Mit Lithium-Ionen-Speichern wird es weder ökonomisch noch ökologisch (Ressourcenabbau) möglich sein, die Mehrproduktion im Sommer und den Mehrbedarf im Winter zu verknüpfen. Dafür ist Ingenieuren zu Folge auf absehbare Zeit P2G oder P2L die einzige Möglichkeit. Fraglich bleibt nur, welchen Speicherstoff (H2, CH4, CH3OH, C2H5OH) der beste Kompromiss aus Effizienz (in genannter Reihenfolge stark abnehmend) und Handhabbarkeit/Kompatiblität mit schon verhandener Infrastruktur (Gegenrichtung) ist.
Und natürlich, wann wir überhaupt überschüssige Energie haben: 2020 lag der Anteil von eneuerbaren am Primärenergiebedarf bei knapp
17 Prozent und wir haben 25 Jahre lang gebraucht, um das aufzubauen. Wenn das so weitergeht, brauchen wir also bis 2100 gar keine Speicher, sondern können in Phasen mit hoher EE-Produktion erst einmal selektiv fossile Verbraucher abschalten.
Deutschland ist weiterhin weit davon entfernt, 100 Prozent erneuerbaren Strom zu haben. Entsprechend wird nichts produziert, was "gerade nicht benötigt wird". Defizite gibt es nur bei den Stromleitungen, weswegen manchmal etwas produziert, aber nicht zum Verbraucher geleitet werden könnte, und bei der Regelbarkeit konventioneller Anlagen, weswegen oft diese an Stelle von erneuerbaren produzieren. Für den Netzausbau wird der Verbraucher aber bereits zur Kasse gebeten und mit dem an Stelle von EE in Kohlekraftwerken produzierten Strom machen genau die Konzerne Gewinn, die dann wegen dieser "wir verdienen !!"-Situation die Preise erhöhen. Merkwürdig, oder?
Beides sind aber konstante Faktoren, auf die ich gar nicht hinauswollte. Mir ging es um die Verknüpfung von Börsenpreis, EEG-Umlage und Endkundenpreis. Es stimmt, dass die Umlage bei sinkenden Börsenpreisen steigt, weil die an EE-Erzeuger zu zahlenden Aufschläge um den Betrag des Preisverfalls steigen. Aber: Die Summe von beidem, Strombasispreis + EE-Ausgleich bleibt bei EE-Strom gleich. Und der Preis von konventionellem Strom fällt eben sogar, Strom wird bei fallenden Börsenpreisen also insgesamt günstiger. Trotzdem wurde vor einigen Jahren wegen niedriger Börsenstrompreise der Endkundenstrompreis erhöht. Da könnte das Gefühl entstehen, man wird abkassiert. Insbesondere, wenn man sich die Gewinne von EnBW, Vattenfall, E.ON & Tochterfirmen am Ende des Jahres so anguckt, erscheint die Frage berechtigt, wo die Mehrbelastungen geblieben sind, wegen der "leider" die Preise erhöht werden mussten? Die Mehreinnahmen, die für den Endkunden Mehrausgaben sind, zeichnen sich dagegen überdeutlich ab. Merkwürdig? Böse Politik?
Vielleicht daran, dass sich die meisten Institute und Medien weiterhin verpflichten, 10 Tage vor Wahlen keine Ergebnisse mehr zu veröffentlichen, um niemanden in seiner Wahlentscheidung zu beeinflussen? Das war jedenfalls der Grund für die weitestgehende Ruhe vor jeder anderen Wahl in den letzten Jahrzehnten. Aber vielleicht ist diesmal auch alles anders. Nur wegen der AfD. Die zum ersten Mal an einer Wahl teilnehmen muss oder so ähnlich.
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Könnte sein, hat einen Einfluss, aber "ziemlich" ist übertrieben und auch der Abstand schwankt, in Bezug auf die Gesamtentfernung, nur wenig. Beide Faktoren lassen sich einfach messen, werden seit Jahrzehnten erfasst und sind in allen Klimamodellen berücksichtigt – haben aber eben nur eine kleine Wirkung. Zudem sind die Schwankungen der meisten dieser Parameter zyklisch in einem Rythmus von wenigen Jahren bis Jahrzehnten, sodass sie sich über einen 1,5 Jahrhunderte wärenden Temperaturanstieg hinweg rausmitteln. Um die Jahrtausendwende wurde die Gesamtwirkung meiner Erinnerung nach mit 20 Prozent des insgesamt beobachteten Anstiegs angegeben, aber damals herrschte auch gerade überdurchschnittliche Sonnenaktivität.
Erdöl: Bücher aus den 60ern und frühen 70ern werden nicht die Reaktionen auf die Ölkrise der 70er berücksichtigt haben.
Waldsterben und Ozonlochbildung: Wurden ebenfalls durch aktives Gegensteuern gestoppt – ein Musterbeispiel für Angewandte Wissenschaft.
"Eiszeit": Stand wohl damals in einigen Magazinen, nachdem einige wenige sich mit solchen Prognosen abheben wollten. War aber nie wissenschaftlicher Konsens, ist nur eine gute Story für Leute, die wenig Wert auf Korrektheit legen.