Fachkräfte Mängel und Akademiker Arbeitslosigkeit, was läuft schief?

Ich als fast Masch.bau Ing. (Schreib grad die BA) habe vor allem die Erfahrung gemacht, dass viele Plätze bei den Firmen hier in meiner Gegend unbesetzt sind. Jedoch is das Engagement, die Leute direkt von der HS/Uni abzuwerben, vergleichsweise gering.
Mit ein wenig Eigeninitiative findet man ruck zuck was, aber mir ist zB nicht ein "unschlagbares Angebot" untergekommen. ( Guten Kommilitonen von mir ebenfalls nicht).

In größeren Städten bzw. Richtung Süden sollst wohl anders aussehen.

Ich kann leider nur regional bezogen für mich sprechen (Nord-Niedersachsen)
 
AW: Fachkräfte Mängel und Akademiker Arbeitslosigkeit, was läuft schief?

ich weiß ja nciht wie du den kapitalismus siehst....aber jeder arbeitnehmer wird von seinem chef ausgebeutet, weil die arbeit die der arbeitnehmer verrichtet mehr wert ist als der gesamtlohn....ansonsten wärs ein weng sinnfrei

Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht auf was du anspielen möchtest? Mir ist durchaus bewusst wie der Kapitalismus funktioniert, jedoch bin ich der Meinung, dass wenn jemand eine gewisse Qualität an Arbeit haben möchte auch dafür bezahlen muss. Wenn er nicht bereit ist vernünftig dafür zu bezahlen, dann ja gibts halt auch nicht die Qualität... ganz einfach:)

das mit der berufserfahrung sehe ich ähnlich wie du...aber nicht nur mit dualem studium geht das, amn kann sich immer nebenjobs suchen die fachverwandt sind und somit eine gute (grund)beruferfahrung erwerben

Erfahrung kann man sich vielschichtig aneignen stimmt schon und ich finde ein guter Personaler sollte auch in der Lage sein in einem Gespräch zu erkennen, ob die Person diese Erfahrung mitbringt oder halt nur ein Schwätzer ist... Aber da an diesen Positionen meist Schwätzer eingestellt werden die einem nur mit dem langweiligen standard gedöns durchlöchern, wundert es mich nicht, wieso so viele Jobs falsch besetzt sind.

In größeren Städten bzw. Richtung Süden sollst wohl anders aussehen.

Ich kann leider nur regional bezogen für mich sprechen (Nord-Niedersachsen)

Also ich kann dir da die Region Stuttgart nur sehr empfehlen, da gibt es massig Firmen und ich bin mir sicher du wirst was finden ;)


Dann komm in den Süden. Da gibts reichlich gute Jobs und Verdienstmöglichkeiten.

Nur mal interessehalber, aus welcher Region, Branche kommst du denn?

mfg

Bärenmarke
 
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Naja mit der Größenangabe und der Region sollte es dann doch eindeutig zu bestimmen sein :)
 
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Naja wer wo überall Werke hat damit bin ich nicht ganz so vertraut, da ich ja nicht aus der Ecke komme ;) Aber laut google müsste es dann Getrag sein:D Die sind zumindest in Heilbronn
 
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Ich persönlich habe den Eindruck, dass wir nicht einen Mangel an Fachkräften haben, sondern dass wir nur einen Mangel an Fachkräften haben, die für einen geringen Lohn arbeiten wollen.
Die Unternehmen nutzen die Zeitarbeitsbranche und Werksverträge aus und drücken immer weiter die Löhne. Dazu befreien sie sich immer mehr von der EEG Umlage.
Sieht man super an diesem Film von Dienstag (Frontal 21, ZDF).
Startseite - ZDF Mediathek - Die-Tricks-mit-dem-Strompreis
 
Ich persönlich habe den Eindruck, dass wir nicht einen Mangel an Fachkräften haben, sondern dass wir nur einen Mangel an Fachkräften haben, die für einen geringen Lohn arbeiten wollen.
Die Unternehmen nutzen die Zeitarbeitsbranche und Werksverträge aus und drücken immer weiter die Löhne. Dazu befreien sie sich immer mehr von der EEG Umlage.
Sieht man super an diesem Film von Dienstag (Frontal 21, ZDF).
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Meine Meinung. Sehe ich genauso :Daumen:
 
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Der Mangel ist kein Gerücht, sondern Realität. Er mag nicht in allen Branchen gleich ausgeprägt sein aber z.B. Ingenieure gibt es viel zu wenig. Das dumme dabei ist, dass jeder nicht besetzte Platz über kurz oder lang im Ausland landet mitsamt den zusätzlichen Arbeitsplätzen die dadurch entstehen.
Und genau an dieser Stelle irrst du dich, wenn ich das mal sagen darf. Es gibt immer noch viele älter Ingenieure da drausen die Arbeit suchen, wenn es ein echten Mangel gäbe, warum haben die es so schwer arbeit zu finden? Ich kenne ein paar, die verlangen nicht mal viel extrem viel für ihre Arbeit, aber halt kein Anfängergehalt und daran scheitert es immer. Es ist doch eine Dreistigkeit der Wirtschaft, diese Leute nicht zu nehmen und dann zu schreien "Fachkräftemangel!".

Sicherlich können nicht alle Stelle mit gerade fertig gewordene Studenten gefühlt werden, aber das ging noch nie und ist auch nicht Sinn der Aufgabe! Wenn es ein echten Mangel geben würde, dann wäre der Markt quasi leer gefegt und jeder würde sich um die neuen Prügeln ... Wir erleben aber nur den Kampf um die billigen neu Einsteiger und ich bin mal gespannt wieviele davon gehen müssen wenn die durch noch billigere Einsteiger ersetzt werden können.
 
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Was sind das denn für Ingenieure? Kerntechniker? Die meisten anderen sollten bei einer als Mindestmaß vorauszusetzenden Flexibilität und halbwegs ordentlichen Zeugnissen keine Probleme haben Jobs zu finden!

Der Fachkräftemangel ist, nicht in jeder Branche, tatsächlich Realität und in Regionen mit hohem Entwicklungsanteil eine echte Bremse. Mittlerweile entspannt es sich in manchen Bereichen, weil viele Firmen Entwicklungen im Ausland aufbauen...
 
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Der Fachkräftemangel ist, nicht in jeder Branche, tatsächlich Realität und in Regionen mit hohem Entwicklungsanteil eine echte Bremse. Mittlerweile entspannt es sich in manchen Bereichen, weil viele Firmen Entwicklungen im Ausland aufbauen...

Das liegt aber nicht an einem Mangel sondern eher daran weil es billiger ist 100 Chinesen als 10 Deutsche zu beschäftigen und dann macht es einfach die Masse aus...
95% aller Auslagerungen sind immer reine Kostenangelegenheiten, weil man dadurch kurzfristig ja etwas spart aber langfristig meist auf der Verliererseite ist.

mfg

Bärenmarke
 
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Der Fachkräftemangel ist, nicht in jeder Branche, tatsächlich Realität und in Regionen mit hohem Entwicklungsanteil eine echte Bremse. Mittlerweile entspannt es sich in manchen Bereichen, weil viele Firmen Entwicklungen im Ausland aufbauen...
Na, was meinst du wohl warum diese Firmen die Leute nich nach Deutschland holen? Das ist an sich kein Problem. Wie viel müssten man verdienen damit das mehr oder weniger Problemlos geht? 65k oder so meine ich. Was glaubst du wohl warum das so gut wie nie genutzt wird?
 
Na, was meinst du wohl warum diese Firmen die Leute nich nach Deutschland holen? Das ist an sich kein Problem. Wie viel müssten man verdienen damit das mehr oder weniger Problemlos geht? 65k oder so meine ich. Was glaubst du wohl warum das so gut wie nie genutzt wird?

Sry aber es ist nicht zu verstehen was du uns sagen willst.
Editier bitte Satzzeichen und Wörter nach :ugly:

Meinst du wieviel man hier verdienen sollte, damit ausländische Fachkräfte hier her kommen?
 
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In einen Gespräch mit einen Herrn von einer IHK hatte ich mal erfahren das es kein Problem ist Fachkräfte aus den Ausland nach Deutschland zu holen, wenn diese oberhalb einer Gehaltsgrenze liegen. Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Grenze erinnern, aber ich meine die Lag irgendwo bei 65.000€ im Jahr. Der gute Mann meinte aber auch sofort, das davon kaum gebraucht gemacht wird.
 
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Na, was meinst du wohl warum diese Firmen die Leute nich nach Deutschland holen? Das ist an sich kein Problem. Wie viel müssten man verdienen damit das mehr oder weniger Problemlos geht? 65k oder so meine ich. Was glaubst du wohl warum das so gut wie nie genutzt wird?

In vielen Branchen ist 65k€ kein wirklich hohes Gehalt für Fachkräfte und sicher keine Grenze die eine Firma davon abhält Leute nach D zu holen. Aber warum sollte man das auch tun? Was ist der Nutzen für die Firma statt im Ausland ein Entwicklungszentrum zu bauen, 150 Chinesen (oder Inder oder sonst was) nach D zu holen? Für einzelne Stellen mag das gehen aber nicht in dem Ausmaß an Leuten die oftmals fehlen.

Dazu kommt, dass in den meisten Ländern die Leute nicht gerade Schlange stehen um in D arbeiten zu dürfen, so dass (der Politik sei es mitgeschuldet, debile Kampagnen wie "Kinder statt Inder" haben dort das Ansehen von D als Arbeitsmarkt nicht direkt gestärkt)es gar nicht so einfach ist gut ausgebildete Leute nach D zu holen, selbst wenn das gesetzlich möglich ist.
 
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In einen Gespräch mit einen Herrn von einer IHK hatte ich mal erfahren das es kein Problem ist Fachkräfte aus den Ausland nach Deutschland zu holen, wenn diese oberhalb einer Gehaltsgrenze liegen. Leider kann ich mich nicht mehr genau an die Grenze erinnern, aber ich meine die Lag irgendwo bei 65.000€ im Jahr. Der gute Mann meinte aber auch sofort, das davon kaum gebraucht gemacht wird.

Wundert mich nicht, die meisten Firmen wollen nicht so viel Gehalt zahlen, zumindest nicht als "Einstiegsgehalt".
Nicht umsonst ist Deutschland für sein Lohndumping berühmt und solange man hier in D genügend Freiwillige findet.
 
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D ist nicht für Lohndumping berühmt, wo hat du denn das her? Ein wenig Sachlichkeit wäre nicht schlecht, wir sind hier ja nicht am Stammtisch.

Einstiegsgehälter bewegen sich sicherlich nicht bei 65k€ im Jahr, aber je nach Branche erreicht man das recht zügig.
 
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Sind wir nicht mittlerweile mit unseren Löhnen/Gehältern die "Chinesen" Europas? :ka:
 
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Einstiegsgehälter bewegen sich sicherlich nicht bei 65k€ im Jahr, aber je nach Branche erreicht man das recht zügig.

Ich weiß nicht, ob es schon durch ist, aber iirc wollte Außenwirtschaftsminister Westerwelle die Grenze auf 50k senken und hatte wenig bis keinen Widerstand in der Koalition.
Das ändert aber nichts daran, dass gesuchte Fachkräfte es nicht wirklich nötig haben, ins bekannt ausländerfreundliche Deutschland zu kommen und das für 50k noch viel weniger bereit sind zu machen, als für 65k. Vermutlich sieht man deswegen auch sowenig Lobbyismus für erleichterte Immigration von Leuten mit Jobgarantie und deutlich mehr für den einfacheren Zuzug und Anerkennung von Arbeitskräften allgemein. Die wollen keine teuren Spezialisten, die Forderungen stellen, herholen. Die wollen, dass halbwegs qualifizierte Leute, die in ihrem Heimatland keine guten Perspektiven sehen, in Deutschland auf der Straße sitzen, wo man sie billig einsammeln kann.


Sind wir nicht mittlerweile mit unseren Löhnen/Gehältern die "Chinesen" Europas? :ka:

Während wir uns überlegen, wie wir mit osteuropäischen Ärtzen die Lücken in unserem "Gesundheit"ssystem stopfen können, abreiten deutsche Ärzte jedenfalls in England und in Skandinavien.
 
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