AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik
Ja klar. Das Militär vor Ort kann aber am meisten machen und wenn es klug eingesetzt wird, das Problem innerhalb weniger Monate eindämmen. Dazu muss man die Bevölkerung schützen, dafür kann man auch andere Länder um Hilfe bitten.
Die Bevölkerung hat Angst und das zurecht. Deswegen fliehen die ja, und denen müssen wir helfen, bis der Staat wo es eben gerade kracht, das Problem zumindest eindämmen kann.
Die USA hatte da enorme Probleme weil man denen a) nicht traut und b) sie in diesen Gebieten absolut verloren sind, ihre Aufklärung funktioniert nicht, die Technik ist an der Grenze und so weiter. Deswegen immer die lokalen Einheiten den Job erledigen lassen.
Wenn eine bestehende Armee nicht gegen eine Terrororganisation ankommt, dann läuft da richtig was schief.
Und Krieg ist ein Asylgrund, ich sage nur wir sollen da nicht mit Waffengewalt auftauchen und der Bevölkerung, nicht dem Militär helfen.
So schwer zu verstehen?
Warst du mal beim Militär? Ich habe den Eindruck nein, weil das was du erzählst ist zimlicher Mumpens und du überschätzt völlig die Möglichkeiten die reguläre Streitkräfte gegen weitestgehend gureilla artig agierende Gegner wie den IS haben.
Reguläres Militär wird dafür trainiert gegen andere reguläre Streitkräfte zu kämpfen und nicht gegen Gegner die auftauchen, eine halbe Stunde eine Stellung angreifen und dann wieder verschwinden, dagegen kann eine reguläre Armee wenig ausrichten und genau das ist es was Organisationen wie Al Kaida und der IS meisterhaft beherrschen und schon seit Jahrzehnten machen. Beim IS kommt noch dazu das sie durch ehemaliges Militär der Bath Partei auch recht gut in regulärer Kriegsführung und Organisation sind, also in beiden Bereichen gut agieren können, was sie auch machen.
Ist ein Gegner schwach genug um gegen ihn regulär zu kämpfen kämpft der IS regulär, ist der Gegner zu stark kämpfen sie mit guerilla Taktik.
So einen Gegner kannst du nicht besiegen und wirklich eindämmen indem du 400.000 reguläre Soldaten hinstellst die rund um die Uhr jeden Flecken Erde patroulieren.
Das ist auch der Grund warum Obama nicht mit Bodentruppen nach Syrien und den Irak will. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, wie den Holzköpfen Bush Senior und Junior, erkennt Obama das man eine Organisation wie den IS nicht besiegen kann indem man dort mit massiver Militärmacht aufmarschiert.
Das ist auch etwas was die USA mehrmals in ihrer Geschichte lernen mussten, zuerst in Vietnam, dann in Afgahnistan und zuletzt im Irak.
Selbst wen du den IS regulär schlagen würdest und sie in den Untergrund zwingst, von dort aus machen sie halt weiter und kämpfen halt iregulär und ireguläre Kriegsführung mit einer regulären Armee ist ein Zermürbungskrieg den du im Grunde mit einer regulären Armee nicht gewinnen kannst weil der Gegner mobiler und weniger eingeschränkt in seiner Bewegung ist, besser untertauchen kann und mit wenigen und schlechter ausgerüsteten Truppen brauchbare Ergebnisse erzielen kann.
Für eine reguläre Armee hingegen ist der Kampf gegen einen solchen Gegner wie der Kampf gegen eine Windmühle, du meinst einen Erfolg erzielt zu haben und hast im Grunde doch rein garnichts gewonnen, weil du eben nicht nur einen Flecken Land besetzen musst um zu gewinnen und weil 14 tote kein Erfolg gegen einen Gegner sind der von einer Idiologie angetrieben wird die ihm regelmäßig neue Kämpfer aus aller Welt bringt um die paar Toten auszugleichen und deren Moral du nicht brechen kannst, weil die selten so lange am Stück kämpfen das du ihre Moral zermürben könntest, wie das bei regulären Soldaten der Fall ist.
Von daher kann eine reguläre Armee auch keine Bevölkerung vor Selbstmordattentätern und dergleichen schützen, das steht einfach nicht in der Macht einer regulären Armee, das konnten die Amerikaner weder in Afgahnistan, noch im Irak und das können auch die afgahnischen und irakischen Sicherheitskräfte nicht.
Die Bevölkerung und Regierung so eines Landes kann sich dagegen nur selbst schützen, indem sie solch radikale Idiologien in ihrer Mitte nicht duldet und aktiv dagegen arbeitet, indem man in der Gesetzgebung verankert das sowas mit den Gesetzen eines Staates nicht vereinbar ist, indem man radikale Menschen und deren Versammlungsorte überwacht, indem man Personen meldet die sich in diesem Sinne verdächtig verhalten und indem die Menschen in so einem Land öffentlich und geschlossen zeigen das solche Menschen dort nicht willkommen sind und so primitiven Ansichten wo es nur geht Steine in den Weg legt.
So bekommt man so eine steinzeitliche Idiologie langfristig besiegt, aber nicht indem man hundertausende Soldaten in so eine Region verlegt oder dort kämpfen lässt, nicht indem man in Millionenfacher Zahl wegrennt.
Angenommen alle gemäßigten Muslime täten fliehen, wer bleibt dann zurück und befreit das Land und nimmt sich im Anschluss das Recht raus wohin die Entwicklung geht? Aufgeklärte Menschen? Oder doch ehr konservative Muslime die zwar nicht so schlimm wie der IS sein mögen, aber aus unserer Sicht trotzdem sehr rückständig und befremdlich sind?