Die Linke

ich habe nur das kindergeld, kann studieren, habe genug zu essen und bezahle in meienem wohnheim 100€ miete auf 28qm.

Nett. Bei mir waren es 190€ für knapp 12m². Darf man fragen, wo so verdammt niedrige Preise üblich sind?

von 54€ kann man sich genug zu essen leisten

Ich bin beeindruckt. Mit 10€ pro Woche würde ich echt nicht auskommen.
Würde mich mal interessieren, was da für ein Essensplan bei rauskommt.

und die klamotten müssen halt länger halten.

Wie auch immer das gehen soll.
Ich persönlich würde spätestens dann scheitern, wenn die Schuhsohle mal n Loch hat (größenbedingt ~120€ min.)


Ach ja: Selbst wenn du in ein Land ohne Studiengebühren gezogen bist (Umzugskosten?) dürften zumindest noch die Semestergebühren von i.d.R. ~100€ (ohne erweiterte Mobilität) anfallen - sind also nur ~140€/Monat drin ;)
Kosten für Studienmaterial fehlen auch noch.
(trotzdem wäre es imho immer noch ne Leistung, mit weniger als dem 3-fachen auszukommen und ein brauchbares Leben zu führen)


steht wo genau????????? wie kann ich nachvollziehen dass du das nicht frei erfindest??????

Was man nicht macht, steht natürlich nirgendwo ;)


Was ich damit sagen wollte: Man hat sich nie wirklich sorgen darum gemacht und die riskiken nicht minimiert...
Es ist meiner Meinung aber duchaus möglich, das System ein wenig zu kontrollieren und Stabilität und Sicherheit zu schaffen.

Hat man sich keine Gedanken gemacht?
Also mir sind mehrfach Artikel aufgefallen, die die Gefahr von Spekulationsblasen thematisiert haben, gerade im Zuge des .com Zusammenbrauchs ein beliebtes Thema.
Und das ein wirklich großer Crash durch Finanzverknüpfungen weltweite Folgen haben kann, weiß man spätestens seit 1929.

Nö, Gedanken waren da.
Das Problem ist, dass das System niemanden dazu bringt, sie zur Vermeidung eines Crashs einzusetzen.
Solange der persönliche Profit das oberste Ziel ist, strebt jeder nur danach, bis kurz vor dem Ende das meiste herauszuholen und dann rechtzeitig abzubrechen.
Dass das der Mehrheit nicht gelingen kann und es somit im Durchschnitt allen schlechter geht, ist eigentlich klar - aber genauso wie beim Glücksspiel hält es niemanden auf.

Das fettgedruckte habe ich nicht gesagt, aber sag du mir im gegenzug mal n system, dass man 100% unter kontrolle hat (und nicht 99,999%) !

Warum sollte ich die etwas zeigen, von dem ich selbst sage, dass es nicht existiert?
Noch mal zur Wiederholung:
Mein Ansatz ist, dass mehrere parrallele Systeme, sprich eine global deutlich schwächer vernetzte Wirtschaft, bei großen Störungen in einem der Systeme mehrheitlich weiter funktionieren und damit auf globaler Ebene stabilisiernd wirken.
Und das funktioniert automatisch, ohne dass von außen eine Regulation nötig wäre, die politisch sowieso nur schwer umzusetzen ist, solange das Geschäft läuft und eine Steigerung der Wirtschaftsliberalität Gewinn verspricht.

Meine Aussage sollte sagen, dass wir nicht Weltretter sein können und erstmal unsere Probleme in den Griff bekommen müssen.

Womit wir uns langsam wieder den Themen der Linken annähern.
Frage an dich: Wann glaubst du, werden wir (alle?) "unsere Probleme" als "gelöst" betrachten?

Mal wieder was zynisches: Wenn du die menschen dort besser versorgst und ernährst, bekommen die mehr kinder und das elend breitet sich weiter aus. Im endeffekt hast du so geld in NIX inverstiert und es aus dem Fenster geworfen...
[Ich weiß, dass dies jegliche Moral verachtend ist :devil: ]

Den Zynismus teile ich übrigens ;)
Aber es gibt auch noch andere Hilfeformen, als einen Sack Reiß hinzustellen.
Zum Glück kommen auch die Entwicklungshilfeorganisationen auf den Trichter, dass z.B. ein bißchen Forschung, was und wie vor Ort optimal gedeiht und ein bißchen Schule, die dieses Wissen vor Ort verbreitet, wesentlich mehr zur Lösung von Nahrungsproblemen beiträgt.
(Oft wäre es schon interessant genug, einfach mal etwas nicht zu machen: Z.B. nicht den Aufbau von Strukturen zu unterstützen, die wir selbst wieder loswerden wollen, nicht fortschrittliche Technologien zurückhalten, für die man so trotzdem kein Geld bekommt, weil sie sich niemand leisten kann, nicht unsere Müllprobleme exportieren, nicht die Ausrüstung für Kriege produzieren,...)

Gegen Atomkrafst spricht nur der Müll, und der kann auch sicher gelagert werden.

Alle bisher erfolgreichen geglückten Lagerungssysteme -sprich Zwischenlager- sind mit nenneswerten Kosten verbunden, die über die benötigten Jahrzehntausende betrachtet enorme Summen verschlingen. (Genaue Zahlen sind schlecht zu ergoogeln -alle Begriffe werden auch in AKW-Debatten genutzt- aber ich konnte zumindest ~3Milliarden für bisherige Castortransporte und 21,5 Millionen/a allein für die Pflege der Schächte in Gorleben -d.h. noch gänzlich ohne die eigentliche Lagerung- ermitteln. So oder so: Mit Inflationszuschlag -bei so langen Zeiträumen nicht zu unterschätzen- sind über die benötigte Lagerungszeit min. 3, eher 4 stellige Milliardensummen zu erwarten)
Alle mir aktuell bekannten Versuche einer unbeaufsichtigten, kostenneutralen Lagerung haben sich als unsicher erwiesen.

Nein. Der eine ist demotiviert, weil er höheres Potential besitzt und mit dem anderen gleichgestellt wird. Hier ligt bei dir der argumentative bruch vor.

Wer besitzt was für eine Art von Potential?

Wer hat denn mit den langen posts über grundsatzdiskussionen angefangen? Ich antworte nur auf ryuven, er hat angefangen sich von "der Linken" zuerst zur FDP und dann über Gott und die Welt z entfernen.... Dabei werden haltlose argumente verwendet, die ich doch wohl widerlegen darf oder wenigstens eine begründung fordern ?

Genaugenommen mach ich das gleiche. Ausgangspunkt war die These, dass nicht nur die Linke, sondern z.B. auch FDP und Union mit einem populistischen und politisch eingeschränkt brauchbarem Program zu Wahlen antreten.
Da kann man natürlich eine eigene Diskussion drauf aufbauen, im Rahmen dieses Threads habe ich sie aber spätestens an dem Punkt abgebrochen, an dem es um die Frage ging, wer unrealistischer ist - FDP oder Grüne :ugly:


Das wuerde ich auf mangelnde Informiertheit zurueckfuehren. Da, wo es Studiengebuehren gibt (gab), gibt (gab) es auch die Moeglichkeit, diese als Darlehen aufzunehmen.

Da scheint wirklich ein Informationsdefizit vorzuliegen. (Nicht nur bei mir, sondern auch bei der Mehrheit der betroffenen Studenten und den verantwortlichen Politikern. Z.B. In Hamburg wurde die nachträgliche Änderung auf nachgelagerte Gebühren als Erfolg gefeiert)

So oder so bleibt aber das Problem, dass auch auf dieser Grundlage ein Ausbau der Studiengebühren ein Finanzierung der Universitäten durch hohe Verschuldung der Studenten bedeutet.

Falls es welche gibt, haette ich gerne ... ja, genau.

Es gehört viel dazu, dass ich (trotz akzeptablem Sprachniveaus) die Diskussion mit jemandem aufgrund des Diskussionsverhaltens abbreche.
Die Forderung, ich solle Belegen, dass Atommüll und dessen Lagerung mit irgendwelchen negativen Folgen verbunden ist, gehört eindeutig dazu.

*Abbruch*
*Hinwendung zu wenigstens leicht sinnvollerer Zeitverwendung*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin beeindruckt. Mit 10€ pro Woche würde ich echt nicht auskommen.
Würde mich mal interessieren, was da für ein Essensplan bei rauskommt.
Es geht...@ryuven_macaran:... deine Biowurst kostet ja auch 5€ pro 100g :D

Wer besitzt was für eine Art von Potential?
Das elektrische Potential, weißt du? Die Bezugsspannung zum geerdeten Gehäuse :D Was denn sonst?


Ich wiederhole meine Aussagen nicht noch 3mal und schreibe solche langen posts... auf nahezu alles was du schreibst finden sich in meinen vorigen posts antworten...
Langsam wird es absurd
 
Es gehört viel dazu, dass ich (trotz akzeptablem Sprachniveaus) die Diskussion mit jemandem aufgrund des Diskussionsverhaltens abbreche.
Die Forderung, ich solle Belegen, dass Atommüll und dessen Lagerung mit irgendwelchen negativen Folgen verbunden ist, gehört eindeutig dazu.

Tut mir furchtbar leid, dass mein "Diskussionsverhalten" (nicht mit dem Dreschen von Phrasen zufrieden geben) Dir nicht zusagt.

Darf ich denn auf Belege zu den uebrigen Topics (Studienabbrueche, Entschaedigungszahlungen an Mehdorn & Co.) hoffen ... ?

Tja. Das dachte ich mir schon. Klassische linke Seifenblasenrhetorik. Kaum piekst man einmal rein, zerplatzt sie.
 
Tatsächlich sehr schwierig, wenn Begriffe verwendet werden, die (z.B. laut Wikipedia) bis zu 13 verschiedene Bedeutungen haben, von denen keine einzige in den Kontext passt und eine Erläuterung dieser unpassenden Begriffswahl verweigert wird - mit der Begründung, man wolle sich nicht wiederholen. (Etwas, dass man dem Diskussionspartner z.T. in 3+ facher Ausführung abverlangt hat)



HIS-Studienabbrecherbefragung 1993/94 (neuere nicht zu online zu finden), Gründe für Studienabbruch, "finanzielle Gründe": 38%
 
"Finanzielle Gruende" als Ursache in einer (antiken) Befragung sind subjektiv, aber kein wirklicher Beleg dafuer, dass die Hoehe von Bafoeg zum Abbruch gefuehrt hat. 1998 ging man uebrigens noch von 13 Prozent aus (Studienabbruch - Typologie und Moeglichkeiten der Abbruchquotenbestimmung, HIS Kurzinformation A5/98), 2001 gab es eine grundlegende Reform des Bafoeg. Aber O.K., wenn schon nicht die (vierzehn Jahre alte) Zahl, so anerkenne ich immerhin die Antwort als solche.

Den aktuellen HIS-Bericht findest Du uerigens hier. Ohne Zahlen, leider.

Wenn Du mir jetzt noch sagst, wofuer Herr Mehdorn wann in welcher Hoehe etschaedigt wurde ... ? Es darf natuerlich auch Herr Ackermann sein.
 
Von meinem Mitschülern, die damals ebenfalls studiert haben, sind sechs (!!) vorzeitig von der Uni gegangen. Bei allen hat das Geld nicht mehr gereicht.
Es ging ja nicht mal um Studiengebühren oder sowas, man musste halt auch leben. Das kostet nunmal.
Außerdem machen solche Leute, die ein Zimmer oder sonst was in der Nähe einer Uni vermieten auch extreme Wucherpreise.

Dass Atomstrom nicht Klimaschätlich ist, ist doch ebenso eine nicht zutreffende Vermutung.
Wo kommt denn das Uran her?
Genau, es muss gefördert werden, mit riesigen Baggern und LKWs, es muss aufbereitet werden (nur Uran 235 kann man ja gebrauchen.
Was letzendlich die Endlagerung kostet, kann man noch nich annähernd abschätzen, es geht ja um einige tausend Jahre.
Wer sagt denn, dass die Saltzstöcke in 1000 Jahren überhaupt noch sicher sind und was ist mit möglichen Erdbeben oder geologischen Veränderungen?

Meiner Meinung nach kann nur die Weiterentwicklung von regenerativen Energiequellen sinnvoll sein und natürlich die Verbesserung von Energiespeichern.
 
"Finanzielle Gruende" als Ursache in einer (antiken) Befragung sind subjektiv, aber kein wirklicher Beleg dafuer, dass die Hoehe von Bafoeg zum Abbruch gefuehrt hat. 1998 ging man uebrigens noch von 13 Prozent aus (Studienabbruch - Typologie und Moeglichkeiten der Abbruchquotenbestimmung, HIS Kurzinformation A5/98), 2001 gab es eine grundlegende Reform des Bafoeg. Aber O.K., wenn schon nicht die (vierzehn Jahre alte) Zahl, so anerkenne ich immerhin die Antwort als solche.

Den aktuellen HIS-Bericht findest Du uerigens hier. Ohne Zahlen, leider.

Genau die anderen beiden Quellen hab ich auch gefunden ;)
Leider setzt das Kurzinfo den Schwerpunkt auf die Folgen keine Zahlen waren auch nicht brauchbar. (93/94 wurden übrigens "18%" unterm "Hauptgrund" geführt, ich gehe mal davon aus, dass sich die Kurzinfo-Zahl auch darauf bezieht. Bei der Frage "reicht das Geld" sollte man imho aber alle Fälle betrachten, bei denen es eine Rolle spielt. Wer im Studium nicht mehr mitkommt, weil er soviel jobt, beendet es zwar schlussendlich wegen schlechter Ergebnisse - aber das liegt nicht an den Studienanforderungen)

Wenn Du mir jetzt noch sagst, wofuer Herr Mehdorn wann in welcher Hoehe etschaedigt wurde ... ? Es darf natuerlich auch Herr Ackermann sein.

Ließ dir die Ausgangszeilen noch mal genau durch, ersterer Teil steht schon drin: Es wurde zuvor die These aufgestellt, dass Personen in Führungsposition u.a. wegen ihrer großen Verantwortung ein höheres Gehalt stellen.
Da ein Versagen in dieser Position aber keine negativen Konsequenzen für sie persönlich haben (ich denke, Fälle in denen Führungskräfte mit Prämie einen Konzern verließen, der unter ihrer Führung abrutschte, muss ich wirklich nicht raussuchen?), bleibt als einzige "Mehrbelastung", die die Verantwortung mit sich bringt, mögliche Gewissensbisse.
Und deswegen ein höheres Gehalt als die sprichwörtliche Putze zu bekommen hab ich als "Entschädigung" bezeichnet.


Jetzt ist aber mal Schluß mit Offtopic, hier gehts um die Linke ;)
 
Bei der Frage "reicht das Geld" sollte man imho aber alle Fälle betrachten, bei denen es eine Rolle spielt. Wer im Studium nicht mehr mitkommt, weil er soviel jobt, beendet es zwar schlussendlich wegen schlechter Ergebnisse - aber das liegt nicht an den Studienanforderungen)

Wenn 13 (oder meinetwegen auch 18) Prozent der Abbrecher aus wirtschaftlichen Gruenden ihr Studium beenden - bedeutet das aber auch, dass die verbleibenden 87 (oder 82) Prozent dazu keinen Grund sahen. Ganz abgesehen davon, dass nicht etwa 13 (oder 18 ...) Prozent aller Studierenden aus vorgeblicher oder tatsaechlicher Geldnot abbrechen.

Was ist mit denen, die nicht aus wirtschaftlichen Gruenden abgebrochen haben? Kann die Gesellschaft von denen das gewaehrte Bafoeg 1:1 zurueckverlangen ... ?

Jedes System, an dem mehr Menschen teilnehmen als einer, ist ein Kompromiss. Rein nach den Zahlen zu urteilen, scheint Bafoeg kein so schlechter zu sein ...

Ließ dir die Ausgangszeilen noch mal genau durch, ersterer Teil steht schon drin: Es wurde zuvor die These aufgestellt, dass Personen in Führungsposition u.a. wegen ihrer großen Verantwortung ein höheres Gehalt stellen.
Da ein Versagen in dieser Position aber keine negativen Konsequenzen für sie persönlich haben (ich denke, Fälle in denen Führungskräfte mit Prämie einen Konzern verließen, der unter ihrer Führung abrutschte, muss ich wirklich nicht raussuchen?), bleibt als einzige "Mehrbelastung", die die Verantwortung mit sich bringt, mögliche Gewissensbisse.
Und deswegen ein höheres Gehalt als die sprichwörtliche Putze zu bekommen hab ich als "Entschädigung" bezeichnet.

Das macht es eher schlimmer als besser. Und der eigentlichen Frage (naemlich nach dem Fehlverhalten von Herrn Mehdorn oder Ackermann) weichst Du unveraendert aus.

Die Deutsche Bahn AG hat im Geschaeftsjahr 2007 unter Mehdorn die beste Bilanz ihrer Firmengeschichte vorgelegt. Die Bezuege der Vorstaende sind, verglichen mit konkurrierenden Unternehmen im Ausland, unterdurchschnittlich; 2009 wird man mit Blick auf die sich abzeichnende Rezession auf Erhoehungen verzichten.

Bei Herrn Ackermann sieht es aehnlich aus. Er ist zwar der am zweitbesten verdienende deutsche Manager (ca. 14 Mio. EURO im Jahr 2007) - bekommt aber weniger als Dieter Bohlen. "Seine" Deutsche Bank verdient trotz Kreditkrise immer noch Geld und ist weit davon entfernt, den Staat um welches zu bitten. Geschweige denn, dass er "Cherry cherry lady" singt.

In beiden von Dir angefuehrten Beispielen erkenne ich kein verantwortungsloses Handeln - ganzheitlich und vorurteilsfrei betrachtet eher das Gegenteil. Wusstest Du, dass Herr Lafontaine dem Vorstand der KfW angehoert? Welche Konsequenzen schlaegst Du fuer Ihn als Sanktion fuer das Lehman Brothers-Debakel vor?

Und wieso ist es "offtopic", wenn ich ein paar von der Linken gestreute Legenden hinterfrage ... ?
 
Bei Herrn Ackermann sieht es aehnlich aus. Er ist zwar der am zweitbesten verdienende deutsche Manager (ca. 14 Mio. EURO im Jahr 2007) - bekommt aber weniger als Dieter Bohlen. "Seine" Deutsche Bank verdient trotz Kreditkrise immer noch Geld und ist weit davon entfernt, den Staat um welches zu bitten. Geschweige denn, dass er "Cherry cherry lady" singt.
lustige vorstelllung, dann hätte die deutsche bank aber glaube icg ein ziemliches imageproblem

In beiden von Dir angefuehrten Beispielen erkenne ich kein verantwortungsloses Handeln - ganzheitlich und vorurteilsfrei betrachtet eher das Gegenteil. Wusstest Du, dass Herr Lafontaine dem Vorstand der KfW angehoert? Welche Konsequenzen schlaegst Du fuer Ihn als Sanktion fuer das Lehman Brothers-Debakel vor?

Und wieso ist es "offtopic", wenn ich ein paar von der Linken gestreute Legenden hinterfrage ... ?


muhahahahaha

ich sehe schon die gegenargumentation unserer linken seite

ja das machen ja aber alle großen parteiengenauso, sowohl spd als auch cdu usw. haben fast alle mitglieder in einem aufsichtsrat sitzen.

vorhersehbar

das problem an der sache ist nur das die blockparteien keine kruden ansichten über die möglichkeit von real existierenden sozialismus haben und versuchen diese zu nutzen um wähler mit populistischen mitteln auf ihre seite zu ziehen,


außerdem wäre es vom moralischen standpunkt mehr als fragwürdig, so zu handeln wie man handelt bloß weiles alle anderen auch tun(das wäre ein anderes thema der deutschen geschichte)


ich frage mich gerade warum sich der "fanclub" von ruyven_macaran nicht mehr meldet.........

bitte weiterhin schön sachlich bleiben so haben wir noch genug gesprächsstoff


@offtopicp.s. warum ist einer von den leuten die heiß diskutiert haben gesperrt, thelamer?
 
Was ist mit denen, die nicht aus wirtschaftlichen Gruenden abgebrochen haben? Kann die Gesellschaft von denen das gewaehrte Bafoeg 1:1 zurueckverlangen ... ?

Nach aktuellen Regelungen nur die üblichen 50%, wäre aber etwas, womit ich moralisch kein Problem hätte, wenn es keine finanziell begründeten Abbrüche mehr gibt.
(Vor allem weil sich dieses System auch noch netterweise dem "Schaden" anpasst: Wer nach nem Semester feststellt, dass studieren ihm nicht liegt, zahlt vergleichsweise wenig - wer 10 Semester studiert und dann mit dem Ziel "freischaffender Künstler" abbricht, soll ruhig mehr zahlen. Aber es muss halt gewährleistet sein, dass nicht jemand sein Studium 1-2 Semester vor Abschluss abbrechen muss, weil er kein Bafög mehr kriegt)

Anzumerken wäre aber noch, dass von den 63% Abbrecheren, bei denen finanzielle Aspekte überhaupt keine Rolle gespielt haben, mit großer Wahrscheinlichkeit kein Bafög zurückzuholen ist.

Rein nach den Zahlen zu urteilen, scheint Bafoeg kein so schlechter zu sein ...

Es gibt schlimmere, aber in seiner derzeitigen Form ist Bafög imho hart am Limit, hohe Studiengebühren sind so nicht mehr möglich.

Das macht es eher schlimmer als besser. Und der eigentlichen Frage (naemlich nach dem Fehlverhalten von Herrn Mehdorn oder Ackermann) weichst Du unveraendert aus.

Wenn das deine eigentliche Frage ist, frag ich mal zurück, warum ich die beantworten sollte?
Meine Aussage ist nicht, dass sich diese Personen fehlverhalten, meine Aussage ist nur, dass sie nicht den anschein erwecken, als ob sie von ihrem Gewissen zerfressen werden (und sowohl der Sparkurs der einen DB als auch die Restrukturierungsmaßnahmen im Vorfeld des Börsenganges der anderen DB würde dafür genug anlass bieten)
Damit bleibt für mich weiterhin die Frage offen, womit solche Leute ihren abnormen Stundenlohn moralisch rechtfertigen wollen.
Mehr als Arbeiten kann man nicht, sie tragen von ihrem Job keinerlei körperliche Schäden davon (im Gegensatz zu einigen anderen, deutlich schlechter bezahlten Berufen), geistige Schäden sind bis auf weiteres nicht erkennbar und selbst wenn man Systeme favorisiert, in denen jeder seine Ausbildung vorfinanzieren müsste (was ich für falsch halte): Den Punkt haben die wohl längst überschritten.
Somit bleibe ich dabei: Beide machen einen Job, der für sie nicht mehr (eher weniger) Nachteile hat, als z.B. der einer Putzfrau - warum sollten sie dafür eine größere Gegenleistung erhalten?
(moralisch - kapitalistische Argumentationen ala "Seltenheit/kann kein anderer" kenne ich, sind imho in einer System-offenen Diskussion, ausgehend von den Menschen als solchen -nicht vom Geld-, fehl am Platze)

Wusstest Du, dass Herr Lafontaine dem Vorstand der KfW angehoert? Welche Konsequenzen schlaegst Du fuer Ihn als Sanktion fuer das Lehman Brothers-Debakel vor?

Ich kenne die interne Struktur der KfW nicht.
Prinzipiell würde ich bei Positionen, die Fehlentscheidungen auf diesem Niveau ermöglichen, ein Versicherungssystem vorschlagen: Deutlich niedrigere Löhne, dafür werden große Mengen Kapital zur Pufferung derartiger Fehler zurückgehalten.
Werden doch hohe Gehälter gezahlt, ist ein angemessener, privater Haftungsrahmen denkbar.
(Würd mal sagen wenigstens 2 Jahresgehälter/Person wären denkbar und -in Anbetracht des doch recht weit über dem Armutsniveau liegenden Lebensstandard- nicht kritisch. Ließe sich auch mit einer optionalen Versicherung nach ersterem Vorbild kombinieren)

Und wieso ist es "offtopic", wenn ich ein paar von der Linken gestreute Legenden hinterfrage ... ?

Wenn man es so sieht, ist es OnTopic.
Weiß gerade nicht, in wie weit dass 1:1 Argumentationen der Linken sind, wir sind jedenfalls über Gegenbeispiele zur FDP drauf gekommen.




Bezüglich Sperrung
Soweit ich die Verwarnungsstatistik interpretiere, hat TheLamer in den letzten Monaten gegen die Marktplatzregeln und das Urheberrecht verstoßen und sich im Rahmen eines Community-Contests falsch verhalten. Dafür hat er insgesamt 6 Punkte bekommen, was automatisch eine 1-wöchige Sperre nach sich zieht.
Ich selbst kann zu den Vorfällen nichts sagen (würde die Moderation auch nicht öffentlich diskutieren), ausführender Moderator war in allen Fällen Klutten.
 
Aber es muss halt gewährleistet sein, dass nicht jemand sein Studium 1-2 Semester vor Abschluss abbrechen muss, weil er kein Bafög mehr kriegt)

Kennst Du denn so einen Fall (in dem die Zahlung von Bafoeg eingestellt wurde und allein deshalb das Studium kurz vor Ende abgebrochen werden musste)?

Ich behaupte: es ist gewaehrleistet.

Anzumerken wäre aber noch, dass von den 63% Abbrecheren, bei denen finanzielle Aspekte überhaupt keine Rolle gespielt haben, mit großer Wahrscheinlichkeit kein Bafög zurückzuholen ist.

63 Prozent vor vierzehn Jahren. Heute duerfte es ein Bruchteil sein - wir sprachen darueber. Anyway - worauf gruendet diese Annahme? Gerne mit Quellenangabe.

(und sowohl der Sparkurs der einen DB als auch die Restrukturierungsmaßnahmen im Vorfeld des Börsenganges der anderen DB würde dafür genug anlass bieten)

Warum arbeiten dann beide so profitabel und sind nicht auf Geld des Staates angewiesen? Irgendetwas muessen deren Manager wohl auch richtig gemacht haben.

Damit bleibt für mich weiterhin die Frage offen, womit solche Leute ihren abnormen Stundenlohn moralisch rechtfertigen wollen.

Immer wenn die Argumente knapp werden, muss die Moral herhalten. Vorzugsweise die eigene.

Nun gut, betrachten wir Dein Beispiel.

Die Reinigungsfachkraft - wofuer hat die Verantwortung? Genau. Fuer die Treppen und Fenster im fuenften Stockwerk.

Herr Mehdorn? Fuer eine viertel Million Mitarbeiter, gut 30 Milliarden Umsatz, die Mobilitaet von knapp zwei Milliarden Menschen (Anzahl Reisende / Jahr) und nicht zuletzt die Bewegung von Guetern mit allem, was daran haengt. Wenn er geht, muesste er ersetzt werden; wenn er fliegt, muesste er Arbeit finden - beides wird schwierig, da die Bahn AG quasi Monopolist ist.

Herr Ackermann? 80.000 unmittelbar Angestellte (uebrigens ist die Zahl seit 2006 kontinuierlich gestiegen - obwohl der pro Kopf-Umsatz im gleichen Zeitraum ebenso kontinuierlich zurueckgegangen ist), Kreditvergabe, als groesstes deutsches Geldhaus ein nicht unerheblicher Anteil am bargeldlosen Zahlungsverkehr. Immerhin duerfte er leichter zu ersetzen sein und blendende Jobchancen haben.

Der Unterschied zur Reinigungsfachkraft -solltest Du ihn ernstlich noch immer nicht erkant haben- heisst Wertschoepfung. Selbst wenn -was ich energisch bezweifle- beide wie die Reinigungsfachkraft eine 40 Stunden-Woche haetten, duerfte das auch schon die so ziemlich einzige Gemeinsamkeit sein.

Ich kenne die interne Struktur der KfW nicht.

Die der beiden DB´s kennst Du auch nicht - was Dich nicht davon abhaelt, Diagnosen ueber die Gemuetszustaende ihrer Vorstaende zu stellen.

Prinzipiell würde ich bei Positionen, die Fehlentscheidungen auf diesem Niveau ermöglichen, ein Versicherungssystem vorschlagen: Deutlich niedrigere Löhne, dafür werden große Mengen Kapital zur Pufferung derartiger Fehler zurückgehalten.
Werden doch hohe Gehälter gezahlt, ist ein angemessener, privater Haftungsrahmen denkbar.

Der Andrang nach solch einer Position duerfte ueberschaubar sein. Das braucht Dich aber nicht davon abzuhalten, es Herrn Lafontaine trotzdem vorzuschlagen. Bei der Gelegenheit koenntest Du ihn fragen, warum er zum Jahresende Reissaus (nicht das erste Mal, wie Du weisst) nimmt und seine Unwissenheit im konkreten Fallbeispiel mit butterweichen Ausreden a la "er koenne nicht an jeder Sitzung teilnehmen" und "wuesste gar nicht ueber alle Details Bescheid" als entschuldigt betrachtet.
 
Du bist der Meinung das eine einzelne Person um die 13Mio (Ackermann) verdienen sollte weil sie Verantwortung trägt für die sie im Ernstfall nicht gerade stehen muss sondern eine dicke Abfindung bekommt und nach spätestens einem Jahr Urlaub im nächsten Unternehmen an der Spitze sitzt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin der Meinung, dass Gehaelter ausgehandelt werden sollten. Und irgendwer bei den DB´s war wohl der Meinung, dass Ackermann und Mehdorn ihr Geld wert sind.

Ich bin ausserdem der Meinung, dass die Politik sich aus Lohnverhandlungen heraushalten sollte - und zwar in beide Richtungen, also nach unten (Mindestlohn) und oben (Managergehaelter). Sie sollte sich auf die Schaffung von Rahmenbedingungen zurueckziehen - weshalb die Mindestloehne in ausgewaehlten Branchen, die sonst durch aus dem Ausland kommende Arbeitskraefte kaputtgedumpt wuerden, ja auch als Wettbewerbsinstrument akzeptabel sind. Als getarntes bedingungsloses Grundeinkommen (und das waeren von der Leistung abgekoppelte Lohnuntergrenzen letztlich) sind sie es nicht.

Beides begruende ich damit, dass Aussenstehenden nicht genuegend Informationen zur Verfuegung stehen, um zu beurteilen, ob ein Entgelt angemessen ist.

Informationen zu den Bezuegen Lafontaines bei der KfW konnte ich uebrigens leider keine finden. Schade eigentlich.
 
Ich bin der Meinung, dass Gehaelter ausgehandelt werden sollten. Und irgendwer bei den DB´s war wohl der Meinung, dass Ackermann und Mehdorn ihr Geld wert sind.

Das Gehalt wird vom Vorstand ausgehandelt :ugly: und vom Aufsichtsrat abgenickt (nochmal) :ugly:. Ein sehr "effektives" System. Und wenn die Werker 4% wollen wird es schwer. (Mehdorn ca 20% mehr 2007)



Ich wäre froh wenn sich die Politik dort nicht einmischen müsste.
 
Dem Vorstand gehoeren auch Arbeitnehmervertreter an. Warum haben die nicht rebelliert?

Ich bleibe dabei - Aussenstehende allgemein und die Politik im Sinne des Gesetzgebers im besonderen sind gut beraten, sich aus derlei herauszuhalten. Ich wuesste auch wirklich nicht, was eine staatlich verordnete Deckelung von Bezuegen bringen sollte?
 
Kennst Du denn so einen Fall (in dem die Zahlung von Bafoeg eingestellt wurde und allein deshalb das Studium kurz vor Ende abgebrochen werden musste)?

Sogar persönlich.
Aufgrund der miserablen Studienbedingungen an der entsprechenden Schule gelang es in 3 aufeinander folgenden Semestern nicht, einen zum Abschluss des Studiums zu begegnen, ein weiteres Semester ging an anderer Stelle verloren. Macht 4 Semester über Regelstudienzeit, 2 waren noch via Bafög als Härtefallregelung drin, 2 weitere wurden noch über einen Studienkredit finanziert - 2 weitere (endlich der Kurs und dann noch Abschlussarbeit) hätten komplett aus eigener Tasche bezahlt werden (Als Student kriegt man nicht mal Sozialhilfe/AlgII), was nicht möglich war.
Ursprüngliche Pläne, das Geld in einer längeren Pause anzusparen, endeten letztendlich in eine Ausbildung mit anschließender Übernahme -> keine persönliche Katastrophe, aber 13 Semester Studium für die Katz.

Sicherlich: Oft haben die Studenten lange Studienverzögerungen auch mit zu verantworten, aber trotzdem wäre es Gesamtwirtschaftlich wohl sicher, ihnen die 1-2 Semester noch zuzubuttern, damit dann wenigstens die Ausbildung genutzt werden kann.

63 Prozent vor vierzehn Jahren. Heute duerfte es ein Bruchteil sein - wir sprachen darueber.

Wär ich mir nicht so sicher, die Bafögregelungen wurden zwar endlich an die zwischenzeitliche Entwicklung angepasst, Anfang der 90er waren sie afaik aber auch nicht so schlecht - man hat sie halt dann nur 10 Jahre auf dem Niveau gelassen... (2003 stieg die Zahl der Bafögempfänger erstmals über die Zahl von 1993)

Anyway - worauf gruendet diese Annahme? Gerne mit Quellenangabe.

Logisches Denken.
Die Mehrheit der Studenten bekommt kein Bafög (afaik unter 20%, kann aber gerade keine Zahlen für 93 finden)
Wenn die Bafögregelung wirklich was taugt (Quelle: Du ;) ), sollten Bafög-Empfänger zumindest nicht alzu gehäuft unter den Abbrechern sein. (sonst wäre das System wirklich ein häufiger Grund für Abbrüche - und wir können uns die restliche Diskussion sparen)
D.h. unter den Abbrechern sollten weniger als 20% Bafögempfänger sein, wir haben aber schon 37% Leute, bei denen finanzielle Gründe der Grund für den Abbruch waren. Da jedem mindestens der Bafögsatz zusteht, stellen Bafögempfänger die Studentengruppe da, die am ehesten in finanzielle Nöte gerät - also sollten ein Großteil der Bafögempfänger unter den 37% sein, kaum ein Bafögempfänger zu den 63% Abbrechern gehören, die ihr Studium ohne finanzielle Nöten fortsetzen können und deswegen für die bereits empfangenen Leistungen zu Kasse gebeten werden könnten.
(ich liebe lange Sätze :ugly: )

Immer wenn die Argumente knapp werden, muss die Moral herhalten.

In einem Thread zur Linken sollte man damit rechnen, mit moralischen Argumenten konfrontiert werden...


Der Unterschied zur Reinigungsfachkraft -solltest Du ihn ernstlich noch immer nicht erkant haben- heisst Wertschoepfung. Selbst wenn -was ich energisch bezweifle- beide wie die Reinigungsfachkraft eine 40 Stunden-Woche haetten, duerfte das auch schon die so ziemlich einzige Gemeinsamkeit sein.

Ich Sprach nicht ohne Grund von Stundenlöhnen. Meinetwegen können sie auch gerne einen saftigen Überstundenzuschlag als Ausgleich für die sehr knappe Freizeit kassieren. Aber damit ist man immer noch weit von den real gezahlten Summen entfernt.

Die Wertschöpfung eines Ackermanns alleine ist gleich 0, da braucht es noch alle anderen dafür. Er hat lediglich einen Job, den man in der Firma genau einmal braucht - das ist aber kein Grund, ihm alle Gewinne des Unternehmens zuzurechnen. (Und wer es doch macht, möge das Prinzip durchziehen, die verbleibenden 0€ auf alle anderen Aufteilen, feststellen, dass die keinen Gewinn bringen und sie deswegen wegrationalisieren)

Bis auf weiters bleibe ich dabei: Das einzig besondere an den Typen ist ihre Seltenheit.
Die mag es ihnen aus Sicht eines zwanggesteuerten Kapitalismus ermöglichen, zu fordern, was sie wollen, aber in einem an Menschen orientieren System gerecht verteilter Möglichkeiten ist sie genau gar nichts wert.

Die der beiden DB´s kennst Du auch nicht - was Dich nicht davon abhaelt, Diagnosen ueber die Gemuetszustaende ihrer Vorstaende zu stellen.

Es ist ein kleiner Unterschied, ob ich eine langjährige, grundlegende Unternehmensstrategie dem Vorstandsvorsitzenden anlaste oder ob ich eine einzelne Fehlentscheidung einem Vorstandsmitglied zu Lasten legen will.
Denn wärend grundlegende Entscheidungen mit ~100% Wahrscheinlichkeit vom Vorstand getroffen werden und dessen Chef auch etwas damit zu tun hat, kann eine Einzelentscheidung von ziemlich vielen Leuten getroffen worden sein und selbst wenn der Vorstand an irgend einem Punkt entfernt involviert sein könnte, weiß ich immer noch nicht, was für eine Einstellung das einzelne betrachtete Mitglied dazu hatte.

Der Andrang nach solch einer Position duerfte ueberschaubar sein. Das braucht Dich aber nicht davon abzuhalten, es Herrn Lafontaine trotzdem vorzuschlagen. Bei der Gelegenheit koenntest Du ihn fragen, warum er zum Jahresende Reissaus (nicht das erste Mal, wie Du weisst) nimmt und seine Unwissenheit im konkreten Fallbeispiel mit butterweichen Ausreden a la "er koenne nicht an jeder Sitzung teilnehmen" und "wuesste gar nicht ueber alle Details Bescheid" als entschuldigt betrachtet.

Ich habe keinerlei Interesse daran, sehe keinen Sinn darin und wüsste auch nicht wie ich mit Lafontaine in direkten Kontakt treten sollte.

Ich bleibe dabei - Aussenstehende allgemein und die Politik im Sinne des Gesetzgebers im besonderen sind gut beraten, sich aus derlei herauszuhalten. Ich wuesste auch wirklich nicht, was eine staatlich verordnete Deckelung von Bezuegen bringen sollte?

Ersetze Deckelung durch Nivelierung und die Antwort lautet "eine gerechte(re) Verteilung innerhalb der Gesellschaft" (in einem weiterhin kapitalistisch orientiertem System nicht nur von Vermögen, sondern daraus folgend auch Möglichkeiten, Lebensqualität, z.T. sogar -dauer, soziale Anerkennung,......)
 
Das Bafög ist völlig veraltet, gerade das Bafög für Berufsfachschüler mit seinen Bedingungen. Die Eltern haben (zumindest habe ich diese Erfahrung) gar nicht das Geld, ihre Kinder großartig zu unterstützen. Eines der größten Schwächen ist, dass Bafög kein Mietzuschuss vorsieht, wenn man mit den Eltern/Elternteil wohnt, auch wenn sie selber ALGII-Empfänger sind. Bei Erstausbildung übernimmt zwar die ARGE die Mietzahlung, wenn nirgends ein Anspruch auf Mietzuschuss besteht und es sich um eine Erstausbildung handelt, aber das soll nicht im Sinne des Erfinders sein. Auch ist im Allgemeinen der Mietzuschuss im Bafög eher lächersam. Ich hätte ganz gerne eine Zweitausbildung auf dieser Basis begonnen, aber das möchte finanziert sein.

@TheLamer Kredite der Fachhochschule/Universitäten, Studiengebühren und Bildungskredite sind ganz sicher nicht in zwei Jahren abbezahlt.
 
(...)wir haben aber schon 37% Leute, bei denen finanzielle Gründe der Grund für den Abbruch waren

Wir hatten 37 Prozent vor 14 Jahren. Da Du es vorziehst, Dir Deine eigenen Wahrheiten zu basteln und nicht in Deine Diktion integrierbare Tatsachen auszublenden, halte ich den Zeitpunkt fuer gekommen, die Diskussion ueber diesen Aspekt mangels Sinn zu beenden.

In einem Thread zur Linken sollte man damit rechnen, mit moralischen Argumenten konfrontiert werden...

Das letzte, womit ich in einem Thread zu einer Partei rechne, die eine Frau Wegener mandatiert, deren Aeltestenrat Schiessbefehlleugner angehoeren und an deren Spitze ehemalige Stasizutraeger und populistische Wendehaelse stehen, ist Moral. Jedenfalls nicht nach meiner Definition.

Die Wertschöpfung eines Ackermanns alleine ist gleich 0, da braucht es noch alle anderen dafür.

Die wiederum einen Ackermann und "seine" Deutsche Bank AG brauchen.

Er hat lediglich einen Job, den man in der Firma genau einmal braucht(...)

... und fuer den es gewiss Hunderte gleichqualifizierte Alternativen gibt.

Ackermann, Mehdorn & Co. haben sich ihr Gehalt (das zu einem betraechtlichen Teil unbar bezahlt wird und direkt -Boni- oder indirekt -Aktien- an den Unternehmenserfolg geknuepft ist) nicht beim Weihnachtsmann gewuenscht: sie haben es mit einem Firmengremium (dem i. d. R. auch Arbeitnehmervertreter angehoeren) ausgehandelt. Aber vermutlich haben die eben nicht Deinen Durchblick.

Ich habe keinerlei Interesse daran, sehe keinen Sinn darin und wüsste auch nicht wie ich mit Lafontaine in direkten Kontakt treten sollte.

oskar.lafontaine@die-linke.de

Du siehst keinen Sinn darin zu hinterfragen, wie die beachtliche Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit des Herrn Lafontaine zu erklaeren ist ... ?

So viel zum Thema "Moral".

Ersetze Deckelung durch Nivelierung und die Antwort lautet "eine gerechte(re) Verteilung innerhalb der Gesellschaft"

Hochqualifizierte geringer und geringqualifizierte hoeher zu bezahlen scheint mir bestenfalls (und selbst da bin ich mir nicht sicher) ein sozialer, aber gewiss kein gerechter Ansatz zu sein.
 
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