Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?

Hast du dafür Beweise?
Selbstverständlich. Allerdings fühle ich mich gegenüber jemanden, die mich unmotiviert anpflaumt, eher nicht sonderlich motiviert für umfassende Beweisführungen. Ersatzweise kannst du nachlesen, warum - um einmal nur bei bundesdeutschen Politikern zu bleiben - beispielsweise die Doktorarbeit von Ursula von der Leyen beanstandet wurde. Oder die von Jürgen Goldschmidt, die von Helge Braun ...


NAtürlich sind 99% aller Doktorarbeiten Zusammenfassungen bestehender Erkenntnisse, wichtig dabei ist aber wissenschaftlich korrekt zu arbeiten und eben richtig zu zitieren.
Wenn du also hier die Behauptung aufstellst, das ist bei der Mehrzahl aller Doktorarbeiten nicht der Fall, dann bringe gefälligst Belege.
Dann solltest du vielleicht erst einmal belegen, wo ich das behauptet haben soll. Darüber, wie häufig insgesamt plagiert wird, habe ich nämlich keinerlei Ausage getroffen. Es ging, wie aus meinen Beitrag als auch aus dem Gesprächsverlauf klar hervorgeht, ausschließlich um den Vergleich von natur- und geisteswissenschaftlichen Fächern und das letztere nicht auf magische Weise vor unsauberem Arbeiten oder vorsätzlicher Aneignung geschützt sind.

Ich schrieb ferner, dass in naturwissenschaftlichen Fächern aus genau den selben Gründen genauso blafaselt werden kann wie in geisteswissenschaftlichen. Und zwar deshalb, weil sich Methodik einen Scheißdreck darum schert, was für ein Thema behandelt wird. Entweder genügt die Arbeit der Sorgpfaltspflicht oder eben nicht.

Bei so etwas flippe ich echt aus, als wenn alle Doktorranden betrügen würden und nicht korrekt zitieren!
Ich flippe zwar nicht aus (Zumindest bin ich nicht sofort auf 180, nachdem ich etwas nur halb erfasst habe ...), aber ich bin es auch leid, ständig die Unterstellung zu hören, Plagiate wären eine Domäne der Geisteswissenschaften. Ich habe für meine Magisterarbeit nicht weniger gründlich arbeiten müssen als für meine Diplomarbeit und will weder das Eine gegenüber dem Anderen noch pauschal beides abgewertet sehen.
 
Ich flippe zwar nicht aus (Zumindest bin ich nicht sofort auf 180, nachdem ich etwas nur halb erfasst habe ...), aber ich bin es auch leid, ständig die Unterstellung zu hören, Plagiate wären eine Domäne der Geisteswissenschaften. Ich habe für meine Magisterarbeit nicht weniger gründlich arbeiten müssen als für meine Diplomarbeit und will weder das Eine gegenüber dem Anderen noch pauschal beides abgewertet sehen.
Auch dieses ewige Gebashe auf BWL´er ist genauso nervig.

Topic: Olaf Scholz war gestern Abend noch zu Gast bei Markus Lanz. Der ist sehr selbstbewußt und meint nicht nur das er Kanzler werden könnte, sondern das er Kanzler wird. Da hat Markus Lanz ihn gefragt ob da nicht etwas Größenwahn mit im Spiel ist. :ugly:
 
Er könnte sagen das er Kanzler werden will und nicht das er´s wird. Das ist nämlich in Anbetracht der Umfragen und letzten Landtags-Wahlergebnisse der SPD sehr realitätsfern. Auch wenn Olaf Scholz in Einzelumfragen und seinen Wahlkreis wohl immer relativ gut abschneidet.
 
Nochmal: es geht darum das er gesagt hat er "wird" Kanzler.
Ja, das sagt er. Was soll er denn sonst sagen?
Du gehst mit dem Ziel raus zu gewinnen. Wenn er damit nicht raus geht, braucht er erst nicht anzutreten.
Die Grünen gehen auch an den Start um das Kanzleramt.
Niemand geht raus und sagt, dass man unter Laschet ein paar Ministerien haben will.
 
Ja, das sagt er. Was soll er denn sonst sagen?
Du gehst mit dem Ziel raus zu gewinnen. Wenn er damit nicht raus geht, braucht er erst nicht anzutreten.
Die Grünen gehen auch an den Start um das Kanzleramt.
Niemand geht raus und sagt, dass man unter Laschet ein paar Ministerien haben will.
Ich glaube du hast es immer noch nicht verstanden. Bzw ignorierst es. Noch deutlicher als weiter oben kann ich es nicht machen. :ugly:
 
Gibt es denn eine Studie darüber, wo mehr Plagiate entdeckt werden?
Speziell zu Plagiaten ist mir keine bekannt, jedoch gibt es etliche Abhandlungen zu Fehlern und Betrug in der Wissenschaft.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: In den Geisteswissenschaften überwiegen naturgemäß die unklare Quellenlage und/oder die Fälschung von (Text-) Quellen. In den Naturwissenschaften kommen noch verstärkt fehlerhafte Analysen oder Fälschungen einer größeren Zahl / Auswahl körperlicher Untersuchungsgegenstände sowie unsaubere Analysen oder frei erfundene Analysemethoden hinzu.

Sprich, es gibt meines Wissen in keinen Fachbereich mehr Inkompetenz oder böse Absichten als in anderen, jedoch in manchen mehr Möglichkeiten für Fehler und Fälschungen.
 
Wobei es bei den Geisteswissenschaften halt auch immer die Gefahr gibt, dass mehrere Autoren Ähnliches verfasst haben, man einen Quelle aber gar nicht kennt. Viele Dinge sind da ja wirklich tot zitiert.
 
Wobei es bei den Geisteswissenschaften halt auch immer die Gefahr gibt, dass mehrere Autoren Ähnliches verfasst haben, man einen Quelle aber gar nicht kennt. Viele Dinge sind da ja wirklich tot zitiert.
Die klassische Tacit-Knowlegde-Falle: Als Geisteswissenschaftler benötigt man für die Forschung i.d.R. lediglich geteilten Zugang zum Forschungsgegenstand. Als Naturwissenschaftler braucht man oftmals exklusiven Zugang bzw. dieser wird beschränkt, weil das Ergebnis wirtschaftlich verwertet werden soll (mit Grundlagenforschung als Ausnahme).

Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse werden publiziert und sind dann zwar einerseits für Plagitoren verfügbar, aber andererseits hat man damit seinen Anspruch gesichert, falls jemand unabhängig auf dasselbe kommt. Erkenntnisse zurückzuhalten bringt keinen Nutzen, sondern der Wert entsteht ja erst durch die Publikation.
 
Wobei es nicht gerade für die betreuenden Wissenschaftler spricht, wenn man auf ihrem Fachgebiet eine durchaus zugängliche und in ihrer Qualität wissenschaftlich wertvolle Arbeit plagiarisieren kann, ohne dass sie es merken. Das bedeutet schließlich, dass sie selbst etwas verpasst haben oder die Betreuung von Nachwuchswissenschaftlern als etwas sehen, dass nach 2-3 Jahren 5 Sekunden Unterschrift wert ist.
 
Es wird nur auf Abschlüsse und Qualifizierungen geschaut.

Was sehr wenig bis garkeine Aussagekraft hat, wie die Spannweite der Intelligenz ziemlich weit auseinander liegen kann bei trotz gleicher Qualifikation etc. ist immer wieder zu beobachten. Unser Bildungsystem gehört auf den Müllhaufen, da geht es in erster Linie darum wer besser Befehle ausführt.
 
Zurück