Alle. Offenbar bist Du mit dem Geschäftsmodell nicht so ganz vertraut.(/quote]
Ich bin seit 14 Jahren verheiratet. Daher weiß ich nichts viel über Prostitution.
In Bordellen mieten sich die Frauen normalerweise ein und zahlen irgendwas zwischen €100 und €300 die Nacht für das Zimmer. Dafür müssen sie eben arbeiten und den Freiern das Geld aus der Tasche ziehen. Sie könnten natürlich auch zuhause arbeiten oder Hausbesuche machen, aber sie müssen auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden, sich selbst krankenversichern und sich um ihre Altersvorsorge alleine kümmern. Dafür haben sie keinen Arbeitgeber, der ihnen Ort, Art oder Zeit der Arbeit vorschreibt, aber auch keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Sollten sie zu einem Zuhälter gehören, der ihnen Anweisungen gibt und den Großteil dessen, was sie erwirtschaften, einbehält, den Prostituierten dafür aber eine Art Taschengeld zahlt, wäre das wahrscheinlich eine Scheinselbständigkeit, nach der auch alle anderen Annehmlichkeiten des normalen Angestelltenverhältnisses zu gewähren wären (wie z.B. 26 bezahlte Urlaubstage im Jahr, Arbeitgeberbeteiligung bei KV, SV etc.).