News Instabile Intel-CPUs: Kein Rückruf, kein Fix für defekte CPUs

Wenn Intel alle defekten CPUs austauscht entsteht dem Kunden kaum ein Schaden und somit entfällt auch jede Basis für eine Klage.

Was mich interessiert: Man *kann* ja keine CPUs ausliefern, die den Defekt nicht haben, denn dieser steckt im Microcode und damit in den BIOSen der Mainboards. Die CPUs selbst enthalten keinen vollständigen Microcode, dieser wird immer beim Booten vom UEFI in die CPU geladen.

Intel kann kaum sicherstellen, dass alle Kunden das BIOS aktualisieren.

Die einzige Lösung, zumindest für die Windows Plattform, wäre das MS einen Dialog anzeigt dass den Anwender auffordert ein Update auszuführen.

Das Problem entstand bei der Fertigung, die mittlerweile wohl optimiert worden ist, wodurch es bei CPUs aus 2023 zu Oxidation kommen kann. Zu hohe Spannungen treiben dieses Degenerieren an und genau hierfür soll es wohl die kommenden Wochen einen Microcode Update geben. Bei CPUs die noch keinen Schaden genommen haben, soll das wohl Abhilfe leisten, CPUs die bereits betroffen sind, sind irreparabel.

Neuere CPUs sollen demnach von dem Problem prinzipiell verschon bleiben.

Das nicht alle Betroffenen davon mitbekommen könnten, ist echt ein Problem. Bin gespannt wie das gelöst werden wird.
 
Also das ist für Betroffene nicht nur ärgerlich sondern auch eine Kostenfrage, die die User auf ihre eigene Kappe nehmen müssen. Mit anderen Worten, die Katze im Sack gekauft. Für mich wäre es ein klares NO GO...
Nochmal, Du kannst ja tauschen.

Ein Rückruf (also aktives Zugehen auf die Kunden) ist nicht sinnvoll und auch kaum machbar, da man ja keine Listen der Anwender hat (wie beim Auto).

Bei echten Sicherheitsproblemen, wie bei diesen Teilen die zu brennen beginnen können, von denen Gamers Nexus letztes Jahr berichtet hat, muss extrem aufwenig die gesamte Vetriebskette abgeklappert und jede Stufe aufgefordert werden, alle Kunden zu benachrichtigen usw.

Bei CPUs fast nicht machbar.

Das Versprechen kostenlos zu tauschen reicht m.E. vollkommen aus.

Aber wie gesagt: Wenn der Bug im Microcode liegt, würde das das Problem gar nicht lösen.
 
Oder bezahlt AMD Intel für diese Werbung?
Das kann schon sein, denn für gute Werbung ist Intel ja bekannt.
AMD wird aber auch langsam immer wie besser.

Ach ja, die Farbe meines Urins sagt mir, das die Xeon basierten Raptoren auch von diesem Problem betroffen sind. Ich warte buchstäblich jede Stunde darauf das mein Verdacht bestätigt wird.
Dies wird kein schönes Ende für Intel nehmen die großen Firmen die davon betroffen sind lassen sich nämlich nicht mit einem feuchten Handdruck und warmen Worten abspeisen.

1722102770887.png
1722104283489.png

1722104097811.png
1722104133612.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sollte doch rechtlich anfechtbar sein, oder hat sich Intel in irgendwelchen AGBs hier abgesichert? Ich sehe schon die ersten Sammelklagen :ugly:
AGBs können nie rechtliche Vorgaben untergraben bzw. aushebeln. Es gilt, gibt es eine Klausel die rechtlichen Rahmenbedingungen/ Mindestanforderungen nicht entspricht ist diese ungültig, in schweren Fällen, kann die ganze AGB ihre Gültigkeit verlieren.
 
Der Schaden dient als Beweis . Der Grund hat seine Ursache in den zu hohen Spannungen. Das hat doch nun auch Intel bestätigt. Deine Aussage, das wären nur Stammtischsprüche ist obsolet, weil dieser Stammtischsprüche recht hatten. Ich denke, wir können gleich zur Diskussion übergehen, wie es mit der Gewährleistung aussieht.
Du blendest dabei halt bequem aus, dass (spätestens) seit dem 9900K alle Intel Spitzenmodelle zwischen Kotzgrenze und Kernfusion laufen, und bis dato ist es gut gegangen. Die Intel Ingenieure liegen also immer noch 4:1 vorne.

Und das die Ursache in irgendwelchen Spannungen liegt, ist ja logisch. Die Frage ist nicht ob, sondern wo und warum die Spannung Schaden anrichtet. CPUs wie der 14900K werden ja nicht nach Bauchgefühl entworfen, da hängen Monate an Design und Validierung dran. Ich denke mal das ist auch das, womit sich die Intel Mitarbeiter im Moment beschäftigen, und die Antwort wird etwas komplizierter sein als "Elektromigration wegen zu hohem Stromfluss", denn ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Intel Ingenieure mit diesem Problem in jener Design und Validierungsphase beschäftigt haben.
 
Nochmal, Du kannst ja tauschen.

Ein Rückruf (also aktives Zugehen auf die Kunden) ist nicht sinnvoll und auch kaum machbar, da man ja keine Listen der Anwender hat (wie beim Auto).
Ich habe zwar keine dieser Intel CPUs, aber trotzdem finde ich es nicht angenehm für den Kunden. Jede CPU hat eine Seriennummer etc., da kann man schon was machen. Gut, wie Intel es eben meint, hat der Kunde das Nachsehen...
 
Im grunde zeigt das Szenario, das Intel seit der 11th Generation AMD nichts entgegensetzten konnte, daher hat man genommen was da war, paar Atom Kerne drangeklebt um die Multicore Leistung zu steigern.

Danach hat man die Architektur gequält bis zum Anschlag.

Was mich interessieren würde ist, was hätten die Ingenieure lieber gemacht als die Brechstange zu nehmen.

Das wirkt alles nach einer Bwler Entscheidung. Hauptsache die Aktionäre sind zufrieden um jeden Preis.

Sieht aus als würde es nach hinten losgehen.
 
Du blendest dabei halt bequem aus, dass (spätestens) seit dem 9900K alle Intel Spitzenmodelle zwischen Kotzgrenze und Kernfusion laufen, und bis dato ist es gut gegangen. Die Intel Ingenieure liegen also immer noch 4:1 vorne.

Und das die Ursache in irgendwelchen Spannungen liegt, ist ja logisch. Die Frage ist nicht ob, sondern wo und warum die Spannung Schaden anrichtet. CPUs wie der 14900K werden ja nicht nach Bauchgefühl entworfen, da hängen Monate an Design und Validierung dran. Ich denke mal das ist auch das, womit sich die Intel Mitarbeiter im Moment beschäftigen, und die Antwort wird etwas komplizierter sein als "Elektromigration wegen zu hohem Stromfluss", denn ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Intel Ingenieure mit diesem Problem in jener Design und Validierungsphase beschäftigt haben.
Der 13900\14900K(S) befindet sich auf einer höheren Stufe der „Kotzgrenze“ als der 9900K. Die Anforderungen an die Kühlung ist doch ab Raptor Lake eine ganz andere. Auch abzulesen am Stromverbrauch.

Der 9900K war eine ganz andere Kategorie. Es gab damals auch keine KS Modelle. Nicht vergleichbar.
 
Nochmal, Du kannst ja tauschen.

Ein Rückruf (also aktives Zugehen auf die Kunden) ist nicht sinnvoll und auch kaum machbar, da man ja keine Listen der Anwender hat (wie beim Auto).

Bei echten Sicherheitsproblemen, wie bei diesen Teilen die zu brennen beginnen können, von denen Gamers Nexus letztes Jahr berichtet hat, muss extrem aufwenig die gesamte Vetriebskette abgeklappert und jede Stufe aufgefordert werden, alle Kunden zu benachrichtigen usw.

Bei CPUs fast nicht machbar.

Das Versprechen kostenlos zu tauschen reicht m.E. vollkommen aus.

Aber wie gesagt: Wenn der Bug im Microcode liegt, würde das das Problem gar nicht lösen.
Das ist einfach ein billig vorgeschobener Grund. Die müssten ja nichtmal jeden Kunden direkt anschreiben. Oder glaubst du wenn bspw. Lebensmittel mit einer gewissen Chargennummer problematisch sind ruft der Supermarkt/Hersteller dich an damit du das Teil zurückgibst? Das wird online bzw. via Medien veröffentlicht und gebeten gewisse Chargen in den Märkten zurückzubringen.
Ich habe zwar keine dieser Intel CPUs, aber trotzdem finde ich es nicht angenehm für den Kunden. Jede CPU hat eine Seriennummer etc., da kann man schon was machen. Gut, wie Intel es eben meint, hat der Kunde das Nachsehen...
Wenn Intel die CPU tauscht ist doch alles ok. Das Problem ist ja der Mikrocode und damit würde ein Rückruf wenig bringen. Das Problem würde ja mit einer neuen CPU weiterhin bestehen bleiben wenn das UEFI nicht geupdatet wird. Abseits von einen riesen logistischen Aufwand der dazu auch wenig bringt hätte man nichts gewonnen.
 
Es ist immer von einem Bug im Microcode die Rede, die Sache mit dem Produktionsfehler (die Oxidation) ist eine andere Sache, die nur eine oder einige Charge(n) betrifft.

Bei allen jetzt (schon) von einem Defekt betroffenen CPUs ist davon auszugehen, dass das Oxidation Problem in Kombination mit dem fehlerhaften Microcode zum Defekt geführt hat.
Der fehlerhafte Microcode führt "lediglich" zu einer beschleunigten Alterung. Auch eine neue CPU altert erneut schneller bis zum Microcode Update. Die Fragen die offen bleibt ist, wie viel CPU Lebenszeit dadurch zuzüglich beansprucht wird und wie du schon gesagt hast, wie sonst Ahnungslose davon erfahren.

Interessant ist, dass ohne die vorzeitigen Defekte in Verbindung mit der Oxidation dieses Microcode Problem gar nicht aufgefallen wäre. Alle hätten somit eine kürzere Lebensdauer gehabt, ohne es zu wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das als Armutszeugniss zu bezeichnen würde bei dem wie Intel hier gerade seine Kunden und den eigenen Ruf schändet schon als Kompliment durchgehen.
Das Problem ist ja der Mikrocode und damit würde ein Rückruf wenig bringen.
Blöd nur das die CPUs unterhalb von 65W nicht davon betroffen sind. Da kann man eigentlich schon sicher sagen das der Microcodepatch hier einem Notverband mit schlecht klebendem Pflaster gleichkommt.

Man kann sich da aber auch des Eindruck nicht erwehren das Intel jetzt das physikalische Limit endgültig überreizt hat. Das jetzt schlicht und einfache die benötige Stromstärke too much ist. Aber ohne diesen Overkill könnte es gut möglich sein das die CPUs dann nicht mal mehr ansatzweise konkurrenzfähig wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der 13900\14900K(S) befindet sich auf einer höheren Stufe der „Kotzgrenze“ als der 9900K. Die Anforderungen an die Kühlung ist doch ab Raptor Lake eine ganz andere. Auch abzulesen am Stromverbrauch.

Der 9900K war eine ganz andere Kategorie. Es gab damals auch keine KS Modelle. Nicht vergleichbar.
Mag sein, aber halt nicht für damalige Verhältnisse. Als der 9900K rauskam war es ein stromhungriges Monster, das selbst gute Kühler vor Probleme gestellt hat. Halt wie der 14900K heute.

Die Perspektive verschiebt sich. Fermi hatte damals ja auch den "Thermi" Spitznamen, scheint aber verglichen mit einer 4090 geradezu stromsparend.

Was ich eigentlich sagen will: Nur weil ein Chip 300W zieht und permanent im Temperaturlimit läuft, geht er nicht zwangsläufig nach 6 Monaten kaputt. Denn das Temperaturlimit ist eigentlich recht konservativ. Die Antwort muss also komplizierter sein. Ich will hier gar nicht rumspekulieren, denn ohne tiefe Einblicke in das Design ist das recht wertlos und die hat hier vermutlich keiner.

Das Ding ist aber, dass man Temperatur und Spannung mit Performanceeinbußen in den Griff bekommen könnte, was für Intel immer noch viel attraktiver wäre, als einen Recall bzw. massenhafte tote CPUs in OEM Systemen. Wenn das also wirklich der Grund wäre, hätte ich vermutet, dass Intel längst ein BIOS Update bereitgestellt hätte.

Der Fakt, dass sie das nicht getan haben sagt mir, dass das Problem eventuell deutlich tiefer sitzt als ein simples Überhitzen eines Chipteils.
 
Hier tun ja viele so als würde Intel das nicht Jucken. Aber das Thema ist in allen IT News. Weltweit. Und auch in großen Firmen sind die IT Mitarbeiter durchaus IT affin ;-) Und werden somit auch das mit kriegen. Es gibt ja auch schon genügend Berichte über instabile Server.

Ganz so „egal“ wird das Intel sicher nicht sein wie hier getan wird. Das ist ein gigantischer Imageschaden.
Und die Aktie findets auch nicht so geil.
 

Anhänge

  • IMG_2370.png
    IMG_2370.png
    192,2 KB · Aufrufe: 59
"Es ist möglich, dass der Patch einige Instabilitätsverbesserungen für derzeit betroffene Prozessoren bietet."

Der Patch machts u.U. noch schlimmer???
 
Das als Armutszeugniss zu bezeichnen würde bei dem wie Intel hier gerade seine Kunden und den eigenen Ruf schändet schon als Kompliment durchgehen.

Blöd nur das die CPUs unterhalb von 65W nicht davon betroffen sind. Da kann man eigentlich schon sicher sagen das der Microcodepatch hier einem Notverband mit schlecht klebendem Pflaster gleichkommt.

Man kann sich da aber auch des Eindruck nicht erwehren das Intel jetzt das physikalische Limit endgültig überreizt hat. Das jetzt schlicht und einfache die benötige Stromstärke too much ist. Aber ohne diesen Overkill könnte es gut möglich sein das die CPUs dann nicht mal mehr ansatzweise konkurrenzfähig wären.
Das finde ich nicht unbedingt abwegig das die CPUs mit niedriger TDP das Problem nicht haben. Zum einen werden die deutlich mehr Luft haben bevor du die Degradation siehst, zum anderen weiß man ja nicht wie die zu hohen Spannungen zustande kommen. Könnte ja sein, dass es von der Spannungskurve abhängt und dann wären gerade die hochtaktenden und "limitlosen" Modelle problematisch.
 
Zurück