Geforce RTX: Wie gut laufen die Gaming-Umsätze trotz fehlender Wunderwaffe?

Da tragen die Strategien der letzten Jahre + die Pandemie und deren Folgen doch ertragreiche Früchte.

Seit der 1080ti die zur UVP ~750 € über die Ladentheke ging kennen die Preise nur noch eine Richtung. Ab nach oben wie eine Rakete. Halo Produkte wie eine Titan konnte ich, teils dank der extremen Preise ~2700 €, noch irgendwie tolerieren da für mich nur technisch interessant. Mit Turing wurde der preisliche Nachbrenner gezogen gefolgt von einem kleinen Hoffnungsschimmer, im Vergleich zur Turing, bei der 3080 (UVP ~700 €) der aber durch eine globale Pandemie im Keim erstickt wurde. Heute werden Preise von 1000 - 1300 Euro für eine 3080 als "normal" erachtet. Zur UVP von 700 e wäre sie ein wahres Schnäppchen.

Ich hätte super mit dem Preisgefüge der aktuellen Generation im High End- Oberklasse Bereich leben können. Eine 6800XT oder 3080 für 700 € sind kein Schnäppchen aber für mich gerade noch ok. Die Preise würden im Laufe der Zeit ja auch sinken bis die Folgegeneration erscheint. Einsteiger und Mittelklasse sind für mich teils deutlich zu teuer.

Jetzt lese ich einen Bericht das der Umsatz und der Gewinn in dem Gamimg Sektor bei Nvidia wiederholt neue Höhen erreicht. Nicht weil sie ein neues außergewöhnliches Produkt haben das sich gut verkauft sondern weil die Preise völlig hinüber sind und es Kunden gibt die Dank der Miningkohle JEDEN Preis bezahlen werden solange die Ware geliefert wird. Denn eins muss mir hier keiner erzählen, Mining trägt deutlich zur Preistreiberei bei. Nicht exklusiv aber keinesfalls vernachlässigbar. Ich kann mit meinem Gehalt nicht mit den schier endlosen Ressourcen der Miner konkurieren die Paletten und LKW weise GPUs kaufen. Der normale Verbraucher wird hier einfach ignoriert. Ich habe genug bekannte und Freunde die sich gerne eine Karte kaufen möchten aber die Preise so nicht mitgehen wollen/können.
Das die Zeiten einer 560ti von Asus für 200€ oder einer 970 für 330€ kurz nach Release vorbei sind ist mir klar aber die Geschwindigkeit mit der die Preise steigen steht in keinem Verhältnis mehr. AMD hatte lange einen guten Ruf für gute Produkte mit einem guten P/L Verhältnis. Leider hat Nvidia gezeigt das die Leute viele Preise mitgehen und AMD geht da natürlich mit. Ich hoffe das Intel den Markt aufmischt aber befürchte das es entweder lange dauert oder sie sich dem Markt auch einfach anpassen.

Die Zeit wird es zeigen wie wir in 2 oder 5 Jahren spielen und zu welchem Preis. Hoffen wir das Beste und bereiten uns auf das schlimmste vor!
 
Ah, danke für die Info.
Ich hätte auch nicht mit besonders großen Mengen gerechnet, aber bei Mediamarkt / Saturn gab es hin und wieder noch die niedrigsten Preise.

Haben nach wie vor der Gesamtsituation entsprechend, vereinzelt, relativ günstige Karten die ab und an auch tatsächlich verfügbar sind.

- vor 2 Wochen eine Gigabyte RTX 3060 Gaming OC für 529€ gekauft.
- hatte Gestern eine Gigabyte RTX 3080Ti Eagle zu 1399€ bestellbar im Warenkorb gehabt (nicht bestellt, da keinen bedarf mehr).
- meine Asus RTX 3090 zu 1556€ im Spätsommer ebenfalls bei MM gekauft.
 
Normaler Markt,ist der Markt so wie er war vor Corona.
Wenn ich ganz ehrlich bin, war das vor Corona für mich kein "normaler" Markt mehr.

Wenn wir ehrlich sind, könnte niemand in Deutschland, der Schweiz, oder sonst wo in Europa, Amerika oder so, grafikkarten zu diesen Preisen herstellen!

Es war eine einzige "Geiz ist Geil" mentalität, wo Produktionen alle im billigst Länder verschoben (Taiwan, China) wurden. Wo es 0 Menschenrechtr gibt, und Arbeiter ausgebeutet werden.
Nur alleine deshalb waren diese Produkte so "billig"

Dass das nicht auf ewig gut kommen kann war irgendwann zu erwarten.

Jetzt ist es halt eine Pandemie die uns die Nachteile von import waren aus der ganzen Welt aufzeigt.

Früher oder später werden wohl aber auch angestellte aus china und taiwan sich erheben. Und anständige Löhne fordern. Dann ists sowieso vorbei mit diesen Preisen!

Die Frage ist also tatsächlich, "was ist ein normaler Markt?"

Und vielleicht waren wir ja lange nur verblendet.
 
Wenn ich ganz ehrlich bin, war das vor Corona für mich kein "normaler" Markt mehr.

Wenn wir ehrlich sind, könnte niemand in Deutschland, der Schweiz, oder sonst wo in Europa, Amerika oder so, grafikkarten zu diesen Preisen herstellen!

Es war eine einzige "Geiz ist Geil" mentalität, wo Produktionen alle im billigst Länder verschoben (Taiwan, China) wurden. Wo es 0 Menschenrechtr gibt, und Arbeiter ausgebeutet werden.
Nur alleine deshalb waren diese Produkte so "billig"

Dass das nicht auf ewig gut kommen kann war irgendwann zu erwarten.

Jetzt ist es halt eine Pandemie die uns die Nachteile von import waren aus der ganzen Welt aufzeigt.

Früher oder später werden wohl aber auch angestellte aus china und taiwan sich erheben. Und anständige Löhne fordern. Dann ists sowieso vorbei mit diesen Preisen!

Die Frage ist also tatsächlich, "was ist ein normaler Markt?"

Und vielleicht waren wir ja lange nur verblendet.
Da gehe ich auch mit aber warum suchst du die Verantwortung primär beim Kunden und nicht beim Hersteller. Wenn Firmen große Gewinne einfahren und mehrere Quartale hintereinander Rekorde vermelden liegt die Lösung dort. Warum nicht einfach die Leute fair bezahlen und ein paar Prozentpunkte von der Gewinnmarge streichen? Da ist man dann schnell in einer Diskussion um Kapitalismus, soziale Marktwirtschaft, Mitarbeiterwertschäzung, Kinderarbeit in Schwellen- und Dritte Weltländern.
Als Kunde haben wir nur einen Hebel in der Hand und der lautet "Nicht kaufen" bzw. "Faire Alternativen kaufen". Beides kann schwierig sein.
 
Also anfangs war es nur ein Verdacht, inzwischen und erst recht nach dem Artikel bin ich fast sicher, Scalper sind eine Erfindung der Medien und die Karten ganz sicher vom Hersteller selbst künstlich verknappt. Weniger herstellen und teurer verkaufen erhöht den Gewinn ganz außerordentlich. Das passiert grade in ganz vielen Brangen, so bspw. auch bei einigen Hochpreis-Handys(xiaomi mi 11 ultra(Europa) 1200 Euro Neupreis, und nicht halb so ausgereift wie das Samsung Galaxy s7 Edge von 2016, das damals 500 Euro Neupreis hatte. Grottenschlechte Kamera und die komplette Medienlandschaft hypet das Ding wie einen Gamechanger.)
Entweder die Medien sind zu naiv oder Teil der Geschichte.
Normalerweise werden für ein Produkt lange vor Produktionsstart Preise und Liefermengen mit allen beteiligten Lieferanten vereinbart. Das hätte nVidia also langfristig geplant haben müssen. Die Frage ist dann, warum sie die UVP vergeleichsweise niedrig gewählt haben. Außerdem funktioniert das Vorgehen nur, wenn die Konkurrenz eine ähnliche Schiene fährt, ansonsten verliert man Marktanteile. Es hätte also eine (illegale) Abstimmung zwischen AMD und Nvidia geben müssen. Wir sind also tief im Land der Verschwörungstheorien.
 
Die Schamgrenze ist bei den Verkäufern nur über die Jahre gesunken.
Früher hatte man Angst überteuert zu verkaufen und evtl. dafür gebrandmarkt zu werden.
(Der hat doch Apothekenpreise, da kaufe ich nicht ein)
Heute hat man Angst nicht den maximalen Gewinn heraus geholt zu haben, wenn man sieht, dass die Konkurrenz das kann.

Die Konsumenten sind halt überwiegend vergesslich aber eben auch zu gierig.
Weiter sollte man bedenken, dass GPUs für Games ein Luxus für das eigene Vergnügen ist.
Da sitzt das Geld nochmal lockerer.

Gewerbliche Käufer passen halt ihre Dienstleistungspreise an, so weit wie der Kunde mitspielt. <-- auch so ein Beispiel. Das kann man selbst für sein Hobby leider nicht machen. ;)
Die Hersteller* werden ihre Preise auf die Nachfrage ebenso anpassen.

Künstliche Verknappung? Sicher nicht! Das macht keinen Sinn, da zB. Nvidia gar nicht selbst herstellt und Verträge schon lange vorher mit den Auftragsfertigern geschlossen hat.
So eine Auftragsfertigungsstraße, nur für dein Produkt, ist schon ein Gewinn und heiß begehrt.
Die gehört dann auch ausgelastet.
So "Luxus" ist eine GPU dann doch nicht, sie zu verknappen.

Solange die Mehrheit, Hersteller, Verkäufer, Käufer ihr Geld wechseln und dabei zufrieden sind wird sich nichts an den Preisen ändern.

Wir haben gerade wirklich eine Knappheit.
Da krankt es an einfachen Komponenten.
Netzwerk-, Bluetooth-, Super-Vectoring-Chips nur um mal etwas aufzuzählen, womit ich täglich indirekt zu tun habe.
Die Endprodukte sind dann eben nicht lieferbar, bzw. sehr schwer zu bekommen.
Bei uns steht halt dann der Auftrag auf Halde, das Lager ist zu 90% gefüllt und von uns bezahlt, können aber nicht die Lösung an den Kunden liefern.
Sowas ist ein echtes Problem.
 
Und dann noch für 1000,-- 6-8 GB Arbeitsspeicher auf der Karte. Dämlicher geht doch gar nicht! Da wird Konstruktionsschrott mit einer Halbwertzeit von einem Jahr als "Neuware" verkauft. Das ist ja ekelerregend!
 
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