aber dennoch wahr: AMDs FX- und Opteron-Prozessoren auf Basis der Bulldozer- und Piledriver-Architektur, die zwischen 2011 und 2014 erschienen sind, erhalten weiter Firmware-Updates und unterstützen so bis zu 512 GiByte RAM.

Was sagt die PCGH-X-Community zu AMD Bulldozer: Firmware-Updates für bis zu 512 GiByte RAM

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Blödsinn, mein 8350 war besser zu kühlen als der 2700x 😎

Zu kühlen und zu heizen sind zwei verschiedene Dinge. Der FX 8350 hat eine höhere TDP, als der 2700X und gibt damit, unter Last, mehr Wärme ab.

Dazu war die Architektur viel besser als ihr Ruf, (...)

Die waren schon so mies. Wenn selbst AMD von einem Fehlschlag spricht, natürlich nachdem Ryzen erschienen ist, dann kann man es eigentlich nicht mehr schön reden, auch wenn das viele tun.

Sonst hätte es der FX nicht in Konsole und thin Client geschafft!

In welche Konsole hat er es denn geschafft?

Natürlich kann man jede CPU entsprechend drosseln, sie wird dann nur langsamer. Ein Bulldozer, der auf 15W gedrosselt wurde, hat gegen die 15W Intel CPUs richtig abgestunken.
 
Ich war so traurig, als dieser Prozessor herauskam. Nach all den Werbespots und der Nachricht, dass Jim Keller wieder an Bord ist, hatte ich hohe Erwartungen und sah dem Ganzen positiv entgegen. Das Ende der Geschichte kennen wir ja. Dass der Prozessor noch Updates bekommt, finde ich gut – vor allem für Leute, die ihn noch im Einsatz haben. :daumen:
 
Damals hatte ich einen Sockel 2011 i7-3820 oc@4,8 und einen FX-8120 oc@5,1 und meine Spiele liefen auf dem i7 knapp doppelt so schnell, so lange nur das Spiel lief. Hab ich nebenher andere Anwendungen gestartet wie cinebench, oder ein weiteres Spiel, oder CAD Software, sah die Sache hingegen ganz anders aus. Dann war mit dem i7 nicht mehr ans spielen zu denken und beide Prozesse liefen mies, auch was fehlerhafte Ergebnisse betrifft. Der FX hingegen ist quasi nicht langsamer geworden im Spiel und die andere Anwendung lief auch fehlerfrei. Wie realistisch ist das aber für einen durchschnittlichen Endanwender? Quasi ausgeschlossen. Für produktive hingegen war das was anderes. Nur, dazu kam noch die Energie. Also es sprach wirklich nicht viel für einen FX. Da musste schon alles passen. Ich hatte mit beiden CPUs viel Spaß.
 
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Blödsinn, mein 8350 war besser zu kühlen als der 2700x 😎
Dazu war die Architektur viel besser als ihr Ruf, embedded Systeme da fallen sicherlich auch Server Opteron drunter liefen in einem guten sweet Spot... Sonst hätte es der FX nicht in Konsole und thin Client geschafft!
Die Architektur an sich hatte schon richtig Leistung aber damals konnte die von der Software nicht optimal genutzt werden was dann leistung verschenkt hat.
Heute würde sich die CPU prima für einen kleinen Homeserver eignen. Mit proxmox müsste das ganze recht performant laufen.

Der neue microcode müsste sich ja zur not auch von Hand selbst ins bios integrieren lassen.
 
Die Architektur hatte eine miese Leistung und der Grund war dass die Kerne sich eine FPU Teilen mussten was zu Stau & Chaos führte.
 
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Zu kühlen und zu heizen sind zwei verschiedene Dinge. Der FX 8350 hat eine höhere TDP, als der 2700X und gibt damit, unter Last, mehr Wärme ab.
Auch ohne Last verbraucht der gut Energie.
Wenn selbst AMD von einem Fehlschlag spricht, natürlich nachdem Ryzen erschienen ist, dann kann man es eigentlich nicht mehr schön reden, auch wenn das viele tun.
Mich wundert es, dass AMD so extrem lange an dieser schlechten Generation festgehalten hat. Bis zum Erscheinen von Ryzen und AM4 war das up to date bei denen. Mit PCIe 2.0 und all seinen Bescheidenheiten.
Diese AMD CPUs hatte ich ausgelassen. Die waren einfach nur schlecht.
Ich auch. 2012 wurde ein 3770k erworben der dann bis 2019 brav seinen Dienst verrichtet hat. Danach gings dann auf AM4 weiter.
Die Architektur an sich hatte schon richtig Leistung aber damals konnte die von der Software nicht optimal genutzt werden was dann leistung verschenkt hat.
Hatte sie nicht und hat sie auch heute nicht. Ein I7 2600 läuft auch heut noch deutlich runder als ein FX "8 Kerner".
Heute würde sich die CPU prima für einen kleinen Homeserver eignen.
Wenn einen der Strom nichts kostet, kann man drüber nachdenken.
 
Die Architektur an sich hatte schon richtig Leistung aber damals konnte die von der Software nicht optimal genutzt werden was dann leistung verschenkt hat.
Heute würde sich die CPU prima für einen kleinen Homeserver eignen. Mit proxmox müsste das ganze recht performant laufen.

Der neue microcode müsste sich ja zur not auch von Hand selbst ins bios integrieren lassen.

Gerade bei einem Heimserver sollte man den Stromverbrauch im Auge behalten. Ich weiß nicht, in wie weit man mit den hier supporteten Workstationsboards untertakten kann. Aber zum Beispiel 60 W Mehrverbrauch über 365 Tage zu je 24 h ergeben bei mir 150 Euro Zusatzstromkosten, wenn man niedrige 30 Cent die kWh ansetzt. Dafür kriegt man einen kompletten N150-NUC und der könnte sogar mehr Rechenleistung haben.

Auch ohne Last verbraucht der gut Energie.

Mich wundert es, dass AMD so extrem lange an dieser schlechten Generation festgehalten hat. Bis zum Erscheinen von Ryzen und AM4 war das up to date bei denen. Mit PCIe 2.0 und all seinen Bescheidenheiten.

Sie hatten keine Wahl respektive kein Geld, etwas neues herauszubringen, also haben sie den alten Schrott einfach weiter im Sortiment gelassen. Der Großteil der Kosten einer CPU steckt in der Entwicklung; sie einfach weiter zu produzieren ist relativ günstig (erst recht wenn man komplett veraltete Prozesse bei einem Fertiger nutzt, gegenüber dem man sowieso zu Mindestabnahmemengen verpflichtet ist) und AMD hat somit selbst bei Ramschpreisen noch eine kleine Marge gehabt. Ihr minimales CPU-Entwicklungsbudget haben sie derweil auf die APUs konzentriert, die durchaus deutlich gegenüber dem originalen Bulldozer verbessert wurden. Das Ergebnis war zwar immer noch lahm, aber schnell genug für die Low-End-IGPs. Und die wiederum hatten einen sicheren Absatzmarkt, weil Nvidia nach dem Zerwürfnis mit Intel keine Onboard-Lösungen mehr angeboten hat und Intel wiederum kein Interesse an dieser Mini-Nische hatte.
 
Naja, das ganze wurde aber auch schlechter gemacht als er war. Ich hab noch ein FX System bei mir zu Hause am laufen mit nem 9590. (gekühlt mit ner 360iger AiO) DDR3 2400 CL9, NB Takt 3Ghz. und mit einer 3060 12G. und 2 SSDs.
Läuft ganz gut und ohne Probleme.
 
Ich find's cool und kann die Motivation dahinter auch nachvollziehen wenn ich den Grund dafür lese. Schade aber ist wohl eher nur was für welche die das passende alte Server Mainboard auch dafür noch haben.
 
Die Architektur an sich hatte schon richtig Leistung aber damals konnte die von der Software nicht optimal genutzt werden was dann leistung verschenkt hat.

Tut mir Leid, das so sagen zu müssen: das ist absoluter Quatsch.

Das Ziel war, mit 10-20% mehr Chipfläche einen zweiten Kern zu schaffen, der dann immer noch 80-90% der Leistung erbringt. Man hätte damit die Multithreadleistung pro Chipfläche um den Faktor 1,3 bis 1,7 gesteigert. Eigentlich sollte der FX 8150 mit dem 8 Kern i7 ohne SMT konkurrieren, Intel wollte den ja für die HEDT Plattform herausbringen. AMD wäre damit in der komfortablen Situation gewesen, High End CPUs zum Preis einer Mittelklasse CPU herzustellen

Das Ziel wurde komplett verfehlt. Statt mit den 8 Kernern von Intel konkurrierte der Bulldozer nur mit den 4 Kernern, wogegen er im Singlethread massiv den Kürzeren gezogen hatte. Pro Kern konnte nichtmal der Phenom II übertroffen werden. Das schlimmste: es wurde soviel Cache benötigt, dass der 8 Kern Bulldozer wesentlich größer, als der 4 Kern i7 war, obwohl der noch eine IGP mitbrachte.

Ich habe keine Ahnung, warum manche das unbedingt verklären wollen, obwohl selbst AMD anderer Meinung ist. Aber so ist es halt eben mit vielem, aus der Vergangenheit. "Es war nicht alles schlecht" - in diesem Fall war es das. Man muß AMD allerdings zu gute halten, dass sie etwas radikal anderes versucht haben, auch wenn es ultimativ gescheitert ist. Somit Ist der Bulldozer zumindest ein interessantes Stück Technik, wenn auch kein gutes.

Mich wundert es, dass AMD so extrem lange an dieser schlechten Generation festgehalten hat. Bis zum Erscheinen von Ryzen und AM4 war das up to date bei denen. Mit PCIe 2.0 und all seinen Bescheidenheiten.

CPUs werden, von unterschiedlichen Teams, drei Generationen im Voraus entwickelt. Das bedeutet, wenn jetzt dann Zen 6 rauskommt, dann wird wohl heute schon an Zen 9 gewerkelt.

Der Nachteil ist, dass man damit halt eben extrem unflexibel ist. Man kann nicht einfach so schnippen und in einem Jahr kommt etwas komplett neues heraus. Das braucht dann gut 4 Jahre, was man hier gut sehen konnte. Als der Bulldozer herauskam , waren mit Vishera, Piledriver und Excavator schon drei weitere Generationen in Entwicklung. Mit Vishera ist ihnen dann wohl aufgefallen, dass man das nicht mehr retten konnte, die Entwicklung von Zen begann. Der ist 2017 erschienen und passt perfekt in den Zeitplan.

Dass AMD dann seine weiteren Pläne aufgegeben hat, es hieß, man könnte mit AM3+ noch lange upgraden, ist für die AM3(+) Besitzer schade. Ansonsten haben sie sich in anderen Marktfelder, APU, damit durchgeschlagen und die ersten AM4 CPUs waren Excavator, nicht Zen CPUs.

Man kann es allerdings so, wie Inte,l machen und zwei Serien weiterführen. Die Entwicklung des P3 wurde nicht eingestellt, weil der P4 kam und als sich ein paar Jahre später herausstellte, dass das nichts war, konnte Intel wieder auf den Core 2 wechseln, der vom P3 abstammt. Als Intel den Core 2 Duo eingeführt hat, waren noch mindestens zwei weitere Generation P4 in Entwicklung. Der Nach ist halt, dass das sehr teuer ist, da man drei CPU Generationen komplett umsonst entwickelt. Rückblickend wäre es natürlich besser gewesen, AMD hätte parallel noch einen Phenom III X8 entwickelt.
 
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Guten Morgen zusammen!

Ich habe hier tatsächlich u.a. noch einen PC mit einem Supermicro H8SGL + Opteron 6338P.

Das Mainboard scheint ja optimal unterstützt zu werden.


Ich weiß nur nicht, ob ich das Risiko eingehen will, das Bios zu flashen.

Ich bräuchte erst einmal den entsprechenden Flasher inkl. Klemme.


Die Teile scheinen leider oft von fraglicher Qualität zu sein (3,3 V wird nicht eingehalten oder verbogene Kontakte an der Klemmzange).

Die andere Sache ist auch, inwieweit bringt mir das neue Bios Vorteile bei einem System, das nur alle paar Wochen aus Spaß an der Freund angeschaltet wird.

Mal sehen, ob sich der Basteltrieb doch durchsetzt ... :ugly:
 
BIOS-ROMs sind erstaunlich robust und CH341a-Flasher gibt es für unter 10 Euro. Wenn du Spaß am basteln hast, probier' es halt aus – wer dreimal (mindestens!) überprüft, dass ein ausgelesenes Image des Original-BIOS fehlerfrei ist (und dabei auch händisch verifiziert, dass es nicht nur jedes Mal "000000000" war^^) hat relativ wenig zu befürchten. Man kann ja jederzeit den alten Zustand wiederherstellen und bei alten Servern ist ein gesockelter Chip, der notfalls leicht ersetzt werden kann, eigentlich Standard.

Gewinnen kann man aber, insbesondere wenn man gar keinen RAM dieser Größenordnung hat, rein gar nichts. Außer die Bastelerfahrung.

Tut mir Leid, das so sagen zu müssen: das ist absoluter Quatsch.

Das Ziel war, mit 10-20% mehr Chipfläche einen zweiten Kern zu schaffen, der dann immer noch 80-90% der Leistung erbringt. Man hätte damit die Multithreadleistung pro Chipfläche um den Faktor 1,3 bis 1,7 gesteigert. Eigentlich sollte der FX 8150 mit dem 8 Kern i7 ohne SMT konkurrieren, Intel wollte den ja für die HEDT Plattform herausbringen. AMD wäre damit in der komfortablen Situation gewesen, High End CPUs zum Preis einer Mittelklasse CPU herzustellen

Das Ziel wurde komplett verfehlt. Statt mit den 8 Kernern von Intel konkurrierte der Bulldozer nur mit den 4 Kernern, wogegen er im Singlethread massiv den Kürzeren gezogen hatte. Pro Kern konnte nichtmal der Phenom II übertroffen werden. Das schlimmste: es wurde soviel Cache benötigt, dass der 8 Kern Bulldozer wesentlich größer, als der 4 Kern i7 war, obwohl der noch eine IGP mitbrachte.

Ich habe keine Ahnung, warum manche das unbedingt verklären wollen, obwohl selbst AMD anderer Meinung ist.

Selbst diese Darstellung AMDs dürfte nachträgliches Schönreden sein. Bulldozer begann seine Entwicklung nicht als Konkurrent zu Sandy Bridge und war mit ziemlicher Sicherheit auch nicht auf Multithreading aus. AMD hat diesen Codenamen erstmals Anfangs der 0er-Jahre gebraucht, als der Pentium 4 rauskam und alle mit 10 GHz bis 2011 rechneten. Dagegen sollte Bulldozer ursprünglich anstinken und seine Entwicklung war lange unterwegs, bevor Intel selbst vom Netburst-Pfad ab- und in Richtung Core i umschwenkte.

Passend zu den ursprünglichen Plänen hatte Bulldozer extrem lange Pipelines, welche gut zu takten aber halt ineffizient waren – genau das Gegenteil dessen, was eine gute Multi-Core-Architektur ausmacht, aber genau das gleiche, was Netburst bot. Und genau wie dort hat AMD aus Kostengründen und zur weiteren Vereinfachung = Beschleunigung = Taktbarkeit der Ansteuerung die Zahl der Pipelines je Kern von drei auf zwei reduziert. Selbst wenn man nur den 8-kernigen Integerbereich betrachtet (statt die 4 SIMD-Einheiten der Module), hatte Zambezi insgesamt zwei ALUs weniger, als ein Phenom II X6, hätte unmöglich bei gleichem Takt in die Nähe eines "X8" gelangen können. Stattdessen war man auf Augenhöhe mit den kurze Zeit später erschienen Haswell-Achtkernern.

AMD hat hier offensichtlich ausgenutzt, dass gut zu taktende Kerne klein sein müssen und man somit viele davon auf bezahlbare Chips quetschen kann – der Pentium D lässt grüßen. Hüben wie drüben war der resultierende Frankenstein eigentlich für gar nichts gut geeignet und wurde mit viel blumigen Marketing umhäkelt. Aber wo Intels 900er noch mit massiven Fertigungsvorsprung ihren Schwächen kaschieren konnten und kurze Zeit später von Core 2 abgelöst wurden, hatte AMD nur große Schulden aus der ATI-Übernahme und weder einen modernen Fertiger zur Hand noch ein zweite (eigentlich-mobile-only-)CPU-Entwicklungslinie, auf die man umschwenken konnte. Die mussten, da die K7-8-10-Entwicklungslinie zugunsten Bulldozers stagnierte, mit Zen bei null anfangen und eine komplett neue Architektur braucht keine 4-5 Jahre, wie eine Weiterentwicklung, sondern eher 8-10. Bei knappen Budget vermutlich länger; ich würde die ersten Zen-Schritte bei AMD spätestens 2006 erwarten.
 
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