AW: Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?
Spitzensteuersatz sollte man wie in den 60ern beim 15 fachen des Durchschnitts verlangen und nicht beim 1,5fachen wie heute. 65.000 Euro Jahreseinkommen sind m.E. kein Wert wo ein Spitzensteuersatz erhoben werden sollte.
Da fehlen in der Tat einige zusätzliche Steuerstufen über dem heutigen Maximum. Bzw.: Man sollte die albernen Stufen einfach abschaffen, die sind ein Relikt aus Zeiten in denen rein praktische Gründe eine Vereinfachung auf Rechenschieberniveau erforderten. Heute wäre ein gleitender, assymptotischer Faktor überhaupt kein Problem.
Dann aber bitte wie es damals üblich war mit kompletter Steuerfreiheit ab 1 Jahr Haltedauer oder alternativ eben Anrechnung von Verlusten gegen das Jahreseinkommen ohne Wenn und Aber. Nu Rosinen picken ist nicht.
Was ist daran Rosinenpicken? Wenn ich meine Arbeitskraft zu Markte trage und dafür Unkosten habe, aber keine entsprechenden Einnahmen bei rauskommen, bleibe ich auf der Differenz auch sitzen. Wieso sollte das mit jemandem, der selbst auf der faulen Haut liegt und sein Geld zum arbeiten schickt (schon mal ein Euro-Bündel ein Feld bestellen sehen? Ich auch nicht.) anders sein? Wenn du deine Verzockerei der Allgemeinheit in Rechnung stellen möchtest, dann beanspruche ich umgekehrt ein bedingungsloses Grundeinkommen, falls sich der Arbeitsmarkt nicht so darstellt, wie ich das gern hätte.
Zur Erinnerung für die LINKE. Dividenden betreffen nicht nur irgendwelche anonymen Daytrader oder Investoren auf den Caymen Islands sondern eben ganz normale Mittelstandsbetriebe.
Wo schütten GmbHs denn bitteschön Dividenden aus?
Oder reden wir hier wieder von dem ""Mittelstand"", der 10 Standorte rund um den Globus mit zusammen mindenstens 9 stelligem Jahresumsatz hat?
Schlechte Idee. Größere Abstände zeigen, dass es aufwärts geht und nicht stagniert.
Dann sollten wir schleunigst dein Einkommen auf 1 € reduzieren. Das wäre ein schöner Unterschied zum Durchschnitt und somit ein Fortschritt.
Echt? Deutsche Manager sind international gefragt? Nenne doch mal 10 Top Manager aus Deutschland, die große Weltkonzerne leiten.
Nicht "Manager aus Deutschland", sondern Manager, die heute deutsche Weltkonzerne leiten. Sagt ja niemand, dass die aus Deutschland kommen müssen (auch wenn es durchaus möglich wäre, 10 und mehr aufzuzählen, wenn du "Weltkonzern" so definierst, dass es davon ein paar 100 Stück weltweit gibt - siehe "Mittelstand"), aber deutsche Unternehmen können auch niemanden mehr anheuern, wenn sie nur noch das Einkommen einer Kleinstadt voller Normalsterblicher bieten. Deswegen gilt, wie so oft: Strikte Verbote führen am freien Markt entweder zu großen Schäden oder bleiben wirkungslos. (je nach Härte)
Aber bei einem gleitenden Element (ich wäre dafür, den Unternehmenssteuersatz am Einkommen des Bestverdieners oder/und Eigentümers festzumachen

) steht es dem Unternehmen dann frei, Einzelpersonen den Haushalt ganzer Staaten in die Hand zu drücken, wenn es ihnen das denn wirklich, wirklich wert ist.
Das ist wohl nicht vergleichbar zum Wechsel in den Aufsichtsrats einer kapitalistischen Bank.
Verglichen mit Gabriels Politik ist der Rückzug Gabriels aus letzterer ja wohl geradezu eine parteifördernde Maßnahme.