Hier wird sich mal wieder weit aus dem Fenster gelehnt, wie mir scheint!
Der Idee, die Frames an die Hz-Frequenzen anzupassen, ging man mit V-Sync nach (Framelimiter!). Nvidia ging den anderen Weg und hat die Frequenzen (Hz) des Montors der eigenen Grafikkarte unterstellt. Jetzt kommt AMD und geht eigentlich einen ähnlichen Weg wie V-Sync... das finden aber irgendwie alle toll? Irgendwo bin ich da falsch abgebogen?
Die Nvidia G-Sync-Module haben nicht umsonst eigenen Speicher verbaut. Damit werden Bilder und Informationen zwischengespeichert um angeblich ein sauberers & geschmeidigeres Bild zu erzeugen. Das Modul ersetzt teilweise die elektronischen Bauteile des Monitors um die Latenzen niedrig zu halten.
Jetzt kommt AMD an und behauptet es gehe über einen uralten standardardisierten Kram? Wenig glaubhaft! Ich zweifle daran, ob die AMD-Lösung gleichwertig mit G-Sync ist. Weder die schnelle & dynamische Umschaltung der Hertzzahlen noch die Ansteuerung werden zufriedenstellend funktionieren. Ohne einen "Vermittler" wird das nichts. Das erzeugt doch nur wieder Overhead für die Verwaltung. Wo soll das bei AMD herkommen? Wie sieht es mit den Latzenzen aus?
Die Demo von AMD war sowohl lach- als auch stümperhaft. Ich werde nie verstehen, wieso sich Leute so gerne hinters Licht führen lassen und jeden Schwachsinn ungesehen glauben?! Es wird zeit meine alte Lektüre wieder aus der Mottenkiste zu kramen:
"Mein Leben als Hochstapler" / "Life as a conman"
Natürlich muss man erstmal abwarten, wie sich AMDs Lösung bewähren wird, das vorweg.
Aber deine Argumente, wieso die Lösung sowieso schlechter als die von Nvidia ist, nur weil keine Zusatzplatine verbaut ist, sind, um bei deiner Wortwahl zu bleiben, auch ziemlich hanebüchen ^^ Weißt du, wie ein TFT-Monitor funktioniert? Die Grafikkarte schickt die Bilddaten an den Monitor, und füllt damit den Monitor-internen Backbuffer (in den genau ein Frame mit nativer Auflösung reinpasst). Währenddessen wird die ganze Zeit noch das alte Bild im Front-Buffer angezeigt. Erfolgt nun ein Refresh (z.B. 60 mal pro Sekunde), so werden einfach Front-Buffer und Back-Buffer vertauscht, und plötzlich wird das neue Bild angezeigt. Der ehemalige Frontbuffer ist jetzt der Backbuffer und kann wieder befüllt werden. Es ist also überhaupt kein "Vermittler" erforderlich, auch kein zusätzlicher Speicher, und es gibt auch keinen Overhead für die Verwaltung. Das einzig Notwendige ist es, dem Monitor zu sagen, dass der Wechsel zwischen Front- und Back-Buffer eben nicht regelmäßig 60 mal pro Sekunde, sondern zu ganz bestimmten Zeitpunkten erfolgen soll.
Seit der Vorstellung von G-Sync wurde in den Foren viel diskutiert, wieso Nvidia eine Zusatzplatine im Monitor erfordert, um diese Funktionalität zu bieten. Viele (einschließlich mir) sind der Ansicht, dass die Platine nur gebraucht wird, um sicherzustellen, dass das System auch wirklich nur mit Nvidia-Grafikkarten funktioniert

Ohne Zusatzplatine könnte ja theoretisch auch eine AMD-Karte die Steuersignale über HDMI schicken, und es würde auch gehen.
Ich begrüße es deshalb sehr, dass AMD einen offenen Standard einführen will, der dann sowohl mit Nvidias als auch mit AMDs Karten laufen wird. Technisch gesehen gibt es keinen Grund, wieso AMDs Lösung ohne Zusatzplatine schlechter sein sollte. Wie die Lösung am Ende wird, kann nur die Zeit zeigen. Bis dahin hilft nur Abwarten.