Naja die Linke fordert soziale Gerechtigkeit und weiß nicht, was das ist? Uns wird vorgeworfen, das Sozial un der sozialen Marktwirtschaft wegzulassen, also sag ich jetz mal: Ihr lasst die Gerechtigkeit bei sozialer gerechtigkeit weg ^^
Die Linke weiß durchaus, was sie unter Gerechtigkeit versteht.
Und es scheint nicht das gleiche zu sein, dass JePe darunter versteht.
Dass heißt aber noch lange nicht, dass die Forderungen der Linken ungerecht oder gelogen sind.
[Zynische] Frage : Fändest du es gerecht, dass einer, der sich 13 Jahre in der Schule, dann weitere 5 Jahre an der Uni und in Weiterbildungen gequält hat, sich im Gehalt nicht deutlich vom Fließbandarbeiter unterscheidet? Man muss doch auch ne Motivation haben (ua finanziell)
Motivation braucht man nur, um Hindernisse in Angriff zu nehmen, die man nicht in Angriff nehmen muss.
Und genau da liegt imho der Ansatzpunkt:
Ich finde es nicht gerecht, dass jemand nach 13 Jahre Schule, 5 Jahre Uni und 8 Jahren befrissteten Stellen an verschiedensten Orten mit etwas Glück deutlich mehr als ein Fließbandarbeiter verdient.
Ich finde es allerdings mindestens genauso recht, dass er so eine Person 8 Jahre z.T. recht große Summen draufzahlen musste um unterm Strich 20% seiner Lebensarbeitszeit ne Scheißaufgabe zu haben, wärend andere ab dem zweiten Lehrjahr n vergleichsweise komfortables Auskommen haben.
Wer schon n paar mal mit Leuten zu tun hatte, die ihren Job nur wegen dem Geld machen oder weil sie sich das finanzielle Risiko nicht erlauben konnten, eine bessere Ausbildung zu machen, der wird mir vermutlich zustimmen, dass es besser wäre, wenn die Karriereplanung von persönlichen Vorlieben und realen Bedürfnissen bestimmt wird - nicht vom Geld der Eltern und einem Einkommen in ferner Zukunft.
naja Ypsilanti ist hal machtbesessen - die will an die Macht, egal was passiert! Vor allem nennt sie das ganze Tolerierung, die Linke hätte aber eine entscheidende Rolle, denn sie kann alles ablehnen was ihr nicht gefällt - keine mehrheit - und für die Durchschleusung anderer Gesetze (vo der SPD und den Grünen) unterm Tisch eigene Interessendurchsetzung verlangen.
Wenn eine Rot/Grüne-Minderheitenregierung Gesetzesvorschläge hat, die den Interessen der Linken zu sehr wiedersprechen, dürften die in den meisten Fällen nah genug an den Interessen von FDP oder Union sein, um eine andere Mehrheit zu erhalten.
In so fern war das Wahlergebniss in Hessen imho ein sehr gutes und für eine interessante Politik förderliche, wenn sich jeder um die Umsetzung seiner wichtigsten Ziele gekümmert hätte.
Dummerweise lagen die Prioritäten aber im blockieren des Gegners und der Wahlkampf bestand nicht aus eigenen Inhalten, sondern populistischen Versprechungen zu Konkurrenten, die ohne Berücksichtigung von politischen Inhalten eine Regierung dieses Kabinetts unmöglich machte.
Fazit: Selbstdarsteller, Populisten und Karrieregeile können Staatsmänner nicht immer ersetzen, wenn es darum geht, Politik zu machen.
@caine2011 ich bin 17, geh 12.Klasse - Leistungskurse: Physik, Chemie,
Politik
Kleine Anmerkung: Privatgespräche bitte im privaten
Schwierig bis unmoeglich, weil die Frage eher philosophischer denn realpolitischer Natur ist. Um so fragwuerdiger finde ich, wie inflationaer mit dieser Worthuelse umgegangen wird.

Leider von absolut jedem, womit die wenigen, die sie wenigstens einigermaßen begründen könnten, in der Maße untergehen.
Hat sie denn eins? Auf ihrer Webseite findet man nur gut versteckt "programmatische Eckpunkte", die aus ein paar Buzzwords bestehen, und ein Bundestagswahlprogramm aus dem Jahr 2005.
Hab ich gesagt, dass sie ein aktuelles oder vollständiges hat?

Der Eckpunktekatalog ist jedenfalls deutlich umfangreicher als ich es von einer normalen Protestwählerpartei erwarten würde. (deren "Programm" entspricht ja i.d.R. ~dem Inhaltsverzeichniss bei der Linken)
Ich denke, Du hast meine dahingehenden Aeusserungen durchaus verstanden.
Ich bin der Meinung die Sätze verstanden zu haben - aber sie ergeben keine schlüssige Gesamtaussage.
Scheinbar beziehst du Gegenposition zu meiner Aussage, dass Globalisierung etwas mit der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zu tun hat, du führst dass aber nicht im geringsten aus, sondern versucht ~Vorteile der Globalisierung zu präsentieren.
"Globalisierung" ist ein negativ belegtes Schlagwort, dass wunderbar diffus ist und deshalb immer herhalten muss, wenn es gilt, fuer komplizierte Zusammenhaenge einfache Erklaerungen zu liefern. Falls Du ausdruecken wolltest, die derzeitige Finanzkrise sei der "Globalisierung" geschuldet: mitnichten. Sie ist die Quittung fuer mangelnde Kontrolle und fehlende Regeln.
"Globalisierung" gibt es, seit Urmensch A ins Dorf von Urmensch B gegangen ist, um Aepfel gegen Birnen zu tauschen. Kann es ueberhaupt eine nichtglobalisierte Welt geben ... ?
Je nach Definition ja oder nein. Ich hab tatsächlich 0 Ahnung, wie eine allgemein verbreitete lauten könnte - allerdings thematisieren sowohl Globalisierungsgegner wie auch -befürworter einen recht ähnlichen Katalog an Strukturen, Möglichkeiten und Ordnungen - und beide setzen "
Globalisierung" offensichtlich deutlich höher an, als einen Frischobsttausch über eine Entfernung von ein paar Kilometern.
Ich persönlich seh das ähnlich und verstehe unter "Globalisierung" die Schaffung von globalen Wirtschafts- und Finanzstrukturen.
Das umfasst nicht einmal weltweiten Handel in jeder Form: Ich kann problemlos ein deutsches Auto in Nordamerika verkaufen - das ist interkontinental, nicht global.
Global wirds, wenn eine "deutsche" Firma (85% der Beschäftigten und 70% des Umsatzes außerhalb Deutschlands) mit amerikanischen Krediten in Korea von indischen Firmen eine Fabrik bauen lässt, die aus Teilen japanischer Zulieferer Autos für den Südamerikansichen Markt baut und für den Transport einen australischen Konzern mit Schiffen aus polnischer Produktion (chinesischer Stahl) unter panamesischer Flagge anheuert.
Warum das mit der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zusammenhängt?
Weil sie ohne solche Strukturen nicht möglich wäre. Würde sich der Warenaustausch auf direkte Kontakte zwischen einzelnen Staaten und auf einzelne Rohstoffe/Endprodukte beschränken, wären auch die Ausbreitungsmöglichkeiten einer lokalen Finanzkrises beschrängt.
Das deutsche Autobauer Zuschüsse benötigen, weil amerikansiche Hausbesitzer ihre Kredite nicht zahlen können, ist nur durch Finanzunternehmen möglich, die einen großen Teil ihres Handels international abwickeln.
Warum ich das -unabhängig der Ausbreitung lokaler zu globalen Krisen- kritisch betrachte?
- Die hierbei entstehenden Synergieeffekte verschaffen große Konzerne enorme Vorteile gegenüber kleineren Firmen -> stabilisierte Schichtung der Gesellschaft mit stark eingeschränkten/monopolisierten Aufstiegschancen
- enormer Bedeutungs- und damit Machtzuwachs einzelner. Derzeit wunderbar zu sehen, welchen enormen Einfluss einige wenige Konzerne auf die Politik haben - nämlich deutlich mehr als es Millionen von Wählern oftmals haben. Stellt sich die Frage, was das mit Demokratie zu tun hat?
- Nivelierung auf inakzeptable Standards: Wenn sich die Wirtschaft international frei bewegt, kann sich international dass aussuchen, was ihr am besten gefällt - die Region, die das beste Angebot macht, gewinnt. Das (hypothetisch) beste Angebot heißt: Keine Steuern, kein Umweltschutz, Sklaverei,... . Jede Region, die sich von diesem Wirtschafts-Ideal entfernt, hat Nachteile. Eigentlich sollte aber genau das Gegenteil erstrebenswert und deswegen mit Vorurteilen behaftet sein - in der Globalisierung nur mit globaler Politik möglich (die aber wiederum inexistent ist)
- enorme Verschwendung durch eigentlich unnötige Transporte. (spanische Krabben kann man auch in Spanien pulen und dafür Seat in Polen bauen, wo sie auch gut auf den Markt passen. Macht man aber umgekehrt, weil es in einer globalisierten -in dem Fall sogar nur europäisierten- Wirtschaft mehr Gewinn bringt. Für das Unternehmen. Dass zusätzlicher Ressourcenverbrauch unterm Strich für die Allgemeinheit ein Nachteil ist, sollte klar sein)