News Epic-Chef Tim Sweeney: "Stereotypische Low-Quality-Spiele" in jeder Generation

PCGH_Thilo

Ältester PCGH-Fan
Künstliche Intelligenz ist aus der Spieleentwicklung kaum mehr wegzudenken. Wie sehen die Entwickler hinter der Unreal Engine die Entwicklung bei KI-Slop?

Was sagt die PCGH-X-Community zu Epic-Chef Tim Sweeney: "Stereotypische Low-Quality-Spiele" in jeder Generation

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Völlig richtig und der Einsatz von KI ist nicht mehr aufzuhalten, ob es den Leuten passt oder nicht. Geht mir der Zeit oder sucht euch ein neues Hobby. Ich persönlich kann dieses Anti KI gejaule nicht mehr hören.
Es ist wie es ist.
Und ganz ehrlich, mir ist es sowas von egal wer ein Spiel gemacht hat, oder wie. Ob da 150 Mann dran gearbeitet haben und alles selbst getan haben oder ob da nur 5 Leute dran gewesen sind und der Rest von einer KI übernommen wurde. Solange ich das Endprodukt mag, ich meinen Spaß, nutzen etc damit/davon habe, juckt mich der Rest keineswegs.
Mal davon abgesehen, wenn sie kis zum Einsatz kommt, erst einmal gewisse Dinge richtig angmaugen und automatisiert sind etc dann könnten dadurch auch die Preise für uns Endkunden günstiger werden.
 
Völlig richtig und der Einsatz von KI ist nicht mehr aufzuhalten, ob es den Leuten passt oder nicht. Geht mir der Zeit oder sucht euch ein neues Hobby. Ich persönlich kann dieses Anti KI gejaule nicht mehr hören.
Es ist wie es ist.
Und ganz ehrlich, mir ist es sowas von egal wer ein Spiel gemacht hat, oder wie. Ob da 150 Mann dran gearbeitet haben und alles selbst getan haben oder ob da nur 5 Leute dran gewesen sind und der Rest von einer KI übernommen wurde. Solange ich das Endprodukt mag, ich meinen Spaß, nutzen etc damit/davon habe, juckt mich der Rest keineswegs.
Mal davon abgesehen, wenn sie kis zum Einsatz kommt, erst einmal gewisse Dinge richtig angmaugen und automatisiert sind etc dann könnten dadurch auch die Preise für uns Endkunden günstiger werden.
Im Grunde kann man die Entwicklung (nicht) aufhalten. Ich finde die Arbeitserleichterung auch super. Wir sehen nur die Vorteile, aber wenn die Nachteile überwiegen, so muss man überlegen, ob unser Planet den Energie Hunger überlebt.

Schlechte Spiele haben wir auch von tripple AAA Studios gesehen. Daran wird K.I wenig ändern können. Aber am Ende profitiert der Investor durch höhere Gewinne. Das der Endkunde oder Mitarbeiter davon profitiert, halte ich für unrealistisch.
 
Sehe da nicht so das Problem wenn sie KI als reines Werkzeug zur Unterstützung nutzen,

man sieht ja wieviele Jahre manche Spiele mittlerweile brauchen und es gibt vieles

was KI beschleunigen könnte wie Tim schon angesprochen hat.

Nur rein mit oder KI erstellte Spiele oder Spiele mit KI da habe ich dann doch bedenken und

würde es Boykottieren :-)
 
Im Grunde kann man die Entwicklung (nicht) aufhalten. Ich finde die Arbeitserleichterung auch super. Wir sehen nur die Vorteile, aber wenn die Nachteile überwiegen, so muss man überlegen, ob unser Planet den Energie Hunger überlebt.

Schlechte Spiele haben wir auch von tripple AAA Studios gesehen. Daran wird K.I wenig ändern können. Aber am Ende profitiert der Investor durch höhere Gewinne. Das der Endkunde oder Mitarbeiter davon profitiert, halte ich für unrealistisch.

Da stimme ich dir zu. Nur wird niemand von uns das regulieren können. Einfach abwarten. Und wenn unser Vorteil nur daraus besteht, dass wir mehr gute Spiele bekommen, reicht mir persönlich schon. Und wenn es bedeuten wird, dass die Games nicht teurer werden, noch besser.
Ob da Menschen hinter stecken oder KI ist mir absolut Wumpe, solange ich am Produkt Spaß habe etc
 
Anders ausgedrückt weil AI-Agenten schneller arbeiten als seine Angestellten ist es Grund genug für weitere Massenentlassungen bei EPIC Game$.

Ab 2030 arbeiten dann ausschließlich nur noch AI-Agenten zusammen mit Tim Sweeney ( CEO ) :gruebel:
 
Ob da Menschen hinter stecken oder KI ist mir absolut Wumpe, solange ich am Produkt Spaß habe etc
Ich sehe es so: Die Hersteller externalisieren mit KI ihre Personalkosten auf uns alle – mehr Energieverschwendung, Wasserknappheit, Umweltschäden, dazu steigende Hardwarepreise und mehr Arbeitslose, die staatliche Unterstützung brauchen... aber verlangen weiterhin nicht nur Vollpreis für die Spiele, sondern steigern den auch noch immer mehr, wobei GTA VI nach der Switch 2 den nächsten Dammbruch darstellen wird.
(Wohlgemerkt Spiele, die uns dank immer invasiverem DRM nicht gehören, Sicherheitslücken in unsere Rechner reißen – Kernel-Level-Anticheat aka Rootkits – und im Zweifel mit künstlicher Server-Abhängigkeit auch noch einen eingebauten Killswitch haben, gegen dessen gesetzliches Verbot als Reaktion auf „Stop Killing Games“ die Industrie auch gerade mächtig und wie üblich mit einer Lüge nach der anderen lobbyiert.)

Das nicht nur hinzunehmen, sondern sogar noch gutzuheißen, „solange das Produkt am Ende spaßmacht“, zeugt m. E. nicht nur von einem gewaltigen Maß an Ignoranz, sondern letztendlich auch von nicht vorhandener Selbstachtung. Selbst wenn man jeglichen Altruismus in den Giftschrank sperrt und rein egoistisch darauf blickt, sind „KI“-generierte Spiele ein schlechter Deal für den Spieler.
 
Ich sehe es so: Die Hersteller externalisieren mit KI ihre Personalkosten auf uns alle – mehr Energieverschwendung, Wasserknappheit, Umweltschäden, dazu steigende Hardwarepreise und mehr Arbeitslose, die staatliche Unterstützung brauchen... aber verlangen weiterhin nicht nur Vollpreis für die Spiele, sondern steigern den auch noch immer mehr, wobei GTA VI nach der Switch 2 den nächsten Dammbruch darstellen wird.
(Wohlgemerkt Spiele, die uns dank immer invasiverem DRM nicht gehören, Sicherheitslücken in unsere Rechner reißen – Kernel-Level-Anticheat aka Rootkits – und im Zweifel mit künstlicher Server-Abhängigkeit auch noch einen eingebauten Killswitch haben, gegen dessen gesetzliches Verbot als Reaktion auf „Stop Killing Games“ die Industrie auch gerade mächtig und wie üblich mit einer Lüge nach der anderen lobbyiert.)

Das nicht nur hinzunehmen, sondern sogar noch gutzuheißen, „solange das Produkt am Ende spaßmacht“, zeugt m. E. nicht nur von einem gewaltigen Maß an Ignoranz, sondern letztendlich auch von nicht vorhandener Selbstachtung. Selbst wenn man jeglichen Altruismus in den Giftschrank sperrt und rein egoistisch darauf blickt, sind „KI“-generierte Spiele ein schlechter Deal für den Spieler.
Da magst du Recht haben!
Aber welche alternativen hast du? Diese Spiele boykottieren und auf Dauer gesehen keine neue Spiele mehr genießen zu können? Solange auf Retrokisten zurückgreifen, bis du dort jedes Spiel 3mio mal durch hast und keine Lust mehr hast? Oder ganz auf dein Hobby verzichten?

Alternativ kannst du dir von jedem Spiel den crack ziehen und es illegal spielen, wobei es mittlerweile schon sehr viele Games gibt, die garnichts gecrackt werden und nirgends angeboten werden. Und ich denke, es wird in Zukunft noch weniger da immer mehr Schutzmechanismen greifen werden. Klar, eingedämmt bekommt man es eh nie ganz, aber es ist heutzutage schon sehr viel weniger geworden.

Sag mir, was sind deine Alternativen?
Wenn du es nicht willst, aus welchen Gründen auch immer, dann lass es uns gut ist.
Jeder soll und kann es selbst entscheiden ob er da mitgehen wird oder nicht.
 
Eben nicht. Im Grundgesetz z.B. steht ganz klar:
"Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit und/oder Sicherheit anderer gefährdet werden."
Es kann nicht sein, dass Menschen sterben müssen, nur weil jemand UNBEDINGT spielen will.

EDIT:
Und ja, KI (Unsere Industrie so oder so) TÖTET Menschen. Durch Anheizung des Klimawandels, durch Verknappung von Energie, Ressourcen und Wasser! Und wofür? Dafür, dass die Menschen hier auch noch die letzte Hirnzelle abgeben können? Für Verdummung im Netz? Für KI-Slop in den "sozialen" Medien? Damit jemand in Spielen seinen Fetisch ausleben kann? WOFÜR??
 
Eben nicht. Im Grundgesetz z.B. steht ganz klar:
"Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit und/oder Sicherheit anderer gefährdet werden."
Es kann nicht sein, dass Menschen sterben müssen, nur weil jemand UNBEDINGT spielen will.
Da sind wir wieder beide er Doppelmoral. Was konsumierst du? Wa kaufst du ein? Wie kleidest du dich? Alles nachhaltig? Umwelt- Menschenrechtskonform?
Im Leben nicht! Das ist niemand auf dieser Welt.

Wo wir uns alle einig sind, ist, dass niemand auf der Welt sterben sollte (außer Pädos etc) dennoch können wir es nicht verhindern.
 
Kleidung und Essen BRAUCHE ich nun mal zwingend. Ein Computerspiel nicht. Konsumieren tue ich nur sehr wenig. Aber genau dieser Konflikt, den Du ansprichst, hat mich u.A. krank gemacht. Weil ich zu gewissen Dingen GEZWUNGEN bin, obwohl ich es nicht will.
 
Da magst du Recht haben!
Aber welche alternativen hast du? Diese Spiele boykottieren und auf Dauer gesehen keine neue Spiele mehr genießen zu können? Solange auf Retrokisten zurückgreifen, bis du dort jedes Spiel 3mio mal durch hast und keine Lust mehr hast? Oder ganz auf dein Hobby verzichten?
[...]
Sag mir, was sind deine Alternativen?
Wenn du es nicht willst, aus welchen Gründen auch immer, dann lass es uns gut ist.
Jeder soll und kann es selbst entscheiden ob er da mitgehen wird oder nicht.
Ich weiß ja nicht, in was für einer Welt du so lebst. Wenn du reich geerbt hast, über genügend Kapitaleinkünfte verfügst oder aus anderen Gründen für deinen Lebensunterhalt nicht arbeiten musst und umso mehr Zeit zum Zocken hast – Gratulation. Ich habe die nicht: Ich bin in Vollzeit berufstätig, habe familiäre Verpflichtungen, der Haushalt muss auch geschmissen werden und ist aus meiner Sicht nicht bloß Sache meiner besseren Hälfte, und Videospiele sind auch nicht die einzige Beschäftigung, mit der ich mein letztes bisschen Freizeit fülle. Gleichwohl befinden sich in meiner Steam-Bibliothek über 20 ungespielte Spiele, ein Dutzend mehr auf GOG, und auf beiden Wunschlisten zusammen warten auch schon die nächsten 30, die ich noch nicht mal gekauft habe, weil es sich derzeit für mich nicht lohnen würde. Und das ist nur der PC, auch wenn die Konsolen samt Spielen bei mir mit einer PS3, einer Switch und einer Wii, die seit Jahren keine Steckdose gesehen hat, überschaubar ausfallen und meine Sympathie für Nintendo mittlerweile auf einem derart beachtlichen Rekordtief ist, dass da auch keine neuen Spiele mehr nachrücken werden.

Lass es mich mal so ausdrücken: Ich kann froh sein, wenn ich es schaffe, alle Spiele in meiner Sammlung im Laufe meines Lebens einmal durchgespielt zu haben; und ich habe immer noch nicht so richtig meinen Frieden damit gemacht, dass ich im Unterschied zu meinen jüngeren Jahren die meisten dieser Spiele auch kein zweites Mal oder gar noch öfter werde durchspielen können, einfach weil sie, wenn man nicht bloß halbherzig durchrennt, teilweise gewaltige Zeitfresser sind, obwohl so Einige von ihnen es absolut wert wären (und dann gibt es ja auch diverse PvP- und Casual-Titel, die kein richtiges „Ende“ haben und darauf ausgelegt sind, immer wieder gezockt zu werden).

Die größte Pointe dabei: Wenn ich mir so manche Steam-Profile anschaue, die Infos zu ihrer Spielebibliothek öffentlich teilen, oder so manche Bilder von Regalen voller Konsolenspiele, die andere im Netz posten, bin ich mit meiner Sammlung und meinem Pile of Shame noch im unteren Bereich angesiedelt. Da werden Abermilionen Euro in hunderte, tausende Spiele versenkt, die dann nie gezockt werden. Allein schon, dass das Konzept des Pile of Shame so geläufig ist, beweist doch, dass wir mittlerweile ein viel größeres Angebot an Videospielen haben, als ein einzelner Mensch jemals im Leben wegzocken kann, einfach weil die Lebenszeit dafür nicht reicht, selbst wenn man niemals ein Spiel mehr als einmal durchspielte. Ich könnte von heute an nie wieder ein Videospiel kaufen und wäre wahrscheinlich trotzdem für den Rest meines Lebens versorgt – vorausgesetzt, die Hersteller finden keine Wege, meine gesamte Sammlung unbrauchbar zu machen, ob mit DRM oder einfach durch das Verschwinden kompatibler Hard- und Software.

Aber da kommt ja das Schöne: Es gibt ein immer breiteres Angebot an Spielen, die zumindest ersterer Gefahr eben nicht ausgesetzt sind. Man könnte also schon exklusiv DRM-frei kaufen, ohne sein Hobby aufgeben zu müssen. Das Angebot an Spielen, deren Entwicklerkosten nicht mit „KI“ an uns externalisiert worden sind, ist sogar noch größer, und um „KI“-generierte Spiele einen Bogen zu machen noch einfacher. Die angebliche Wahl zwischen „‚KI-generierte‘ Spiele kaufen“ und „Videospiele als Hobby aufgeben“, die du hier beschreibst, ist eine falsche Dichotomie – ein rhetorischer Hütchenspielertrick. Wenn man sich freilich nicht nur über ein einziges Hobby, sondern auch noch lediglich über eine Handvoll Publisher oder Spielereihen definiert, dann wird es schwierig, aber dann sollte man halt vielleicht mal seinen Horizont erweitern – ein glückliches und gesundes Leben ist das mit Sicherheit nicht, wenn man sein Glücksempfinden komplett von ein paar wenigen Marken abhängig macht.

Sollten wir wirklich ein Szenario erreichen, in dem wir keine Wahl haben, als neue „KI“-generierte Spiele zu kaufen, um überhaupt noch zocken zu können, dann wäre das voll und ganz unser Verkacken, weil wir 1. für diese Art Spiele Geld ausgeben und 2. die Hersteller nicht daran gehindert haben, uns die Spiele, die wir bereits gekauft und bezahlt haben, wieder wegzunehmen oder sie anderweitig künstlich unbrauchbar zu machen. Und wie scharf sie darauf sind, sieht man an Sonys jüngster Ankündigung, dass ab 2028 neue PlayStation-Spiele grundsätzlich nicht mehr als physische Kopien ausgeliefert werden sollen, kurz nachdem Sony, das wie die ganze restliche Contentmafia auch immer betont, Piraterie sei „kein opferloses Verbrechen“, verkündet hat, aus den Bibliotheken von Millionen Kunden über 500 bereits *gekaufte* und bezahlte Filme zurückstehlen zu wollen. Bestandsschutz? Rückerstattung? Schadenersatz? „Fack ju, wir können das, wir dürfen das, also tun wir es!“
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß ja nicht, in was für einer Welt du so lebst. Wenn du reich geerbt hast, über genügend Kapitaleinkünfte verfügst oder aus anderen Gründen für deinen Lebensunterhalt nicht arbeiten musst und umso mehr Zeit zum Zocken hast – Gratulation. Ich habe die nicht: Ich bin in Vollzeit berufstätig, habe familiäre Verpflichtungen, der Haushalt muss auch geschmissen werden und ist aus meiner Sicht nicht bloß Sache meiner besseren Hälfte, und Videospiele sind auch nicht die einzige Beschäftigung, mit der ich mein letztes bisschen Freizeit fülle. Gleichwohl befinden sich in meiner Steam-Bibliothek über 20 ungespielte Spiele, ein Dutzend mehr auf GOG, und auf beiden Wunschlisten zusammen warten auch schon die nächsten 30, die ich noch nicht mal gekauft habe, weil es sich derzeit für mich nicht lohnen würde. Und das ist nur der PC, auch wenn die Konsolen samt Spielen bei mir mit einer PS3, einer Switch und einer Wii, die seit Jahren keine Steckdose gesehen hat, überschaubar ausfallen und meine Sympathie für Nintendo mittlerweile auf einem derart beachtlichen Rekordtief ist, dass da auch keine neuen Spiele mehr nachrücken werden.

Lass es mich mal so ausdrücken: Ich kann froh sein, wenn ich es schaffe, alle Spiele in meiner Sammlung im Laufe meines Lebens einmal durchgespielt zu haben; und ich habe immer noch nicht so richtig meinen Frieden damit gemacht, dass ich im Unterschied zu meinen jüngeren Jahren die meisten dieser Spiele auch kein zweites Mal oder gar noch öfter werde durchspielen können, einfach weil sie, wenn man nicht bloß halbherzig durchrennt, teilweise gewaltige Zeitfresser sind, obwohl so Einige von ihnen es absolut wert wären (und dann gibt es ja auch diverse PvP- und Casual-Titel, die kein richtiges „Ende“ haben und darauf ausgelegt sind, immer wieder gezockt zu werden).

Die größte Pointe dabei: Wenn ich mir so manche Steam-Profile anschaue, die Infos zu ihrer Spielebibliothek öffentlich teilen, oder so manche Bilder von Regalen voller Konsolenspiele, die andere im Netz posten, bin ich mit meiner Sammlung und meinem Pile of Shame noch im unteren Bereich angesiedelt. Da werden Abermilionen Euro in hunderte, tausende Spiele versenkt, die dann nie gezockt werden. Allein schon, dass das Konzept des Pile of Shame so geläufig ist, beweist doch, dass wir mittlerweile ein viel größeres Angebot an Videospielen haben, als ein einzelner Mensch jemals im Leben wegzocken kann, einfach weil die Lebenszeit dafür nicht reicht, selbst wenn man niemals ein Spiel mehr als einmal durchspielte. Ich könnte von heute an nie wieder ein Videospiel kaufen und wäre wahrscheinlich trotzdem für den Rest meines Lebens versorgt – vorausgesetzt, die Hersteller finden keine Wege, meine gesamte Sammlung unbrauchbar zu machen, ob mit DRM oder einfach durch das Verschwinden kompatibler Hard- und Software.

Aber da kommt ja das Schöne: Es gibt ein immer breiteres Angebot an Spielen, die zumindest ersterer Gefahr eben nicht ausgesetzt sind. Man könnte also schon exklusiv DRM-frei kaufen, ohne sein Hobby aufgeben zu müssen. Das Angebot an Spielen, deren Entwicklerkosten nicht mit „KI“ an uns externalisiert worden sind, ist sogar noch größer, und um „KI“-generierte Spiele einen Bogen zu machen noch einfacher. Die angebliche Wahl zwischen „‚KI-generierte‘ Spiele kaufen“ und „Videospiele als Hobby aufgeben“, die du hier beschreibst, ist eine falsche Dichotomie – ein rhetorischer Hütchenspielertrick. Wenn man sich freilich nicht nur über ein einziges Hobby, sondern auch noch lediglich über eine Handvoll Publisher oder Spielereihen definiert, dann wird es schwierig, aber dann sollte man halt vielleicht mal seinen Horizont erweitern – ein glückliches und gesundes Leben ist das mit Sicherheit nicht, wenn man sein Glücksempfinden komplett von ein paar wenigen Marken abhängig macht.

Sollten wir wirklich ein Szenario erreichen, in dem wir keine Wahl haben, als neue „KI“-generierte Spiele zu kaufen, um überhaupt noch zocken zu können, dann wäre das voll und ganz unser Verkacken, weil wir 1. für diese Art Spiele Geld ausgeben und 2. die Hersteller nicht daran gehindert haben, uns die Spiele, die wir bereits gekauft und bezahlt haben, wieder wegzunehmen oder sie anderweitig künstlich unbrauchbar zu machen. Und wie scharf sie darauf sind, sieht man an Sonys jüngster Ankündigung, dass ab 2028 neue PlayStation-Spiele grundsätzlich nicht mehr als physische Kopien ausgeliefert werden sollen, kurz nachdem Sony, das wie die ganze restliche Contentmafia auch immer betont, Piraterie sei „kein opferloses Verbrechen“, verkündet hat, aus den Bibliotheken von Millionen Kunden über 500 bereits *gekaufte* und bezahlte Filme zurückstehlen zu wollen. Rückerstattung? Schadenersatz? „Fack ju, wir dürfen das, also tun wir es!“
Du, ich stimme dir da zu einhundert Prozent zu, ich bezog mich in meiner Aussage auch nur auf Neue oder explizit in diesem Kontext, kommende Spiele (sollte es mit KI immer mehr werden usw wovon wir ausgehen können) dass jeder noch seine Retro Systeme hat oder einen Pile of Shame etc, habe ich da gar nicht mit rein genommen. Mir geht es nur darum, dass man dann diese neuen Spiele nicht spielen kann/sollte, wenn man damit nicht konform geht und sich so sehr dagegen streubt. Da können die Spiele noch so geil aussehen und evtl sogar Topgames sein, du würdest dann verzichten? Auch wenn es dich so richtig ansprechen würde?
Wenn ja, okay, dann ist das Konsequent, und völlig legitim. Die wenigsten würden es durchziehen. Ich sowieso nicht, da es mir egal ist. Gefällt es mir, spiele ich es. Wenn nicht dann nicht.

Und natürlich ist Gaming nicht das wichtigste etc, das habe ich damit auch nicht sagen wollen und auch nicht getan.
Mir persönlich geht dieser ganze KI Hate nur mittlerweile sehr auf die Eier, das gleiche mit der Heulerei bzgl digitale Distribution. Na klar hat alles seine Vor- und Nachteile. Dennoch hat man die Wahl, geht man mit oder eben nicht. Und das Discs etc verschwinden werden war so sicher wie das Amen in der Kirche. Gleiches gilt für den Einsatz von KI und das dieser immer größer wird.

Nur btw, ich bin ebenfalls Vater einer Großfamilie (7 Kinder) und ich bin der Hausmann/Elternzeit und manage alles hier während meine Frau ihrem Job nachgeht. Ich weiß wie wenig Zeit man zum Zocken etc hat uns das es genug andere Hobbys/Beschäftigungen oder dergleichen gibt.
Dennoch nimmt Gaming einen großen Platz in meinem Herzen ein und das wird auch immer so sein.
 
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