Die Linke

was unterscheidet die linke von normalen parteien?????????


außer das sie keiner wählt und den ein wenig seltsamen politikprogrammen



die linke hat das größte parteivermögen


und korrigiert mich bitte aber bis jetzt hat sie so viel noch nicht verteilt


ach ja die finanzkrise ist nicht das problem mangelnder kontrolle höchstens das der selbstkontrolle

sondern primär ein problem der unendlichen gier der menschheit

beispiel jedes normale tier hört mit fressen auf wenn es genug hat, der mensch versucht auch dann noch weiter zu essen(kredite zu vergeben) wenn er weiß das das fleisch schlecht ist(schlecht bewertete kredite)
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwierig bis unmoeglich, weil die Frage eher philosophischer denn realpolitischer Natur ist. Um so fragwuerdiger finde ich, wie inflationaer mit dieser Worthuelse umgegangen wird.
Ich sag nur: Philosophie-Thread mit leben füllen :D

sondern primär ein problem der unendlichen gier der menschheit
Wo wir schon wieder bei den "Bossen" sind... das problem müsste international bewältigt werden, nicht durch eine Randgruppenpartei in Deutschland...
ODer ?!
Und jetzt kommt mir nicht mit vorreiterrolle, deutschland schmiert ab, bis die anderen nachziehen, undere wirtschaft ginge kaputt
 
ach ja die finanzkrise ist nicht das problem mangelnder kontrolle höchstens das der selbstkontrolle

sondern primär ein problem der unendlichen gier der menschheit

beispiel jedes normale tier hört mit fressen auf wenn es genug hat, der mensch versucht auch dann noch weiter zu essen(kredite zu vergeben) wenn er weiß das das fleisch schlecht ist(schlecht bewertete kredite)

Der Vergleich hinkt - so schlecht war das Fleisch nicht.

Beispiel Immobiliendarlehen in den USA. Die wurden teils gegen minimale Bonitaetspruefungen vergeben, weil die Banken darauf vertraut haben, dass die Immobilienpreise weiter steigen. Konnte der Darlehensnehmer zahlen: gut. Konnte er es nicht: auch gut, weil man dann ja die zwischenzeitlich im Wert gestiegene Immobilie hatte. Die Darlehensnehmer ihrerseits haben Immobilien gekauft, die ihre objektiven materiellen Moeglichkeiten ueberschritten haben. Diese Blase ist nun implodiert.

Mit Kreditkarten verhaelt es sich aehnlich. Vorhersehbare Ausfaelle wurden ueber die Verzugszinsen kompensiert, im Gegenzug waren die Vergaberichtlinien sehr lasch.

Beispiel Leerverkaeufe an der Boerse. Du hast 100 EURO und leihst Dir dafuer bei jemandem 10 Aktien im Wert von je 10 EURO, um sie an der Boerse zu verkaufen. Dabei spekulierst Du auf einen Kursverlust der Aktie - tritt der ein, kaufst Du die Aktie zum dann niedrigeren Kurs wieder ein, beispielsweise 5 EURO, und gibst sie dem Besitzer zurueck. Die 50 EURO Differenz zwischen Ver- und Rueckkaufspreis sind Dein Gewinn. Dies war bis vor kurzem auch in Deutschland moeglich - und hat einen erheblichen Anreiz geschaffen, Aktien von Unternehmen ins Sinken zu bringen.

Das (Ver-)Kaufen fauler Kredite ist ueblich und geht prinzipiell auch in Ordnung - Kreditvergabe ist letztlich immer riskant und selbst bei sorgfaeltiger Kundenwahl wird es immer wieder Ausfaelle geben. Diese faulen Kredite werden zu einem Bruchteil weiterverkauft; der Verkaeufer kompensiert so wenigstens anteilig den Ausfall, der neue Eigentuemer versucht nun seinerseits, die offenen (und letztlich ja durchaus legitimen) Forderungen einzutreiben.

EDIT: Schwerer Ausnahmefehler im Modul rechtschreibung.exe.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich weiß selbst das der vergleich hinkt und den rest deiner def.s kenne ich auch


wollts nur einfach mal populistisch ausdrücken d
du sagst kontrollen hätten es verhindern können wie wo was
 
Mindestanforderungen fuer die Darlehensvergabe (Mindesteinkommen, Eigenkapital etc) beispielsweise. Analog dazu Deckungszusagen fuer Kreditkarten nur in begrenzter und dem Einkommen angemessener Hoehe, nur eine begrenzte Anzahl von Karten pro Kreditkartennehmer, Abschaltung der Karte bei Ueberschreitung des Limits.

Verbot von Leerverkaeufen, Kontrolle von Ratingagenturen.

Ausreichend abschreckende Strafandrohungen bei Zuwiderhandlungen.
 
In Deutschland tat es das in den letzten Jahren sehr wirkungsvoll. Aus Einzelfaellen, in denen es trotzdem Uebertretungen gab, laesst sich gewiss kein Mangel am System herleiten.

Der primaere Ausloeser der Finanzkrise ist die viel zu lasche Kreditvergabe - alles, was danach kam, ist eher ein Lawineneffekt. Eine Kreditvergabe wie in den USA ist in Deutschland nicht vorstellbar.
 
Naja die Linke fordert soziale Gerechtigkeit und weiß nicht, was das ist? Uns wird vorgeworfen, das Sozial un der sozialen Marktwirtschaft wegzulassen, also sag ich jetz mal: Ihr lasst die Gerechtigkeit bei sozialer gerechtigkeit weg ^^

Die Linke weiß durchaus, was sie unter Gerechtigkeit versteht.
Und es scheint nicht das gleiche zu sein, dass JePe darunter versteht.
Dass heißt aber noch lange nicht, dass die Forderungen der Linken ungerecht oder gelogen sind.

[Zynische] Frage : Fändest du es gerecht, dass einer, der sich 13 Jahre in der Schule, dann weitere 5 Jahre an der Uni und in Weiterbildungen gequält hat, sich im Gehalt nicht deutlich vom Fließbandarbeiter unterscheidet? Man muss doch auch ne Motivation haben (ua finanziell)

Motivation braucht man nur, um Hindernisse in Angriff zu nehmen, die man nicht in Angriff nehmen muss.
Und genau da liegt imho der Ansatzpunkt:
Ich finde es nicht gerecht, dass jemand nach 13 Jahre Schule, 5 Jahre Uni und 8 Jahren befrissteten Stellen an verschiedensten Orten mit etwas Glück deutlich mehr als ein Fließbandarbeiter verdient.
Ich finde es allerdings mindestens genauso recht, dass er so eine Person 8 Jahre z.T. recht große Summen draufzahlen musste um unterm Strich 20% seiner Lebensarbeitszeit ne Scheißaufgabe zu haben, wärend andere ab dem zweiten Lehrjahr n vergleichsweise komfortables Auskommen haben.

Wer schon n paar mal mit Leuten zu tun hatte, die ihren Job nur wegen dem Geld machen oder weil sie sich das finanzielle Risiko nicht erlauben konnten, eine bessere Ausbildung zu machen, der wird mir vermutlich zustimmen, dass es besser wäre, wenn die Karriereplanung von persönlichen Vorlieben und realen Bedürfnissen bestimmt wird - nicht vom Geld der Eltern und einem Einkommen in ferner Zukunft.



naja Ypsilanti ist hal machtbesessen - die will an die Macht, egal was passiert! Vor allem nennt sie das ganze Tolerierung, die Linke hätte aber eine entscheidende Rolle, denn sie kann alles ablehnen was ihr nicht gefällt - keine mehrheit - und für die Durchschleusung anderer Gesetze (vo der SPD und den Grünen) unterm Tisch eigene Interessendurchsetzung verlangen.

Wenn eine Rot/Grüne-Minderheitenregierung Gesetzesvorschläge hat, die den Interessen der Linken zu sehr wiedersprechen, dürften die in den meisten Fällen nah genug an den Interessen von FDP oder Union sein, um eine andere Mehrheit zu erhalten.
In so fern war das Wahlergebniss in Hessen imho ein sehr gutes und für eine interessante Politik förderliche, wenn sich jeder um die Umsetzung seiner wichtigsten Ziele gekümmert hätte.

Dummerweise lagen die Prioritäten aber im blockieren des Gegners und der Wahlkampf bestand nicht aus eigenen Inhalten, sondern populistischen Versprechungen zu Konkurrenten, die ohne Berücksichtigung von politischen Inhalten eine Regierung dieses Kabinetts unmöglich machte.

Fazit: Selbstdarsteller, Populisten und Karrieregeile können Staatsmänner nicht immer ersetzen, wenn es darum geht, Politik zu machen.


@caine2011 ich bin 17, geh 12.Klasse - Leistungskurse: Physik, Chemie, Politik =)

Kleine Anmerkung: Privatgespräche bitte im privaten ;)


Schwierig bis unmoeglich, weil die Frage eher philosophischer denn realpolitischer Natur ist. Um so fragwuerdiger finde ich, wie inflationaer mit dieser Worthuelse umgegangen wird.

:daumen:
Leider von absolut jedem, womit die wenigen, die sie wenigstens einigermaßen begründen könnten, in der Maße untergehen.

Hat sie denn eins? Auf ihrer Webseite findet man nur gut versteckt "programmatische Eckpunkte", die aus ein paar Buzzwords bestehen, und ein Bundestagswahlprogramm aus dem Jahr 2005.

Hab ich gesagt, dass sie ein aktuelles oder vollständiges hat? ;)
Der Eckpunktekatalog ist jedenfalls deutlich umfangreicher als ich es von einer normalen Protestwählerpartei erwarten würde. (deren "Programm" entspricht ja i.d.R. ~dem Inhaltsverzeichniss bei der Linken)

Ich denke, Du hast meine dahingehenden Aeusserungen durchaus verstanden.

Ich bin der Meinung die Sätze verstanden zu haben - aber sie ergeben keine schlüssige Gesamtaussage.
Scheinbar beziehst du Gegenposition zu meiner Aussage, dass Globalisierung etwas mit der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zu tun hat, du führst dass aber nicht im geringsten aus, sondern versucht ~Vorteile der Globalisierung zu präsentieren.

"Globalisierung" ist ein negativ belegtes Schlagwort, dass wunderbar diffus ist und deshalb immer herhalten muss, wenn es gilt, fuer komplizierte Zusammenhaenge einfache Erklaerungen zu liefern. Falls Du ausdruecken wolltest, die derzeitige Finanzkrise sei der "Globalisierung" geschuldet: mitnichten. Sie ist die Quittung fuer mangelnde Kontrolle und fehlende Regeln.

"Globalisierung" gibt es, seit Urmensch A ins Dorf von Urmensch B gegangen ist, um Aepfel gegen Birnen zu tauschen. Kann es ueberhaupt eine nichtglobalisierte Welt geben ... ?

Je nach Definition ja oder nein. Ich hab tatsächlich 0 Ahnung, wie eine allgemein verbreitete lauten könnte - allerdings thematisieren sowohl Globalisierungsgegner wie auch -befürworter einen recht ähnlichen Katalog an Strukturen, Möglichkeiten und Ordnungen - und beide setzen "Globalisierung" offensichtlich deutlich höher an, als einen Frischobsttausch über eine Entfernung von ein paar Kilometern.

Ich persönlich seh das ähnlich und verstehe unter "Globalisierung" die Schaffung von globalen Wirtschafts- und Finanzstrukturen.
Das umfasst nicht einmal weltweiten Handel in jeder Form: Ich kann problemlos ein deutsches Auto in Nordamerika verkaufen - das ist interkontinental, nicht global.
Global wirds, wenn eine "deutsche" Firma (85% der Beschäftigten und 70% des Umsatzes außerhalb Deutschlands) mit amerikanischen Krediten in Korea von indischen Firmen eine Fabrik bauen lässt, die aus Teilen japanischer Zulieferer Autos für den Südamerikansichen Markt baut und für den Transport einen australischen Konzern mit Schiffen aus polnischer Produktion (chinesischer Stahl) unter panamesischer Flagge anheuert.

Warum das mit der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zusammenhängt?
Weil sie ohne solche Strukturen nicht möglich wäre. Würde sich der Warenaustausch auf direkte Kontakte zwischen einzelnen Staaten und auf einzelne Rohstoffe/Endprodukte beschränken, wären auch die Ausbreitungsmöglichkeiten einer lokalen Finanzkrises beschrängt.
Das deutsche Autobauer Zuschüsse benötigen, weil amerikansiche Hausbesitzer ihre Kredite nicht zahlen können, ist nur durch Finanzunternehmen möglich, die einen großen Teil ihres Handels international abwickeln.

Warum ich das -unabhängig der Ausbreitung lokaler zu globalen Krisen- kritisch betrachte?
- Die hierbei entstehenden Synergieeffekte verschaffen große Konzerne enorme Vorteile gegenüber kleineren Firmen -> stabilisierte Schichtung der Gesellschaft mit stark eingeschränkten/monopolisierten Aufstiegschancen
- enormer Bedeutungs- und damit Machtzuwachs einzelner. Derzeit wunderbar zu sehen, welchen enormen Einfluss einige wenige Konzerne auf die Politik haben - nämlich deutlich mehr als es Millionen von Wählern oftmals haben. Stellt sich die Frage, was das mit Demokratie zu tun hat?
- Nivelierung auf inakzeptable Standards: Wenn sich die Wirtschaft international frei bewegt, kann sich international dass aussuchen, was ihr am besten gefällt - die Region, die das beste Angebot macht, gewinnt. Das (hypothetisch) beste Angebot heißt: Keine Steuern, kein Umweltschutz, Sklaverei,... . Jede Region, die sich von diesem Wirtschafts-Ideal entfernt, hat Nachteile. Eigentlich sollte aber genau das Gegenteil erstrebenswert und deswegen mit Vorurteilen behaftet sein - in der Globalisierung nur mit globaler Politik möglich (die aber wiederum inexistent ist)
- enorme Verschwendung durch eigentlich unnötige Transporte. (spanische Krabben kann man auch in Spanien pulen und dafür Seat in Polen bauen, wo sie auch gut auf den Markt passen. Macht man aber umgekehrt, weil es in einer globalisierten -in dem Fall sogar nur europäisierten- Wirtschaft mehr Gewinn bringt. Für das Unternehmen. Dass zusätzlicher Ressourcenverbrauch unterm Strich für die Allgemeinheit ein Nachteil ist, sollte klar sein)
 
um mal die elementare ursache der globalisierung auf den punkt zu bringen
das schließt den ressourcenverbrauch und die märkte den rohstoffhandel und jeden beliebigen anderen wirtschaftszweig mit ein:

Globalisierung funktioniert nur und zwar ausschlielich aufgrund des extrem niedrigen ölpreises(wer meint das öl teuer ist, darf sich bitte eine minute zeit nehmen um zu überlegen was es bedeuten würde, wenn öl genauso knapp auf den märkten wäre wie gold oder platin)

durch den niedrigen ölpreis sind die transportkosten nur ein extrem geringer anteil der gesamtkosten eines produktes.
ich mein bananen kriegst du für 0,99€ das kilo obwohl die 10000km weit transportiert werden. das selbe gilt für alle anderen importgüter. man kann für 19€ nach london fliegen.

stellt euch einfach vor es gäbe von heute auf morgen kein öl mehr, dann gäbe es keine globalisierung, weil sie nicht lohnen würde
 
@ruyven_macaran: Echt gute Ausführung :daumen:

Immer wieder erstaunlich wie du keine Probleme damit hast dermaßen lange und ausführende Texte zu verfassen :daumen:
 
Ich liebe ihn auch ;)

Er schreibt was ich denke aber nicht schreiben kann :ugly:

@caine2o11: du hast mit dem Öl natürlich auch Recht

Ich habe gar keine Motivation dazu mich ansatzweise so lange an einem solchen Thema auszulassen, wie er immer diese Motivation dazu aufbringt ist mir schlichtweg schleierhaft :ugly: :D

Aber ich finde es gut dass er das macht :daumen:

*muss langsam mal nen Fanclub gründen*

Anscheinend schon....:D

PS: ruyven was studierst du überhaupt?
 
Die Linke weiß durchaus, was sie unter Gerechtigkeit versteht.

Dann sollte sie es deutlicher formulieren.

Ich finde es nicht gerecht, dass jemand nach 13 Jahre Schule, 5 Jahre Uni und 8 Jahren befrissteten Stellen an verschiedensten Orten mit etwas Glück deutlich mehr als ein Fließbandarbeiter verdient.

Die Arbeitslosgkeit unter Akadamikern liegt mit ca. 5 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt, die typischen Einkommen ebenso deutlich darueber. Falls Du Quellen fuer das Gegenteil hast - immer her damit. Ansonsten kannst Du eigentlich nur ueber die regelbestaetigende Ausnahme reden.

(...)der wird mir vermutlich zustimmen, dass es besser wäre, wenn die Karriereplanung von persönlichen Vorlieben und realen Bedürfnissen bestimmt wird(...)

Besser fuer das Individuum, ja. Aber besser fuer die Gemeinschaft? Denn die soll ja die Zeche zahlen. Das gibt, denke ich, ihren Beduerfnissen auch ein gewisses Gewicht.

In so fern war das Wahlergebniss in Hessen imho ein sehr gutes und für eine interessante Politik förderliche, wenn sich jeder um die Umsetzung seiner wichtigsten Ziele gekümmert hätte.

Am 18. Januar wird es wieder ein Wahlergebnis geben. Falls die Mehrheit der Hessen Deine Einschaetzung teilt, wird sie entsprechend an der Urne mandatieren. Mein persoenlicher Tip: die Linke deutlich unter 5 Prozent, die SPD mit Ach und Krach noch zweistellig und eine handlungsfaehige schwarz-gelbe Koalition.

Im Uebrigen ist die SPD mit zwei wesentlichen Aussagen ins Rennen gegangen: Koch abwaehlen und nicht mit der Linken rummachen. Dumm nur, dass nicht Frau Luegilanti Herrn Koch abwaehlt, sondern die Waehler. Oder auch nicht. Beim zweiten Punkt hingegen lag der Ball ausschliesslich in ihrer Spielhaelfte - und sie hat sich als Foulspielerin erwiesen.

Der Eckpunktekatalog ist jedenfalls deutlich umfangreicher als ich es von einer normalen Protestwählerpartei erwarten würde.

Er besteht eigentlich nur aus sieben Buchstaen: dagegen. So wie fast alles, was auf die-linke.de zu lesen ist. Gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan, gegen das Konjunkturpaket der Bundesregierung, gegen eine Verlaengerung der Lebensarbeitszeit, gegen ALG 2, dagegen, dagegen, dagegen.

Wofuer steht die Linke?

Warum das mit der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zusammenhängt?
Weil sie ohne solche Strukturen nicht möglich wäre. Würde sich der Warenaustausch auf direkte Kontakte zwischen einzelnen Staaten und auf einzelne Rohstoffe/Endprodukte beschränken, wären auch die Ausbreitungsmöglichkeiten einer lokalen Finanzkrises beschrängt.
Das deutsche Autobauer Zuschüsse benötigen, weil amerikansiche Hausbesitzer ihre Kredite nicht zahlen können, ist nur durch Finanzunternehmen möglich, die einen großen Teil ihres Handels international abwickeln.

Was fuer ein herrlicher Unsinn.

OPEL als Satellit von GENERAL MOTORS ist bedroht, weil die Konzernmutter in ihrem Heimatland unrentabel und am Markt vorbei produziert (GM hat mit acht Marken und 7.000 Haendlern nur noch 20 Prozent Marktanteil, TOYOTA hat den inzwischen auch, aber mit nur einer Marke und 1.500 Haendlern - TOYOTA verdient Geld, GM zahlt Geld drauf) und nicht, weil irgendwelche obskuren "Finanzunternehmen" beschlossen haben, an dem Ast zu saegen, auf dem sie selbst sitzen. Denn bisher haben vor allem die Banken geblutet.

- Die hierbei entstehenden Synergieeffekte verschaffen große Konzerne enorme Vorteile gegenüber kleineren Firmen -> stabilisierte Schichtung der Gesellschaft mit stark eingeschränkten/monopolisierten Aufstiegschancen

Klingt toll. Aber was soll es bedeuten? Dass die boesen Konzerne die Menschheit vorsaetzlich in die Armut treiben? Wenn keiner mehr Geld hat, kann auch keiner mehr welches ausgeben. Warum sollten die sich ins eigene Fleisch schneiden?

Ganz abgesehen davon, dass etwa 80 Prozent der Firmen (in Deutschland) KMUs sind.

- enormer Bedeutungs- und damit Machtzuwachs einzelner. Derzeit wunderbar zu sehen, welchen enormen Einfluss einige wenige Konzerne auf die Politik haben - nämlich deutlich mehr als es Millionen von Wählern oftmals haben. Stellt sich die Frage, was das mit Demokratie zu tun hat?

Wo ist dieser "enorme" Einfluss "wunderbar" zu sehen? Im US-Kongress ist die amerikanische Autoindustrie gerade mit einer kalten Dusche zurueck nach Detroit geschickt worden.

- Nivelierung auf inakzeptable Standards: Wenn sich die Wirtschaft international frei bewegt, kann sich international dass aussuchen, was ihr am besten gefällt - die Region, die das beste Angebot macht, gewinnt. Das (hypothetisch) beste Angebot heißt: Keine Steuern, kein Umweltschutz, Sklaverei,... . Jede Region, die sich von diesem Wirtschafts-Ideal entfernt, hat Nachteile. Eigentlich sollte aber genau das Gegenteil erstrebenswert und deswegen mit Vorurteilen behaftet sein - in der Globalisierung nur mit globaler Politik möglich (die aber wiederum inexistent ist)

Sklaverei? Wo?

Abgesehen davon dass es der Konsument in der Hand hat, Unternehmen und unternehmerisches Handeln zu belohnen oder abzustrafen. Geiz ist nicht imer geil - diese Lektion lernen wir gerade. Oder auch nicht.

- enorme Verschwendung durch eigentlich unnötige Transporte. (spanische Krabben kann man auch in Spanien pulen und dafür Seat in Polen bauen, wo sie auch gut auf den Markt passen. Macht man aber umgekehrt, weil es in einer globalisierten -in dem Fall sogar nur europäisierten- Wirtschaft mehr Gewinn bringt. Für das Unternehmen. Dass zusätzlicher Ressourcenverbrauch unterm Strich für die Allgemeinheit ein Nachteil ist, sollte klar sein)

Klar kann man SEATs auch in Polen bauen. Oder NOKIA-Handies in Rumaenien oder VWs in Mexiko. Nur irgendwie schien mir die Linke damit dann auch wieder nicht zufrieden zu sein?
 
Die Arbeitslosgkeit unter Akadamikern liegt mit ca. 5 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt, die typischen Einkommen ebenso deutlich darueber. Falls Du Quellen fuer das Gegenteil hast - immer her damit. Ansonsten kannst Du eigentlich nur ueber die regelbestaetigende Ausnahme reden.

frag mal Sozialpädagogen, Kunstheinis oder Sprachwissenschaftler :ugly:

Besser fuer das Individuum, ja. Aber besser fuer die Gemeinschaft? Denn die soll ja die Zeche zahlen. Das gibt, denke ich, ihren Beduerfnissen auch ein gewisses Gewicht.

Genau das sagen doch die Linken aber auch. Schon mal was vom Kommunismus oder Sozialismus gehört?
 
Die Arbeitslosgkeit unter Akadamikern liegt mit ca. 5 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt, die typischen Einkommen ebenso deutlich darueber. Falls Du Quellen fuer das Gegenteil hast - immer her damit. Ansonsten kannst Du eigentlich nur ueber die regelbestaetigende Ausnahme reden.

Deiner Werte wiedersprechen meiner Aussage nicht.
Sicherlich ist die Arbeitslosenquote unter Akademikern etwas geringer (wobei 5% im Vergleich zu 7,2% Gesamtquote schon ein ziemlich mieser Wert ist, wir hatten mal 3 zu 10+) und die Durchschnittsgehälter sind höher.
Aber: Gerade letztere werden massiv von den sehr (imho durchaus zu) hohen Endgehältern beeinflusst.
Die Einstiegslöhne sind, je nach Fachrichtung, schlecht bis wenig berauschend (in vielen Bereichen =0, weil vielmonatige, unbezahlte Praktika z.B. in den Geisteswissenschaften mitlerweile üblich sind), Festanstellungen auch nicht unbedingt die Regel (übrigens auch in Naturwissenschaften, dass es eine Verbesserung der Arbeitnehmerbedingungen ist, wenn befristete Arbeitsverträge öfter verlängert werden dürfen, spricht Bände), vor allem muss man sie aber auch deren Zeitpunkt bedenken:
Jemand, der mit mittlerer Reife in die Lehre geht, erhält mit 17-18 Jahren bereits ein erwähnenswertes Gehalt. Bis der "Student" auch mal was verdient, hat der "Lehrling" 8+ Jahre Berufserfahrung und damit verbundene Lohnsteigerungen hinter sich und verdient afaik (google mal so ne Statistik...) merklich mehr, als der "Student" bei Berufseinstieg.
Rechnet man das ganze noch über die Zeit auf, ist der "Student" (mit durchschnittlicher Karriere) vermutlich Mitte 40, ehe seine bisheriger Gesamtverdienst dem des "Lehrlings" entspricht. Sicherlich: Als alter Sack hat man dann deutlich mehr Geld zur Verfügung...
(genaue Beträge sind natürlich stark von der Studienrichtung und den zugehörigen Löhnen abhängig - der durchschnittliche Sprachwissenschafts-Student kann vermutlich froh sein, wenn er bei Renteneintritt mit einem gelernten Anlagenbauer gleichziehen kann, Informatikstudenten verdienten zeitweise schon neben dem Studium fast ein volles Gehalt)


Besser fuer das Individuum, ja. Aber besser fuer die Gemeinschaft? Denn die soll ja die Zeche zahlen. Das gibt, denke ich, ihren Beduerfnissen auch ein gewisses Gewicht.

Im Sozialismus jedenfalls, hier eigentlich nicht.

Aber unterm Strich wäre es in einem geschlossenen System (!*) imho auch besser für die Gemeinschaft, da der Anteil von Leuten, die ihren Job gern machen und auch die nötigen Vorraussetzungen haben, steigen. (und somit die Gesamtarbeitsleistung)
Aktuell ist es halt so, IQ-150 Kinder von HartzIVern mit Begeisterung für Krebsforschung bei Aldi Regale einsortieren lassen, wärend Millionärs-Sprösslinge, bei denen man froh wäre, wenn sie mit dem Hammer nen Nagel treffen könnten, große Unternehmen leiten. ("überspitzt" ausgedrückt. Aber es sollte klar sein, dass ein System, dass nicht ausschließlich nach Qualifikation und Eigenmotivation=anhaltender Einsatz auswählt, die nicht die maximale Produktivität erreichen kann)

!*: Niedrige Lebensstanders junger zu Lasten des hohen Lebensstandards Älterer zu heben, klappt natürlich noch schlechter als der gleiche Ansatz bei arm/reich, wenn man erst die Vorteile abgreifen und sich dann vor etwaigen Nachteilen aus dem Staub machen kann.
Bleibt somit also ein hypothetischer Ansatz, solange sich nicht große Teile der Welt darin einig sind.

Am 18. Januar wird es wieder ein Wahlergebnis geben. Falls die Mehrheit der Hessen Deine Einschaetzung teilt, wird sie entsprechend an der Urne mandatieren. Mein persoenlicher Tip: die Linke deutlich unter 5 Prozent, die SPD mit Ach und Krach noch zweistellig und eine handlungsfaehige schwarz-gelbe Koalition.

Meine Einschätzung beschäftigte sich damit, mit welchen Mehrheitsverhältnissen und Interessen eine gute Politik denkbar wäre.
Nicht damit, welche Parteiinteressen wie beim Wähler ankommen.
Die SPD hat wiederholt bewiesen, dass sie weder zu ihrem Wort stehen noch die realpolitische Lage richtig einschätzen und zweckgerichtet handeln kann.
Das macht sie zwar politisch auch nicht unbrauchbarer als Union und FDP, die bewiesen haben, dass unter völliger Missachtung politischer Notwendigkeiten ihren Populismus vertreten, aber es kommt beim Wähler ausreichend schlecht an, um das von die beschriebene Ergebniss herbeizuführen.
Um die Prognose noch auszubauen: Imho (=ich kenn nicht mal Umfrageergebnisse) stehen die Chancen gut, dass Grüne und Linke zusammen mehr Stimmen als die SPD erhalten. (Wie es sich zwischen den beiden verteilt kann ich schwer abschätzen, kenne ich die Interessenverteilung unter den SPD Wählern zu schlecht)

Im Uebrigen ist die SPD mit zwei wesentlichen Aussagen ins Rennen gegangen: Koch abwaehlen und nicht mit der Linken rummachen. Dumm nur, dass nicht Frau Luegilanti Herrn Koch abwaehlt, sondern die Waehler. Oder auch nicht. Beim zweiten Punkt hingegen lag der Ball ausschliesslich in ihrer Spielhaelfte - und sie hat sich als Foulspielerin erwiesen.

Jup.
Das ist es, was ich mit "Dummerweise lagen die Prioritäten aber im blockieren des Gegners und der Wahlkampf bestand auspopulistischen Versprechungen" meinte.
Weder Union noch SPD (FDP auch nur eingeschränkt, Linke sowie nicht, bei den Grünen hängt es davon ab, wie realistisch man die Ziele einstuft - imho war zumindest was ernst gemeint) sind mit politischen Inhalten angetreten, Populismus pur. (wären es nicht die beiden größten Parteien wäre man versucht, von Protestwählerei zu sprechen :ugly:)
Und das war auch alles, was kam, als die Wahl vorbei war und man eigentlich Politik hätte machen sollen.

Ich befürchte aber, dass sich zumindest die erste Hälfte wiederholen wird, ist in Bild-land halt auch die vielversprechenste, wenn man gute Wahlergebnisse will.



Wofuer steht die Linke?
(3Minuten Zitataufwand, unsortierte Auswahl der Inhalte - ich will keine Werbung für die machen, ich will nur drauf hinweisen, dass was dasteht)

Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung: Dazu gehören die Kontrolle und Regulierung der internationalen Finanzmärkte, Stopp der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge, Überführung wichtiger Naturressourcen in Staatseigentum,

breite außerschulische Bildungsangebote: Das bezieht sich vor allem auf umfangreiche Angebote der öffentlich getragenen Volkshochschulen, Musikschulen, Bibliotheken, Kinder- und Jugendklubs sowie Sportstätten.

die Demokratisierung der Hochschulen: Die profitorientierte Einflussnahme auf Universitäten und Hochschulen soll zurückgedrängt und die öffentliche Finanzierung ausgebaut werden. Wir streben an den Hochschulen eine drittelparitätische Selbstverwaltung an. Der Zugang zu allen Studienabschlüssen soll frei bleiben.

gerechte Steuerpolitik: Konzerne und andere profitable Unternehmen müssen wieder deutlich mehr Steuern zahlen. Es soll wieder eine Vermögenssteuer erhoben werden, die Erbschaftssteuer auf große Erbschaften ist zu erhöhen. Steuerschlupflöcher, die insbesondere Vermögende und Großverdiener begünstigen, sind konsequent zu schließen, und Wirtschaftskriminalität ist entschiedener zu bekämpfen. Veräußerungsgewinne beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilien wollen wir ohne Spekulationsfristen besteuern.

öffentliche beschäftigungsfördernde Zukunftsinvestitionsprogramme: Die öffentlichen Investitionen und andere Ausgaben in Erziehung und Bildung, Forschung, Kultur, ökologischen Umbau und öffentliche Infrastruktur müssen mindestens um jährlich 40 Milliarden Euro angehoben werden. Eine Million tariflich bezahlte Arbeitsplätze können so geschaffen werden.
(doch n Kommentar: Hat nicht schon mal einer Geld von den einen genommen und damit an anderer Stelle mit Aufbauprogrammen Arbeitsplätze geschaffen? :ugly:)

umweltgerechte regionale Wirtschaftskreisläufe. Die regionale Herstellung und Vermarktung von Produkten aus Handwerk und Landwirtschaft soll gefördert werden, um Transporte zu vermeiden und die regionale Wertschöpfung zu steigern.


....bla...blub....blib...

Wie gesagt: Die ganzen Inhalte will ich hier gar nicht thematisieren - aber es gibt von der Linken einige dutzend Seiten voll mit politischen Vorschlägen, nicht mit einem "Hauptsache nicht..." beginnen.


P.S.: Wollte übrigens gerade mal bei der FDP gucken, wie die da so aufgestellt sind - kanns sein, dass auch bei denen ein 3 Jahre altes Bundestagswahlprogramm das Beste ist, was sie zu bieten haben?

Was fuer ein herrlicher Unsinn.

OPEL als Satellit von GENERAL MOTORS ist bedroht, bli bla blub

Da ich nirgendwo Opel erwähnte und das auch nicht im geringsten beabsichtigte, gehe ich davon aus, dass sich diese Argumentation 1:1 auch auf VW und Daimler übertragen lassen soll?
("ex-Satellit von Chrysler" und "fällt mir gar nichts mehr ein"?)

Die Autobranche ist ein schönes Beispiel, weil sie eine extrem lange Wertschöpfungskette hat und sich deswegen hinter einem einzigen Produkt ein wirklich globales Netz an beteiligten Firmen stecken kann.
Aber wie vielleicht bekannt ist, hat Fehler bei amerikansiche Hypotheken nicht nur Opel oder ein paar Banken geschädigt, sondern mitlerweile für eine globale Rezession gesorgt.
Und das ist ohne engmaschige Verknüpfungen nicht möglich, im Gegenteil:
Wenn das nationale Unternehmen GM aufgrund Probleme amerikanischer Banken krieselt, sollten z.B. rein-deutsche Autobauer von der Schwäche des Konkurrenten sogar profitieren.
So ist das derzeitige System aber eben nicht aufgebaut, es gibt nur eine zusammenhängende Masse. Und wenn die an einem Ende runtergezogen wird, dann ist das keine Waage, die woanders Vorteile bringt, sondern ein Seil, an dem jeder in den Abgrund folgt.

Klingt toll. Aber was soll es bedeuten? Dass die boesen Konzerne die Menschheit vorsaetzlich in die Armut treiben? Wenn keiner mehr Geld hat, kann auch keiner mehr welches ausgeben.

Es bedeutet z.B., dass die großen Konzerne ihre Interessen gegenüber kleineren problemlos sichern können.
Wenn es nicht in ihrem Interesse ist, dass keiner mehr Geld hat, dann ist das eben auch nicht die Folge. Wenn es aber in ihrem Interesse ist, dass niemand einen größeren Marktanteil in ihrem Sektor erreicht, ist auch das die Folge.

Ganz abgesehen davon, dass etwa 80 Prozent der Firmen (in Deutschland) KMUs sind.

80% der Firmen - wieviel % des BIP?
Im Kapitalismus resultiert Macht und Einfluss aus Geld, nicht aus Zahl. Darum gehts ja gerade: Wenn man die eigene wirtschaftliche Bedeutung maximieren kann, hat man auch als einzelnes Unternehmen enorme Möglichkeiten - darunter eben auch die, sicherzustellen, dass einem das so schnell keiner nachmacht.

Wo ist dieser "enorme" Einfluss "wunderbar" zu sehen? Im US-Kongress ist die amerikanische Autoindustrie gerade mit einer kalten Dusche zurueck nach Detroit geschickt worden.

Die Banken nicht.
Und in Deutschland sogar keiner von beiden.

Viel interessanter ist aber die Frage: Wie kamen die unter die Dusche? Wiso Detroit?
Niemand hat Fisker zurück nach Irvine geschickt oder Excalibur geduscht, dabei sollten deren Kisten auch von der Finanzkrise betroffen sein.
Also warum überlegt man nicht, denen zu helfen? Doch nicht etwa weil sie klein und unbedeutend sind?


hypothetisch

Abgesehen davon dass es der Konsument in der Hand hat, Unternehmen und unternehmerisches Handeln zu belohnen oder abzustrafen. Geiz ist nicht imer geil - diese Lektion lernen wir gerade. Oder auch nicht.

Sag das mal nem HartzIVer.

Und der Konsument straft nur das ab, was ihn selbst stört.
Kinderarbeit in Indien: nach langer Zeit dann doch.
Miserable Arbeitsbedingungen auf brasilianischen Kaffeeplantagen: vielleicht.
Vernichtung afrikansicher Fischbestände: garantiert nicht
Großrodungen argentinischen Regenwaldes: bitte?
Verkauf einer nicht mehr zu rettenden deutschen Handyfertigung an ein asiatisches Unternehmen: aber Hallo! Massenbewegung!!

Klar kann man SEATs auch in Polen bauen. Oder NOKIA-Handies in Rumaenien oder VWs in Mexiko. Nur irgendwie schien mir die Linke damit dann auch wieder nicht zufrieden zu sein?

Hängt davon ab, ob man da für Polen bzw. für Rumänien fertigt, oder ob es genauso für die USA ist und man vorher noch deutsche Subventionen kassiert hat.
 
Das macht sie zwar politisch auch nicht unbrauchbarer als Union und FDP, die bewiesen haben, dass unter völliger Missachtung politischer Notwendigkeiten ihren Populismus vertreten, aber es kommt beim Wähler ausreichend schlecht an, um das von die beschriebene Ergebniss herbeizuführen.

Ähm... du bist mir allerdings immer noch eine erklärung schuldig, was an der FDP populistisch ist... Sagst du nun Steuerpolitik, sag ich nur : KEYNES

Weder Union noch SPD (FDP auch nur eingeschränkt, Linke sowie nicht, bei den Grünen hängt es davon ab, wie realistisch man die Ziele einstuft - imho war zumindest was ernst gemeint) sind mit politischen Inhalten angetreten, Populismus pur.
Red doch net um den heißen Brei, sonder sag was du meinst! So weiß doch keiner was er dazu sagen soll xD

Errichtung einer gerechten Weltwirtschaftsordnung: Dazu gehören die Kontrolle und Regulierung der internationalen Finanzmärkte, Stopp der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge, Überführung wichtiger Naturressourcen in Staatseigentum,
Träumerei... und es würde Deutschland schaden, wenn andere Staaten nicht mitziehen

breite außerschulische Bildungsangebote: Das bezieht sich vor allem auf umfangreiche Angebote der öffentlich getragenen Volkshochschulen, Musikschulen, Bibliotheken, Kinder- und Jugendklubs sowie Sportstätten.
Gute Idee, aber nicht finanzierbarer Populismus

die Demokratisierung der Hochschulen: Die profitorientierte Einflussnahme auf Universitäten und Hochschulen soll zurückgedrängt und die öffentliche Finanzierung ausgebaut werden. Wir streben an den Hochschulen eine drittelparitätische Selbstverwaltung an. Der Zugang zu allen Studienabschlüssen soll frei bleiben.
Finanzierung ?! Ist auch nur Populismus

gerechte Steuerpolitik: Konzerne und andere profitable Unternehmen müssen wieder deutlich mehr Steuern zahlen. Es soll wieder eine Vermögenssteuer erhoben werden, die Erbschaftssteuer auf große Erbschaften ist zu erhöhen. Steuerschlupflöcher, die insbesondere Vermögende und Großverdiener begünstigen, sind konsequent zu schließen, und Wirtschaftskriminalität ist entschiedener zu bekämpfen. Veräußerungsgewinne beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilien wollen wir ohne Spekulationsfristen besteuern.
Damit werden die Unternehmer verschreckt und wandern ab -> Wirtschaftschädigung + Arbeitlose => Quatsch

öffentliche beschäftigungsfördernde Zukunftsinvestitionsprogramme: Die öffentlichen Investitionen und andere Ausgaben in Erziehung und Bildung, Forschung, Kultur, ökologischen Umbau und öffentliche Infrastruktur müssen mindestens um jährlich 40 Milliarden Euro angehoben werden. Eine Million tariflich bezahlte Arbeitsplätze können so geschaffen werden.
Siehe Punkte davor...

Und wenn die an einem Ende runtergezogen wird, dann ist das keine Waage, die woanders Vorteile bringt, sondern ein Seil, an dem jeder in den Abgrund folgt.
So wie im Kommunismus: alle sind gleich :D :D :D
Nein, mal im Ernst ich denke dass gerade die Tatsache, dass sie vernetzt sind für Stabilität sorgt, was ja auch so war bis zur Finanzkrise... Da haben die Autobauer aber erstmal nix mit zu tun, nur mit den Folgen haben sie zu kämpfen

Im Kapitalismus resultiert Macht und Einfluss aus Geld, nicht aus Zahl. Darum gehts ja gerade: Wenn man die eigene wirtschaftliche Bedeutung maximieren kann, hat man auch als einzelnes Unternehmen enorme Möglichkeiten - darunter eben auch die, sicherzustellen, dass einem das so schnell keiner nachmacht.
Vertraust du denn nicht dem Bundeskartellamt ?

Und der Konsument straft nur das ab, was ihn selbst stört.
Kinderarbeit in Indien: nach langer Zeit dann doch.
Miserable Arbeitsbedingungen auf brasilianischen Kaffeeplantagen: vielleicht.
Vernichtung afrikansicher Fischbestände: garantiert nicht
Großrodungen argentinischen Regenwaldes: bitte?
Naja, wenn wir mit unseren Innenpolitischen Problemen abgeschlossen haben, dann vielleicht.
Vor allem sind wir doch nicht Mutter Theresa für indische Kinder oder Brasilianer... Es wird ja Werbung für "faire" Produkte gemacht - aber sie werden nicht gekauft...
Du kannst dich doch nicht als Weltretter sehen. Bleib mal auf dem Boden der Tatsachen.

btw wir diskutieren jetzt viel zu allgemein und nicht über "Die Linke" , wie es durch den Thread-Titel suggeriert wird.

@ryuven : Bei ewig langen Posts kannst du der übersichtlichkeit vlt 2 machen?

greetz
 
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