Wie viele männliche Sekretäre kennst du die in den vorzimmern der Industriekapitäne sitzen?
Wie viele Krankenpfleger gibts im Vergleich zu Krankenschwestern?
Altenpflege ist auch so eine Sache.
Kindergärten ebenfalls. Dort hast du als Mann praktisch kaum eine Chance.
Ich kenne nur zwei Altenpfleger persönlich, und das sind beides Männer.

Aber Du hast recht, das sind eigenlicht typische Arbeitsfelder für Frauen. Nur, ist das schlimm?
Welche Prostituierte die an der Straße steht oder im Bordell arbeitet ist denn freiberuflich?

Und ich rede nicht von den Zwangsprostituierten, das ist noch mal eine ganze andere Schiene.
Alle. Offenbar bist Du mit dem Geschäftsmodell nicht so ganz vertraut. In Bordellen mieten sich die Frauen normalerweise ein und zahlen irgendwas zwischen €100 und €300 die Nacht für das Zimmer. Dafür müssen sie eben arbeiten und den Freiern das Geld aus der Tasche ziehen. Sie könnten natürlich auch zuhause arbeiten oder Hausbesuche machen, aber sie müssen auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden, sich selbst krankenversichern und sich um ihre Altersvorsorge alleine kümmern. Dafür haben sie keinen Arbeitgeber, der ihnen Ort, Art oder Zeit der Arbeit vorschreibt, aber auch keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Sollten sie zu einem Zuhälter gehören, der ihnen Anweisungen gibt und den Großteil dessen, was sie erwirtschaften, einbehält, den Prostituierten dafür aber eine Art Taschengeld zahlt, wäre das wahrscheinlich eine Scheinselbständigkeit, nach der auch alle anderen Annehmlichkeiten des normalen Angestelltenverhältnisses zu gewähren wären (wie z.B. 26 bezahlte Urlaubstage im Jahr, Arbeitgeberbeteiligung bei KV, SV etc.).
Ist sowas eigentlich mal vor einem Arbeitsgericht ausgefochten worden? Wäre interessant.
Bei Zwangsprostitution befindet man sich wohl in der Regel im Bereich des Menschenhandels. Das sollte man als Straftat erstmal außen vor lassen.