Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?

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Wir reden hier über Wirtschaftsformen und du kommst mit der Sozialgesetzgebung daher. Ja, das hätte ich natürlich riechen müssen, dass du wieder was komplett anderes meinst. Leider ist mir noch nicht so viel Gras auf den Zähnen gewachsen...

Über 2000€ Einstiegsgehalt bei Pflegeberufen, das ist vielerorts schon Wunschdenken.
Z.B. in Freiburg verdienst du keine 2000€ Brutto als Altenpflegekraft, mit Kinder und Mietwohnung wird das schon recht knapp am Monatsende. Noch dazu darf man nicht vergessen, dass Kranken- und Altenpflege nicht nur Bettpfannen ausleeren oder Infusionsflasche wechseln bedeutet, sondern auch der Umgang mit bettlägrigen, übergewichtigen Patienten. Viele Pfleger können ihren Beruf über 50 schon nicht mehr ausüben. Das heißt, die müssen auch auf ihre eigene Rente schauen. Und anders als die Automobil-, Energie-, und Rüstungsindustrie, haben die Pfleger keine echte Lobby.:schief:

Ich bin Altenpfleger und in Deutschland wird an pflegebedürftige Menschen viel Geld verdient auf Kosten gute Pflege und Personal, damit fing schon an als die damalige CDU die pflege für die freie Markt zugänglich gemacht hat, deswegen gibt es unter uns sehr wenige CDU Wähler :D. Wir wählen eher Linke,grüne(früher gab es viele SPDler), wobei die linken uns oft bei der Demos unterstützen.

Btw

Am meisten zahlen Heime mit TVöD Tarif ,aber Deutschlandweit gibt es aber nur 2 Prozent kommunale pflegeheime.

Und solche Städte wie München verschwinden pflegekräfte, weil die das nicht leisten können dort zuwohnen( oder kein Bock mehr aufs pendeln haben.


Ich selber Pendel seit über 3 Jahren "4-5 Stunden mit Bus und Bahn. (Fahrzeit hin und zurück)

Bin aber seit 28 oktober arbeitsunfähig wegen meinem arm ( Sehnen degeneriert) und körperlich/seelisch Belastung (bin oft zusammengebrochen) und andere Dinge, summiert sich halt.

ich bin erst 33 Jahre alt und jetzt svhon kaputt, die Fachärzte sagen mir , bin auf dem Weg zur berufsunfähigkeit etc., wen ich schon körperlich eingeschränkt bin , bleiben nicht viele Möglichkeiten, sogar die MDK lässt mich in Ruhe, meine krankenkasse erwartet wohl keine "Wunder", die checken sonst nämlich nach :D
 
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Ich bin Altenpfleger und in Deutschland wird an pflegebedürftige Menschen viel Geld verdient auf Kosten gute Pflege und Personal, damit fing schon an als die damalige CDU die pflege für die freie Markt zugänglich gemacht hat, deswegen gibt es unter uns sehr wenige CDU Wähler :D.
So ist es.
Der Privatwirtschaft geht es dabei nunmal nicht vorrangig ums Wohl der Pflegebedürftigen, sondern um Gewinnmaximierung. Das wiederum bedeutet Konkurrenzdruck, Rationalisierung, betriebswirtschaftliche Kartierung und natürlich den Druck auf die Löhne der Arbeitnehmer. Die CDU hat dem ganzen unter Kohl mit der Einführung der Sozialen Pflegeversicherung Tür und Tor geöffnet und später auch den Weg für Kriminelle geebnet: Augsburg:
Millionenbetrug: So funktioniert die Schattenwelt der Pflegemafia - Lokales (Augsburg) - Augsburger Allgemeine
 
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Salve,

ich finde die Geschichte von Tengri schon erschütternd, aber was ich nicht begreife ist der mangelnde Organisationsgrad der Pflegekräfte, um in der momentanen Situation Druck auszuüben, woran liegt das?

Wir alle können doch nicht so "naiv" sein zu glauben, das alle Menschen im öffentlichen Dienst arbeiten, die Arbeiter und Angestellten die in der freihen Wirtschaft arbeiten haben sich doch auch organisiert, warum gibt es keine große Gewerkschaft für alle Pflegekräfte, damit könnte gewaltiger Druck ausgeübt werden, weil die wachsen mittlerweile nicht mehr an Bäumen oder im Ausland, darüber hinaus müssten sie gleich bezahlt werden, wenn sie in die Gewerkschaft eintreten.
Hier liegt ein deutlicher Mangel vor, allerdings nicht staatlicherseits, da die Gewerkschaften nunmal keine staatlichen Organisationen sind und es in Deutschland keine Einschränkungen gibt, welche zu gründen.

Wo liegt also das Problem?
 
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Natürlich funktioniert unser System nachweislich seit Jahrhunderten.
Man treibt mit so etwas keine Experimente und schon gar nicht wenn 83 Millionen davon betroffen sind, Stand Heute funktioniert unser System, denn selbst die Schwächsten haben einen ungleich hohen Lebensstandard im Vergleich zum Rest der Welt.
Oh keine Sorge Experminte wagen wir schon. Zu Lasten der Ärmeren. Ich erinnere nur an to big to fail. Oder wie ist das mit Leiharbeit und Outsourcing. Nicht mal Marx hütte das komme sehen, dass der Arbeiter jetzt 2 Herren hat deren Wirtschaftsleistung er erbringen kann. Ach ka und Rente nun die kann man vergessen. Es gibt keine.
 
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Entschuldige, wenn ich dir nicht zustimme,

aber to big o fail, gibt es nur wegen der menschlichen Herde, die leider aus Dummheit zu schnell in Panik gerät, ansonsten gäbe es kein to big to fail, kein Land kann einen Bankerun verkraften, wenn die Herde mal in Bewegung ist.
Leiharbeit ist an für sich nichts schlechtes, wenn sie härteren Regeln unterliegen würde und einer klaren zeitlichen Begrenzung, nicht jedes Unternehmen kann einen Auftragsüberschuss mit Neuanstellungen abarbeiten, für die es anschließend keine Arbeit mehr gibt, das gefährdet sinnlos Unternehmen und Arbeitsplätze. Ein gewisse Flexibilisierung ist dort durchaus angebracht.
Die Möglichkeit des Outsourcing ist doch letztendlich wieder von dem Organisationsgrad der Arbeitnehmer und damit ihrer Macht abhängig. Momentan haben wie jedenfalls keinen Arbeitgebermarkt, was Arbeitskräfte anbelangt. Die Trägheit der Masse ist hier wesentlich, weil Unternehmen anscheinend weniger träge sind.
 
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Naja es gibt darüber schon viele Dokus und artikel, diese Probleme gibt es nicht seit gestern.
 
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Ich bin Altenpfleger und in Deutschland wird an pflegebedürftige Menschen viel Geld verdient auf Kosten gute Pflege und Personal, damit fing schon an als die damalige CDU die pflege für die freie Markt zugänglich gemacht hat, deswegen gibt es unter uns sehr wenige CDU Wähler :D. Wir wählen eher Linke,grüne(früher gab es viele SPDler), wobei die linken uns oft bei der Demos unterstützen.

Schlimm, dass alles privatisiert wird und man Profit erzielen muss. :(
Es gibt Dinge, wie eben Gesundheit, Grundversorgung, Pflege, usw. niemals privatisieren werden dürfen.
 
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Schlimm, dass alles privatisiert wird und man Profit erzielen muss. :(
Es gibt Dinge, wie eben Gesundheit, Grundversorgung, Pflege, usw. niemals privatisieren werden dürfen.
Die gesetzlichen Krankenkassen schikanieren Ärzte, die mehr Patienten behandeln als sie sollen. Die privaten machen das nicht. Wo liegt also das Problem?
Bei den Privaten nicht.
 
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Entschuldige, wenn ich dir nicht zustimme,

aber to big o fail, gibt es nur wegen der menschlichen Herde, die leider aus Dummheit zu schnell in Panik gerät, ansonsten gäbe es kein to big to fail, kein Land kann einen Bankerun verkraften, wenn die Herde mal in Bewegung ist.
Leiharbeit ist an für sich nichts schlechtes, wenn sie härteren Regeln unterliegen würde und einer klaren zeitlichen Begrenzung, nicht jedes Unternehmen kann einen Auftragsüberschuss mit Neuanstellungen abarbeiten, für die es anschließend keine Arbeit mehr gibt, das gefährdet sinnlos Unternehmen und Arbeitsplätze. Ein gewisse Flexibilisierung ist dort durchaus angebracht.
Die Möglichkeit des Outsourcing ist doch letztendlich wieder von dem Organisationsgrad der Arbeitnehmer und damit ihrer Macht abhängig. Momentan haben wie jedenfalls keinen Arbeitgebermarkt, was Arbeitskräfte anbelangt. Die Trägheit der Masse ist hier wesentlich, weil Unternehmen anscheinend weniger träge sind.
Ja klar die Politik lockert die Regeln aber Schuld ist die Masse. Natürlich ist auch bei Outsourcing der böse Arbeitnehmer schuld. Muss der sich halt organisieren. Und dann? Dann such sich der Auftraggeber ein neues Projekt. Der ist davon gar nicht betroffen. Wie realitätsfern kann man argumentieren?

Mir dem Argument könnte man auch den Mindestlohn wieder abschaffen. Organisiere dich halt oder arbeite woanders dann musst nicht für 5 € die Stunde arbeiten.
 
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Die gesetzlichen Krankenkassen schikanieren Ärzte, die mehr Patienten behandeln als sie sollen. Die privaten machen das nicht. Wo liegt also das Problem?
Bei den Privaten nicht.
Du weißt schon das gesetzliche Krankenkassen finanziell und organisatorisch selbstständig agierende Unternehmen sind, die lediglich unter staatlicher Aufsicht stehen. Das sind keine staatlichen Institutionen.

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(...)aber was ich nicht begreife ist der mangelnde Organisationsgrad der Pflegekräfte, um in der momentanen Situation Druck auszuüben, woran liegt das?

Zum Beispiel daran, dass das Spahnferkel unlaengst im Kosovo um Fachkräfte gebuhlt hat. Die pflegen zwar nicht schlechter, aber dafuer billiger.

(...)warum gibt es keine große Gewerkschaft für alle Pflegekräfte, damit könnte gewaltiger Druck ausgeübt werden(...)

Noe, weil das blosse Vorhandensein einer Gewerkschaft eben keine automatische Tarifbindung der Arbeitgeber zur Folge hat. Die ist im Westen mittlerweile selbst im oeffentlichen Sektor unter 50% und im Osten in der Privatwirtschaft sogar unter 30% gefallen, trotz Oeffnungsklauseln. Warum? Siehe oben.
 
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Damals als viele kommunalen pflegeheime gabs , da haben einfach die müllmänner für die pflegekräfte gestreikt.



Bin gespannt was die Babyboomer in 20 jahren machen werden :D
(Größte Bevölkerungsgruppe )unsere Generation ist finanziell aus dem Schneider, Menschen die über 100 000 Euro im Jahr verdienen , müssen nur noch für ihre Eltern zahlen, also noch mehr Verdrängung und juckt mich net.

Ahja bei mir auf der Arbeit ist die Personal Durchschnittsalter 55+ , wird bestimmt lustig die nächsten 10 Jahren:p


Am Ende sterben wir sowieso alleine in einem kleinen Zimmer, als schlimmsten ist während einer Nachtschicht zu versterben, wenn 2 Nachtschwester um 100 kümmern , bei uns eine für 2 Etagen. Da ist nichts mit 10 min Händchen halten.
 
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Noe, weil das blosse Vorhandensein einer Gewerkschaft eben keine automatische Tarifbindung der Arbeitgeber zur Folge hat. Die ist im Westen mittlerweile selbst im oeffentlichen Sektor unter 50% und im Osten in der Privatwirtschaft sogar unter 30% gefallen, trotz Oeffnungsklauseln. Warum? Siehe oben.
Eigentlich sehr traurig diese Entwicklung.
Immer mehr Menschen treten aus den Gewerkschaften aus. Oder haben sogar Angst das es jemand im Betrieb erfahren könnte, dass sie Mitglied sind.
Besonders in kleineren Betrieben ohne Betriebsräten.
 
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Hat aber auch seine Gründe. Verdi hat mal gegen die Sonntagsarbeit geklagt und gewonnen. Nur nicht in allen Bundesländern. Macht sie nicht unbedingt beliebt.
 
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Naja, ich denke schon das der Großteil der Beschäftigten gegen die Sonntagsarbeit ist.
Ich meine jetzt im Einzelhandel. In Schichtbetrieben mag das aufgrund der Zulagen noch anders sein. Und verhält sich auch ganz anders.
Aber sie geben das oft nicht (öffentlich) zu.
Ich vermisse Solidarität der Arbeitnehmer. Nicht nur durch Steuern - und Sozialabgaben, sondern auch das zusammenhalten und notfalls auf die Straße zu gehen.
Aber es hat sich vieles zum Egoismus hin entwickelt.
 
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Eigentlich sehr traurig diese Entwicklung. Immer mehr Menschen treten aus den Gewerkschaften aus. Oder haben sogar Angst das es jemand im Betrieb erfahren könnte, dass sie Mitglied sind. Besonders in kleineren Betrieben ohne Betriebsräten.
Nicht alle wollen halt den sozialistischen Einheitslohn, wie er gerne von den Gewerkschaften gewünscht wird.
 
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Nicht alle wollen halt den sozialistischen Einheitslohn, wie er gerne von den Gewerkschaften gewünscht wird.

Hast Du eine Mission? Denn ausser "Hilfe, die Sozialisten kommen!" steuerst Du hier nicht so wirklich Substanz bei.

Ansonsten - yeah, right. Ehe die Arbeitnehmer sozialistischen Einheitslohn kassieren, schlagen sie lieber dem System ein Schnippchen und nehmen den asozialistischen Hungerlohn. Fuellt den Magen zwar nicht, sorgt aber fuer ein wohliges Gefuehl darin.

Ohne Gewerkschaften wuerdest Du hier nicht die Backen aufpumpen und vom freien Markt faseln, sondern waerst wahrscheinlich schon laengst tot aus irgendeiner Fabrikhalle getragen worden. Wirklich gruselig, was fuer einen Bogen zivilisatorischer Fortschritt um manche Individuen gemacht hat.
 
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Dann viel Spaß ohne Interessensvertretung.

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Das ist nicht meine Interessenvertretung, weil Einheitslohn auch immer bedeutet, dass man selbst nicht mehr bekommen kann, weil man z.B: besser ist, sonder es einheitlich ist.
Die Mängel, die in den Fabriken herrschten, sind weitestgehend behoben, das haben auch die Gewerkschaften erarbeitet, aber die Zeiten sind vorbei, weil die eklatanten Mängel nicht mehr existieren. Arbeitsschutz ist hierzulande sehr gut im Vergleich zu anderen Ländern.
 
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